Uuuund wech ...

23:50, 24.08.2009. Von Pinguin

... quasi auf dem Weg nach Hawaii. Bis in spätestens 13 Tagen ;-)

Die Koffer sind gepackt ...

06:29, 26.07.2009. Von Pinguin

Halt, nein, ganz so weit ist es noch nicht. Zurück nach Deutschland geht's immer noch erst Anfang September. Heute dürfen wir erstmal für ein paar Tage nach Kingston (RI) zur QNDE Konferenz. Passt mir zwar zeitlich gerade eher weniger rein, weil auch die Arbeit an der Thesis auf sich warten lässt, aber da kann man wohl tendenziell eher weniger machen ... Nun ja, schaun wir mal wie's wird. Donnerstag Abend bin ich dann wieder in Atlanta.

PS: muss ich das jetzt eigentlich unter "Uni" oder unter "Trips quer durch die USA" kategorisieren? Mhm ... ach, schieben wir es mal unter "Trips ..." - die Kategorien interessieren am Ende wohl eh keinen ;-)

Urlaubsphotos von der Westküste

19:47, 21.06.2009. Von Pinguin

Hier mal ein paar (nahezu) unkommentierte Eindrücke aus dem Urlaub an der Westküste - und ja, ich weiß, dass ich die Photos schon ein paar mal verschickt hab, ich find sie trotzdem immer noch vorzeigbar :-).


Hollywood - Universal Filmstudios




Grand Canyon kurz nach Sonnenaufgang



Grand Canyon zum zweiten, auch kurz nach Sonnenaufgang


Death Valley - ca. 22:00 Uhr abends



Saloon bei unserer Unterkunft im Death Valley




Yosemite National Park



Golden Gate Bridge im Sonnenuntergang



Golden Gate Bridge nach dem Sonnenuntergang

Wieder da ...

12:11, 7.06.2009. Von Pinguin

Moin,

melde mich hiermit auch wieder aus dem Urlaub zurück. War anstrengend, war toll, war sehr eindrucksvoll. Mal schaun ob und wann ich Zeit find das hier alles zu verewigen ;-).

Ach ja, offensichtlich fühlen sich Pinguine auch außerhalb der Antarktis wohl ...

Ich bin dann mal weg ...

10:34, 23.05.2009. Von Pinguin

Genauer gesagt an der Westküste, für die nächsten zwei Wochen. Ich müsste hier nur noch mein Zeugs packen, aber ich hab ja noch ein paar Stunden ... äh ja, kennt man ja von mir nicht anders ;-). Freu mich auf die zwei Wochen Urlaub mit Markus und Raki. Bin mal gespannt was es danach zu berichten gibt (wenn ich die Zeit find). Hoffe mal einfach, ich krieg den Kopf wieder etwas frei und komm auf andere Gedanken, so dass es danach auch mit der Forschung wieder besser läuft - Zeit für Urlaub :-). Bis dann!

New Orleans - Teil 2 - und Abstecher nach Mobile

20:24, 10.05.2009. Von Pinguin

Sonntag morgen (morgen? oder doch eher gegen Mittag? Egal :)) machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Zum einen wollten wir erstmal gemütlich Brunchen, zum anderen stand danach Besichtigung der Stadt auf dem Plan. An der Rezeption fragten wir nach einem Restaurant oder Cafe, wo man brunchen könne. Aber irgendwie hat das mit der Wegbeschreibung nicht so ganz geklappt - wobei wir uns ziemlich sicher waren zumindest die Straßen richtig verstanden zu haben und left und right trau ich uns zu, dass wir inzwischen unterscheiden können. Jedenfalls konnten wir dann erstmal beobachten wie Sonntag morgens die Bourbon Street gereinigt wurde.


Nach erfolgloser Suche nach jenem besagten Cafe, in dem man Brunchen könne, entschieden wir uns dann für ein kleines gemütliches Cafe nahe bei unserem Hotel.


