19.04.2007
1. August 2007 - einmal anders
Die Not ist gross in der idyllischen Schweiz. Die verknorzten Regierungen der Urkantone wollen ihre See-Häfen nicht bereitstellen, um allen stolzen SchweizerInnen den Zugang zum Rütli zu gewähren.
Nun freilich, die Situation ist eine andere als in den letzten sieben Jahren: Zwar hatten nicht alle freude an der jährlich steigende Anzahl Neonazis und Kampfstiefelpatrioten, aber immerhin blieben diese friedlich. Zum Teil trugen diese jungen Leute sogar Trachten und schöne Flaggen, jaja, und gesungen haben sie auch.
Doch letztes Jahr wollten die Linken kommen, durften aber nicht. Recht so! Die schlagen sowieso immer nur alles kaputt. Und überhaupt, was wollen die eigentlich? Sollen den anderen doch ihren Stolz auf unser schönes Land lassen. Sind ja selber schuld, wenn sie auf die Fresse bekommen!
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Die obigen Aussagen waren so oder ähnlich am 1. August 2006 in Brunnen zu vernehmen. Sehr viele PassantInnen störten sich überhaupt nicht an der braunen Brut, die sich da vom Schiff aus durch Brunnen wälzte und hunderte Kehlen den "Nationalen Widerstand" propagierten. Auch als sich einige der Faschos aus dem Zug lösten und auf einige GegendemonstrantInnen losrannten um wild auf diese einzuprügeln, gab es blog einige Kommentare im Stil von "die sind ja selber schuld, wären sie ruhig geblieben wäre ihnen nichts passiert". Ein kurzes Video dazu ist
hier zu sehen.
Jedenfalls hat Brunnen (wie auch Flüelen und Beckenried) dieses Jahr keine Lust mehr. Aber nicht etwa, weil sie genug von den Braunen haben, nein. Kopfzerbrechen bereiten den Behörden vor allem die GegendemonstrantInnen.
Aber wie wäre es einmal ganz anders: Statt dem alljährlichen zelebrieren von bescheuertem Nationalstolz (guter Text zum Thema
hier), könnte der 1. August entweder ganz abgeschafft, oder aber umfunktioniert werden in einen Tag gegen Rassismus.
Denn, latenter wie auch offensichtlicher Rassisms ist immer noch sehr weit verbreitet. Dies vor allem in Gegenden mit kleinem AusländerInnenanteil. Bei vielen Leute ist eine Angst vor fremden da. Nicht etwa, weil sie schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht hätten, sondern weil ihnen tagtäglich irgendwelche Idioten einreden, dass die AusländerInnen ihnen die Jobs wegnehmen, ihre Kinder verprügeln und die AHV leer plündern würden.
Auf in eine solidarische Welt ohne Nationalismus und Rassismus.
der text zum thema nation ist sehr gelungen! leider nahmen die sehr intelligent anmutenden autoren keinerlei rücksicht auf die ergebnisse der wissenschaft (z. bsp. forschung bezüglich genen). und dass alle gemeinsamkeiten des volkes indoktriniert seien ist genau der selbe unsinn wie der angeblich von der schule gelehrte stolz auf die nation, wovon anscheinend nur eine handvoll indymedia-autoren wissen.
zu guter letzt werden noch in guter alter "proletarier aller länder, vereinigt euch"-manier die gemeinsamkeiten zwischen völlig kultur- und wesensfremden bauern hervorgehoben, bravo!
der internationalistische kommunismus ist vielmehr kleiner helfer statt grosser gegner des kapitalismus!
1 Augst als Tag gegen Rassimus? spinnts dir? Wens dir in der Schweiz nicht gefällt wandere aus.
>"Wens dir in der Schweiz nicht gefällt wandere aus."
Boah, das Killerargument aller Vollidioten. Bist wohl eineR, der/die sich nicht getraut sich zu wehren, wenn etwas nicht gut läuft, gelle?
Wenn dir etwas nicht passt, haust einfach ab? Überlässt das Feld dem "Feind"?
