17.12.2006
Wehret den Anfängen - Aufklärung jetzt!
Mensch muss keinE FreundIn von platten Slogans sein, um der Aussage im Titel dieses Beitrages ein Körnchen Wahrheit zuzugestehen.

Gestern Samstag versammelten sich in Langenthal ungefähr 100 Personen zu einer Platzkundgebung unter dem Motto „Stoppt die kulturfremden Bauten“ versammelt. Dazu aufgerufen hat die PNOS. Grund ist die geplante errichtung eines Minaretts der Islamischen Glaubensgemeinschaft.

Kulturfremd? Über den Ausdruck an sich liese sich wohl streiten. Diesen aber in einem Land wie der Schweiz zu benutzen, zeugt entweder von eklatanter Dummheit, oder aber von blankem Fremdenhass - bei der PNOS wird Letzteres zutreffen. In einem Land, wo seit jeher vier sehr verschischiedene Kulturen, mit eigener Sprache und eingenen Gepflogenheiten, auf so engem Raum zusammenleben, ist ein solcher Begriff einfach nur lächerlich.

Aber zurück zur Kundgebung in Langenthal: Die Zahl von 100 Teilnehmenden und die Tatsache, dass das Komitee „Stopp Minarett“ die Veranstaltung öffentlich boykotierte, zeigt, dass die PNOS noch auf wenig Resonanz ausserhalb ihres Dunstkreises stösst. Der eben veröffentlichte Bericht der PNOS stützt diese These. Auch wenn die Parteileitung eifrig erklärt, dass "nicht nur Leute aus den eigenen und vertrauten Reihen anwesend waren, sondern auch viele zivile Personen, zum Teil ganze Familien kamen, um sich ein Bild unserer Partei zu machen."
Die Bilder sprechen eine ganz andere Sprache. die Kundgebung wird beherrscht von Glatzköpfen, Medienleuten und offensichtlichen PNOSlern (Frauen sind nicht auszumachen). Die Zivilen leuten werden wohl dem Staatsschutz zuzurechnen sein, und, auch Faschos haben eine Familie (Sacha Kunz lässt grüssen).

Etwa gleich viele antifaschistische GegendemonstrantInnen wurden von der Pozilei daran gehindert, zu den Faschos vorzudringen. Die Staatsgewalt setzte massiv Gummischrot ein.

Trotzdem ist die Absicht der Partei klar: Es wird versucht, dass Image des rechtsextremen Schlägertrupps abzustreifen. Stattdessen wird eine volksnahe Politik propagiert. Dem "Volk" (natürlich nur SchweizerInnen!) wird ein Sympathieträger verkauft.
Soche Tendenzen sind nicht nur bei der PNOS auszumachen, in Foren von bekennenden AnhängerInnen des Nationalsozialismus wird darüber diskutiert, wie Sympathien beim Fussvolk gewonnen werden können.

In Deutschland findet dieser Prozess schon seit längerer Zeit statt - mit sichtlichem "Erfolg". Erst jetzt, wo die etablierten PolitikerInnen merken, wie weit sich die braune Kloake schon ausgebreitet hat, werden zaghafte Massnahmen eingeleitet.

Auch die schweizer Medien berichten fleissig über die Probleme, welche unseren nördlichen Nachbaren mit Neonazis haben. Wärend dessen streitet mensch sich hierzulande über die Sicherheitskosten der Rütlifeier. Welch zynische, verblendete Diskussion!

Deshalb, liebe Leute, wehrt euch gegen jegliche faschistischen Tendenzen. Vom Staat können und sollten wir nichts erwarten. Ein jeder Nationalstaat baut auf Nationalismus. Auch wenn Politiker jeglicher Couleur selbiges gerne bestreiten, ein Staat ohne nationales Bewusstsein, ohne Nationalstolz kann nicht bestehen. Vom System kann also keine Lösung kommen.

