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Dreizehn 4.08.2009
Dreizehn

Kormorane sind abergläubische Viecher. Das 13. Kapitel fällt aus. Das wars dann auch.
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zwölf 3.08.2009
Zwölf
Am Nachmittag tauchte er dann bei mir auf. Ein Anruf und heftiges Knistern mit druckfrischen Euronen hatten den wilden Mann in aufgeregte Unternehmungslaune versetzt.
Da stand er vor mir. In seiner ganzen Größe, seiner unnachahmlichen Präsenz und einem Gesichtsausdruck, der jeden Kundigen sofort mitteilte, dass er es hier und jetzt mit einem Fleischberg ohne einen Funken Verstand zu tun hatte. Für mich jedenfalls der richtige Mann für einen Himmelfahrtsjob.
„Du musst mir helfen, Sepp“, sagte ich und machte mächtig auf wichtig. Das imponierte dem Muskelgebirge. Er zog seine Augenbrauen hoch und schaute mich durchdringend an.
„Bin immer für dich da, Nelson. Auf mich kann man sich verlassen. Was soll ich für dich tun?“
Ich zählte ein paar Scheine ab und schob sie über den Tisch. Sepp steckte die Moneten ein, ohne sie abzuzählen. Er vertraute mir. Keine große Kunst, der Irre vertraut jedem. 
„Bei mir ist eingebrochen worden. Und ein Kunde von mir wurde kaltgemacht. Solche Sachen mag ich nicht, Sepp. Wer meinen Brötchengeber aus dem Verkehr gezogen hat, ist mir momentan noch ziemlich wurscht, aber ich will wissen, wer bei mir zu Gast war und einen ziemlich ungustiösen Saustall hinterlassen hat. Sowas schätze ich absolut nicht.“ Ich ließ meine Ansage wirken und lehnte mich zurück. „Außerdem würde mich noch interessieren, was der oder die Typen bei mir gesucht haben. Die Pornos können es nicht gewesen sein, die liegen offen auf dem Fernseher.“
Er schielte zum Fernseher hinüber und machte ein komisches Geräusch. Kannte ich schon, war seine Art von leisem, gefährlichem Lachen. Dann sah er mich lange an und zeigte mir sein imposantes Gebiss.
„Bisschen viel will der kleine Nelson wissen, für die paar Lappen“, sagte er und rieb seinen Daumen am Mittelfinger.
Na grandios, dachte ich, jetzt hat dieses Zwergenhirn auch schon die grundlegenden Umgangsformen des Kapitalismus verstanden. Eine zuviel auf die Birne und selbst so ein Heini wie Blunzensepp wird ein echtes gieriges Raffzähnchen. So seufzte ich leise vor mich hin – sein Lächeln wurde breiter, je mehr Seufz – und schob ihm noch ein paar Scheinchen über die Platte. Das machte ihn ersichtlich froh. Er war wahrscheinlich der Meinung, einen echten Superschnitt gemacht zu haben.
Er stand auf, er schaute auf mich herunter und sagte: „Hör mich um, ruf dich an. Wahrscheinlich heute noch…“ und er stapfte aus dem Zimmer.
Die Pornos nahm er mit.
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elf 2.07.2009
Elf
In meinen vier heimatlichen Wänden, der kleinen Loft mit Blick auf den Zentralfriedhof, wüteten – während ich einen toten Menschen in den Armen eines ausgestopften Brummbären fast identifiziert hätte -  wildgewordene Elefantenherden. Jedenfalls sah es so aus, als ich daheim ankam. Noch dazu hatte ich nicht die geringste Ahnung, was die Brüder und Schwestern in meiner Wohnung gesucht haben. Alles irgendwie schleierhaft, aber vielleicht hatte ich nur meine Hausaufgaben nicht gemacht. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir der „Fall“ wie ein böser Traum vorgekommen. Alles war unwirklich und nichts passte zusammen, aber jetzt – nach einer Leiche und einem persönlichen Angriff auf meine Intimsphäre – wurde es mir doch zu viel. Ich musste mir etwas überlegen, etwas unternehmen.
Tat ich dann auch. Ich öffnete den Kühlschrank, der seltsamerweise noch in Ordnung war, nahm mir eine Flasche Weißwein aus der Kiste und dann einen tiefen Schluck. Gleich aus der Flasche und ohne Schüttelblickundschnüffelglasdrehdreh. Barbarisch, aber notwendig.
Dann fiel mir der Blunzensepp ein: Ein alter – nun, sagen wir Bekannter – ein Hühne, ein schöner Mann und ein vollkommener Idiot. Vor einigen Jahren einmal ein Ironman, oder wie die Masochisten heißen, dann zwei Jahre Boxprofi, erfolglos aber trotzdem recht begehrt. Wahrscheinlich, weil sich keiner so ästhetisch gekonnt ins Gesicht schlagen ließ. Dann ab zum Wrestling und voll mit der Larve auf den Betonboden. Aus mit der Karriere. Josef Madorner war fix und aus. Begann dann zu saufen und auch das tat er mit vollkommener Hingebung. Bis dann, eines hässlichen Tages, der Zusammenbruch kam. Seit dieser Zeit hält er sich mit kleineren Jobs über Wasser.
Blunzensepp musste mir helfen. Er hatte Beziehungen zu Menschen, die in anderen Leuten Wohnungen herumkramten. Vielleicht wusste er etwas, was ich noch nicht wusste. War auch nicht wirklich schwer, weil ich ja nichts wusste. Nur wo war die Nummer von dem Typ? Wie sollte ich in diesem Dreckhaufen mein Notizbuch finden? So begann ich den Mist zu sortieren. Und ich fluchte still vor mich hin, doch mir wurde nicht geholfen…
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zehn18.06.2009

