7.04.2008 - Grübeln und das Jenseits
Ist Grübeln eine schlechte Sache? Ich fühle mich meistens besser hinterher. Mir sagte heute jemand, warum ich nicht mal über positive Dinge grübele. Aber die Frage ist doch: Wären es wirklich positive Dinge, wenn ich darüber grübeln müsste?

Für mich ist das eine Art der Verarbeitung. Einfach nur nichts tun, während ich über schlechte Erfahrungen nachdenke, versuche, diese in einen Zusammenhang zu bringen. Und die Gedanken davonfliegen. Von einem Thema zum nächsten. Für Außenstehende ist es manchmal schwer, diesen Gedankengängen zu folgen. Natürlich bringt grübeln fast nie ein Ergebnis. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich etwas erledigt habe, wenn ich lange genug über etwas nachgegrübelt hab.

Es ist natürlich eine Gratwanderung. Grübeln kann auch sehr gefährlich sein. Denn wenn man lange genug grübelt, landet man früher oder später automatisch bei Gedanken zum Thema Tod und Selbstmord. Ich denke nicht, dass ich gefährdet bin. Es widerstrebt mir aufgrund der unterschiedlichsten Dinge. Aber nicht Wenige fallen durch grübeln und Gedanken an den Tod in eine unstoppbare Abwärtsspirale.



Etwas, was mich heute beschäftigt hat, war das Jenseits.

Wenn eine Art "Himmel" existiert, dann ist er doch ein perfekter Ort. Oder nicht? An dem alle glücklich sind. Wenn aber alle glücklich sind, so impliziert das, dass es keinen freien Willen gibt. Denn da alle Menschen verschieden sind, wird es sobald es einen freien Willen gibt, unterschiedliche Meinungen geben. Die Frage, ob ein freier Wille überhaupt existiert ist noch eine ganz andere, die das Problem nur weiter verkompliziert.
Ich hoffe schon, dass es einen freien Willen gibt. Aber den würde ich für das Jenseits nicht aufgeben wollen, oder? Wie kann der Himmel perfekt sein und ich dort glücklich sein, wenn ich nichteinmal weiß, was mich glücklich macht? Vor allem: Wie kann der Himmel perfekt sein, wenn Menschen, die ich liebe, eventuell nicht dort hingelangen? Weil sie z.B. Atheisten sind. Oder Selbstmord begangen haben.

So gesehen, kann ich mir diesen "perfekten Ort" nur vorstellen, als eine Art niemals endenden Traum. Eine Illusion, in der alles möglich ist, wie ich es will. Aber nur für mich. Und für alle anderen eben anders. So gesehen treffe ich dann auch dort meine verstorbenen Lieben nicht wieder, sondern nur ein Bild, das ich in meinem Inneren von ihnen habe, wie ich sie mir wünsche. Würde ich sowas wirklich wollen?

Die Gedanken verwirren mich gerade sehr.

Eisige Grüße!

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6.04.2008 - Vertrauen
Diesen Blogeintrag widme ich dem Vertrauen.
Ich dachte nie, dass es mir einmal schwer fallen würde, jemandem zu vertrauen. Aber heute ist es so. Ich traue meinen Freunden nicht.

Ich habe schier unglaublich viele Bekannte aber fast keine Freunde. Und selbst denen traue ich nicht, stelle ich heute fest. Ich habe ständig das Gefühl, sie würden sich in meiner Gegenwart nicht wohl fühlen. Dauernd nach anderen Freunden Ausschau halten. Um nicht mehr mit mir befreundet sein zu müssen. Und wenn ich nicht ständig etwas mit ihnen unternehmen würde, würden sie sich sofort von mir entfernen. Das Problem ist, dass die Statistik mich lehrte, dass es richtig ist, so zu denken. Ich habe Angst, dass ich mich gerade durch dieses Geklammere von ihnen entferne. Aber jedesmal, wenn meine Freunde mit jemandem etwas unternehmen, den ich nicht kenne, ohne mich zu fragen, ob ich nicht mit will... fühle ich mich... nuja... ausgegrenzt. Und ein Stück weit auch verletzt. Ist das normal?

