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Finale in Quito

Geschrieben von Phil am 9.02.2010 um 21:00 . 0 Kommentare. Link.

Es ist herrlich zu laufen und sich treiben zu lassen!

Nach dem Ausschlafen haben wir die halbe Stadt zu Fuss durchquert. Der 1. Tag endete mit einem gemuetlichen Leseabend.

Heute waren wir am Aequator-Denkmal, dem "Mittelpunkt der Erde" wie Quito uebersetzt heisst. In einem interessanten Museum (Museo Inti Ñan) konnten wir einige Experimente durchfuehren, z.B. kann man auf der Aequatorlinie ein rohes Ei auf einem Nagelkopf abstellen, ohne dass es herunterfaellt. Natuerlich gehoert dazu etwas Geschicklichkeit, aber es ist moeglich.

Wenn man in einem vollen Waschbecken den Stoepsel zieht, laeuft das Wasser auf der Nordhalbkugel gegen, auf der Suedhalbkugel mit dem Uhrzeigersinn ab. Genau auf der Linie flutscht das Wasser ganz ohne Drehung einfach heraus. (eifrige "Simpsons"-Gucker wissen das natuerlich!)

Danach waren wir noch kurz am Pululahua-Krater, der einen Durchmesser von ca. 4-5 KM hat und ueber 1.000 m tief ist. Leider ist es nachmittags in der Regel so nebelig, dass man kaum die Hand vor Augen sieht und das Innere vom Krater schon gar nicht. Und so war es dann auch.

Jetzt lassen wir den Abend in Ruhe ausklingen, denn morgen frueh fliegen wir zurueck. Quito-Miami-Frankfurt-Berlin in 24 Stunden. Leider war es das mit diesem Urlaub. Wir freuen uns schon auf die vielen Fotos und natuerlich auf unsere fleissigen Blog-Leser !

Bis bald

 

Busfahren ohne Ende

Geschrieben von Phil am 8.02.2010 um 22:33 . 0 Kommentare. Link.

Am 6.2. bestiegen wir abends um 23.30 mit 2,5 Std. Verspaetung den Bus in Trujillo. Morgens um 4.30 erreichten wir total uebermuedet Piura, 2-3 Std. vor der Grenze zu Ecuador. Sofort wurden wir von einem engagierten Mototaxi-Fahrer eingesammelt, der uns zum richtigen Abfahrtspunkt fuer unsere Weiterfahrt nach Loja/Ecuador brachte. Ein zerknitterter Herr (der Nachtwaechter, Ticketverkaeufer und Reinigungskraft in einem darstellte) oeffnete uns verschlafen die Tuer und teilte uns freundlich mit, dass der erste Bus ueber die Grenze in 5 Std. fahren wuerde. Es blieb uns nichts anderes uebrig, als  es uns auf den klebrigen Plastiksitzen "gemuetlich" zu machen. Als es draussen hell wurde begann auch schon das rege Treiben vor dem Eingang, der sich ueber Nacht in einen Blumenmarkt verwandelt hatte. Zur Auswahl standen die schoensten Rosen und etliche andere Schnittblumen aus der Region.  Da hatten wir Glueck, es haette auch ein von Fliegen bedeckter Viehmarkt sein koennen....

Irgendwann ging es auch tatsaechlich weiter. Der erste Ballerfilm war noch nicht vorueber, da krachte es auch schon. Der Aussenspiegel war abgefahren, die linke Seite unseres Busses war voellig zerkratzt, der linke Hinterreifen stark laediert und der mitbeteiligte LKW stand quer hinter uns auf der verregneten Strasse. Glueck gehabt, wir konnten weiterfahren.

Die restlichen 10 Stunden bis Loja und auch der Grenzuebertritt  verliefen reibungslos.

In Loja goennten wir uns dann eine Nacht im Bahnhofshotel, um am naechsten Morgen um 8 wieder im Bus nach Quito zu sitzen. Die Fahrt war eigentlich fuer 13 Std. angesetzt laut Kartenverkaeuferin, es wurden jedoch 16. Da neigt man dazu, mit dem Sitz zu verschmelzen und man traeumt von einem 8-stuendigen Spaziergang.

In Quito angekommen konnten wir gerade noch das letzte Zimmer ergattern, denn es ist Messe in der Stadt.