Zehn

Breitner kam mir mit weit offenen Armen entgegen. Sofort ahnte ich Böses. Er hatte die Lefzen hochgeschoben, seine schiefen Zähne leuchteten gelb wie ein Schwefelbergwerk – so lächelt ein bösartiger Kampfhund vor dem finalen Biss in die Halsschlagader.

„Herr Paul!“, flötete Breitner jovial und mir wurde blöd im Hirn, „das ist aber nett, dass sie so schnell kommen konnten. Können sie vielleicht ein wenig Hellsehen, Herr Paul?“

Was meinte die Bulldogge? Ich hatte keine blasse Ahnung.

„Was meinen sie, Breitner?“ Ich sagte es und kam mir saublöd dabei vor. Breitner hatte einen Vorsprung, er wusste etwas, was ich nicht wusste und das war bei Breitner immer unangenehm.

„Aber, aber, Herr Paul, stellen sie ihr Licht nicht unter den Scheffel. Sie heben doch gewusst, was hier abgeht…oder sind sie immer dort, wo Mist aufgestapelt wird?“

Er legte seinen Arm um meine Schulter. Mir stieg der Geruch eines verschwitzten Anzugs in die Nase.

„Wechseln sie manchmal die Kleidung, Breitner?“ fragte ich ihn lächelnd.

„So ein Beamtengehalt lässt dauernden Kleiderwechsel nicht zu.“ Er lächelte noch immer, nahm aber seinen Arm von meiner Schulter. „Gehen wir doch in die erste Etage dieses vortrefflichen Museums. In den Armen eines ausgestopften Bären liegt wahrscheinlich ein alter Bekannter von ihnen.“

„Ich habe keine alten Bekannten.“

„Weiß ich doch, weiß ich doch,“ säuselte Breitner. „Bei dir hält es keiner lang aus, Nelson. Ist doch so, oder? Die einen laufen davon, die anderen geben den Löffel ab. Da sind länger anhaltende Beziehungen schwer möglich. Hab ich recht, Nelson?“ Er fragte leise, sah mich an wie ein Schnitzel vor dem Verzehr und bohrte mir dabei seinen Ringfinger in den Bauch. Es war nicht gerade angenehm, aber ich versuchte keine Mine zu verziehen.

Außerdem hatte er recht. Lange Bekanntschaften oder gar Freundschaften waren selten bei mir. Meine letzte Freundin verließ mich vor sechs Jahren wegen seelischer Kälte oder so etwas in der Art. Dann sagte sie noch, sie könne nicht mit ein paar Kerlen zusammen sein, die noch dazu in einem Körper versammelt sind. Keine Ahnung, was sie damit meinte, aber ich kann schon ein schräger Kerl sein, wenns mich erwischt. Wenn mich die Kormorane mit den Flügeln schlagen…aber das gehört wirklich nicht hier her.

Wir durchquerten die langen Gänge des Museums, vorbei an kunstvollen Glasschränken, angefüllt mit Viechern, denen die Sägespäne aus dem Bauch rieselten.

Und dann standen wir vor einem großen Bären. Aufgerissenes Maul, ebensolche Augen und lange gelbliche Zähne (wie bei Breitner, nur freundlicher). In den offenen Armen lag ein toter Körper. Ein Mann mit einem enormen Messer im Hals. Das Blut war noch nicht richtig trocken, der gute Mann hatte noch vor kurzem gehörig geschnauft.

„Ist das Berghofer?“ fragte Breitner.

„Ich habe Berghofer nie gesehen. Ich weiß nicht wie der Typ aussieht.“

Breitner wurde rot im Gesicht. Offensichtlich glaubte er mir nicht.