In meinen Augen schon, denn wenn ich etwas mit neuen Leuten unternehme, ist es für mich selbstverständlich, meine Freunde zu fragen, ob sie mitkommen möchten. Selbst wenn es etwas ist, von dem ich weiß, dass sie es nicht gerne tun. Es gibt zum Beispiel Freunde, die überhaupt nicht gern abends mal in ne Disco gehn oder so. Trotzdem frage ich sie, wenn ich sowas plane. Ich könnt gar nicht anders. Aber ich weiß nicht, in wiefern das nun normal ist. Geschweige denn, wie normal das ist, dass ich erwarte, nein, ... hoffe, dass man mich auch fragt.

Wennimmer Freunde etwas ohne mich unternehmen, habe ich nun gleich das Gefühl "Sie brauchen mich nicht mehr. Sie haben jetzt jemand anderen gefunden. Schon bald werden sie Treffen mit dir absagen, weil sie Treffen mit anderen vorziehen werden." Ich wäre vielleicht nicht so, wenn ich es nicht schon so oft erlebt hätte. Ich habe toleriert, dass sie sich mit anderen ohne mich treffen und es achselzuckend hingenommen ohne jetzt darauf zu bestehen, dass ich auch gefragt werde oder man mich den "Neuen" vorstellt. Diese Treffen sind ausgeufert und irgendwann war ich nur noch ein weiterer Bekannter in einem großen Kreis von Bekannten, aber kein guter Freund mehr. Und andere hatten meinen Platz eingenommen. Es tut mir verdammt weh, im Netz Fotos von ehemaligen guten Freunden zu sehen, unter denen steht "Das bin ich mit meiner besten Freundin" und man selbst kennt niemand sonst auf dem Bild. Als ob ich eine häßliche Puppe wäre, die bei der erstbesten neuen Puppe die man geschenkt bekommt, in den Müll geworfen wird. Ist deshalb irgendwas psychisch nicht richtig mit mir?

Ich würde nie, niemals etwas mit neuen Leuten machen, ohne meine guten Freunde dabeihaben zu wollen. Oder zumindest sie zu fragen. Darum nenne ich sie ja meine Freunde, weil ich sie gern dabei hab. Wenn also etwas mit anderen unternommen wird, ohne mich zu fragen... kA,... fühle ich mich... als ob man mich nicht gern dabei hat. Ich weiß, eigentlich sollte ich nicht so denken. Sollte meinen Freunden vertrauen. Wenn es drauf ankommt, sind sie für mich da - zumindest vielleicht - und ich für sie. Und daran ändern auch fremde Freunde von ihnen nichts. Aber was, wenn es in nächster Zeit nicht drauf ankommt? Und bis es dann drauf ankommt, sie sich schon so weit von mir entfernt haben, dass es sie nicht mehr interessiert?

Ich fühle mich immer unwohl, wenn ich sehe, wie meine besten Freunde einen Freundeskreis aufbauen, und keinerlei anstalten machen, mich zu integrieren. Aber ich will ja auch nicht drängen. Ich kann doch niemanden dazu zwingen, mich zu fragen, ob ich mit will. Oder jemanden zwingen, mich dabeihaben zu wollen. Jemanden zwingen, mich zu mögen.

Warum kann ich nicht einfach vertrauen? Wären nicht all diese bitteren Erfahrungen, wäre mein Gefühl vielleicht nicht gar so schlecht. So habe ich das Gefühl, ich müsse handeln. Weiß aber nicht wie. Ich habe ständig das Gefühl, ich könnte nur machtlos zusehen, wie meine Freundschaften sich verabschieden. Und gerade wenn man so wenige Freunde hat, schneidet es sich durch den ganzen Körper. Mir tut echt alles körperlich weh bei solchen Dingen. Und gleichzeitig fühle ich mich so hilflos.

Ich bin nicht häßlich. Ich bin nicht wertlos. Ich bin vielleicht manchmal jähzornig und dickköpfig, aber das heißt nicht, dass ich keine gute Freundin bin. Ich habe immer ein offenes Ohr und meistens auch einen guten Rat für alles, wenn es meinen Freunden schlecht geht. Ich bin gegenüber Freunden immer bereit, die Wahrheit zu sagen, auch wenn sie mich selbst vielleicht in ein nicht gutes Licht rückt. Oder ich weiß, dass mein Freund es vielleicht gern anders hören würde. Ich lüge niemandem etwas vor und versuche immer, ich selbst zu sein. Ich zwinge auch niemanden zu etwas. Nur gedanklich, weil ich einfach nicht loslassen kann und das hasse ich an mir. Ich wünschte ich könnte das ändern, aber dafür bräuchte ich auch mal gegenteilige Erfahrungen. Doch an die glaube ich nicht, so gern ich auch würde. Wenn es drauf ankommt bin ich da. Und auch sonst bin ich da. Für meine Freunde würde ich jederzeit alles stehen und liegen lassen. Das Schlimme ist nur, dass ich mir nie sicher bin, wer meine Freunde sind...

