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Tagesgeld Geschichte
03:25, 6.03.2010
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Tagesgeldkonten hatten bis in die 1990er Jahre in Deutschland keine große Bedeutung. Die meisten Deutschen besitzen nach wie vor ein Sparbuch. Die Verzinsung eines Tagesgeldkontos war niedrig, so dass es für Privatkunden keinen Anlass gab, vom bewährten Sparbuch auf ein Tagesgeldkonto zu wechseln. Den Vorteil der täglichen Verfügbarkeit eines Tagesgeldkontos haben wiederum nur Firmen geschätzt, denn diese waren bereit, für Liquidität einen niedrigeren Zinssatz als bei Festgeldanlagen in Kauf zu nehmen. Einen regelrechten Ansturm auf Tagesgeldkonten gab es erst im Jahr 2000: Durch den Börsencrash war das Vertrauen der Privatkunden in Aktien zerstört. Das Streben nach Sicherheit führte viele Anleger wieder zum altbewährten Sparbuch(als Geldanlage) . Die hohen Renditeaussichten, die viele Aktionäre im Auge hatten, hinterließen jedoch ihre Spuren: Mit mageren Sparbuchzinsen wollte sich niemand mehr so recht zufrieden geben. Banken in Deutschland begannen massiv Fonds zu bewerben. Sie hofften, die geschockten Aktionäre mit Fondsprodukten zurückzugewinnen. Die Marketingabteilungen der Banken versuchten durch teure Werbekampagnen, Fonds als ein Produkt zu präsentieren, das von der Entwicklung der Aktien losgelöst sei. Doch diese Rechnung ging so nicht auf: Viele ehemalige Aktionäre hatten zu viel Geld verloren, als dass sie noch einmal ihr verbliebenes Guthaben an der Börse investieren wollten. Das Streben nach Sicherheit hatte von nun an bei Anlageentscheidungen die höchste Priorität. Kommentar schreiben { Vorherige Seite } { Seite 1 von 6 } { Nächste Seite } |
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