Du bist ne Lachnummer
Doch ich wehre mich gegen die Ausländer und die Antifaschisten bzw. Zecken wie man sie nennen sollte. Nicht integrierte Ausländer sofort ausschaffen! Bald startet mein neues Projekt: Duschgel für die Antifa
Auf diesem Niveau kannst du am Stammtisch in deiner Lieblingskneipe prollen. Argumentloses Gelaber. Diskussion beendet.
Hallo
Ich bin ein linker Urner. Ein wirklich linker Urnern. Nun wollte ich allen Linksautonomen sagen: Jedes Jahr gibt es am 1. August Probleme mit Rechtsextremen. Ich habe damit ein Problem, kämpfe jedoch mit friedlichen Mitteln dagegen.
Was die Linksautonomen(welche mir eigentlich sehr sympathisch sind) machen ist kontraproduktiv. Das selbe wie die Faschos am 1. august machen, machen die Linksautonomen am 1. Mai. Das ist unglaubwürdig und es schadet allen linken, auch jenen die friedlich sein wollen und wirklich etwas gegen die rechten tun wollen. Also bitte(vor allem für den schwarzen block) hört auf damit. Es ist kontraproduktiv und respektlos ebenfalls. Man kann nicht für etwas einstehen und gegen etwas ankämpfen um trotzdem genau die selben dinge zu tun.
gruess sebi
genau solche äusserungen wie die, du da da von dir gibst, bekräftigen mich in meiner einstellung, dass jegliche parteien scheisse sind. denn egal wie links oder alternativ sie sich auch nennen, sind sie doch integraler bestandteil dieses systems. und dieses system, gegen welches u.a. am 1. mai angekämpft wird, macht euch alle glauben, dass gewalt=gewalt ist. sachbeschädigungen, welche (zugegenenermassen nicht immer) eine politische botschaft transportieren, werden gleichgesetzt mit angriffen gegen menschen.
du vergleichst, um es abgelutscht zu sagen, äpfel mit birnen. und dein anflehen des "schwarzen blocks" sagt den rest aus. der sogenannte "schwarze block" ist keine feste gruppierung oder sowas, sondern einfach ein versuch, den repressionsmassnahmen des staates etwas entgegen zu setzen. so. und mach dir mal ein paar gedanken über meine worte.
schönen abend.
Bisch du eigentlich arbeitslos odr hesch eifach forig zit um sonä scheisse Sitä z'machä???
Ich danke für deine Antwort auf mich.
Ich setze Sachbeschädigung nicht min Gewalt gegenüber Menschen gleich. Und ich weiss, dass der Schwarze Block keine eigentliche Gruppierung ist, habe ich falsch formuliert.
Worum es mir geht: Ich sehe mich als Bestandteil dieses Systems, mit welchem ich sehr viel Probleme habe. Ich habe jedoch das Gefühlt, dass ich nur etwas ändern kann, wenn ich die Regeln dieses Systems einhalte. Ich bin im Kanton Uri politisch aktiv und Kanton Uri ist ein Paradebeispiel für einen konservativen Kanton. Ich werde von vielen Seiten belächelt, jedoch auch von vielen Seiten sehr ernst genommen. Dies ist so, da ich seit mehr als 2 Jahren für einen weltoffeneren, toleranteren Kanton "kämpfe" ohne dabei je respektlos gegenüber Menschen oder Dingen geworden bin. Deshalb wird mein Wort ernstgenommen.
Ich schreibe diesen Eintrag (aus meiner Sicht) im Interesse jener, die am 1. Mai Sachbeschädigungen vorgenommen haben. Denn ich habe keine Bedenken, was euer Gedankengut angeht. Ich habe Bedenken mit welchen Mitteln für jenes eingestanden wird.
Die Leute geben einem mehr Beachtung und nehmen dich ernster, wenn du zwar konsequent und ausnahmslos für das eintritst, was du für richtig hälst, aber dies mit fairen, respektvollen Mitteln machst. Respektvoll gegenüber anders Denkenden und auch gegenüber das Eigentum anderer.