„Aber den Kerl kenne ich“, beruhigte ich ihn, „den hab ich schon mal gesehen.“

„Und?“ Breitner zückte seinen Notizblock. „Name, Adresse, Beruf…lass dir nicht jedes Wort aus der Nase ziehen!“

„Keine Ahnung“, antwortete ich mit treuem Augenaufschlag. „Der Kerl war in meinem Büro. Er gab mir den Auftrag, Berghofer zu suchen.“

„Name? Sie müssen doch ihren Auftraggeber kennen!“

„Er zahlte bar. In solchen Fällen ist meine Zurückhaltung grenzenlos. Aber er nannte sich Sorger. Dr. Sorger.“

Breitner steckte seinen Notizblock wieder in seine speckige Anzugsjacke. „Und das haben sie ihm geglaubt?“ fragte er mich.

„Keinen einzigen Moment. Er hat aber…“

„…bar bezahlt. Ich verstehe. Sie sind ein echtes mieses Stück Mist, Paul. Und von ihrem Job verstehen sie auch nichts. Nada.“

Er drehte sich um und ging zu seinen Leuten. Ich habe nie angenommen, in seinen Augen noch tiefer sinken zu können. Wurscht, scheiß drauf und tausend Rosen.

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neun10.06.2009
Neun
Ich sags mal so: Kein Mensch würde sich an einem Preisausschreiben beteiligen, wo es nur Scheisse zu gewinnen gibt. Da steht man dann mitten im Geschehen, hat einmal im Leben den Hauptpreis gewonnen und kann nichts damit anfangen.
Wie gesagt, keiner würde so ein Spiel mitspielen. Mit einer Ausnahme. Erraten…ich meine mich.
Nicht einmal den Namen von der Braut habe ich nachgefragt, von einer Telefonnummer oder einer Adresse will ich erst gar nicht reden. Ich habe den falschen Namen von einem falschen Typen, den vielleicht richtigen Namen eines außerordentlich erfolglosen – mag sein – schwulen Schauspielers der vielleicht doch oder auch nicht ermordet wurde und jetzt gesucht wird und ich habe diesen Breitner an mir kleben wie eine Riesenklette aus dem Gruselkino.
Das Handy. Was haben Menschen nur gemacht, bevor es dieses Mistding gegeben hat? Hat man damals getrommelt oder gejodelt? Kann mich nicht mehr erinnern, ist auch schon Ewigkeiten vorbei.
Grüner Knopf.
„Hallo?“ frage ich höflich.
„Ja? Entschuldigen sie bitte meinen Anruf, aber ihre SMS“
„Mit wem habe ich das Vergnügen?“ frage ich noch immer ziemlich höflich.
„Ähh, ja…mein Name ist Berghofer. Jedenfalls war das mal mein Name, aber schön langsam kenne ich mich nicht mehr aus. Ich befürchte, ich drehe langsam durch. Aber sie haben mich angerufen und ich habe wieder ein wenig Hoffnung…können sie mich retten, Herr Paul? Ich flehe sie an und sie haben es versprochen…“
„Ich habe was?“ frage ich – jetzt nicht mehr ganz so höflich, hatte mich aber sofort wieder in der Hand, als ich merkte, dass der Mann zu heulen begann.
„Also gut“, sagte ich und versuchte Ruhe in die Sache zu bringen, „sagen sie mir, wo sie sind. Ich komme, so schnell ich kann. Wir werden die Sache schon in Ordnung bringen.“ Ich klang überlegen und kam mir gut dabei vor.
„Naturhistorisches Museum. Erster Stock. Ich werde sie finden.“
„Und wie werden sie das anstellen?“
„Sie haben mir doch ein Foto aufs Handy geschickt. Das haben sie doch, oder…“
„Aber ja, natürlich! Wie ich das nur vergessen konnte! Also, so in einer Stunde. Bis dann!“
Rote Taste. Ratlosigkeit. Wer, verdammt noch einmal, hatte Berghofer von meinem Handy ein SMS geschickt. Mit einem Foto von mir. Plötzlich hatte ich den schwachen Duft eines schweren Parfums in der Nase. Es ist sicher eine blöde Angewohnheit, das Handy am Tisch liegen zu lassen, wenn man mal kurz austreten muss. Aber es ist sicher nur eine meiner blöden Angewohnheiten. Aber woher hatte die Lederlady die Nummer von Berghofer. Wo sie den Typ sucht, wie der Winter den Schnee?
Ab ins Museum, dachte ich, und machte mich auf den Weg. Ich beachtete den Mann nicht, der sich blitzartig umdrehte als er mich kommen sah. Wieder eine dieser blödsinnigen Angewohnheiten…
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acht26.05.2009
Acht
Die Göttin in Leder steckte sich eine Zigarette an und jeder im Raum wollte der Glimmstängel sein und zwischen ihren Lippen herumhängen.
Ich fiel in den speckigen Thonet und es war mir alles vollkommen wurscht. Sollte ich doch auf ewig hier kleben bleiben.
„Hat Sorger sie geschickt?“ fragte ich mit einem Riesenfrosch im Hals.
„Wer?“
Sie schlug die Beine übereinander und in meinem Kopf ging die ganz große Maschine an. Ich hörte die schwarzen Nylons aneinander krachen, sah kleine Sterne von ihrem Strumpfansatz hochsteigen, merkte, wie ihr rechter roter Stiletto von ihrer Ferse rutschte und sie die Spitze des Schuhs auf ihrer großen Zehe balancierte.
„Wer“ fragte sie noch einmal und löschte ihre Zigarette ab, „wer soll mich geschickt haben, Nelson?“
„Sorger. Er hat mich angerufen und ins Edlinger bestellt.  Aber Sorger ist nicht da.“
„Aber ich bin da. Also vergiss diesen Sorger. Ab jetzt bin ich dein Kunde. Ich will Berghofer…und zwar schnell.“
Ich setzte meine Mine Nr. 13 (professionelle Langeweile) auf, winkte dem Kellner, bestellte ein Glas Weißwein, nippte und  fragte dann betont lässig:
„Was hat dieser Berghofer eigentlich ausgefressen? Die ganze Welt scheint hinter diesem Hosenscheisser her zu sein. Wem ist dieser Typ auf den Schlips getreten?“
„Geht dich eigentlich nichts an,“ sagte sie mit freundlichem Gesicht, „aber ich will dir was sagen, was dich vielleicht weiterbringt. Es gibt eine Menge Leute, die Berghofer nicht mögen…oder besser, die ihn nicht mehr mögen. Er hat sie beschissen und es gibt Menschen, die sind sehr nachtragend und finden fehlende Loyalität überhaupt nicht gut. Sorger – wie du ihn nennst – war einer von ihnen. Aber er findet es unter seiner Würde, hinter dieser Arschgeige her zu sein. Außerdem findet er dich zum Kotzen. Er sagt, du bist ein mieses Arschloch, außerdem meint er, dass du spinnst. Spinnst du, Nelson Paul?“
„Wer spinnt denn heute nicht?“ fragte ich zurück und ignorierte tapfer das laute Gelächter in meinem Hinterkopf.
„Das wars dann!“ Sie stand auf und zupfte an ihrem kleinen Schwarzen herum. Das Fahrgestell war einwandfrei von einer Edelmarke. So zwischen Ferrari und Rolls Royce. „Ich ruf wieder an. Und…“ sie strich mir mit dem Zeigefinger über den Nasenrücken, „…ich will Ergebnisse sehen. Bald. Wenn du mich in absehbarer Zeit glücklich machst, mach ich dich auch ein wenig glücklich, Kleiner. Finde Berghofer und du findest einen Weg zwischen meine Beine. War das deutlich genug, Holzkopf?“
Jetzt war Mine Nr. 1 an der Reihe (absolut Blödschau). Das Gelächter in meinem Kopf wurde immer lauter. Ich wollte nur raus aus diesem Mistschuppen.
„Alles klar,“ sagte ich stammelnd und stand auf. Aber da war sie schon aus dem Lokal. Zurück blieb nur ein schwarzer Dämon und eine dicke Wolke Parfum
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sieben13.05.2009