Trujillo

Geschrieben von Phil am 5.02.2010 um 19:53 . 0 Kommentare. Link.

Die Fahrt von Lima nach Trujillo entpuppte sich erst nach angekuendigten 8 Stunden als eine 10-Std.-Fahrt. So einen ganzen Tag im Bus sitzen schlaucht ganz schoen. Wenn dann noch 2x der selbe Film gezeigt wird und dieser auch noch grottenschlecht ist, ist der Spass zwischenzeitlich auf dem Nullpunkt. Hier zeigt man auf jeder Busfahrt gerne brutale Gefaengnis-Filme oder asiatische Schlachteplatten. Und das bei den vielen kleinen Kindern, die meistens mit an Bord sind.

Trujillo wurde 1534 von Francisco Pizarro, dem Eroberer Perus, gegruendet. Zahlreiche Kolonialbauten zieren den Hauptplatz, der wie in jedem anderen peruanischen Ort Plaza de Armas heisst.

Interessanter ist aber v.a. die Umgebung. Chan Chan ist die groesste praekolumbische Stadtanlage Amerikas und zugleich mit 28 qkm die groesste aus Lehmziegeln bestehende Stadt der Welt. Der Weg dahin war etwas unschoen, da der bekloppte Busfahrer uns an einer voellig falschen Stelle raus gelassen hat und wir dann doch ein Taxi nehmen mussten. Wenn der uns noch mal ueber den Weg laeuft......

Dann gibt es noch die Sonnen- und die Mond-Pyramide. Beides Bauwerke der Moche-Kultur. Erste wurde aus 140 Millionen Lehmziegeln erbaut. Die Mond-Pyramide galt als zeremonielles Zentrum, in dem auch Menschenopfer ( vermutlich alles Busfahrer) erbracht wurden. Es wurden etliche Graeber und Knochen gefunden. Besonders aber sind die gut erhaltenen Wandmalereien, die bestimmte Goetter und Riten der damaligen Zeit darstellen. Rundum ein prima Ausflug!

Heute Abend um 21.30 steigen wir mal wieder in den Bus und wenn wir morgen frueh wach werden, sind wir hoffentlich in Piura.

Traeumen werden wir wohl von den wunderbar haesslichen, nackten peruanischen Hunden, die durch ihre ueberdurchschnittlich hohe Koerpertemperatur, angeblich Arthritis lindern koennen. Vielleicht demnaechst in der Physiotherapie-Praxis !?

Lima

Geschrieben von Phil am 3.02.2010 um 20:00 . 0 Kommentare. Link.

Die 8,2 Millionen-Einwohner-Metropole ist stickig, staubig und heiss. Es herrscht ein z.T. beaengstigender Verkehr, vom Spuren-Einhalten keine Spur und man glaubt, dass sich jeder Limeño sofort in eine wilde Bestie verwandelt, sobald er sich hinter das Steuer setzt. Wenn gebremst wird, dann voll, ansonsten nur Gas und Hupe. Die Taxifahrer kennen sich in Ihrer Stadt nicht wirklich aus, sie fragen uns oder an jeder Ecke einen Passanten nach dem Weg und setzen einen dann irgendwo ab.

Dafuer haben wir mit der Unterkunft riesiges Glueck! Eine alte Kolonialvilla mit etlichen Skulpturen und goldgerahmten Bildern, so dass man denken koennte, man befindet sich in einem Museum. Sogar alte Skelette liegen am Eingang in einer Glasvitrine. Wenn Ihr mal schauen wollt.........

http://www.hotelespanaperu.com/ingles/galerimages.html

Gleich um die Ecke liegt der Regierungspalast, dort konnten wir gestern mittag die zeremonielle Wachabloesung beobachten. Die Blaskapelle spielte unter anderem Stuecke aus Aida und Camina Burana. Die peruanische Hymne wurde sicher auch gespielt, wir haben sie aber leider nicht erkannt.

Das im Reisefuehrer so hoch gepriesene Museo de la nacion hatte leider nicht viel zu bieten, so waren wir noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Meer in Miraflores, dem Schickimicki-Bezirk von Lima, wo uns aber auch nicht so viel hielt.