Das Frühstück war echt lecker. Neben Südstaaten-Frühstück (Speck, Eier, ...) gabs auch Gebäck nach europäischem Vorbild - eine willkommene Abwechslung. Gleich neben dem Cafe war, wie wir nach dem Frühstück feststellten, die Polizeiwache untergebracht. Das erklärte auch warum so viele Polizeiautos in der Nähe des Cafes parkten. :-) Schönes Gebäude, und den Fuhrpark der Polizei fand ich dann auch echt interessant.



In New Orleans weit verbreitet - Straßenkünstler:


Hier nochmal zwei Photos vom Stadtrundgang, zu denen mir eigenltich nur einfällt, dass es in New Orleans echt viel fürs Auge gibt.
 


Für eine Rundfahrt auf der Natchez hat leider die Zeit dann nich tmehr gereicht.

Stattdessen sind zum French Market, einem offenen Markt mit vielen Ständen, auf denen vor allem Souvenirs und Sonnenbrillen aus Fernost angeboten wurden.


Vom weiteren Stadtspaziergang gibts einfach noch ein paar unkommentierte Photos, weitere Photos dann ggf. wenn ich wieder daheim bin :-).


 

Nach dem Stadtrundgang gings wieder zurück ins Hotel. Abends suchten wir noch nach einem Chinesischen Restaurant, um mal etwas Abwechslung in den Speiseplan zu bringen :-). Das Restaurant erinnerte dann am Ende doch eher an einen Imbiss, war zumindest nicht so gemütlich eingerichtet wie die China-Restaurants, die man so aus Deutschland kennt. Aber das Essen schmeckte, das war die  Hauptsache :-). Danach war keiner von uns mehr so wirklich motiviert nochmal auf die Bourbon Street oder sonstwohin zu gehen, so dass wir nur noch auf dem Hotelzimmer einen Film schauten. Schließlich sollte es ja am nächsten Tag wieder früh losgehen, und zwar nach ...

... Mobile, wo die U.S.S. Alabama, ein Schlachtschiff aus dem zweiten Weltkrieg, ausgestellt ist und besichtigt werden kann.


 Ein sehr imposantes und eindrucksvolles Erlebnis. Die Tour über das Schiff erwies sich teilweise als interessanter Orientierungsgang. Es waren zwar überall an der Wand Pfeile aufgemalt, die meisten auch nummeriert, allerdings gab es viele Stellen an denen man mehr als einen Pfeil sah. So galt es herauszufinden was gerade die niedrigste Nummer ist, die man noch nicht gesehen hat, und der zu folgen. Der Handzettel, auf dem die Tour nochmals beschrieben war, erwies sich dabei als wertvoller Begleiter.

Das Schlachtschiff war voll ausgestattet - vom Friseur über Küche, Wäscherei, diverse Werkstätten einschließlich einem Schmied, bis hin zum Postamt, einer Dunkelkammer zur Photoentwicklung und natürlich einer Krankenstation mitsamt Operationssaal. Doch einfach der Reihe nach. Zuerst mal zum wichtigsten - wo das Essen herkommt :-) So zumindest sieht es in der Mannschaftskombüse aus.

Wenig später haben wir auch herausgefunden, was die mit dem schlechten Essen den schlechten Äpfeln anstellen:

Und wo wir gerade beim Essen sind, hier findet das Essen wieder seinen Weg an die Freiheit ... sieht ja echt sehr gemütlich aus :-)


Apropos gemütlich - beengter Raum und Privatsphäre lassen sich irgendwie doch nur bedingt in Einklang bringen, wie man auch bei den Schlafgemächern sieht. Insgesamt dienten auf dem Schiff laut Wikipedia 1793 Offiziere und Besatzungsmitglieder.

Hier nochmal ein kleines technisches Detail, auf dem ganzen Schiff waren solche Notstromverbinder verteilt. Damit konnte man wohl wenn irgendwo der Strom ausfiel, sozusagen "Umleitungen" legen.


Hier nun das bereits erwähnte Postamt. Man beachte das moderne Schreibgerät rechts am Bildrand :).


Natürlich gehören zu einem Kriegsschiff auch Waffen. So konnten wir auch die Beladungseinrichtungen für die "kleinen" Bordgeschütze anschaun - unter anderem 16 in (406 mm) und 5 in (127 mm) Kaliber. Insbesondere die 16 in Kaliber hatten beeindruckende Größe.



