22.03.2007
Offizielles Uri: "Kein Problem mit Neonazis"
Der letzte Artikel im Faschoblog hat im kleinen Kanton Uri für einige Unruhen gesorgt. Am Dienstag hat die Pendlerzeitung 20 Minuten einen Bericht mit dem Titel "Junge Neonazis machen den Kanton Uri unsicher" gedruckt.

Der Jugendverein Bürglen, welcher das Jugendlokal betreibt, war über diesen Text gar nicht erfreut. Gegenüber der Neuen Urner Zeitung sagte er: "Es entsteht der Eindruck, als ob im Jugi Bürglen Rechtsradikale ein und aus gehen."
Anscheinend ist das Image des Vereins wichtiger als die Tatsache, dass es in der Umgebung eine Gruppe unbehelligter, gewaltbereiter Neonazis gibt.
Zu allem Überfluss klopfte noch die neu gegründete Jugendkommission beim Jugendverein an und verlangte eine Erklärung.

Doch noch ist das Thema nicht ausgestanden. Heute Donnerstag berichtet die Neue Urner Zeitung über den Vorfall (der Bericht kann hier nachgelesen werden).

Der Jugendverein allerdings zweifelt noch daran, dass es sich wirklich um Rechtsradikale genandelt hatte. Zwar "deuten" "das Auftreten, die Kleidung und die Sprüche [darauf] hin", die Ankömmlinge hätten "aber auch mit Ausländern geredet und ihnen die Hand geschüttelt". Dies ist in der Tat etwas seltsam, aber wahrscheinlich hatten die Faschos vor den Ausländern ganz einfach Schiss.

Polizei weiss gar nichts
Den Vogel schiesst jedoch Ruedi Huber, der Vizekommandant der Kapo Uri ab: "Wir wissen nichts über eine grössere Rechtsradikalen-Szene in Uri". Natürlicht nicht, wie solltet ihr auch... Es geht nämlich noch weiter: Während eines Konzertes in der MSA-Baracke in Altdorf fand sich plötzlich eine Gruppe Faschos ein. Angesichts der vielen BesucherInnen getrauten sie sich jedoch nicht, das Konzert anzugreifen. In einem einschlägig bekannten Faschoforum wurde davor auf dieses Konzert mobilisiert.
Da sich die Rechtsradikalen noch weiter in der Nähe der MSA herumtrieben, wurde die Polizei alarmiert. Jedoch bemühte sich keiner der Herren in Uniform zum Veranstaltungsort.

Damit ist wahrscheinlich auch die schon fast unglaubliche Aussage Huber betreffs des MSA-Vorfalles zu erklären: "Wir haben keine Kenntnisse darüber, dass Rechtsradikale involviert gewesen sind." Bei denen scheint wohl nicht einmal der sprichwörtliche Zaunpfahl etwas zu nützen.

Jedoch, halt! Noch ist nicht alles verloren. In einem kräftezehrenden Akt ringt sich Huber zu einem Zugeständnis durch: Die Polizei kenne einzelne Exponenten der rechtsradikalen Szene, welche ausserhalb des Kantons regelmässig an Veranstaltungen mit faschistischem Hintergrund teilnehmen würden. Natürlich, und zuhause im schönen Uri spielen diese Leute mit Kieselsteinen und setzen sich gegenseitig selbst gebastelte Blumenkränze auf.

Gemeinde nimmts gelassen
Auch der Gemeindeschreiber von Bürglen scheint überhaupt nicht unberuhigt zu sein: Er wolle die Vorfälle nicht aufbauschen. Man habe grundsätzlich kein Problem mit den Jugendlichen. Jedoch: "Wir dürfen die Augen vor radikalen Gruppen nicht verschliessen". Na dann Prost!


P.S.: Der Faschoblog möchte sich hiermit recht herzlich bei Hans Stutz für die guten Worte bedanken, die er für uns bei der NUZ eingelegt hat. Dankä.
Geschrieben von antifablogger am 22.03.2007 um 05:57 | in: Zentralschweiz
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11.03.2007
Uri: Faschoübergriff auf Jugi
Am letzten Samstag kam es zu einem Angriff von etwa 12 Faschos auf den Jugendtreff in Bürglen / UR.

Wegen eines Missverständnisses gab es eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppierungen. Nach Vermittlung durch den Jugi-Aufseher konnte die Situation wieder beruhigt werden. Dann marschierte plötzlich eine Gruppe von etwa 12 Faschos in Vollmontur ein und schlugen wahllos auf die ersten Personen ein, die ihnen im Weg standen. Es kam zu keinen schwerwiegenden Verletzungen.