Bildet Antifagruppen, informiert die Öffentlichkeit über die Beweggründe der FaschistInnen und bekämpft letztere mit den zur Verfügung stehenden Mitteln.
Geschrieben von antifablogger am 17.12.2006 um 01:24 | in: Schweiz
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15.12.2006
NSBM-Konzert von heute Abend abgesagt!
Anscheinend ist das Black Metal-Konzert, an dem unter anderem die Band Horna spielen sollte, vom Littauer Gemeinderat abgesagt worden. (Siehe letzter Blog-Eintrag)

Ein entsprechender Artikel ist bereits am 12. Dezember in der Neuen Luzern Zeitung erschienen. Dem Artikel zufolge habe der Gemeinderat nach Eingang eines Schreibens des Antinationalen Kollektivs Luzern (AKL) und einer Intervention von Radio Lora die Veranstaltung genauer unter die Lupe genommen.

Der Veranstalter des Konzertes sei früher schon aufgefallen, als wärend eines Konzertes in einem Stadluzerner Club plötzlich Schweizer-Flaggen hingen.

Der NLZ-Artikel kann auf dieser Indymedia-Seite nachgelesen werden.
Geschrieben von antifablogger am 15.12.2006 um 05:43 | in: Zentralschweiz
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11.12.2006
15.12.06: Nazi-Blackmetall-Konzert in Littau (LU)
Am kommenden Freitag soll die finnische Black-Metall-Band Horna im Piazza in Littau (LU) auftreten.

Diese soll engste Kontakte zum neonazistischen Flügel der Black-Metal-Szene unterhalten.

Zu diesem Thema gibt es hier (im Faschoblog) einen sehr ausführlichen Text. Schaut euch den mal an. Der Text hat nichts mit dem Faschoblog zu tun, er wurde hier unaufgefordert gepostet. Trotzdem ist die Lektüre sehr informativ und wird wärmstens empfohlen.

Sollte nach der Lektüre des Textes jemensch das Bedürfniss haben, sich zu diesem Anlass zu äussern: Hier gibts Adressen der Verantwortlichen des Jugendhauses Piazza.
Geschrieben von antifablogger am 11.12.2006 um 05:26 | in: Zentralschweiz
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5.12.2006
Rigi-Faschos möchten doch (Neo-)Nazis sein!
Nachdem der Faschoblog hier darüber berichtete, dass der "Nationale Widerstand am Rigi" (NWR) mit Hakenkreuzen werben würde, gaben sich diese erstaunt und schrien herum, dass die betreffenden Logos nicht von ihnen stammen würden.

Doch wer sich mal etwas bei youtube umschaut, wird dort auf einen Propaganda-Film dieser Kameradschaft stossen. Dort ist - oh Wunder - genau das erwähnte Logo zu sehen, allerdings ohne Hakenkreuz. Dieses scheint also mit grosser Wahrscheinlichkeit doch aus der NWR-Küche zu kommen. Über den Film selber gibt es nicht viele Worte zu verlieren: Nationalistische Scheisse, wie es sie zuhauf gibt.

Damit aber nicht genug: Die Kameraden zielen mit ihrem Film genau auf ein neonazistisches Publikum ab. Als Tag wurde nämlich u. a. das Wort "Nazi" und "NS" (Nationalsozialismus) gewählt. Ins Netz gestellt und mit diesen Tags versehen hat das Video übrigens MG.88, ein 18jähriger Fascho aus Goldau (SZ). Genau dieser hat sich damals darüber beschwert, dass die Hakenkreuze nicht von ihnen stammen würden.

Jungs, steht doch endlich dazu, dass ihr auch grosse, böse Neonazis sein möchtet. Einfach nur lächerlich...