Wenn das Schiff eine Krankenstation hat, dann darf natürlich die Apotheke nicht fehlen. Interessant war, dass in der Apotheke auch zwei Betten mit aufgebaut waren, der Apotheker schlief wohl immer bei seinen Medikamenten.


Erschütternde Realität waren dann die Triage-Schilder, die unauffällig an der Wand der Apotheke hingen.


Natürlich darf jetzt das Bild vom angekündigten OP-Saal nicht fehlen. Bemerkenswert auch die vorhandene Röntgen-Ausrüstung.

Wer das seltene Glück hatte sich mit einer ansteckenden Krankheit zu infizieren, durfte einen besonderen Luxus genießen - den Isoliertrakt des Schiffes ... links ein Blick durch die Tür, rechts ein Blick auf die Tür. Sehr gemütlich :)



Wieder an Deck mussten wir feststellen, dass es leider immer noch regnete, so dass die Tour über das Schiff etwas nasser als geplant wurde. Die vielen Ablaufrinnen, von denen aus das Wasser aus höheren Etagen auf niedrigere an Deck herunterfloss, waren dabei nicht gerade von Vorteil. Gut nur, dass es zumindest relativ warm war.

An Deck fiel die ordentliche Buchführung auf - akkurates Scorekeeping ist schließlich wichtig ...


Im Vergleich zu den Mannschaftsdienstgraden hauste der Kapitän nahezu luxuriös.

Wobei dies auch nur sein Wohnsitz für Landurlaube war. Während des Kriegseinsatzes hielt er sich meist in seiner Kabine im Turm auf, die doch etwas spartanischer ausgestattet war.


In unmittelbarer Nähe der Kapitänskabine befand sich auch der Gefechtsleitstand, von dem aus das Schiff im Gefecht gesteuert wurde. Natürlich war dieser Leitstand mit einer kleinen Panzerung versehen.



Apropos Gefecht - man konnte auch in die großen Geschütztürme der 16 in Geschütze hineinklettern. Nicht gerade mein Traum-Arbeitsplatz :-)

Das rechte Bild zeigt einen Teil der Zieleinrichtung, mit der mittels Triangulation das Ziel angepeilt werden konnte. Am rechten Rand des linken Bildes ist der zugehörige "Computer" zu sehen, mit dem aus den Angaben sowie Windrichtung, eigene Fahrgeschwindigkeit, Geschwindigkeit des Ziels etc. die richtige Zielrichtung eingestellt werden konnte.

Neben dem Schlachtschiff gab es noch eine Halle mit diversen "Kleinigkeiten", u.a. Hubschrauber sowie ein paar Kampfjets. Auch begegnete uns die altbekannte SR-71 Blackbird wieder - wenn ich richtig gezählt habe dürfte das die dritte sein, die ich gesehn hab. :-) Außerdem stand noch die U.S.S. Drum, ein US U-Boot aus dem 2. Weltkrieg, zur Besichtigung offen.


Auch hier wurde offensichtlich wieder Wert auf eine akkurate Buchführung gelegt.


Unter Deck gings dann erstmal in den Torpedoraum am Bug. Sehr geräumig, vor allem wenn man bedenkt, dass dort noch Torpedos gelagert wurden und ein Teil der Mannschaft dort schlief.


Aber egal wie beengt und spartanisch es in einem U-Boot auch zugeht, das Porzellan für die Offiziere darf natürlich auch hier nicht fehlen.


Apropos spartanisch - auf Ubooten wird es deutlich warum es von Vorteil ist einen höheren Dienstgrad zu haben. Man vergleiche einfach mal die Quartiere der Non-commissioned officers (Unteroffiziere) links mit denen der Enlisted men (Mannschaftsdienstgrade) rechts:


Auch am Heck gabs nochmal einen vor Messing nur so strotzenden Torpedoraum zu bewundern.


Damit war's das auch mehr oder weniger mit der Tour durch das Uboot und das Museum. Schade nur, dass es in Deutschland vergleichbare Ausstellungen in der Größe meines Wissens nicht gibt - rein von der technischen Seite ist das absolut interessant.

