25.09.08 - Padre Ernesto
8.10.2008

Um Punkt 08:00 werden wir von einer Putzfrau aus der Herberge geworfen. Es steht zwar angeschrieben, dass man die Herberge um acht  zu verlassen hat, doch wenn man nicht mal mehr aufs Klo gehen darf, ist das einfach nur eine Gehaessigkeit.

Ich aergere mich ueber diese hasserfuellte Putzfrau und ziehe von dannen.

Ich habe beschlossen mit eine Faehre nach Somo zu fahren, da mir eine Autobahn das weiterkommen verhindert (ca 2km).

Ich moechte heute Guemes erreichen, da mir viele Pilger erzaehlt haben, dass diese Herberge das Highlight des ganzen Camino del Norte sein soll.

In der Herberge angekommen, werde ich herzlich von Padre Ernesto empfangen.

Ich bin der erste Pilger und bekomme gleich nach meiner Ankunft, ein heftiges und sehr gutes Mittagessen.

Padre Ernesto leitet diese Herberge, er ist ein sehr interessanter und weit gereister Mensch.

Beim Essen erzaehlt er mir Geschichten von seinen vielen Reisen (Suedamerika, Afrika, Europa, Asien).

Die Waende der Herberge sind voll von Fotos, die er auf seinen Reisen geschossen hat, die Fotos von Chile (Anden) ueben eine besondere Faszination auf mich aus.

Es gibt viele Schlafreume und Betten, alles ist mit Liebe ausgearbeitet und ich fuehle mich hier auf Anhieb wohl.

Ernesto erzahlt mir, dass er von allen Laendern, die er bereist hat, Indien am Beeindruckendsten fand.

Ich esse viel zu viel, da es der Padre zu gut mit mir meint und kippe nach dem Essen, vor Ueberfressung ueber meinen Bett zusammen.

Ich werde erst am Abend munter und es ist Zeit zum Abendessen.

Mittlerweile sind auch andere Pilger eingetroffen und die Fressordie geht in die naechste Runde.

Nach dem Essen erzaehlt Ernesto, in der Atmosphaere eines Kaminfeuers die Entstehungsgeschichte der Herberge und von seinen vielen Reisen.

Die ganze letzte Woche habe ich nicht so viele gegessen wie in den letzten 12 Stunden.

Lg Andreas

Geschrieben von Andreas um 13:48
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