Sieben

Ganz überlegt, ganz echter Mann, ein wenig überheblich, aber mit beiden Beinen fest am Asphalt – so gefall ich mir. Aber so bin ich nicht. In mir kämpft immer der ganze Kerl mit meiner kleinkarierten Neugier. Die Neugier siegt. Natürlich, ich bins nicht besser von mir gewohnt.

Das Cafe Edlinger, am Rande der inneren Stadt gelegen, hatte – ich untertreibe jetzt ein wenig – schon bessere Tage gesehen. Obs wirklich gute Tage waren, sei dahingestellt, aber bessere waren es sicher. Niemand baut absichtlich ein Cafe, dass wie ein Bastard von Puff, Männerheim und Glashaus aussieht. Kann natürlich auch sein, dass der Architekt ein irrer Cafehaushasser war und sich einen klammheimlichen Scherz mit dieser in Architektur gegossenen Scheußlichkeit gegönnt hat.

Ich öffnete mit zwei spitzen Fingern die schmierige Eingangstür, kämpfte mich durch einen muffigen Scheissbraunen Filzvorhang und stand plötzlich vor einem kleinen Männchen in einem viel zu großen Smoking, der aufgeregt mit einer grauen Serviette vor meinem Gesicht herumfuchtelte.

„Sind sie Herr Paul?“ fragte er mit wirrem Gesichtsausdruck.

„Werde ich schon erwartet?“ fragte ich honigsüß zurück. „Herr Doktor Sorger, denk ich mal.“

„Doktor Sorger? Kenn ich keinen, aber die junge Dame am letzten Tisch hat schon einige Male nach ihnen gefragt. Und ich will ja nichts sagen, aber eine Frau wie diese lässt man doch nicht warten…“ Er kicherte blödsinnig und legte seine Stirn in schamhafte Falten.