Und was mich am meisten quält: Sind es wirklich die Treffen mit Fremden, die unsere Freundschaften zerstörten? Oder meine Angst davor?

Eisige Grüße!

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30.03.2008 - falsche freunde
Du weißt, wer gemeint ist.
Ich wünschte, ich könnte mit Dir befreundet sein. Doch das ist nicht allein meine Entscheidung. Ich kann nicht mehr tun, als Dir beizustehen, Dich vor anderen in Schutz zu nehmen, Deinen Sorgen zuzuhören und zu versuchen, Dir einen Rat zu geben, den Du daraufhin in den Wind schlagen wirst. Das wird mich traurig und wütend machen, aber nicht davon abhalten, Dir das nächste Mal zuzuhören und Dir wieder so gut ich kann zu helfen zu versuchen. Und hoffen, dass Du eines Tages einmal mich in Schutz nehmen würdest. Meinen Problemen zuhören würdest. Und mit mir einen Ausweg suchen würdest, wenn ich einmal nicht mehr weiterweiß.

Für meine Naivität hasse ich mich selbst.

Denn mein Schicksal ist Dir völlig gleich. Jemanden, der einem mit aller Freundschaft entgegenkommt, die ein Mensch aufbringen kann, im Regen stehen zu lassen, wenn er nach Hilfe schreit, ist keine Freundschaft. Das, mein Guter, ist Hass. Vielleicht mehr Hass, als ich verkraften kann.

Und so muss ich mir eingestehen, dass ich verloren habe.

Alle.

Alle, von denen ich Freundschaft und Liebe zurückbekommen habe (außerhalb natürlich meiner Familie), habe ich verloren. An den Tod. An die Sucht. An meine eigene Eitelkeit.

Ich wollte Dir davon erzählen, aber Du wolltest es nicht hören. Weil es Dich nicht interessiert. Weil Du schon genug davon gehört hättest. Das ist nicht wie Salz in offenen Wunden. Das ist wie wenn der Rest der zerschundenen Haut noch komplett abgerissen wird.

Du stehst da und das größte Problem in Deinem Leben ist eine Klausur, für die Du gegen meinen ständigen Rat nicht ordentlich gelernt hast. Ich stehe vor den Trümmern meines Lebens. Trotzdem höre ich Dir zu, wenn Du erzählst, wie schrecklich die Welt zu Dir ist. Und fühle mich wie ein rasendes wildes Tier, eingesperrt zur Bewegungsunfähigkeit in einem riesigen Block aus Beton.

Was hab ich Dir nur angetan, dass Du mich so hasst?

Nichts schmerzt mehr, als die Ignoranz derer, die uns am Herzen liegen.

So gern ich es würde, kann ich es nicht abschalten. Ich mache mir Sorgen um Dich, vermisse Gespräche mit Dir. Das Gegenteil ist bei Dir der Fall. Ich weiß es und trotzdem stelle ich mir oft vor es wäre anders. Ich weiß es, weil es aus Deinen Taten mehr als herausspricht. Ich wünschte, Du könntest mir ins Gesicht sagen, dass es so ist. Jeglichen Kontakt abbrechen und mich so alleine hier stehen lassen, wie ich es auch wenn wir zusammen sind eigentlich bin. Aber wenn ich Dich darauf anspreche, tröstest Du mich mit süßen Worten darüber hinweg. Eine Weile sonne ich mich in der Illusion deiner Freundschaft. Bis das nächste Gewitter losbricht. Und ich merke, wie ich in Wirklichkeit da stehe. Nackt.

Allein.