Wenn du dier dies genau überlegst, musst du mir recht geben. Oder nicht?
Ich grüsse dich herzlich und weiterhin viel glück auf deinem weg!!!!
Im oben geschriebenen Eintrag steht @ Patrick es sollte jedoch @ Parteien-Hasser stehen!!!!!
ich habe das zu schnell gelesen und deshalb falsch gelesen!!!!!
danke gruss sebi
Hesch du diär scho einisch iberleid ob das de Kanton Uri iberhaupt will en "Tolerantä und usländerfründlichä Kanton" z'wärdä. Es gid vilicht mänschä diä wend nid immer Multikulti um sich umä ha....gang mal uf zürich dert musch du i paar gebiät Schwizer ga suächä will es nur so fu "fremdä" wimled. Es gid vilicht mänschä diä wend das wennschon nu a eim Ort i de Schwyz es en Fläck gid wo diär nid al 2 min en ALI odr en ACHMED iber de wäg laift. En Ort womä nu gsehd wiä d'schwyz wirklich isch.
Hey...
Also...Ich chume eifach nit drus was z problem isch. Wieso chame so borniert sie und so en Ablehnig geg andri ha.
Die lüt wo da idr schwiz sind sind die meiste nit friwillig da....entweder sinds politischi flüchtling, hend dihei kei job me...hend vom krieg müesse flüchte etc. sind meistens trurigi schicksal wo hinder den lüt stend.
und höret doch mal uf mit dene scheiss verallgemeinerige...was isch echt schlechter am nä ali als am nä josef? was isch schlechter am nä usländer als am nä schwizer? ich verstah das nit....kännet ier alli usländische persone uf dr welt als ier so eifach chent es problem mit dene ha!!!! gaht mr nit i chopf....finde das so schad....werum chame nit dene helfe wo hilf benötiget ohni jedes mal en rise sach drus zmache. wenns üs schlecht giengt hät mä au freut üs würdi gholfe. oder nit? und übrigens....wiso ghört me nie öpis vo all dene schwizer wo uf afrika gend und zum teil hüt nu mit ihrem richtum ganzi dörfer versklavet oder vo dene schwizer wo deheime mit ihrem militärgwehr ihri ganz family killet? werum ghört me nur immer vo de"böse" usländer wo scheiss machet. so schad.....
gruess sebi
Es geht um die Ausländer die sich nicht integrieren lassen wollen! Solche sollen sich verpissen, gegen Ausländer die sich benehmen und sich einordnen hab ich nichts. Aber z.b. hab ich was gegen den pöpelnden Ali.
Ich nehme an du meins Ali Sebthi, der, der die zwei Menschen getötet hat? Falls ich richtig liege. Das was er gemacht hat ist eine Schandtat und durch nichts zu entschuldigen. Nun frage ich dich jedoch warum man die Ausländerthematik immer überall diskutiert, sobald ein Ausländer eine Straftat begeht. Hier wird immer darüber gesprochen, welche Nationalität der Mörder hat. Warum betont man nie, dass die meisten, die Ihre Ehefrauen und Kinder ermorden Schweizer sind? Dies wird nie erwähnt.
Ist es etwa schlimmer wenn ein Ausländer eine Straftat begeht, als wenn dies ein Schweizer tut? Ich finde schade, dass dies ein Thema ist. Wenn ein Schweizer was macht interessiert niemanden, dass es ein Schweizer ist. Beim Ausländer wird die Tat immer auf die Nationalität geschoben. Das ist eine Schande.
Mord ist Mord und die Opfer sind nicht weniger tot wenn es ein Schweizer macht.
Und wieso können die Ausländer, die eine Straftat begehen nicht gleich behandelt werden, wie Schweizer die dies tun (Gefängnis etc.)? Warum muss man immer gleich von Ausweisung sprechen. Weist man sie aus, könnte man sie ebenso gut töten. Denn diese Personen hätten keine Existenzchance mehr nach einer Ausweisung. Überleg dier dies mal.
Gruss
Gruss