Und dann sah ich sie und begriff, was dieser komische Bedienungskörper meinte.

Dort sass er und nippte an seinem kleinen Braunen: der fleischgewordene Traum des Detektivs.

Die Diva in schwarzem Leder. Es ging ein süßer Duft von ihr aus und hinter ihr strahlte die abgefuckte rote Pufftapete wie eine Showtreppe aus tausenundeiner Nacht. Sie lächelte und sie lächelte mich an. In mir wurden Bereiche wach, von denen ich nicht einmal mehr wusste, dass es sie gab.

Sie stand auf und winkte mir zu. Das hätte sie nicht tun dürfen. Ich war einer Ohnmacht nahe. Das war es. Das war dieser Moment, auf den ich seit ewig langer Zeit gewartet hatte, warum ich ein grimmiger, miesepetriger Schnüffler geworden war, das war das Zeichen, der kurze Blick in den Himmel, das Fanal. Das war die Erweckung des Nelson Paul, der Moment, wo eine abgewrackte Promenadenmischung zum brünftigen Bluthund mutierte. 
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fünf und sechs16.04.2009

Fünf

Und dann sass ich in Breitners Büro und wartete. Und wartete. Und wartete. Mir machte das nichts aus, mir ist gerne langweilig. Ausserdem wollte ich Breitner nicht die Freude machen, irgendwie flippig oder ungeduldig zu wirken. Ich wusste, dass der miese Typ mich beobachtete und versuchte vollkommen unbeteiligt zu wirken.

Dann kam Breitner. Er legte einen Akt auf den Tisch und klatschte seine Handflächen auf den Tisch.

„Du kannst gehen, Nelson.“

„Ich habe auf einen Kaffee gewartet.“

„Wir müssen sparen. Kaffee gibt’s nur für Massenmörder.“

„Verstehe.“ Ich nahm meine Jacke und stand auf. „Dann geh ich jetzt. Soll ich die Stadt nicht verlassen, Chef?“

Breitner verzog sein Gesicht. Marsmenschen würden diese Selbstentgleisung der Gesichtszüge für ein breites Lächeln halten, aber ich wusste es besser. Und ich wusste auch, dass es angesagt war, den Raum sofort zu verlassen.

„Übrigens…die Schwuchtel hat angerufen. Es geht ihm gut.“ Breitner lächelte noch immer.

„Berghofer hat angerufen?“ fragte ich.

„Hat er.“

„Warum?“

„Naja, wir waren in seiner Wohnung. Das hat er wohl gemerkt.“

Natürlich hat er das gemerkt, dachte ich und machte mich aus dem Staub. Breitner und Freunde hatten sicher einen beachtlichen Saustall hinterlassen.

So, dachte ich, als ich aus dem Bombastikgraupolizeigebäude trat. Irgendwie fiel mir auf, dass ich heute das erste mal das Wörtchen „so“ gedacht hatte und komischerweise machte mich dieser Gedanke glücklich. So ist das. Mein Gehirn ist einfach zu blöd für mich.

 

Sechs

Daheim. Ich öffnete den Kühlschrank und fand das Erwartete vor: Nichts. Nur meine Lesebrillen lagen im Butterfach. Keine Ahnung, wie die Dinger den Weg in meinen Frigidaire gefunden haben. Ich habe es schon lange aufgegeben, mir über den Weg zu trauen.

Da sind schwarze Vögel in meinem Kopf. Kleine schwarze Vögel, die mich bewegen und mich denken. Manchmal überschreiten, nein, überfliegen sie eine diskrete Grenze in meinem Kopf und dann kann ich sie fühlen. Meistens aber sitzen die Biester nur auf hohen Telegrafendrähten und tuscheln über mich. Oder sie denken mich in eine neue Situation. Es ist nicht immer leicht, die Kontrolle in meinem Kopf zu übernehmen. Daher die Brille im Butterfach. Danke, das wars.

Ich zähle täglich meine Sorgen. Das Handy.  Der grüne Knopf.

„Hallo?“

„Nelson Paul?“

Der falsche Doktor. In mir stieg ein kompliziertes Gefühl auf. Eine miserable Mischung aus Zorn und Elend.

„Sie haben meinen Tag verdorben, Berghofer lebt, sie haben mich verarscht und jetzt lege ich auf. Es reicht mir nämlich.“ Sagte ich mit tiefer, bedrohlicher Stimme und wollte schon den roten Knopf drücken, da hörte ich Sorger noch was stammeln.