Heute haben wir einen Ausflug in die Umgebung nach Pachacamac gemacht und mal wieder ein paar alte Steine begutachtet, die einst Palaeste und Tempelpyramiden waren und schon ca. 1000 Jahre vor der Inca-Herrschaft als zeremonielles Zentrum an der Kueste Perus galt. Es war ein umfangreiches Gelaende, leider durfte man die einzelnen Ruinen nicht betreten. Viel wird noch restauriert.

Morgen verbringen wir den Tag mal wieder mit unserer Lieblingsbeschaeftigung, Busfahren! Vermutlich wieder durch eine bizarre Wuestenlandschaft. Ziel ist Trujillo.

 

Nazca

Geschrieben von Phil am 1.02.2010 um 13:58 . 0 Kommentare. Link.

Von Arequipa nach Nazca faehrt man, wenn man die hoeheren Ebenen hinter sich gelassen hat, nur durch die Wueste. Ueber lange Strecken schlaengelt sich die Panamericana direkt am Pazifik entlang, wo man schwitzend aus dem Bus ohne Klimaanlage heraus, neidisch die badenden Menschen beobachten kann. Aber ansonsten nur Wueste, Duenen, Klippen, ein paar aermliche Ortschaften und hier und da ein verunglueckter LKW.

Als wir fast puenktlich nach 9 Std. die Stadtgrenze von Nazca erreichten, hielt der Bus, dessen Endziel Lima war, ploetzlich auf einem Privatgelaende mit Gaststaette. Hinter uns wurde sofort die Hoftuer verriegelt, so dass auch ja kein Passagier woanders sein Mittagessen einnehmen konnte. Das sorgte unter den Mitreisenden natuerlich fuer ordentlich Tumult. Und wir mussten tatsaechlich 45 Minuten warten, bis der nun gesaettigte Busfahrer endlich die Guete besass, unsere Rucksaecke heraus zu ruecken. Wir waren echt bedient darueber, wie einem die kostbare Zeit gestohlen werden kann.

Heute haben wir den obligatorischen Flug ueber die Nazca-Linien unternommen. In einer kleinen 6-Personen-Maschine. Fuer uns beide ein neues Gefuehl, wobei der Flug eindeutig aufregender war, als die Linien an sich. Unsere Theorie ist ja, dass die Bewohner von Nazca diese Linien  erst kuerzlich erschaffen haben, um wenigstens einen Anziehungspunkt fuer Touris zu schaffen, der dem Ort etwas Geld einbringt. Trotzdem gut gemacht!!! Als Pilot hat man hier bestimmt ein gutes Einkommen. Es sei ihnen gegoennt!

Jetzt gehen wir zum Busbahnhof, um zu schauen, wie wir heute noch nach Lima kommen.

 

 

La Cruz del Condor

Geschrieben von Phil am 30.01.2010 um 20:05 . 0 Kommentare. Link.

 

Korrektur: der Ort Chivay (und damit auch der Pub) liegt auf 3800 m !!!! das erklaert dann auch die duenne Luft und den unruhigen Schlaf!

Heute hiess es mal wieder um 5.30 Uhr Aufstehen. Das viel ziemlich schwer, obwohl wir um 22 Uhr, nach einem Besuch im Pub, der sich wegen einer katastrophalen Partie Billard unerwartet in die Laenge gezogen hatte ( es lag eindeutig am Material!!!) , schon im Bett lagen. Aber eine Tasse Coca-Tee, der bekanntlich gegen die Hoehenkrankheit  hilft, konnte uns dann doch einigermassen wiederbeleben.  Ziel war, wie gestern schon angekuendigt, der Colca-Canyon mit dem Cruz del Condor als Aussichtspunkt zur Beobachtung besagter selten gewordener Voegel.

Nach einer Busfahrt mit einigen Stops waren wir um 8.30 endlich da und warteten mit vielen anderen Schaulustigen an einem sensationellen Teil der Schlucht ( die sich auf ca. 100 km erstreckt). Eine knappe Stunde starrten wir in den leeren blauen Himmel und wollten gerade wieder gehen, da tauchten sie auf, einer nach dem anderen. Insgesamt waren es 8 alte sowie junge Exemplare, die ueber und unter uns durch die Luefte schwebten und nach Aas Ausschau hielten. Bei einer Spannweite von bis zu 3 m ist das ein beeindruckendes Erlebnis. Interessant ist auch, dass ein Andenkondor ein Alter von 70 Jahren erreichen kann. Wir waren schwer begeistert und haben zig v.a. unscharfe Fotos geschossen. Egal.