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27.01.2008 - Das Spannende daran...
Wenn man zu zweit oder zu mehreren in einer WG wohnt, ist, wenn alle weg sind. Wenn ich alleine bin neige ich dazu, entweder Paranoia-Fantasien zu entwickeln und daraus Geschichten zu schreiben, oder aber aus vollem Halse zu singen. Spannend ist es darum, darauf zu warten, dass der erste Nachbar sich beschwert oder aber plötzlich die Tür aufgeht und dir jemand verdutzt ins Gesicht starrst, wenn du ihm zur Begrüßung erstmal eine Arie um die Ohren schmetterst (im Originalton und nicht ein paar Oktaven tiefer oder so). Nur die wenigsten wissen ja, dass ich das ganz gerne mal mache, weil ich supergerne Sopranstimmen mag. Ich hab zwar nicht die schönste Stimme der Welt, aber es reicht um die hohen Töne zu treffen. Okay, das möchte niemand hören, aber ich tu es einfach gern weil es mir halt Spaß macht zu singen, auch wenn selbst ich es nicht hinterher hören mag ^^...

Zu Zeit übe ich an einem Stück von After Forever, das einfach anfängt aber tricky aufhört, Nämlich Monolith of Doubt (den Manga nicht beachten, geht ja eigentlich nur ums Lied, das war das erste Video was ich so spontan gefunden habe):



Aber der Nervenkitzel, dass jemand es mitbekommen könnte... Keine Ahnung, manchmal höre ich mittendrin ein Geräusch und sofort erstickt der Ton xD... Ganz furchtbar. Ich weiß auch nicht warum, weil dieses Abwürgen fänd ich eher peinlich (fast so wie wenn man als erster an der Kreuzung bei der grünen Ampel den Motor nicht mehr ans Laufen kriegt), aber solang es doch gut gesungen ist, mein Gott... Nur Klopfen an der Decke oder Schmerzensgeldforderungen würden mir Angst machen - Oder aber ein Besuch von den Männern in Grün "Nachbarn berichten, sie hätten hier Schreie gehört..." ^^...

Eisige Grüße,
fv

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4.07.2007 - Schrecklicher Unfall bei lokalem Telefonanbieter
Ein schrecklicher Unfall führte heute zu einem Zusammenbruch der Internetdienstleistungen eines lokalen Telefonanbieters. Die blanke Angst, sich dem realen Leben stellen zu müssen, drängte die Menschen auf die Straßen. Die örtlichen Geschäfte des Anbieters wurden gestürmt und besorgte Kunden drängten sich dicht an dicht, weil die Läden auf derartige Massen nicht vorbereitet waren. Voller Panik berichtet ein schockierter Jugendlicher: "Erst war es nur eine Seite, die nicht funktionierte... Dann funktionierte plötzlich gar nichts mehr!" Ein Mann mittleren Alters, der anonym bleiben möchte, kommentierte unter Tränen: "Am Schlimmsten war diese Ungewissheit - ich dachte, es sei mein Fehler gewesen. Es tut so gut, zu sehen, dass ich nicht allein bin."

Wie der Pöbel ausrasten kann, nur weil das Internet nicht funktioniert, überrascht mich zutiefst. Die Leute hörten sich an, als wären sie traumatisiert oder etwas Schreckliches sei geschehen... Klar, auch wir hätten unsere Anfrage zur Tarifänderung nicht in dem Laden, sondern online gestellt, wäre ein einloggen möglich gewesen. Aber hey, wir hatten halt nichts zu tun xD... Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, so viele Traumatisierte in dem Laden anzutreffen, denen allen nur die Frage auf der Zunge brannte "WANN KANN ICH ENDLICH WIEDER REIN???"
Ich fühlte mich irgendwie berufen, den armen Angestellten (Ja, die Geschäftsstelle war tatsächlich nur einfach besetzt) vor dem erregten Mob zu beschützen.

OMG, wenn es stürmt und regnet kann sowas durchaus mal vorkommen... Dann wartet man halt und irgendwann gehts wieder.

Nachdem wir rausgeflogen sind, dauerte es etwa 5 Minuten, bis meine kleine Schwester panisch anrief, ihr Internet sei kaputt, ob ich rüberfahren und es reparieren könne. Nachdem ich sie beruhigt und wieder aufgelegt hatte, dauerte es weitere 5 Minuten, bis sich die Familie meines Freundes meldete... Kaum zu fassen, wie abhängig wir inzwischen vom Netz sind. Und was alles aus seinem Loch kriecht, wenn der lebenswichtige Draht zur Welt gekappt wird...