P.S.: Die erwähnten Bilder sind inzwischen entfernt worden. Wie das wohl kommt? Haben die NWRler wohl kalte Füsse bekommen und mit den Zugangsdaten, mit welchen die Bilder einmal veröffentlicht wurden, wieder entfernt? Fragen über Mutmassungen...
Geschrieben von antifablogger am 5.12.2006 um 11:47 | in: Zentralschweiz
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4.12.2006
CH-Faschoband an deutscher Faschoparty
Die die Faschos der Band Indiziert (w*wPUNKTindiziertPUNKTch) in der Schweiz anscheinend nicht zu Auftrittsmöglichkeiten kommen, müssen die armen Jungs rund um den PNOSler Dominic Lüthard wohl oder übel ins Ausland ausweichen.
In folgendem Mail (welches übrigens als Einladung gilt, also nichts wie hin), werden die Berner an einer "privaten Feier" des "Schwarze Sonne Versandes" in Bayern angekündigt:


 









Einladung zu unserer privaten Feier am 9.12.06 "in Midgard's Welt, wo die germanische Gitarre noch bis nach Asgard schällt. "

Hiermit laden wir dich
..........................................................................
persönlich
zu unserer privaten Feier im Raum Deggendorf (Bayern) am 9.12.06 ein.

Die Feier wird musikalisch untermalt von den Bands Indiziert (aus der Schweiz), den Feldherren und den Braunen Brüdern sowie einer Ü-Band.
Treffpunkt ist der Parkplatz bei der Eishalle in Deggendorf.
Ausfahrt Deggendorf Rusel auf der A 92.
Bei der Ampel gerade aus bis zum Kreisverkehr dort die nächste gleich rechts,auf der rechten Seite befindet sich der Treffpunkt Parkplatz, welcher von 19.00 bis 21.00 Uhr besetzt sein wird.
Geplanter Anfang ist 20.00 Uhr. Wir bitten dich daher pünktlich am Treffpunkt zu erscheinen um unnötige Verzögerungen zu vermeiden. Informationen kannst du über folgende Rufnummern erhalten:

0174/6576732
oder
0172/8264952.

Diese Einladung ist auf jeden Fall an diesem Tag mitzubringen, da es sich um eine Privatveranstaltung handelt, welche nicht öffentlich ist.

Mit kameradschaftlichen Grüssen
M u. M
Kam. AT und Kam. SP





























Ob die deutschen Behörden wohl auch eine Einreisesperre verhängen? Wäre doch Schade um die vielen Stunden im Proberaum, gell Jungs.
Geschrieben von antifablogger am 4.12.2006 um 01:20 | in: Schweiz
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26.11.2006
Neonazi-Konzert im Kanton St. Gallen
Gestern Samstag Abend fand das Neonazi-"Geburtstagskonzert" für Jonas Schneeberger und Manuel Walker statt (siehe hier). Anscheinend wurde den Faschos die Lokalität gekündigt, denn das Konzert wurde kurzfristig vom geplanten Mittelland in den Kanton St. Gallen verlegt. Laut SonntagsZeitung fand der Anlass im Restaurant Traube in Dörfchen Sax statt.
Ein Restaurant mit diesem Namen scheint in Sax (Gemeinde Sennwald) auch zu existieren, allerdings gibt es keinen Telefonbucheintrag, auch sonst gibt es nicht viele Informationen zu diesem Lokal.

Die Behörden hätten den Headliner des Abends, die Fascho-Band Frei & Stolz, an der Grenze aufgehalten. Trotzdem hätten sich etwa 200 Faschos vor Ort eingefunden.

Wer nähere Angaben zur Traube machen kann, wird geben, sich an die Kontaktadresse zu wenden.
Geschrieben von antifablogger am 26.11.2006 um 06:39 | in: Schweiz
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22.11.2006
PNOS-Stadtrat verurteilt
Für all die NörglerInnen, die jetzt wieder kommen und sagen: "Ooch, das heisst doch Fascho-Blog, warum gehts denn da andauernd um die PNOS?" gibt es hier weitere Indizien dafür, dass die PNOSler schlicht und einfach Faschos sind. Weshalb dieser Partei hier auch entsprechende Aufmerksamkeit gebührt.

Laut sda wurde der PNOS-Stadtrat von Langenthal, Tobias Hirschi, wegen Landfriedensbruch verurteilt. Vom Vorwurf der Rassendiskriminierung wurde er hingegen frei gesprochen.