Morgen wird uns der Wecker schon um 4.30 aus dem Bett werfen, denn es geht weiter nach Nazca.

http://de.wikipedia.org/wiki/Nazca-Linien

9 Std. Busfahrt stehen uns bevor.

Eine Nacht in Chivay

Geschrieben von Phil am 29.01.2010 um 21:04 . 0 Kommentare. Link.

Gestern sind wir mal wieder, nach 10 Std. Busfahrt, in Arequipa gelandet, wo wir  im selben Hotel, in dem wir schon vergangene Woche naechtigten, gerade noch das letzte Zimmer ergattern konnten. Die Leute waren anfangs etwas verwundert, uns schon wieder zu sehen, aber die Nachrichten der letzten Tage waren auch  ihnen nicht entgangen. Sie troesteten uns damit, dass wir ja naechstes Jahr wiederkommen koennten. Nett gemeint!

Da wir Arequipa ja von vorne bis hinten kennen sind wir heute frueh gleich weiter in Richtung Canyon de Colca. Diesen tiefsten Canyon der Welt werden wir allerdings erst morgen sehen. Vorerst haben wir in Chivay in heissen Quellen gebadet, in schwefelhaltigem, 38 Grad warmen Wasser, was bekanntlich gut fuer Muskeln und Knochen aber auch alle anderen Zipperlein ist. Zumindest fuehlen wir uns recht entspannt nach dem knapp 1-stuendigen Bad. Nebenan waren sogar noch ein paar olle Inkamauern zu sehen.

Wir sind sehr gespannt auf morgen, denn am Canyon besteht die Moeglichkeit, Andenkondore zu sehen! Das waere natuerlch grossartig, solch einen majestaetischen Vogel mal in der Luft zu erleben. Bei uns im Zoo hocken sie ja nur rum. Vielleicht haben wir Glueck.

Diese Nacht verbringen wir erst mal in Chivay. Evtl. besuchen wir noch auf ein Getraenk den am hoechsten gelegenen Irish-Pub des Planeten (ca. 2300 m).

 

 

Cusco bei Nacht

Geschrieben von Phil am 27.01.2010 um 20:38 . 0 Kommentare. Link.

Nachdem wir die schrecklichen Nachrichten und Bilder von Cuscos Umgebung gesehen haben und staendig die Helikopter ueber uns fliegen, haben wir beschlossen uns nicht mehr zu aergern. Im Gegenteil, wahrscheinlich war es ein grossartiger Zufall,dass wir nicht nach Machu Picchu gefahren sind.

Wir haben wieder beschlossen, das Leben in vollen Zuegen zu geniessen:

Erst das Geld von der Reiseagentur fuer die Machu Picchu-Tour zurueck geholt, dann im besten Hotel (Monasterio) in Cusco ein Eis gegessen und abends waren wir so richtig Tanzen. Liveband und gute Musik bis in die Morgenstunden. Hier wird ordentlich gefeiert und Pisco war natuerlich das Getraenk des Abends. 

Morgen Frueh um sieben geht es zurueck nach Arequipa, da wir aufgrund der Wetterlage nicht direkt nach Lima fahren koennen. 10 Stunden im Bus werden bestimmt lang... 

Weiterhin naechtlicher Dauerregen

Geschrieben von Phil am 26.01.2010 um 20:02 . 2 Kommentare. Link.

Am Tage scheint hier herrlich die Sonne, so dass man mit T-Shirt und Sandalen laufen kann, abends braucht man neben einem Regenschirm, einen Regenponcho und natuerlich die ortstypische Wollmuetze mit Bommel und Ohrenklappen.

Cusco ist eine lebendige Stadt mit einem quirligem zentralen Platz, vielen kleinen und engen Gassen und vielen architektonischen Ueberbleibseln der Inkadynastie.

Man kann sich hier stundenlang treiben lassen, zig Museen besichtigen und sich dem Puls der Stadt hingeben.

Wenn da nicht wieder puenktlich zum Abendessen der Regen kaeme....