Nach der Besichtigung des Ubootes machten wir uns auf den restlichen Heimweg zurück nach Atlanta - das übliche langweilige gemütliche mit-70-mph-über-die-Interstate-cruisen. Ach was freu ich mich da doch wieder auf Deutsche Autobahnen :-). Inzwischen hat mich auch der Uni-Alltag wieder, wie ihr ja schon im letzten Blogeintrag feststellen konntet.

New Orleans - Teil 1

22:55, 6.05.2009. Von Pinguin

Vergangenen Freitag, nachdem ich meine letzte Klausur endlich hinter mich gebracht hatte, machten wir - das waren die üblichen Verdächtigen Martin, Frederik und ich, zusammen mit einem weiteren Kumpel Magnus - uns auf den Weg nach New Orleans. Dank unseres zuverlässigen Kamels (das, nachdem es mal kurzzeitig streikte, nach einer kleineren Frischzellenkur wieder zu alter Form aufläuft) waren die 470 Meilen auch kein Problem. Einzig Magnus litt wohl noch etwas unter den Folgen des Vorabends, was dann auch mal zu einem ungeplanten Zwischenstopp führte ... :-). Gegen Abend kamen wir dann in unserem Hotel im French Quarter an. Nachdem unsere Sachen verstaut waren, gings auf die Burbon Street - quasi der Partymeile. Laut, bunt, stinkend, und voller Menschen. Allerdings waren dort eher die Touristenkneipen, wirkliche Jazz-Läden, wie ich sie mir erhofft hatte, fanden sich auf der Straße nur spärlich.


Etwas ungewohnt in dem sonst so vorgeblich prüden Land waren die leichtbekleideten Damen, die vor den Gentlemen's Clubs versuchten Gäste anzulocken. Ebenso ungewohnt war, dass man dort auf der Straße trinken durfte - aber auch schön, dass es mal wieder erlaubt war :-). Aber ob man's dann gleich so übertreiben muss wie die zwei, die wir dort gesehen haben ...? Das Bier wird doch nur schaal :-)


Auch unsere Freunde von der Polizei ließen sich natürlich in der - für Autos abends gesperrten - Burbon Street blicken, auch hoch zu Rosse. Am darauffolgenden Abend sollte es sich zeigen, dass sie wohl ihre Pferde nicht so ganz im Griff haben - ich ging dann doch mal lieber schnell zur Seite als das Pferd auf mich zukam ...


Am Samstag ließen Magnus und ich uns das New Orleans Jazz and Heritage Festival nicht entgehen - wenn sich schon die Gelgenheit bietet wenn wir gerade mal in New Orleans sind. Was soll ich sagen, es war einfach klasse! Den ganzen Tag genialstes Wetter, warm, aber nicht durchgehend sonnig sondern teils bewölkt, also einfach perfekt. Auf dem weitläufigen Festivalgelände waren mehrere Bühnen verteilt, zudem gab es einige Zelte (Blues, Jazz, Gospel) und jede Menge Verkaufsstände. Auch einige Handwerker zeigten was sie konnten. Musikalisch erwähnenswert sind wohl die Konzerte von Kings of Leon, Cowboy Mouth und Jon Bon Jovi, die wir hauptsächlich gesehen haben. Bei vielen anderen war uns mehr oder weniger nur ein kurzer Blick vergönnt. Aber das Festival-Feeling hab ich echt schon lange wieder vermisst :-). Nervig nur, dass die Amis natürlich alle ihre Campingstühle dabeihatten, nimmt nur viel Platz weg. Hier einfach mal unsortiert und unkommentiert ein paar Eindrücke dazu.









Außerdem erinnerte mich folgender Anblick wieder daran, dass das Dosenpfand in Deutschland doch irgendwo sein Gutes hat.

Auch für Abkühlung war gesorgt - war echt angenehm, man sollte nur lieber nicht nach Wasser- und Stromverbrauch fragen :-) Auf dem Bild links ist leider nur schlecht zu erkennen, dass der Ventilator auch Wasserstaub versprüht hat.