„Was wollen sie noch?“ fragte ich, „Ich habe sie nicht verstanden.“

„Das ist eine komische Geschichte, Herr Paul,“ schnarrte es aus dem kleinen Lautsprecher. „Aber ich habe sie bezahlt. Und ich erwarte, dass sie in einer Stunde im Cafe Edlinger auftauchen. Ich habe ein Recht…“

„Sie können mich mal!“

Rote Taste.

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vier 2.04.2009

Vier

Ich hätte die Kacke riechen müssen. Sie stank bis zum Himmel und trotzdem, blöd wie Siegfried, taumelte ich in Berghofers Wohnung. Sorger – oder wie der Typ auch heißt – gab mir den Schlüssel und einen faltigen Zettel mit der Adresse und dampfte dann pfeifend ab.
Und jetzt war ich in Berghofers Schlafzimmer. Alles war an seinem Platz – soweit ich das beurteilen konnte – nur der blutige Hausherr fehlte. Schwups und weg war er.
Dann war da noch dieses blöde Gefühl, nicht wirklich ganz allein zu sein.


„Was machst du da?“ die stimme schnarrte vertraut und trotzdem kam kein wirkliches heimeliges Gefühl bei mir hoch. Eher das Gegenteil.


„Nelson! wach auf! Ich rede mit dir.“


Breitner. Der gemütliche Breitner. Bulle Breitner. Der Kiberer mit den tausend Namen. Das massive Gewissen der Nation, Schrecken der Unterwelt. Aber der Mann war nicht wirklich gemütlich. Hinter seinem dicken Bauch steckt ein schlanker Verstand. Außerdem ist er ausdauernd und hinterfotzig bis zum abwinken. Es ist nicht wirklich ratsam, Breitner als Feind zu haben.


„Ist ein Auftrag?“


„Auftrag? Schnüffelst du wieder? Muss ich jetzt angst vor Konkurrenz haben?“


„Wirklich nicht.“


„Beruhigt mich unwahrscheinlich, Also was machst du da?“


„Sagen sie es mir, Breitner. Ich hab nur einen Zettel mit der Adresse bekommen, einen Wohnungsschlüssel und…“


„…der Auftrag…“ schnarrte der Bauch, „…was sollst du mitgehen lassen, oder schaust du nur nach, ob dein Boss die Milch abgedreht hat?“


„Auf dem Bett soll einer liegen…hat man mir gesagt, Und ich soll nachschauen, wie es ihm geht.“


„Heißt der unbekannte Fremde Berghofer?“


„Mitten ins Ziel. Du sprichst weise aus deinem Mund, großer Häuptling.“


Breitner lächelte nicht. Offensichtlich fand er mich nicht besonders komisch.


„Das ist nicht komisch, Nelson.“  Hab ich schon vermutet, aber ich sagte nichts mehr. Die Wampe war nicht gut gelaunt.

 
„Weißt du, wo sich diese Schwuchtel verlaufen hat?“


„Berghofer?“ fragte ich. Blödstellen ist meine erste Bürgerpflicht.


„Wer sonst?“


„Ist Berghofer schwul?“


„Berghofer ist Schauspieler. Die sind alle schwul. Wie Balletttänzer. Sind auch alle schwul.“ Hab ich schon erwähnt, dass Breitner einige ungesunde Vorurteile hat?


„Ich weiß nicht, wo Berghofer ist. Ich habe geglaubt, dass er hier ist und ich ihn finden werde. Betrunken oder vollgestopft mit verbotenen Rauschzeugs.“


„Oder tot.“ Breitner trompetete voll auf Überraschung.

Ich schaute den breiten Mann blöd naiv an. „Tot? Aber wie denn, Breitner? Ich hab doch nichts mit Toten zu tun. Ich bin ein kleiner Schnüffler, ich bin kein Beerdigungsinstitut!“

„Das werden wir sehen. Du kommst jetzt einmal mit. Wir müssen da einiges abklären.“


„Freiwillig?“ fragte ich kleinlaut, fast schon unterwürfig.


„Natürlich freiwillig“, jetzt grienste der Mann, „oder soll ich dich überreden?“


Ich habe es von Anfang an gewusst. Dieser Tag ist voll beschissen.

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drei19.03.2009

Drei

In zehn Sekunden: 10 Uhr. 10 Uhr…Boing!


Der Mann, ein Endvierziger mit grauen Schläfen und wachsenden Geheimratsecken, wieseligen Augen und schmalen Mund, ist pünktlich. Er latscht in mein Büro und platziert sich in meinen Beichtstuhl.

„Wahrscheinlich hab ich zu viel Geld.“


„Ist schon ok“


„Weiß nicht, warum ich hier bin…“


Langsam ging er mir an den Keks. Schaut nach gestohlener Zeit aus.

