Die Shell-Oase ...
00:02, 3.10.2008. Von PinguinIn einem nicht ganz unbekannten Land, vor nicht allzulanger Zeit, wollten sich unsere vier Helden auf den Weg machen, um ihre zu Neige gehenden Essensvorräte wieder aufzufrischen. Der große Markt mit seinem ihm weit vorauseilenden Ruf -- es hieß, man könne dort fast alles für den täglichen Bedarf erstehen, und das ganz ohne Feilscherei -- klang verheißungsvoll, und so eilten sie los. Doch was war das? Ihr Lastkamel "Mer-Cur-Y", ihr treuer Begleiter auf so vielen Reisen, hatte seine Vorräte erschöpft und machte mit blinkenden Lichtern auf seinen Durst und seine bald nahende Arbeitsverweigerung auf sich aufmerksam. Also versuchten sie, sein Lieblingsgetränk der Marke Reg-U-Lar aufzutreiben, waren aber seit Tagen damit nur mäßig erfolgreich.
So galt es, einen anderen Weg zu finden. Glücklicherweise konnte man auf die Hilfe einer Angehörigen eines Nachbarvölkchens mit dem großen F vertrauen, die sich sogleich bereit erklärte, die tapferen Helden mithilfe ihres kleinen aber feinen Kamels zum großen Markt zu begleiten. So machten man sich also auf den langen und beschwerlichen Weg ...
Doch was sahen die begeisterten Augen? Ja, tatsächlich, als man an der Shell-Oase vorbeikam, normalerweise ein guter Ort um den Durst seines Lastkamels zu stillen, doch war sie in den vergangenen Tagen meistens ausgetrocknet, aber genau an diesem Ort standen die Kamele Schlange. Kurz zögerten sie und überlegten, und fassten dann doch den gewagten Entschluss, umzukehren. Im Eiltempo ritten sie zu ihrem Ausgangspunkt zurück, gaben ihrem Kamel die Sporen, und suchten auf dem schnellsten Wege zu besagter Oase zu kommen. Dort reihten Sie sich geduldig in die Schlange der wartenden Kamele ein, immer in der bangen Ungewissheit, ob sie denn diesmal ihrem Kamel seinen unersättlichen Durst nach Reg-U-Lar stillen könnten, und falls nicht, ob das Kamel den beschwerlichen Heimweg nochmals schaffen würde ohne zu verdursten.
Und so warteten sie, und warteten, bis, ja bis schließlich nur noch ein Kamel direkt vor ihnen wartete. Doch was sahen ihre entsetzten Augen? Ein Bediensteter an jener Oase ging von Trog zu Trog und verhüllte diese. Es waren nur noch seltsame Schriftzeichen zu sehen, "Out-of-Order". Blankes Entsetzen machte sich unter ihnen breit. Sie beratschlagten, und verloren schon die Hoffnung. Auch die anderen durstigen Kamele ritten langsam von dannen, andere blieben erst noch. So blieben auch wir, da unser Kameltreiber darauf wartete, dass die vor ihm wartenden Kamele sich auch von dannen machten. Schließlich wagten wir es, nochmals nachzufragen, wann mit der nächsten Lieferung Reg-U-Lar zu rechnen sei. Die Antwort erstaunte, man rechne damit, das es binnen kurzer Zeit, kürzer als der sechsundneuzigste Teil eines Tages, mit einer weiteren Herausgabe zu rechnen sei.
Und so warteten unsere Helden und warteten ... schließlich ging es weiter, noch einen kurzen Moment des wartens, bis der vor ihnen fahrende Fahrer seines überdimensionierten Kamels sich auch dazu entschloss, es zu tränken. Als er dann schließlich von dannen ritt, und unsere Helden vor aller Ungewissheit schon nahezu mit den Nerven am Ende waren, kamen sie dann doch endlich auch an die Tränke. Und tatsächlich, sie konnten ihrem Arbeitskamel neues Reg-U-Lar zugute kommen lassen. Das taten sie dann auch, bis ihr treuer Begleiter sich zufrieden zeigte und signalisierte, dass es wieder vollständig aufgefüllt und versorgt sei.
Zum Dank war das Kamel dann natürlich gerne bereit, seine vier wackeren Helden bis zum großen Markt und auch wieder sicher nach Hause zu bringen.