Erstaunlicherweise habe ich heute Nacht gut geschlafen, den Sofa sollte ich mir mitnehmen :-)
Nach Ribadeo beginnt Asturien und Galicien endet.
Die beiden Bezirke werden durch den Fluss "Eo" getrennt.
In Ribadeo gibt es eine gigantische Bruecke ueber den Fluss (Autobahnbruecke), jedoch ist diese fuer Fussgaenger gesperrt.
Da ich keine Lust auf Probleme mit einen spanischen "Freund und Helfer" habe, muss ich einen 30 km langen Umweg in das Landesinnere gehen.
Die meisten Pilger werden wohl die Bruecke mit dem Bus oder mit dem Taxi ueberquehren, zumal der Reisefueher dies als einzige Moeglichkeit darstellt.
Der Umweg bietet mir eine schoene gruene und sehr huegelige Gegend.
Endlich ist die andere Seite der Bruecke in Sicht und der Umweg ist somit geschafft.
Nachdem ich mich noch durch ein paar stark befahrene Kreisverkehre gekaempft habe, komme ich, als die Sonne bereits untergeht, in "Tapia de Casariego" an.
Die Herberge steht neben Klippen, die steil ins Meer fallen.
Die Aussicht ist ueberweltigend, die Herberge ist es eher weniger.
Die Herberge ist abgewohnt und dreckig und der Hospitaliero ist stock besoffen.
Ich trage mich selbst in die Gaesteliste ein, da der Hospidaliero anscheinend nicht mehr in der Lage ist, dies zu erledigen.
Waehrend ich mir einen Salat mache, quatscht mich der Kerl dauernd voll (auf Spanisch, da er nur Spanisch kann).
Endlich bin ich fertig mit meiner Salatmacherei, da greift der Besoffene doch glatt nach meinen Salat, was natuerlich ein Sakrileg fuer mich ist, denn ich habe heute noch nichts gegessen.
Wutentbrannt haue ich auf den Tisch, das Besteck hebt ab und fleigt durch die Gegend.
Diese Geste der averbalen Kommunikation, hat er offensichtlich doch verstanden und geht ab den Zeitpunkt den Anderen auf den Wecker.
Nach dem Essen gehe ich bald schlafen.
Lg Andreas
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