 
„Doch. Weiß schon. Ich bin hier, weil ich wissen möchte, warum ich ein schlechtes Gewissen habe.“


„Die Therapeutin wohnt eine Gasse weiter.“


„Ich brauche keine Therapie. Ich brauche das Wort eines Mannes, der weiß, wie man in Scheisse badet. Einen Profi. Sozusagen.“


„Profi ist ok.“


Pause.


„Aber wahrscheinlich habe ich nur zu viel Geld.“


Ich stand auf und holte mir ein Glas Wasser. Nur so. Ich hatte keinen Durst. Wollte nur was tun. Irgendwas.


„Hören sie mir mal zu, “ sagte ich und legte meine Hände auf den Tisch. „Von mir aus können sie noch stundenlang hier sitzen und nichts sagen. Ich bin wie eine Parkuhr. Jede halbe Stunde flattert ein Scheinchen in meine weit offene Hosentasche. Da hab ich nichts dagegen. Es ist ihr Geld. Sie können mit ihren Flocken machen, was immer sie möchten. Wenn sie meine Zeit kaufen wollen, soll es mir auch recht sein. Aber…wenn sie ein konkretes anliegen haben, dann wäre es besser, sie würden auf den Punkt kommen. Herr…“


„Mein Name tut nichts zur Sache. Es ist so besser…“


„….wenn ich nicht weiß, wer sie sind? Aufwachen, Krösus! Ohne Namen geht gar nichts. Ich muss wissen, woran ich bin. Anders kann ich nicht arbeiten. Das verstehen sie doch, oder?“


„Aber mein Name könnte falsch sein!“


„Meine Sorge.“


„Na gut. sagen wir, ich heiße Sorger. Doktor Sorger.“


„Ist wenigstens der Doktor echt?“


„Wer wills wissen?“


Ich machte eine Geste, die ich einem amerikanischen Filmschauspieler abgeschaut hatte. So auf die Art: wie auch immer, mir wurscht.


„Also dann.“ Er betrachtete aufmerksam seine Fingernägel.
„Ich bin gekommen, weil ich wissen will, ob ich Raimund Berghofer umgebracht habe. Ich habe ein schlechtes Gewissen, was ihn betrifft. Er starb so…unerwartet.“


„Berghofer? Der Schauspieler? Seit wann ist der gute Mann nicht mehr unter den Lebenden?“


Lange Pause.


„Seit heute Nacht.“


Die Geschichte begann elendiglich zu stinken. Nelson, dachte ich mir, das schaut nach Fettnäpfchen aus. Mach einen Umweg, geh dem ding großräumig aus dem weg. Schmeiß den falschen Doktor raus, lehn dich zurück und atme kräftig durch.


„Wer weiß von der Sache?“ fragte ich.


„Ich…und jetzt sie.“


„Haben sie die Polizei verständigt?“


„Wäre ich dann hier?“


Er verzog seinen Mund. Offensichtlich wollte er mir mitteilen, dass er mich für einen Idioten hielt. Nach dieser Frage eine verständliche Reaktion.


„Wie haben sie diesen…“


„…Berghofer…“


„…äh, ja…wie haben sie ihn gefunden?“


„Ich bin neben ihm aufgewacht.“


Das auch noch. Was soll das? Der braucht keinen Detektiv, der Irre braucht einen verständigen Beichtvater und später ein paar tüchtig nasse Decken, um ihn einzuwickeln.


„Sind sie…“


„…sein Freund? Liebhaber? Bettgenosse? Aber natürlich. warum sonst sollte ich neben ihm aufwachen?“


Der Mann unterbricht gerne meine Fragen. Mag ich nicht so gerne. Aber bei dieser Frage war es mir nicht unrecht. Ich mag keine schwulen Bettgeschichten. Ich mag überhaupt keine Bettgeschichten.


„Und wo ist er jetzt?“ fragte ich und es kam mir vor, als würde ich jede Sekunde mehr in der ganzen Miststory versumpern.


„Wo ich ihn gefunden habe. Im Bett. In seiner Wohnung.“


„Und er ist tot?“


„Mausetot.“


„Woher wissen sie das?“


„Er hat ein Loch im Kopf und da kommt Blut raus. Jede Menge Blut!“


„Das passt. Und was genau soll ich jetzt machen?“


„Sehen sie nach, ob er auch wirklich tot ist. Ich hab ihn nicht angerührt.“


„Warum nicht?“


„Mir hat gegraust.“


Der Mann war eine echte Wurznudel. Er bemerkte mein Zaudern und schob mir eine nette Verführung über den Tisch.


