_nun ist es also definitiv: In diesem jahr wird es keine grillparty mit fahnenschwingern und traditionellem pfeifkonzert auf dem rütli geben. general guisan würde sich im grab drehen, christophe keckeis aber klappert mit den zähnen vor lauter aufregung: er sieht DIE chance, seinen bis auf die masse eines supermodells abgespeckten verein bei der bevölkerung wieder in ein positiveres licht zu rücken.
nur zu gerne würde er zusammen mit seinen strammen mannen die heilige wiese vor den braunen brüdern (und einigen schwestern) bewachen. dumm nur, dass die ihm verliebenen vereinsmitglieder an diesem tag lieber auf, statt um die wiese herum stramm stehen möchten, um die hand zum hitl.. äh kühnengruss zu erheben.
indes steht die nationale politik kopf: der erklärte liebhaber von heimischen gräsern, ueli m., schimpft die historische stätte eine gewöhnliche wiese mit kuhdreck, während micheline c.-r., die urbane freundin gewagter frisuren um jeden preis auch der zentralschweiz ihre gesangskünste aufdrängen will und bei dieser gelegenheit auch noch gleich in einen konstruktiven dialog mit den erwähnten braunen kuhfladen zu treten; vorausgesetzt, diese haben überhaupt lust dazu.
dies dürfte ihr jedoch schwer fallen, würden ihr sich doch mit grosser wahrscheinlichkeit die manzgogglen aus christoph b.s fichendepartement oder sogar die strammen hühnen aus sämi s.' exerzierdepartement in den weg stellen.
es sei denn, sie belege schnellstens einen crash-kurs in yamakasi und benenne sich in micheline c.-reh um.
* Zum Autor: Kari ist selbsternannter Absurditätenforscher aus den Urner Bergen. Wovon er lebt, weiss kein Mensch.