Das Urteil gründet auf einer Teilnahme Hirschis an einer 1. Mai-Demo der rechtsextremen Helvetischen Jugend. Hirschi rechtfertigte später die von den DemonstrantInnen ausgehende Gewalt gegen die Pozilei, was ihm die Anzeige einbrachte.

Ein Foto, welches Hirschi neben seinen Bericht (ach, der kann schreiben!?) zu der Demo im PNOS-Heftchen platzierte, spielte laut Staatsanwaltschaft auf die «behauptete Geldgier der Juden» an. Diese Aussage führe somit klar zur Gedankenverbindung mit dem dritten Reich und der Nazi-Ideologie.

Der Gerichtspräsident meinte dann auch, dass diese Aussage ganz klar antisemitisch sei, was aber nicht zwangsläufig auch rassendiskriminierend sein müsse. Deshalb sprach er Hirschi in diesem Punkt frei.


Diese Schlussfolgerung ist ja wohl mehr als nur merkwürdig: Im Artikel 261 StGB steht nämlich unmissverständlich:

"wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Verleumdung der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind,

wer mit dem gleichen Ziel Propagandaaktionen organisiert, fördert oder daran teilnimmt, [..] wird mit Gefängnis oder mit Busse bestraft."


Jedenfalls ist ein weiteres Mal offensichtlich, welche Ideologien sich in dieser Partei tummeln.
Geschrieben von antifablogger am 22.11.2006 um 05:12 | in: PNOS
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19.11.2006
Neonazi-Konzert im Mittelland geplant
Wie Hans Stutz heute in der Sonntagszeitung berichtet, ist am nächsten Samstag, 25. November 2006, in der «Region Mittelland, Schweiz» geplant. Das Konzert solle ein Geburtstagskonzert für «Jonas & Manuel» sein. Dabei handelt es sich um die bekennenden Neonazis Jonas Schneeberger und Manuel Walker. Neben den beiden "Geburtstagskindern" soll auch Sebastian Sebastien (?) Nussbaum unter den Organisatoren sein.
Da alle drei in Grenchen (SO) leben und aktiv sind, wir allgemein erwartet, dass das Konzert in dieser Region stattfinden wird.

Flyer Fascho-Konzert 15.11.06 Der "Dienst für Analyse und Prävention (DAP)" (Staatsschutz) prüfe laut der Sonntagszeitung, ob gegen die angekündigte Band eine Einreisesperren verhängt werden könne.

Aber dass unsere Staatsclowns solche Konzerte nicht verhindern können (oder wollen), ist ja nicht erst seit Lotzwil bekannt. Dies sollte aber auf jeden Fall versucht werden, sind doch Konzerte einer der wichtigsten Rekrutierungsveranstaltungen für die Braunen.






Geschrieben von antifablogger am 19.11.2006 um 05:05 | in: Schweiz
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13.11.2006
Staatsschutz ahoi!
Der Faschoblog hat heute Morgen gleich von zwei amtlichen Stellen virtuellen Besuch bekommen: EinE VertreterIn der Basel-Landschaftlichen Administration hat sich bereits morgens um acht Uhr hierher verirrt und es ganze 47 Minuten hier ausgehalten.
Eine knappe Stunde später hat sich sogar einE schweizer BundesschnüfflerIn die Ehre gegeben.

Wir sind gerührt ab dem hohen Besuch

Anmerkung: Die SchnüfflerInnen sind nicht persönlich vorbeigekommen, haben sich nur den Blog angeschaut. Es hat da diesbezüglich Missverständnisse gegeben.
Geschrieben von antifablogger am 13.11.2006 um 01:19 | in: In eigener Sache
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12.11.2006
Schwyzer Neonazis werben mit Hakenkreuz
Seit einiger Zeit ist die Homepage vom Nationalen Widerstand am Rigi (h**p//:nwr PUNKT ja-nee PUNKT de) online. Auf der Startseite ist eine Bildcollage aus einer mittelalterlichen Schlacht und einer Faschodemo zu sehen. Die Überschrift lautet "Damals wie heute, wir sind der Widerstand". Die Gruppierung gibt sich auf ihrer Seite patriotisch und heimatverbunden - und ausländerfeindlich (gegen "Multikultur", gegen "die globalisierung unserer Sprache und unseres Volkes" ect.).