Kein Durchkommen zum Machu Picchu. Wir haben gerade erfahren, dass auch in den naechsten Tagen keine Moeglichkeit besteht weder hin noch zurueck zukommen. Es herrscht Ausnahmezustand in und um Cusco, viele Bruecken sind eingestuerzt und am Fusse des Machu Picchu herrscht Lebensmittel Notsstand, einige Touristen wurden bereits mit Hubschraubern ausgeflogen. Der schlimmste Regen seit 15 Jahren.

Man fragt sich, was besser ist, erst gar nicht hin oder nicht mehr weg zukommen.

So muessen wir uns damit abfinden, dass wir den Machu Picchu nur auf Bildern sehen koennen und werden wohl noch einmal zu einer besseren Reisezeit hierher kommen muessen....Das ist hart, zumal das DER Hauptgrund fuer die Reise nach Peru war....

Ob wir direkt nach Lima kommen, ist auch nicht sicher, da die Verbindungsstrasse von Cusco aus ebenfalls nicht befahrbar ist. Fluege sind allerdings momentan auch nicht moeglich. Also wird es ein weiter Umweg mit dem Bus Richtung Sueden werden.

 

 

Geburtstag in Cusco

Geschrieben von Phil am 24.01.2010 um 21:48 . 1 Kommentare. Link.

Der Morgen begann mit einem froehlichen Geburtstags-Panfloeten-Solo von Phil, die Laune stieg und die Vorfreude auch. 

Um 8.30 h wurden wir von unserem Hotel abgeholt, es regnete wie aus Eimern...Ziel am Abend sollte Aguas Caliente sein am Fusse des Machu Picchu. Im Bus wurde uns erklaert, dass dort kein Hinkommen sei, wegen der starken Regenfaelle der letzten Tage. So machten wir einen Tagesausflug mit 2 Hoehepunkten: Pisac und Ollantaytambo. Beides Inkaheiligtuemer, vor grossartigen Kulissen. In Ollantaytambo sieht man sogar noch Reste einer ganzen Stadt und es kam auch die Sonne hervor, zumindest fuer die Zeit der Besichtigung. Der Abend in Cusco war mehr als verregnet, so dass wir gerade noch etwas zu Essen bekamen und nass bis auf die Unterhose in unser voellig eingeregnetes Hotel kamen.Der ganze Innenhof stand unter Wasser und die Moebel wurden mit Plastikfolien abgedeckt ( trotz Glasdach). Es blieb abzuwarten, ob sich die Wetterverhaeltnisse fuer einen zweiten Anlauf  zum Machu Picchu verbessern wuerden. 

Vielen Dank fuer Eure Glueckwuensche!!!! 

Mit dem Inka-Express nach Cusco

Geschrieben von Phil am 23.01.2010 um 23:33 . 4 Kommentare. Link.

Der Inka-Express ist nichts weiter als ein herkoemmlicher Reisebus, mit dem Unterschied, dass er zwischen Puno und Cusco 5 Zwischenstops einlegt, bei denen es noch einiges an archaeologischen Staetten, Kirchen und herrlichen Aussichtspunkten zu sehen gibt. Natuerlich durften die "orginalen" Inkas mit Panfloete und Klampfe beim Lunch nicht fehlen. Zum X-ten Mal "the Sound of silence" in der Anden-Version. Grausam!

Jetzt sind wir im verregneten Cusco und hoffen auf gutes Wetter.

Puno am Titicaca-See

Geschrieben von Phil am 22.01.2010 um 21:10 . 0 Kommentare. Link.

Nach einer sehr bequemen Nachtfahrt waren wir um 5 Uhr in Puno und wurden sofort in ein fuer unsere Verhaeltnisse sehr nobeles Hotel gebracht. Das Bett war so gross, dass man die/den Mitreisende/n nach dem Erwachen regelrecht suchen musste, um Ihm/Ihr dann einen Guten Morgen zurufen zu koennen. Leider fiel uns das Schlafen auf knapp 4000m Hoehe ziemlich schwer. Man hat staendig einen Druck auf dem Brustkorb, der einem das tiefe Durchatmen erschwert.