Die Faschos wurden wahrscheinlich per Handy gerufen, von wem ist nicht bekannt. Sie kamen von einer Geburtstagsparty des 20jährigen schattdorfer Fascho-Skins M. K. Dieser habe sich dabei noch damit gebrüstet, dass sein Vater bei der Polizei sei.

Genau diese Pozilei hat eine Woche davor für Proteste gesorgt. Sie wurde zu einer Schlägerei gerufen, wo die gleiche Fascho-Truppe involviert war. Im Anschluss liess einer der Beamten heraus, dass sie in Zukunft wegen einer solchen Lappalie nicht mehr ausrücken würden. Diese Äusserung wurde in einem Zeitungsbericht abgedruckt, was dann verständlicherweise zu erbosten Reaktionen führte. Besonders wenn mensch bedenkt, dass sich die Kapo Uri nicht selten die Zeit damit vertreibt, Schulkinder, welche im Fahrverbot Velo fahren, zu belästigen.


Der erwähnte M. K. ist Mitglied einer vor kurzem gegründeten "Kameradschaft Uri". Diese besteht aus 10 Jung-Faschos, welche allesamt namentlich bekannt sind. Die Kameradschaft, jedenfalls einige Mitglieder, haben Kontakt zu R. T., welcher vor einigen gut sechs Jahren landesweit bekannt wurde. Dieser war damals Sekretär der SVP Uri Ortspartei Erstfeld/Amsteg/Silenen, verteilte hetzerische Flugblätter und war am 1. August einer der Doofköpfe auf dem Rütli. Die SVP Uri schloss T. damals auf öffentlichen Druck hin aus der Partei aus. wollte T. damals auf öffentlichen Druck hin aus der Partei ausschliessen, dieser jedoch kam dem Parteipräsidenten zuvor und trat selber aus der SVP aus.

Die urner Glatzen-Szene ist wieder am wachsen. Wie lange es wohl noch dauert, bis sich dort hinten endlich Widerstand regt?

Zeitungsartikel zu Traxel:
Tagi, 18.9.2000
Bund, 18.9.2000
Geschrieben von antifablogger am 11.03.2007 um 04:22 | in: Zentralschweiz
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15.12.2006
NSBM-Konzert von heute Abend abgesagt!
Anscheinend ist das Black Metal-Konzert, an dem unter anderem die Band Horna spielen sollte, vom Littauer Gemeinderat abgesagt worden. (Siehe letzter Blog-Eintrag)

Ein entsprechender Artikel ist bereits am 12. Dezember in der Neuen Luzern Zeitung erschienen. Dem Artikel zufolge habe der Gemeinderat nach Eingang eines Schreibens des Antinationalen Kollektivs Luzern (AKL) und einer Intervention von Radio Lora die Veranstaltung genauer unter die Lupe genommen.

Der Veranstalter des Konzertes sei früher schon aufgefallen, als wärend eines Konzertes in einem Stadluzerner Club plötzlich Schweizer-Flaggen hingen.

Der NLZ-Artikel kann auf dieser Indymedia-Seite nachgelesen werden.
Geschrieben von antifablogger am 15.12.2006 um 05:43 | in: Zentralschweiz
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11.12.2006
15.12.06: Nazi-Blackmetall-Konzert in Littau (LU)
Am kommenden Freitag soll die finnische Black-Metall-Band Horna im Piazza in Littau (LU) auftreten.

Diese soll engste Kontakte zum neonazistischen Flügel der Black-Metal-Szene unterhalten.

Zu diesem Thema gibt es hier (im Faschoblog) einen sehr ausführlichen Text. Schaut euch den mal an. Der Text hat nichts mit dem Faschoblog zu tun, er wurde hier unaufgefordert gepostet. Trotzdem ist die Lektüre sehr informativ und wird wärmstens empfohlen.

Sollte nach der Lektüre des Textes jemensch das Bedürfniss haben, sich zu diesem Anlass zu äussern: Hier gibts Adressen der Verantwortlichen des Jugendhauses Piazza.
Geschrieben von antifablogger am 11.12.2006 um 05:26 | in: Zentralschweiz
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5.12.2006
Rigi-Faschos möchten doch (Neo-)Nazis sein!
Nachdem der Faschoblog hier darüber berichtete, dass der "Nationale Widerstand am Rigi" (NWR) mit Hakenkreuzen werben würde, gaben sich diese erstaunt und schrien herum, dass die betreffenden Logos nicht von ihnen stammen würden.