Auf einer Gallerie-Seite eines bekannten amerikanischen Hosters von neonazistischen Webseiten aber ist ihre wahre Gesinnung ersichtlich. Mit folgenden Bildern werben die Schwyzer für ihre Gruppierung:

nwr-logo1 nwr-logo2

 wer die Bilder grösser und in besserer Auflösung haben will, kann sich per Mail melden oder googlen.

Diese Bilder lassen wohl keine Zweifel mehr, mit was für Leuten wir hier zu tun haben. Man könnte sich fast vorstellen, dass solche Bilder für gewisse Leute noch ein Nachspiel haben könnten...
Geschrieben von antifablogger am 12.11.2006 um 05:30 | in: Zentralschweiz
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6.11.2006
Jusos pennen gegen Rechtsextremismus...
Am letzten Samstag organisierte die Juso des Kanton Glarus' angesichts der sich häufenden rechtsextremen Vorfälle ein "Schlafen gegen Rechtsextremismus". Unter dem Aufruf stand der Slogan "Die Regierung schläft - schlaf mit!"

Also, grundsätzlich ist ja jede noch so kleine Aktion gegen Faschos zu begrüssen. Aber, was bitteschön soll denn der Scheiss, "Die Regierung schläft - schlaf mit!"?
Erstens kann Rechtsextremismus kaum von genau dem System bekämpft werden, welches den Nährboden für ebendiese bildet. Oder denkt ihr Jusos etwa, die Faschos werden als Faschos geboren?

Und dann wirds noch besser: "[..] schlaf mit!". Ja klar, tolle Idee. Die Regierung macht nichts, also begnügen wir uns damit ihnen zu sagen wie kacke wir das finden. Super!

Die Veranstaltung sei übrigens von Faschos angegrifen worden. Aber davon ist auf der Juso-Page (noch?) nichts zu lesen, nur ein Bild mit dem brennenden Transpi der Jusos weist auf ungereimtheiten hin. Wahrscheinlich wollen die glarner JungSozialisten die Faschos nicht noch provozieren, indem sie deren Verhalten anprangern...
Geschrieben von antifablogger am 6.11.2006 um 06:32 | in: Schweiz
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3.11.2006
Schweizer Thor Steinar-Shop online
Heute bin ich per Zufall über eine schweizer Thor Steinar-Versand gestossen. Das Kleiderlabel Thor Steinar wurde 2002 vom deutschen Axel Kopelke gegründet. Inzwischen gehört der Markenname der Firma Mediatex GmbH.
Was soll jetzt daran schlecht sein? Nun, Thor Steinar gilt als ein Modelabel für Rechtsextreme.

                
Thor Steinar Logo alt                                       Thor Steinar Logo neu


Links ist das ursprüngliche Logo zu sehen. Ein deutsches Landgericht verbot das Logo im Jahr 2005, weil es ehemalige SS-Runen enthalte. Mediatex GmbH änderte daraufhin das Logo ab. Trotzdem blieben die rechtsextremen KundInnen dem Label treu.

Der schweizer Thor Steinar-Versand wird betrieben von Adrian Segessenmann, einem schweizweit bekannten Rechtsextremisten. Er betreibt ebenfalls die Seite der schweizer Hammerskins, einer rechtsextremen Organisation.

