Willkommen und guten Morgen zum zweiten Tag unseres Weihnachtsrundtripps,
wir befinden uns gerade in einem Comfort Inn am Rande von Nashville, und es wird Zeit zum Aufstehen. Ulf als Frühaufsteher ist wohl schon längst beim Frühstück. Wohin führt meinst der erste Weg nach dem Aufstehen? Gewöhnlich ins Bad. Okay, Problem - Bad abgeschlossen, und keiner drin ... *hmpf* Dank der tollen amerikanischen Technik ist es möglich das Bad abzuschließen und dann ins Schloss fallen zu lassen, ohne dass jemand drin ist. An was denkt Pingu natürlich als erstes? Ulf anrufen, anmotzen, danach Rezeption anrufen, dass die die Türe öffnen (vielleicht auch in umgekehrter Reihenfolge). Glücklicherweise stellte sich aber heraus, dass man mit einem ausreichend kleinen Schlüssel die Türe auch von außen öffnen kann:
Photos by Ulf
Der Morgen ist also gerettet. Nach dem Frühstück stellt sich dann heraus, dass Ulf auch schon vor einer verschlossenen Badtüre stand ... mhm, vielleicht wars doch gut, obigen Plan erstmal nicht in die Tat umzusetzen :-).
Da Nashville ja bekanntlich die Stadt der Country-Musik ist, und wir auch noch etwas Zeit hatten bevor wir uns auf den Weg nach Charleston machen mussten, ging's in die Country Hall of Fame.
Auch wenn Ulf und mir die meisten Namen nicht wirklich viel sagten, die Ausstellung war toll gemacht!
Es gab auch etwas altertümliche Tontechnik zu bestaunen - verglichen mit den heutigen Mischpulten sieht das doch etwas spartanisch aus, aber es hat wohl auch damals seinen Job erfüllt :-).
Auch der King hat natürlich seinen Platz in der Country Hall of Fame gefunden:
Mit leichter Verspätung machten wir uns dann auf den Weg, der uns erstmal zum nächstgelegenen Walmart führte, wo wir Öl besorgen wollten. Leider machte uns der "Black Friday", ein Tag nach Weihnachten an dem viele Geschäfte mit Rabatten werben, einen Strich durch die Rechnung - zumindest was unsere Zeitplanung anging. Sprich, wahnsinnig viel los, und natürlich haben wir an der Kasse dann auch noch das Glück, dass eine alte Oma meint sie müsste reklamieren weil sie denkt, die Wäsche, die sie kauft, wäre günstiger ausgeschrieben als jetzt eingetippt war (es ging um ein paar Dollar). Die Kassiererin hat sich gut Zeit gelassen das zu überprüfen, ist letztlich dann auch noch in die Abteilung gelaufen und nach einer Ewigkeit wiedergekommen um festzustellen, dass sie doch den richtigen Preis hatte und die Oma falsch lag. Klasse ... insgesamt haben wir ca. eine halbe Stunde an dieser Kasse verbracht - eine wertvolle halbe Stunde, die uns am Ende fehlen sollte (Mila, ich hab dir ja gesagt, wir konnten nix dafür ;-)). Die Fahrt verlief ansonsten recht entspannt, viel Landschaft wie man das ländliche Amerika halt so aus Filmen kennt:
In Charleston (WV) selbst gabs nicht wirklich viel zu fotographieren - selbst wenn es das gäbe, hätten wir ja keine Zeit gehabt, da Mila am Flughafen wartete. Daher gibts nur ein (leider auch etwas) unscharfes Bild aus dem Auto heraus.
Angekommen am Flughafen bin ich erstmal quer durch den ganzen (!) Flughafen gelaufen, bevor ich Mila gefunden habe (und ja, mir ist völlig bewußt, dass hier vermutlich der Kommentar auftauchen wird "selbst schuld wenn man zuerst im Abflugbereich sucht" - hey, der Flughafen war halt so unübersichtlich und wir haben halt draußen am Abflugbereich angehalten). Nachdem Mila und Gepäck verstaut waren, durften wir auf der Fahrt zu Matt (wo wir einmal übernachteten) bewundern, was die Transport Security Agency (TSA) aus Geschenken macht:
Meine Geschenke haben es übrigens unbeschadet überstanden - vielleicht hat die TSA die einfach nicht gefunden ;-). Den Abend haben wir dann bei Matt und seiner Family verbracht, ein gemütlicher Abend, und mit zwei Tagen Verspätung gabs dann auch für mich durch das eingeflogene Christkind eine Bescherung, stilecht natürlich mit einem echten Weihnachtsbaum im Raum. :-)
Das war's mit dem zweiten Tag. Heute abend sehn wir das Dublin Philharmonic Orchestra, das auf dem Campus ein Konzert gibt. Freu mich schon drauf!