15.09.08 - Scilent Hill
16.09.2008
Heute will ich von Aviles in die naechste Grosstatt namens Gijon gehen.

Zwischen Aviles und Gijon liegen 20 km Industriegebiet der feinsten Sorte.

Ich glaube die ganze Industrie hier ist auf die Stahlherstellung ausgerichtet.

Je weiter ich mich von Aviles, auf der AS-19 wegbewege, desto mehr gigantische Schornsteine ragen in den Himmel.

Aus jeden Schornstein steigt entweder schwarzer oder weisser Rauch auf, und von einen kleinen, boesartig wirkenden Schornstein, steigt gelber Rauch in den Himmel.

Neben mir hieft ein gigantischer Kran, eine Stahlplatte, die dopelt so dick ist wie ich und vermutlich gerade aus dem Walzwerk kam, auf einen Zug.

Diese Gegend ist von einen schwefelartigen Gestank erfuellt.

Zwischen den riesigen, surreal wirkenden Fabrikshallen, stehen immer wieder einzelne verlassene Bauernhaeuser, denn viele die in dieser Gegend gewohnt haben sind gefluechtet.

Ganze Geisterdoerfer, die mit einen schwarzen Ueberzug aus Staub bedeckt sind, saeumen meinen Weg.

Der Strassenrand ist auf der ganzen Strecke mit schwarzen, vulkanisch wiekenden Sand bedeckt.

Vermutlich ist der schwarze Sand ein Teil der Schlacke, die beim Abtransport von den zahlreichen LKWs faellt.

Jede Minute donnern viele schwer beladene Trucks an mir vorbei.

Als ich bei einen Bus-Haeuschen eine Pause machen will, merke ich, dass sogar im Inneren eine dicke schwarze Staubschicht liegt. (da hat wohl schon laenger niemand auf den Bus gewartet)

Zu meiner linken liegt nun ein Geiserbahnhof, diese Gegend wirkt so surreal, dass ich mich irgendwie in den Film Scilent-Hill versetzt fuehle.

Nun kommt Gijon immer naeher und die Industrie nimmt ab.

Gijon ist eine sehr grosse Statt und am Anfang ist es schwer fuer mich die Orientierung zu finden.

Ein Pilger hat mir gestern gesagt, dass in der "Pension Argentinia" ein Zimmer nur 12 € kostet.

Die Pension ist auf der anderen Seite der Statt und es dauert 3 Stunden bis ich endlich davor stehe.

Das Zimmer ist staubig, das Bett ist dreckig, der Spiegel ist verschmiert, doch zum Glueck hat das Zimmer kein Fenster, sonst wuerde ich vieleicht noch mehr sehen.

Die Kueche darf ich nicht verwenden, daher mache ich mir eben im Zimmer was zum Essen und die Komode muss zum Zwiebelschneiden herhalten.

Ich werde hier noch einen weiteren Tag bleiben um diverse Einkaeufe zu erledigen.

Lg Andreas
Geschrieben von Andreas um 11:18
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