Nach 3 Stunden Schlaf ging es auch schon wieder los. Die "Schwimmenden Inseln" der Uros wollten bei strahlendem Sonnenschein besucht und bestaunt werden. Die Uros sind ein Voelkchen, welches staendig, auch im Winter bei bis zu -6 Grad, auf aus Schilfrohr gefertigten Inseln wohnt. Das Schilfrohr dient nicht nur zum Bau von Inseln, Huetten und Booten, sondern ist auch zum Verzehr geeignet, wie wir auch selbst feststellen konnten. Ein einzigartiges Erlebnis. Gerne wuerden wir mit so einem 30-Mann-Boot aus Schilf mal auf dem Wannsee schippern.

2. Ziel an diesem Tag war Sillustani, eine knappe Stunde mit dem Bus von Puno entfernt. Dort gibt es Ruinen von Grabtuermen der Colla, einem Volk, was einst vor den Inkas das Gebiet besiedelte. Aber auch Inka-Grabtuerme waren zu sehen. Diese Tuerme  werden als Chullpas bezeichnet. Wir hatten eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge und Alpakaheerden, die um uns herum grasten.

 

Es geht voran!!!

Geschrieben von Phil am 21.01.2010 um 17:19 . 1 Kommentare. Link.

Eins wollen wir erst mal festhalten, Meerschweinchen ist wirklich nicht besonders appetitlich und der Geschmack haut einen nicht vom Hocker. Das arme Ding sah aus, als ob ein Auto druebergefahren waere, wobei nur der Kopf verschont blieb. Der grinste uns naemlich die ganze Zeit mit kleinen Augen und spitzen Zaehnen an, was einen irgendwie an eine Ratte aus der Muppet-Show erinnerte. Da lobt man sich doch ein leckeres Kaesebrot!

Nachdem wir nun alle Sehenswuerdigkeiten in und um Arequipa gesehen haben blieb uns noch eine Fabrik, in der Alpaka-Garne hergestellt werden(v.a. zur masslosen Freude von Nicole!). Die Frage stellt sich nun, wie wir es schaffen, die Mindestabnahmemenge von 50 Kg feinsten Garnes ueber die Grenze und unerkannt durch den Zoll zu befoerdern.........

Heute geht es endlich froehlich weiter nach Puno. Wir haben ausnahmsweise ein kleines Touri-Paket gebucht, inkl. Unterkunft und Weiterfahrt nach Cusco (uebermorgen). Die oeffentlichen Busse streiken nach wie vor. Auch heute mussten wir wieder extra frueh aufstehen, um die Lage zu klaeren. Das hat jetzt ein Ende!

 

Peru streikt...

Geschrieben von Phil am 20.01.2010 um 21:25 . 0 Kommentare. Link.

Wir sind noch in Arequipa, denn leider ist hier kein Fortkommen moeglich. Alle Busse streiken und so faehrt man morgen gegen 6 Uhr zum Busterminal und kommt mit einem langen Gesicht wieder raus. Wir hoffen, dass es morgen endlich weiter geht.

Arequipa haben wir wohl jetzt von allen Seiten betrachtet. Ein wunderschoenes Kloster gibt es hier und viele Museen und natuerlich Souvenierlaeden... Leider war bisher noch nicht so viel dabei.

Heute sind wir zu einer alten Muehle gefahren, die 8 KM ausserhalb von Arequipa liegt. Ein herrliches Plaetzchen mit direkter Sicht zum EL Misti, einem aktiven Vulkan. Auf dem Rueckweg haben wir uns in einen tollen Sightseeing -Touri-Bus geschlichen und konnten den Sonnenuntergang mit all seinen Facetten vom Oberdeck geniessen.Jetzt gibt es vielleicht gleich das erste CUI( Meerschweinchen) zum Abendbrot, eine kleine Staerkung fuer den morgigen Tag. Arequipa bei Nacht lohnt sich auch, hier ist Trubel bis Mitternacht.

Warten.......

Geschrieben von Phil am 18.01.2010 um 03:00 . 1 Kommentare. Link.

Na, da haben wir uns ja ein dickes Ei gelegt!

Haben den gestrigen Abend ganz gemuetlich verbracht, sind noch ein bisschen durch die Gegend spaziert und haben dann in unserem Zimmer erstmals nach langer Zeit schoen TV geguckt ( Amerika sucht den Superstar und all so einen Quatsch) und sind dann ziemlich spaet eingeschlafen.