Der TS-Versand (die Adresse mach ich jetzt hier nicht öffentlich, will ja keine Werbung für den Scheiss machen) ist zur Zeit der einzige schweizer Internetshop für böse und möchtegern böse Faschos. Es gibt zur Zeit noch mindestens einen zweiten Online-Shop, welcher TS-Artikel führt. Seit dem unschönen Untergang von white-revolution.ch bzw. utgard.ch mussten die CH-Faschos immer im Ausland bestellen. Jetzt gibts immerhin wieder TS-Kleider aus  einem schweizer Versand (Produktionsland für TS-Artikel soll übrigens die Türkei sein :-)).
Aus Angst davor, das gleiche Schicksal wie white-revolution und utgard zu erleiden (sie wurden beide gehackt, sämtliche KäuferInnendaten veröffentlicht), gibts beim TS-Versand keine Datenbank, sondern fascho muss jedesmal ein Bestell-Mail senden.

Scheint fast so, als wären sogar Glatzköpfe lernfähig.

Ausführliche Infos zu Thor Steinar gibts übrigens hier
Geschrieben von antifablogger am 3.11.2006 um 08:09 | in: WWW
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1.11.2006
PNOSler wurde nicht gewählt
Wie hier bereits am 22. und 26. Oktober zu lesen war, kandidierte der Indiziert-Sänger und Strassenschläger Dominic Lüthard am letzten Sonntag in der berner Gemeinde Roggwil als Gemeinderat für die rechtsextreme PNOS.

Lüthard bekam jedoch nur 5,5% der Stimmen, für einen Sitz wären etwa doppelt soviele Stimmen nötig gewesen. Diese Tatsache ist
natürlich erfreulich. Andererseits bedeuten diese 5,5% immerhin 255 Stimmen für einen rechtsextremen Kandidaten, bzw. 500 Stimmen für eine rechtsextreme Partei.

Doch es hätte schlimmer kommen können: Im September 2004 wurde mit Tobias Hirschi ein PNOSler in den Stadtrat von Langenthal (BE) gewählt. Im April des darauffolgenden Jahres bekam Dominic Bannholzer ganze 21,4% der Stimmen und wurde somit Gemeinderat von Günsberg (SO).

        Fotos: pnos.ch
Dominic Lüthard           Tobias Hirschi             Dominic Bannholzer

Vorerst also scheint das Gruselkabinet der jugen, lächelnden Nationalisten in den schweizer Räten nicht weiter anzuwachsen.

Dominic Lüthard aber freue sich laut pnos.ch " [..]
bereits jetzt, in vier Jahren erneut anzutreten. Es ist überzeugt, dass ihm der Einzug in die Exekutive dann gelingen wird." Witzig nicht? Wir bleiben dran...
Geschrieben von antifablogger am 1.11.2006 um 04:12 | in: PNOS
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1.11.2006
Fascho-Blog wieder online
Nachdem der Blog-Hoster free-blog.in gestern ein Update eingespielt hat, ging leider die Datenbank und damit sämtliche Daten flöten. Glücklicherweise hat jemensch damit gerechnet und die Texte und das Layout des Faschoblogs gesichert. Nur die Kommentare gingen verloren.

Nach einigen kleinen Hand-Anpassungen sollte bald wieder alles normal klappen. Weiter gehts! Keinen Fussbreit den FaschistInnen.
Geschrieben von antifablogger am 1.11.2006 um 03:46 | in: In eigener Sache
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30.10.2006
Urner Faschos werden immer frecher
Obwohl der Kanton Uri ein rechts-konservativer Kanton ist, konnte sich dort nie eine grosse rechtsextreme Szene etablieren. Vor einigen Jahren war da eine Gruppe Faschos aktiv, doch seit einer der führenden urner (Glatz-)Köpfe schweizweit als "Skinhead" angeprangert  und aus der lokalen SVP geworfen wurde, wurde es ruhiger.
Auch die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus listet auf ihrer Chronologie der rassistischen Vorfälle in der Schweiz ab 1992
für den Kanton Uri nur gerade etwa drei Vorfälle auf.

Doch seit etwa einem Jahr scheint in Uri eine neue Generation an Fascho-Skins heranzuwachsen. Die meisten der (namentlich bekannten) Scheisser sind ziemlich jung (etwa Jahrgang 1986-1990). Doch in der Gruppe fühlen sie sich stark.