Doch wer sich mal etwas bei youtube umschaut, wird dort auf einen Propaganda-Film dieser Kameradschaft stossen. Dort ist - oh Wunder - genau das erwähnte Logo zu sehen, allerdings ohne Hakenkreuz. Dieses scheint also mit grosser Wahrscheinlichkeit doch aus der NWR-Küche zu kommen. Über den Film selber gibt es nicht viele Worte zu verlieren: Nationalistische Scheisse, wie es sie zuhauf gibt.

Damit aber nicht genug: Die Kameraden zielen mit ihrem Film genau auf ein neonazistisches Publikum ab. Als Tag wurde nämlich u. a. das Wort "Nazi" und "NS" (Nationalsozialismus) gewählt. Ins Netz gestellt und mit diesen Tags versehen hat das Video übrigens MG.88, ein 18jähriger Fascho aus Goldau (SZ). Genau dieser hat sich damals darüber beschwert, dass die Hakenkreuze nicht von ihnen stammen würden.

Jungs, steht doch endlich dazu, dass ihr auch grosse, böse Neonazis sein möchtet. Einfach nur lächerlich...

P.S.: Die erwähnten Bilder sind inzwischen entfernt worden. Wie das wohl kommt? Haben die NWRler wohl kalte Füsse bekommen und mit den Zugangsdaten, mit welchen die Bilder einmal veröffentlicht wurden, wieder entfernt? Fragen über Mutmassungen...
Geschrieben von antifablogger am 5.12.2006 um 11:47 | in: Zentralschweiz
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12.11.2006
Schwyzer Neonazis werben mit Hakenkreuz
Seit einiger Zeit ist die Homepage vom Nationalen Widerstand am Rigi (h**p//:nwr PUNKT ja-nee PUNKT de) online. Auf der Startseite ist eine Bildcollage aus einer mittelalterlichen Schlacht und einer Faschodemo zu sehen. Die Überschrift lautet "Damals wie heute, wir sind der Widerstand". Die Gruppierung gibt sich auf ihrer Seite patriotisch und heimatverbunden - und ausländerfeindlich (gegen "Multikultur", gegen "die globalisierung unserer Sprache und unseres Volkes" ect.).

Auf einer Gallerie-Seite eines bekannten amerikanischen Hosters von neonazistischen Webseiten aber ist ihre wahre Gesinnung ersichtlich. Mit folgenden Bildern werben die Schwyzer für ihre Gruppierung:

nwr-logo1 nwr-logo2

 wer die Bilder grösser und in besserer Auflösung haben will, kann sich per Mail melden oder googlen.

Diese Bilder lassen wohl keine Zweifel mehr, mit was für Leuten wir hier zu tun haben. Man könnte sich fast vorstellen, dass solche Bilder für gewisse Leute noch ein Nachspiel haben könnten...
Geschrieben von antifablogger am 12.11.2006 um 05:30 | in: Zentralschweiz
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30.10.2006
Urner Faschos werden immer frecher
Obwohl der Kanton Uri ein rechts-konservativer Kanton ist, konnte sich dort nie eine grosse rechtsextreme Szene etablieren. Vor einigen Jahren war da eine Gruppe Faschos aktiv, doch seit einer der führenden urner (Glatz-)Köpfe schweizweit als "Skinhead" angeprangert  und aus der lokalen SVP geworfen wurde, wurde es ruhiger.
Auch die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus listet auf ihrer Chronologie der rassistischen Vorfälle in der Schweiz ab 1992
für den Kanton Uri nur gerade etwa drei Vorfälle auf.

Doch seit etwa einem Jahr scheint in Uri eine neue Generation an Fascho-Skins heranzuwachsen. Die meisten der (namentlich bekannten) Scheisser sind ziemlich jung (etwa Jahrgang 1986-1990). Doch in der Gruppe fühlen sie sich stark.

So haben laut Berichten von Betroffenen vor einer Woche sieben Jungfaschos in Altdorf auf einen ihnen nicht genehmen Jugendlichen eingedroschen. Am letzten Freitag sollen es dann Drei gegen Einen gewesen sein. Die Sache habe für zwei Personen im Spital geendet haben.

Die prügelnden Idioten sind das eine, es ist aber teilweise auch mehr oder weniger gefestigte Ideologien vorhanden, die klar nationalsozialistische Züge aufweisen.
Also, liebe UrnerInnen, wehrt euch gegen diese braunen Scheisser! Oder wollt ihr etwa, dass die nächste PNOS-Sektion bei euch gegründet wird?

Keinen Fussbreit den FaschistInnen. Auch nicht in Uri!
Geschrieben von antifablogger am 30.10.2006 um 12:00 | in: Zentralschweiz
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