Morgens dann die grosse Ernuechterung: Der Flug nach Arequipa war gestern. So eine ........

Also Hals ueber Kopf mit dem Mototaxi zum Flughafen (ca.11 Uhr). Leider macht der Flughafen im schoenen Tumbes erst zwischen 16 und 18 Uhr auf (genauere Angaben konnte uns niemand machen), so dass wir gleich wieder Kehrt machten, um ein Buero der Fluggesellschaft aufzusuchen, welches natuerlich auch geschlossen hatte. Es ist schliesslich Sonntag! So konnten wir nur abwarten, unsere Rucksaecke in einem Hotel unterstellen und fruehstuecken gehen. Natuerlich mit der Ungewissheit, ob wir unseren Flug von gestern noch auf heute verschieben koennen.

Warten,Warten,Warten in bruetender Hitze auf einer Bank irgendwo in Nordperu.

Um 16 Uhr wagten wir den 2. Versuch in Sachen Flughafen und hatten auch Erfolg. D.h. wir konnten uns schon mal vor den Eingang setzen. Drinnen wurde noch geputzt und der Flugschalter macht hier auch erst um halb 8 auf. Es gibt taeglich  nur einen Flug und der ist um 21-30 und geht nach Lima. Also haben wir hartnaeckig weiter gewartet und standen, als es endlich soweit war, ganz vorne in der Schlange. Mit Erfolg ! Ohne Aufpreis wurde das Ticket umgeschrieben und jetzt sind wir bereits in Lima. Und warten...... Aber nur noch 1.5 Stunden, dann gehts endlich nach Arequipa. Einen Tag zu spaet, aber immerhin.

Guten Morgen Berlin ! Bei Euch ist es jetzt 9.

 

Auf nach Peru

Geschrieben von Phil am 16.01.2010 um 23:17 . 0 Kommentare. Link.

Der Muskelkater von unserem wilden Ritt ist fast unertraeglich.

5 Stunden Busfahrt von Loja bis nach Houaquillas an der peruanischen Grenze. Wir sind froh, im Hellen angekommen zu sein, denn hier haengen schon ein paar krumme Gestalten rum.

Von nun an muessen wir von Dollar zu Sol umrechnen!

Haben ein 3-Bett-Zimmer mit Bad ,aber ohne Klobrille, in Tumbes bezogen. Vor der Tuer liegt ein halbnackter schlafender Mann. Hoffentlich liegt der nicht in unserem 3. Bett wenn wir von unserer abendlichen Kiezpatroullie zurueckkehren.

Morgen Nacht fliegen wir ueber Lima (4-5 Std. Aufenthalt) nach Arequipa.

Wir naehern uns Machu Picchu !

 

Alles Glueck dieser Erde....

Geschrieben von Phil am 15.01.2010 um 22:56 . 0 Kommentare. Link.

.... liegt auf dem Ruecken der Pferde!

Wir waren heute in Vilcabamba, dem Mekka des Altwerdens. Der aelteste Bewohner ist 123 Jahre alt geworden und viele andere Dorfbewohner eifern ihm fleissig nach. Das muss wohl an der gute Luft und an der unglaublich schoenen Berglandschaft liegen. 1500 Meter hoch, gesunde Ernaehrung (viel Reis, Gemuese,wenig Fleisch)und viel Arbeit bis ins hohe Alter, scheinen Koerper und Geist in Schwung zu halten.

Nach einem leicht bekoemmlichen Fruehstueck wollten wir uns die Natur etwas naeher ansehen und pronto kam ein zuenftiger Senor um die Ecke, der uns auch gleich auf zwei Pferde setzte und uns auf eine 4 Stunden-Tour mit seinem Sohn als Fuehrer schickte. Das Ziel war ein Wasserfall des Rio Vilcabamba auf 2000 m Hoehe.

Welch ein Spass ! Als die Viehcher auf dem Rueckweg dann vom Trab in den Galopp wechselten, konnten wir uns vor Lachen kaum im Sattel halten. Mit stolzen Caballeros hatte das wenig zu tun, trotzdem hielten wir uns erstaunlich gut !

Ausruhen konnten wir uns auf der 1-stuendigen Fahrt nach Loja, zu unserem Nachtquartier.

Loja hat wenig zu bieten, ausser eines schoenen Stadttores mit Blaskapelle.

