Savannah mit dem WSF

13:13, 27.08.2008. Von Pinguin

(zweiter Versuch, der erste ist gerade im Daten-Nirvana verschwunden *hmpf*)

Nachdem's hier schon ne Weile nix Neues mehr zu Lesen gab, will ich doch zumindest über den Ausflug nach Savannah mit dem World Student Fund (WSF) berichten. Freitag machten wir, das waren Martin, Frederik, Christian und ich, auf den Weg nach Savannah. Christian ist übrigens einer meiner Mitbewohner, ein Münchner. Nach irgendwas zwischen 4 und 5 Stunden Fahrt - hab ich erwähnt, dass Geschwindigkeitslimits nerven? - kamen wir dann schließlich in Savannah an und machten uns auf die Suche nach dem Hotel. Schließlich hatten wir die Straße und die Hausnummer, so schwer sollte das ja normal nicht sein. Schön wär's, das Konzept seine Hausnummer deutlich lesbar an der Straße anzubringen war dort wohl nicht bekannt, zumindest haben wir sie nicht gefunden. Auch die Suche nach einem "Bay's Inn" oder "Day's Inn", das uns auf telefonische Nachfrage hin genannt wurde, verlief erfolglos. Erst als wir Einheimische fragten, fanden wir die Lösung: das Hotel hieß "Inn at Ellis Square - A Days Hotel".


Vom Hotel war ich dann echt positiv überrascht, wirklich ein schönes Hotel. Und für uns sogar ziemlich preisgünstig, nachdem das Wochenende - abgesehen von einem kleinen Beitrag - vom WSF gesponsort wurde. Freitag abend gingen wir dann ans Flußufer und haben dort die Zeit verbracht, uns untereinander kennengelernt usw. Leider (rein sprachtechnisch) waren die meisten Deutsche, so dass es gut war, wenn doch mal jemand dabeistand, der kein Deutsch konnte, und man daher Englisch reden musste. In der Stadt erlebten wir dann das nächste Kapitel, das man unter "typisch Amerika" abhaken kann: generell ist der Alkoholkonsum auf der Straße verboten, also Bierflasche mit rausnehmen geht mal garnicht. Aber in Savannah war's dann wiederum in Ordnung, solange man das Getränk in einem durchsichtigen Becher hatte ... Die Logik muss keiner verstehen, aber egal, uns war's eh lieber bei dem Wetter draußen zu sitzen. Ebenso ungewohnt war, dass in der Bar direkt neben dem Eingang zwei Polizisten standen und auch ziemlich lange dortgeblieben sind - vermutlich wollten sie wohl kontrollieren, ob die IDs richtig überprüft werden. Aber sie saßen nur da, haben selbst nix gemacht *g*. Savannah ist übrigens echt ne schöne Stadt, vor allem bei Nacht.



Danach gings noch in den Stadtkern, zuerst in die Rooftop-Tavern. Von dort hatte man auch eine schöne Aussicht über die Stadtmitte und die Straßen in der Nähe.


Irgendwann später gings dann wieder in Richtung Hotel. Dort erwies es sich als ziemlich unpraktisch, dass wir uns davor nicht um nen Zimmerschlüssel gekümmert haben, schließlich waren wir ja die ganze Zeit als Gruppe unterwegs - bis wir dann eben zurück ins Hotel sind und die anderen nicht mitgekommen sind. Das haben wir dann festgestellt, als wir vor der verschlossenen Zimmertüre standen, wir haben übrigens zu sechst in Suiten gepennt, war aber echt okay vom Platz her, und eben nicht reingekommen sind. Frederik hat sich dann entschieden schonmal auf dem Gang einzupennen. Ich bin in die Lobby runter und wollte auf unseren Schlüssel warten, doch der kam nicht. Nach einigen Gesprächen mit dem Nachtwächter (ich weiß nicht ob ich das richtig verstanden hab, aber ich glaub er fand die Situation ziemlich amüsant, ich verständlicherweise eher weniger ;)) gabs dann schließlich doch noch ne Möglichkeit, dass wir nen zweiten Schlüssel bekamen, woraufhin wir natürlich ins Zimmer sind. Ca. 10 Minuten später kam dann der Rest unserer Zimmerbesatzung heim. Nun ja, Murphy's Law.

Am nächsten Morgen gab's dann erstmal "Continental Breakfast". Erschreckend war, dass es nur Einmalgeschirr gab - hey, so schlecht war das Hotel nicht! Selbst das Hostel in Charleston hatte normales Geschirr (vielleicht auch nur, weil die etwas "ökologisch" ausgerichtet waren). Nett war, dass man sich selbst Waffeln backen konnte. Allerdings überwog beim Frühstück das Angebot an süßen Sachen, Käse oder Wurst suchte man vergebens.

Danach gings an den Strand. Unterwegs legten wir noch einen Zwischenstopp in Fort Pulaski ein. Wie der Name vermuten lässt, handelte es sich dabei um ein altes Fort aus Zeiten des Civil War, das inzwischen wieder ziemlich gut erhalten und instandgesetzt ist.



Erstaunt hat mich ja, dass keinerlei Geländer oder ähnliches angebracht waren, man konnte auf dem oberen Level ohne weiteres herumlaufen. Daneben gings gut 3-4 Meter in die Tiefe ... und das in einem Land in dem die Schadensersatzsummen sonst immer so hoch sind? Nun gut ... ;) Immerhin haben sie uns auch noch eine Art "Show" geboten, Salutschüsse mit alten Musketen waren an dem Tag angesagt.

Bevor wir dann wirklich an den Strand gingen, machten wir nochmal einen Zwischenstop in einem netten Restaurant, in dem es "Seafood" gab. Nach Rakis Geburtstag hätte ich ja eigentlich daran gewöhnt sein müssen, aber ich brauchte dann doch wieder etwas Übung um die Shrimps wirklich zu schälen. Eine neue Erfahrung war dagegen "Crab", also Krebse, bei denen man schauen durfte, wie man an das Fleisch in ihren Beinen kam. Danach ging's dann aber echt zum Strand.

So, und nachdem der Text hier schon ziemlich lang wurde und ich jetzt auch zum Lab muss, gibts den Rest vom Wochenende später. Schlaft gut in Good Old Germany :)

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