So haben laut Berichten von Betroffenen vor einer Woche sieben Jungfaschos in Altdorf auf einen ihnen nicht genehmen Jugendlichen eingedroschen. Am letzten Freitag sollen es dann Drei gegen Einen gewesen sein. Die Sache habe für zwei Personen im Spital geendet haben.

Die prügelnden Idioten sind das eine, es ist aber teilweise auch mehr oder weniger gefestigte Ideologien vorhanden, die klar nationalsozialistische Züge aufweisen.
Also, liebe UrnerInnen, wehrt euch gegen diese braunen Scheisser! Oder wollt ihr etwa, dass die nächste PNOS-Sektion bei euch gegründet wird?

Keinen Fussbreit den FaschistInnen. Auch nicht in Uri!
Geschrieben von antifablogger am 30.10.2006 um 12:00 | in: Zentralschweiz
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26.10.2006
Arme PNOSler: Niemand hat sie gern
Die Langenthaler PNOS hat sorgen: Niemand will mit ihnen zusammenarbeiten und niemand hat sie gern.
Auf ihrer Homepage jammern sie darüber, dass die Medien schon fast täglich über ihren Kandidaten Dominic Lüthard, welcher in Roggwil als Gemeinderat kandidiert, ablästern (siehe Beitrag vom 22. Oktober).

Die PNOS ist der Meinung, dass der Grund für diese Medien"hetze" ihr antregen "gegen den herrschenden Politfilz und das Establishment" sei. Dies mag durchaus zutreffen. Allerdings würden die Medien wohl ähnlich bei einem entsprechenden Kandidaten jeder anderen Partei berichten, schliesslich war Lüthard früher regelmässig an Schlägereien beteiligt, er wurde deswegen auch schon zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt, weil er eine türkische Familie angegriffen hat.
Nicht zuletzt ist Lüthard Sänger der rechtsextremen Band Indiziert.

Zusammen mit dem fremdenfeindlichen Parteiprogramm der PNOS, ist das Gebaren der Medien sehr wohl verständlich.

Es bleibt zu hoffen, dass die StimmbürgerInnen von Roggwil den Faschos einen weiteren Erfolg gehörig versaut.
Geschrieben von antifablogger am 26.10.2006 um 12:00 | in: PNOS
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22.10.2006
Veranstalter von Fascho-Konzert muss vor Gericht
Wie die SonntagsZeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, muss der Veranstalter des Fascho-Konzertes von Anfang September vor Gericht.

Damals rotteten sich im bernischen Lotzwil etwa 300 Neonazis aus ser Schweiz und dem nahen Ausland unter dem Motto "Helvetien rockt" zusammen.

Durchgeführt wurde der Anlass vom Label HRD-Records. HRD-Records hat meines Wissens bis jetzt nur die CD "Marsch auf Bern" der rechtsextremen Band Indiziert herausgegeben und mit grösster Wahrscheinlichkeit gibt es auch personelle überschneidungen bei HRD/Indiziert. Der Sänger der Band, Dominic Lüthard, kandidiert am nächsten Sonntag als Gemeinderat in Roggwil (Kanton Bern, nicht Aargau, wie die SZ fälschlicherweise meldete) für die PNOS.

Ob Lüthard der Angeklagte Veranstalter ist, wollte er der SonntagsZeitung nicht sagen. Jedenfalls soll er gemäss der "Berner Rundschau" Absperrgitter für das Lotzwiler-Konzert bestellt haben.

Die Homepage, ode wohl eher "Heimseite" von HRD-Records war einige Tage nach dem Konzert nicht mehr abrufbar. Sogar der whois-Eintrag wurde gelöscht. Wie ich eben gesehen habe, ist die Page jetzt aber wieder online.
Registrator von hrd-records.ch ist ein James Glover, in Roggwil. Ein James Glover existiert natürlich nicht in Roggwil, aber die Schläger-Brüder und PNOS-Aktivisten Dominic und Pascal Lüthard stammen aus der Gemeinde.
Geschrieben von antifablogger am 22.10.2006 um 12:00 | in: Schweiz
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20.10.2006
Fremdenfeindliche Wahlplakate im Jura

Übermorgen Sonntag finden im Kanton Jura Wahlen statt. Dabei stellt sich auf der Liste 4 der Parti socialiste jurassien et Jeunesse socialiste et progressiste jurassienne im Distrikt Porrentruy ein schwarzer Kandidat zur Wahl.

