Zum Glueck hat der Regen in der Nacht aufgehoert.
Meine Schuhe und meine Klamotten sind noch immer feucht, aber was solls, ich mache hier ja keinen luxus Urlaub.
Heute habe ich vor, auf den Strassen zu wandern, da ich mich am Camino sowiso immer nur verlaufe.
Gestern hat mir ein Pilger eine Karte von dieser Gegend geschenkt, ich denke, dass ich das Teil gut gebrauchen kann.
Diese Gegend ist nur sehr spaehrlich mit Beuern besiedelt und die kleinen Strassen sind nicht auf meiner Karte eingezeichnet, somit laufe ich wieder einmal im Blindflug.
Das Hochland hier ist so Menschenleer, dass ich kaum jemanden finde, den ich nach dem Weg fragen kann.
Am Abend komme ich erstaunlicherweise tatsaechlich in Miraz an, Miraz ist ein extrem kleines Dorf mit einer Herberge.
Irgendwie habe ich schon damit gerechnet im Freien schlafen zu muessen.
Die Hospidalieros hier sind sehr freundlich und ich fuehle mich auf Anhieb wohl.
Lg Andreas
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