Also liebe Terroristen: Wenn ihr den Flughafen sprengt, interessiert das vielleicht die paar Leute, die grade da sind... Aber wenn ihr eine wirkliche Massenpanik unter minimalem Aufwand auslösen wollt - dann haut einfach ein paar Internetknotenpunkte kaputt ...

Oh man, über so'n Verhalten kann man echt nur den Kopf schütteln...

Eisige Grüße!

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28.06.2007 - Juhu!
Alle durchgefallen xD... Naja, Nachklausur ist in zwei Wochen, die packen wa dann... Hatte 50 von 57 benötigten Punkten, war also recht knapp. Hoffe beim nächsten Mal wirds besser :)... Aber irgendwie bin ich erleichtert.

Eisige Grüße!

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20.06.2007 - Och Menno :(
Warum kann mein Leben nicht mal ohne Streiterei verlaufen? Warum habe ich jeden Tag aufs Neue mit mindestens einer Person Stress?
Ich geb mir wirklich Mühe, aber irgendwie läuft es nicht so recht.
Heute Klausur geschrieben. So ein Scheiß. Jetzt ist es scheiße, wenn ich bestanden hab und es ist auch scheiße, wenn ich nicht bestanden hab. Dumme Wetten.
Ich hab mit ner Freundin ausgemacht, dass entweder wir beide durchfallen oder beide bestehen und wir darum nebeneinander sitzen in der Klausur. Daumen hoch bedeutet, man denkt, dass man die Klausur packt; Daumen runter, dass man es nicht packt. Falls es eine nicht packt, streicht die andere alles durch, damit beide durchfallen.
Das ergibt in sofern einen Sinn, dass man erst nach der Klausur das Vordiplom machen kann, es allerdings innerhalb von 6 Wochen nach der Klausur machen MUSS. Will man also gemeinsam fürs Vordiplom lernen, muss man die Klausur gemeinsam bestehen.

Also saßen wir in der Klausur und wir beide haben mit den Daumen gewackelt - eher durchwachsen. Man weiß es nicht genau, aber man probierts. Ich hab meine Punkte durchgezählt und wenn ich alle Punkte krieg, die ich mir so beim Überfliegen gegeben hätte, komm ich exakt auf die Mindestpunktzahl von 57 Punkten. Falls alles, was ich mir gedacht hab, richtig ist. Ich geb also ab.

Nach der Klausur meint sie dann zu mir: "Du hast hoffentlich gesehen, dass ich den Daumen dann nach unten gemacht hab..." Irgendwann gegen Ende der Klausur, während ich meine Punkte gezählt hab, muss es gewesen sein. Ich habs nicht gesehen, verdammt. Warum hat sie nichts gesagt? Einen Stift fallen lassen? Sich geräuspert? Gezischt? Nichts... Warum hat sie nicht wenigstens zugesehen, dass ich es mitbekomme? Ich hätte sofort alles durchgestrichen und leeres Blatt abgegeben. Ich bin wirklich niemand, der jemanden in so einer Situation sitzen lässt. Aber das war einfach nicht fair, ich hätte das so nicht mitbekommen können und wenn ich nicht zu ihr rübergucke, kann sie sich ja wohl denken, dass ich es nicht gesehen hab...

Naja, vielleicht hab ich ja ohnehin nicht bestanden. Aber letztenendes ist beides scheiße. Habe ich bestanden, muss ich 100€ bezahlen (die ich eigentlich nicht hab), weil ich mich nicht an den Pakt gehalten hab -.-... Habe ich nicht bestanden ist auch nicht viel besser, weil ich dann mit dem Vordiplom in Verzug komme. Argh, so ein Mist... Ich will das Ergebnis gar nit haben ...

Naja, ich kann immer noch auf ein Wunder hoffen und drum beten, dass obwohl sie bei ihrem Überfliegen nur 40 Punkte gezählt hat, wir beide trotzdem irgendwie bestanden haben... Keine Ahnung... das fänd ich halt schön ^^...

Nichtsdestotrotz ist sie jetzt wütend auf mich und ich kann es verstehen. Ich wäre es auch gewesen... Allerdings wäre ich so fair gewesen und hätte wenigstens alles menschenmögliche probiert, damit sie mitkriegt, dass ich es nicht pack -.-...

Ach so ein Scheiß... Das macht mich alles voll traurig... Ich werd langsam mal schlafen gehen.

Eisige Grüße!

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