„Reicht das?“


Und dann sagte ich den Satz, an den ich mich noch lange mit Gehirnsausen erinnern würde:


„Ich schau mal hin. Aber garantieren kann ich nichts. Kommen sie nachmittags wieder vorbei. Rufen sie aber vorher an.“

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zwei17.03.2009

Zwei

Ich habe keine Karriere gemacht, keine Familie gegründet
keinen Baum gepflanzt und kein Buch geschrieben.
Mein Job ist die Konsequenz eines absolut beschissenen
Lebens. Aber ich beklage mich nicht. So ist es und so ist es
schlecht.
Ich suche mir harmlose Idioten, naive, zickige Menschen, die
ich ausnehmen kann, bis sie quietschen. Dicke Frauen über
vierzig, die befürchten, dass ihr Mann sie betrügt. Kleine,
schwache Männer, die von gierigen Weibern ausgenommen
werden. Trara! Trara! Mein Klientel.
Ich liebe sie, all diese komischen Kreaturen, die nur
darauf warten, von mir beschissen zu werden. Ich verrate sie, das ist mein Job.
Ich erzähle den Deppen die Wahrheit oder auch nicht, mir egal. Mein Job.
Und ich nehme einen Haufen Geld - ohne Geld keine Auskunft. Ich bin keiner von den bescheidenen.
Wer knete hat, soll blechen. Basta. Das hat nichts mit Moral zu tun. Moral ist etwas für Idioten und ein absolutes MUSS für Habenichtse. Melkkühe glauben immer alles. Das ist gut so. Alle meinen für ihr Geld die Wahrheit zu bekommen. Wenigstens einen kleinen zipfel davon. Sie glauben es, und mir ist es recht. Weil ich weiß, dass es keine Wahrheit gibt. Und das wars dann. Bingo.

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eins12.03.2009

Eins

Es ist vorbei, genau so schnell, wie es begann.                    

Seide, Kormorane und Ende.
Ich stehe auf und mache Teewasser heiß.
Mein Name ist Nelson Paul. In dieser Reihenfolge. Mein Vater war Lehrer für Geschichte und Geographie und er war - Scheisse auch - ein glühender Fan von Lord Nelson. Rettungslos seekrank, daher vollkommen ungeeignet für eine maritime Karriere, wollte er seinem Idol wenigstens ein kleines Opfer auf dem Altar seiner Ergebenheit darbringen. Das Lamm war ich. Mein Name ist Nelson.
Ich zähle täglich meine sorgen...das heißt: mein Handy wimmert sich den Song ab und ich drücke diese blöde grüne taste und sage hallo.


"Sind sie Nelson Paul?"


"Hemmm.."


„Der Privatdetektiv?"


„Privatdetektiv ist was anderes. Ich bin Schnüffler. Bei mir sind sie nur richtig, wenn sie sich bei vollem Bewusstsein eine Kugel ins eigene Knie..."


"Ich habe gehört, dass sie ein witziger Kerl sind. Ich komme so um zehn vorbei."


„Aber ich..."


Sinnlos. Der Typ hat einfach die rote Taste gedrückt. Auf meinem Display steht was von "keine nummer" und das erinnert schmerzlich an mein erotisches Tagebuch.
Man kann es sehen. Und von welcher Seite auch immer: an meiner Wiege sind keine Elfen gestanden, keine guten netten Zauberinnen gaben mir gute Wünsche mit ins Leben, an meinem Bett stand nur die hässliche Tante Mitzie. Tantchen machte eine abwertende Handbewegung und da habe ich alles gewusst. Sie ging.

Sie blieb - meine Mutter hat ihr das nie verziehen - nicht einmal zu Kaffe und Kuchen.
Tante Mitzi war ein echtes Scheusal. Ich – als Einziger - habe sie fast gemocht
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beginn the beginn 8.03.2009
also dann: hat gedauert, aber nun ist es so weit...rein in die löwengrube.
mein blog wird sich (meistens) in zwei teile teilen.
teil eins: persönliche empfindungen, alltägliche frustrationen usw.
teil zwei: meine neue geschichte.

zu teil eins: ich werde versuchen, nicht allzu sentimental zu sein, obwohl gerade dies die zeitläufte hergeben würden. letztendlich ist alles schrecklich komisch; jede regung, jede emotion des menschen ist verwunderlich bis absurd.
zu teil zwei: meine neue story möchte ich auf diesem wege als so eine art von work in progress veröffentlchen. also daumen halten für diese idee, aber wer schon einmal etwas mit verlagen zu tun hatte, weiss, warum ich diesen weg gehen möchte.

die wahrheit zwischen mir und mir liegt zwischen diesen beiden erzählsträngen. nicht in der mitte. in der mitte liegt die schlucht und das tiefe wasser unendlcher blödheit, aber dazwischen oder drüber weg ist ein funken wahrheit...

übrigens...wer mehr über mich wissen will, soll auf  http://www.zeichenware.at/ nachschauen. da gibts eine bio von mir und mehr könnte ich über mich auch nicht sagen...ausser, dass diese kurzbiographie, geschrieben von einem lieben freund, wohl ein wenig zu schmeichelhaft geraten ist...but, who cares...
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