Am fruehen Morgen, werde ich durch die Kaelte im Schlafraum munter.
Draussen hat es zu regnen begonnen und mit dem Regen ist ein Temperatursturz einhergegangen.
Diese Herberge ist mit einer Mikrowelle ausgestattet, was hier am Camino del Norte schon als Luxus zu bezeichnen ist; somit mache ich mir noch Tee und hoffe, dass es zu regnen aufhoert.
Nach der dritten Tasse Tee, hat sich der Himmel endlich von seiner Last befreit und ich beginne meine Wanderung.
Gegen mittag erreich ich Santanilla del Mar, eine Statt, die mir empfohlen worden ist, wegen ihren mittelalterlichen Charakter.
Santanilla ist wirklich schoen, viele alte Adelshueser und gepflasterte Wege.
Bald habe ich die Herberge gefunden, doch diese oeffnet erst am Abend; somit habe ich noch Zeit die Statt auf mich wirken zu lassen.
In dieser Statt wimmelt es von Touristen und die ganze Infrastruktur ist darauf ausgelegt, den Touristen das Geld aus der Tasche zu holen.
Die Innenstatt besteht hauptsaechlich aus Restaurantes und Konditoreien, die mit ihren jeweils eigenen Wohlgeruechen, die Touristen anlocken, so wie manches Insekt Duftstoffe verwendet um die Beute zum koedern.
Sogar mit den Parkplaetzen wird Geld gemacht, bei jeder Parkgelegenheit ist ein Einheimischer platziert, der Parkgebuehr verlangt (alte Oma mit Strickzeug -> billig).
Langsam wird mir diese Statt unsympatisch, zu hektisch und der ganze Glanz, ist mit einen unsichtbaren Schleier der Gier ueberdeckt.
Letztendlcih fasse ich den Entschluss nach Polanco weiter zu gehen, um den ganzen Trubel hinter mir zu lassen.
Am Weg nach Polanco komme ich bei einer riesigen Chemie Fabrik vorbei, der ganz andere Gerueche entweichen, als den Restaurantes in Santanilla.
Nun habe ich die Herberge in Polanco erreicht, jene ist klein (6 Betten) und liegt im Industriegebiet neben der Nationalstrasse.
Trotz der schlechten Lage fuehle ich mich hier wohler, als in der Touristenhochburg.
Lg Andreas
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