Jetzt sind in Porrentruy, der zweitgrössten jurassischen Gemeinde, rassistische Plakate mit den Texten "Für ein starken Jura ohne Gebräunte" oder "Keine Untermenschen im Parlament" aufgetaucht.

Natürlich wurde eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht und die SP Jura verurteile die "unwürdigen" Plakate "aufs Entschiedenste".

Und jetzt? Die TäterInnen werden mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht gefunden, und wenn auch: Der abscheulichen Rassenwahn wird bei den Betroffenen wegen einer Busse gegen Verstosses gegen den Anti-Rassismus-Artikel höchstens noch verstärkt.

Solange die rechten Parteien (nicht nur die am rechten Rand) mehr oder weniger offen gegen alle Fremden hetzen, und Rassismus damit (wieder) Salonfähig wird, werden alle Anzeigen und Bussen überhaupt nichts nützen.

Quelle: news.ch
Geschrieben von antifablogger am 20.10.2006 um 12:00 | in: Schweiz
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19.10.2006
CH Anti-Antifa-Page von Webspace-Anbieter gesperrt
Seit längerer Zeit hat eine schweizer Fascho-Frau, welche sich  Renee88 (Renee für weiblichen Skinhead, 88 für Heil Hitler [H ist der 8. Buchstabe im Alphabet]) nennt eine Webseite betrieben, wo unter anderem vollständige Adressen, Telefonnummern und Arbeitsorte von AntifaschistInnen zugänglich waren.

Die Seite war unter der Adresse www.freewebs.com/adolf1488/ zu erreichen. Mensch beachte auch den gewählten Benutzernamen Adolf1488...
Nach einer Intervention beim Anbieter wurde die Seite vorerst gesperrt. Mensch kann also etwas gegen solche Seiten ausrichten, wenns auch nur von kurzer Dauer sein dürfte.

Um jetzt etwaigen Zensur-Vorwürfen vorzugreifen: Natürlich soll und darf jedeR seine Seiten mit persönlichen Meinungen ins Internet stellen; solche Seiten wie die oben genannte stellen aber eine direkte Gefahr für die betroffenen Personen dar, deshalb haben solche Informationen nichts verloren im weltweit zugänglichen WWW.

Im übrigen gilt immer noch: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Geschrieben von antifablogger am 19.10.2006 um 12:01 | in: WWW
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19.10.2006
Anti-Rassismus-Strafnorm bleibt vorerst unangetastet
Seit Justizministers Blocher vorletzte Woche wärend seiner Türkeireise offen den Anti-Rassismus-Artikel in Frage stellte, wurde viel gesprochen und geschrieben.

Auf jeden Fall hat Blocher damit seine Maske endgültig abgenommen und es sollten inzwischen alle seine fremdenfeindliche Fratze entdeckt haben.

Nun hat aber der Gesamtbundesrat Blocher zurückgepfiffen. Am berühmten Artikl 261 wird vorerst nicht gerüttelt. Bundespräsident Leuenberger nach der heutigen BR-Sitzung: "Das Gesetz bleibt in Kraft und wird weiterhin angewendet."
Allerdings sei eine Verwaltungsinterne Arbeitsgruppe mit der Vorbereitung einer Gesetzesrevision beschäftigt, so Blocher. Der Artikel sei
klarer, sicherer und eindeutiger zu formulieren.

Mensch darf auf jeden Fall gespannt sein...

Quelle: tagi.ch
Geschrieben von antifablogger am 19.10.2006 um 12:00 | in: Schweiz
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