Es gruessen Donna Caballo y El Rey del Rodeo

2. Tag in Cuenca

Geschrieben von Phil am 13.01.2010 um 20:16 . 2 Kommentare. Link.

Die Redaktion entschuldigt sich fuer einen kleinen Faux pas , der stadtbekannte Hutmacher heisst natuerlich Alberto und nicht Alfredo! Aber der Nachname stimmt !

Diese Nacht wurde zwar nicht von Autolaerm gestoert, das Bett war aber leider nur geringfuegig bequemer als das vorherige. Immerhin haben wir bis halb 9 geschlafen.

Heute haben wir gleich 3 Museen besucht. Wir begannen zunaechst im Museo Pumapungo del Banco Central mit zeitgenoessischer Kunst und einer Ethnographischen Ausstellung, sowie Ueberbleibseln des Pumapungo-Palastes, einem alten Inka-Heiligtum.

Weiter ging es am Rio Tomebamba entlang, wo wir zufaellig das Medizinhistorische Museum fanden. Hier sind neben alten chirurgischen Instrumenten auch mit die ersten Roentgengeraete der Firma Siemens, EKG-Geraete und alte OP-Tische ausgestellt. Zum Glueck leben wir in der heutigen Zeit !

Nach einer kurzen Pause beendeten wir unsere Museumstour im Museo de Arte Moderno. Schoene Innenhoefe in einem ehem. Kloster und Exponate ortsansaessiger Kuenstler.

Insgesamt ein gelungener und unerwartet sonniger Tag !

 

 

Cuenca

Geschrieben von Phil am 12.01.2010 um 23:38 . 0 Kommentare. Link.

Frueh um 7 aufgestanden nach einer schrecklichen Nacht in einem schrecklich durchgelegenen Bett mit Autolaerm und staendigem Gepiepe und Getute vor dem Fenster. Also zuerst das Zimmer gewechselt. Ohne Aussenfenster.

Besuch einer grossen Markthalle, 2 Ecken weiter. Zum Fruehstueck konnte man waehlen zwischen ganzen Schweinsfuessen mit oder ohne Suppe, Innereien, gekochter Schweinehaut und aehnlichen Leckereien, auf die sich ein nuechterner Magen morgens freut.

Fuer uns gab es Tee bzw. Kaffee und ein paar Bananen. Bio versteht sich!

Dann hatten wir die grosse Ehre, den landesbesten und weltbekannten Panama-Hutmacher Ecuadors in seiner Werkstatt anzutreffen. Senor Alfredo PULLA. Witze haben wir uns vor ihm natuerlich verkniffen! Selbst Erich Honnecker und Lady Di gaben sich bei ihm schon die Klinke in die Hand, laut Spiegel-Artikel von 1998. Ein sehr liebenswuerdiger alter Herr, der sein Handwerk mit 6 Jahren schon von seinem Vater gelernt hat. Gerne haetten wir fuer satte 200 Dollar einen Sombrero Super Fino erstanden, aber sie haben uns alle nicht gestanden.

Nachmittags haben wir unsere erste Inkaruine gesehen. Ingapirca, 2 Std. von Cuenca entfernt. Es hat sich gelohnt, da wir zum ersten Mal Alpakas sahen.

Jetzt testen wir das neue Bett. Hoffentlich keine Haengematte !

 

 

Auf zum Festland

Geschrieben von Phil am 11.01.2010 um 22:27 . 0 Kommentare. Link.

Wir verlassen nun Die Inseln der dicken Schildkroeten und der z.T. auch sehr dicken menschlichen Bewohner.  Frauen kleiden sich gerne wie Presswuerste. Geschmacklos! Aber wir waren ja ausschliesslich der Tiere wegen da....

Der Flug hatte ca. 1Std. Verspaetung und so kamen wir auch erst spaet abends in Cuenca nach einer langen Busfahrt an. Zwischendurch waren Starke Maenner gefragt, um Felsbrocken von der Fahrbahn zu bewegen. Durch den heftigen Regen, der hier z.Z. faellt, hatte sich doch einiges Gestein geloest.

So verging ein kompletter Reisetag mit Bus, Faehre und Flugzeug und wir waren froh, ein Zimmer mitten in der Stadt gefunden zu haben.

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