Weihnachtsrundtrip - Tag 5

23:05, 8.02.2009. Von Pinguin

... nach längerer Pause hier nun der fünfte Teil des Weihnachtsrundtrips, womit dann auch schon fast Halbzeit angesagt ist. Gleichzeitig ist das auch unser letzter Tag in Washington. Und dieser begann früh - sehr früh. Leider ist in Washington das Parken auf der Straße nur am Wochenende erlaubt, Montag morgen müssen die Autos weg. So durften wir - Mila hat mich begleitet, denn vier Augen sehen mehr Parkgelegenheiten als zwei - früh morgens gegen in etwa 7:30 Uhr (oder wars doch noch früher?) zum Auto bewegen. Nachdem wir dann das Auto in einer nahegelegenen Tiefgarage abgestellt haben, gings zurück zum Hostel in der Hoffnung auf ein gutes Frühstück. Leider blieb es bei der Hoffnung - wo am Vortag noch ein relativ reichhaltiges Angebot vorhanden war, herrschte heute (also an dem Tag halt) relative Leere. Etwas Milch gab es noch, so bunte Ringe, und das wars. Ach halt, ja, Kaffee gabs ja auch noch, der Milas Meinung nach etwas rötlich aussah - manchmal ist es echt gut eine Farbschwäche zu haben, da macht man sich über sowas keine Gedanken :-).

Nach dem Frühstück gingen wir drei dann zum Spy Museum. Dank Photographieverbot gibts mal wieder nur die Fassade zu sehen.


Im modern aufgemachten Museum durften wir uns zuerst einmal eine Cover-Identität aussuchen, bevor es zum Missions-Briefing ging. Danach gings ins eigentliche Museum, in dem Wanzen, versteckte Waffen, Lockpicking-Tools und vieles andere mehr gezeigt wurden. Auch einige Taktiken wurden vorgestellt, wie man untertaucht, wie man observiert, usw. Auch wurde z.B. dargestellt, wie verschiedene Staaten ihre Botschaften beim Bau gegenseitig verwanzt haben. Ein hochinteressantes Museum in dem auch einige ziemlich überraschende Fakten zu finden waren, und auch Dinge die man vielleicht nicht unbedingt wissen will - so zum Beispiel die vermutete Zahl an internationalen Spionen, die in Washington so unterwegs sind (ich weiß die Zahl nicht mehr, aber das waren einige ...). Wir hatten unseren Spaß, und am Ausgang gabs dann auch noch einen Museums-Shop, in dem einige witzige Souvenirs angeboten wurden. Wie ich leider zu spät erfahren hab, gabs wohl auch ein paar durchsichtige Spielkarten, denen man aber trotzdem nur von einer Seite den jeweiligen Wert angesehen hat ... schade. Als wir den Shop verließen wurde mir die guten Seiten am frühen Aufstehen deutlich - die Schlange vorm Museum war doch auf einmal sehr lang. Wir dagegen konnten morgens ohne Anstehen rein.

Nach dem Spy Museum machten wir uns auf den Weg zum Supreme Court. Auch dort hieß es zuerst wieder einmal Anstehen. Praktischerweise wurden wir von einer Polizistin (es gibt btw. eine eigene Supreme Court Police, genauso wie es eine Capitol Police gibt) darauf hingewiesen, dass wir auch den Nebeneingang nutzen könnten, so dass es sich mit Anstehen dann doch sehr in Grenzen hielt. Im Supreme Court hatten wir die Gelegenheit einen Blick in den Sitzungssaal zu erhaschen.


Ach halt, das war ja ein Modell des ehemaligen Sitzungssaals im Capitol. Um den aktuellen zu sehen mussten wir ja erst noch ins Obergeschoss. Das gestaltete sich dann auch als etwas schwieriger: als ich oben ankam, fragte ein Beamter noch, wer denn seinen großen Rucksack bei einer Tour im Sitzungssaal vergessen hätte. An sich hätte uns auch klar sein müssen, was als nächstes kommt ... wir wurden gebeten, entweder wieder ins Untergeschoss zu gehen oder das Gebäude zu verlassen. Nach einer Weile wurde der ominöse Rucksack wohl entfernt und wir durften wieder nach oben, so dass ich endlich zu meinem Photo kam. Da wir nicht mehr als eine Stunde auf die nächste Führung warten wollten, durften wir allerdings nur bis an die Eingangstüre.


Danach sahen wir noch einen Film über den Supreme Court, bevor wir uns auf den Weg machten um zu etwas Essbarem zu kommen. Übrigens, wir hatten tolles Wetter :-)


Dank Navi fanden wir auch problemlos den nächstgelegenen Subway. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch an dem US Kongress vorbei, wo mir unweit davon dieser Laden auffiel ...


Auf dem Weg zur National Mall begegnete uns dann wieder mal eines der zahlreichen Eichhörnchen.

 
Von unserem ursprüngliches Ziel, dem Besuch des Air and Space Museum, sind wir dann doch ziemlich schnell abgekommen als wir die Schlange davor gesehen haben. Also gingen wir weiter die National Mall hoch, nur um feststellen zu müssen, dass es auch beim Museum of American History nicht viel besser aussieht. Probiert haben wir es dann trotzdem, sind auch reingekommen, aber Spaß gemacht hat es aufgrund der Menschenmassen echt nicht. So entschieden wir uns dann nach recht kurzer Zeit dafür doch lieber weiterzugehen und dem Old Post Office einen Besuch abzustatten. Das Old Post Office wurde zu einer Art Einkaufszentrum umgewandelt mit Cafes und Geschäften etc. Wir nutzten die Chance vom Turm des Gebäudes aus den Blick über die Stadt zu genießen.


Danach gings zum Hostel zurück, bevor wir uns zum Abendprogramm aufmachten. Und womit wir unseren letzten Abend in Washington verbracht haben, das erzähl ich euch nach der nächsten Maus ... äh oder so ähnlich, heute jedenfalls nicht mehr weil ich meinen Schlaf brauch :-) Gute Nacht!

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Kommentare

  1. Uhrzeit von (Ulf)

    Du bist frueher aufgestanden als du denkst -- es war schon um 6:30 Uhr.