 
Nachdem uns Frederik und Martin dankenswerterweise am Vormittag noch zum Festivalgelände hingefahren haben, entschieden wir uns den Weg zurück zu Fuß zurückzulegen. Waren auch nur ca. 2 Meilen zu laufen, ging also. So sahen wir auch noch ein bißchen mehr von New Orleans. Eine Stadt mit einigen schönen Gebäuden.

Unsere Entscheidung zu Laufen stellten wir dann allerdings nochmal in Frage, als wir an einer Kirche vorbeikamen, an der außen folgendes Schild angebracht ist:

Falls es schlecht zu lesen ist, die Aufschrift auf dem Schild ist: Psalm 46, "God is our hope and strenght, a very present help in trouble." Murder Victims, 2009, und danach eine Liste mit Namen, wobei bei den meisten in der letzten Zeile "Shot" stand.

Von uns wollte keiner was :-). Unser Rückweg führte uns wieder über die Burbon Street, wo wir unter anderem auch an einem kleinen Vodoo-Laden vorbeikamen. Die Südstaaten haben schon ihren eigenen Charme ;-).


Zurück im Hotel und wieder frischgemacht trafen wir uns mit einigen anderen GeorgiaTech-Studenten zum Seafood Essen, bevor es abends dann wieder auf die Bourbon Street ging.

So, und über Sonntag und Montag berichte ich dann ein andermal ;-). Gute Nacht!
 

Weihnachtsrundtrip - Tag 11 und 12

08:04, 5.04.2009. Von Pinguin

Mit dem Sonntag morgen brach nach einer (für mich) wunderbar erholsamen Nacht nun der vorletzte Tag unseres Rundtrips an. Ulfs Mitbewohner Alvaro lud uns für den Sonntag in den Gottesdienst einer spanischen Gemeinde ein. In Erinnerung an die Gottesdienste in Peru ließ sich Mila natürlich nicht zweimal einladen, und nachdem auch Ulf und ich neugierig waren, wie denn in der spanischen Gemeinde Gottesdienst gefeiert wurde, war die Entscheidung schnell gefallen. Davor gabs allerdings noch leckeres Frühstück - für mich natürlich wieder nur Schonkost :-). Allerdings hatte Alvaro - seines Zeichens Kolumbianer - echten kolumbianischen Kaffee aus seinem Heimaturlaub mitgebracht. Den konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen - einfach herrlich!

Auf dem Weg zum Gottesdienst hieß es dann erstmal hoffen, dass Alvaros Auto und insbesondere sein Auspuff den Weg gut überstehen, was der Geräuschentwicklung nach zu urteilen nicht so sicher war. Hier drüben lernt man den Tüv echt zu schätzen ... ;-). Am Ziel angekommen bemerkte Mila, dass wohl die Spanier auch kein Spanisch konnten - irgendwelche Grammatikfehler, aber fragt mich bloß jetzt nicht nach den Details. Keine Ahnung ob das vergleichbar zu ähnlich beliebten Fehlern im Deutschen war. Ein anderes Schild an der Gemeinde kündigte den Gottesdienst für 9:30 Uhr an. Komisch, Alvaro war überzeugt, dass er um 10:30 Uhr losgehen würde, so dass wir um 10:20 Uhr doch pünktlich wären ...

Aber gut, so platzen wir halt mitten in den Gottesdienst. Störte niemanden, wir wurden freundlich hineingebeten und konnten uns einen Platz suchen. Verglichen mit den "klassischen" Sonntagsgottesdiensten (soweit ich mich da aus meiner Konfirmandenzeit noch daran erinnere) war es durchaus sehr anders. Die Gemeinde hatte keine "richtige" Kirche, sondern nur einen großen Saal in einem Gebäude mit einer Menge Stühlen und einer Bühne vorne (Ruth, so ungefähr wie Deine Gemeinde in der Stadtmitte). Auf der Bühne war dann auch eine kleine Band mit Schlagzeug & Co. untergebracht, und auch die Lieder erinnerten eher an das was ich aus Jugos kannte. Viele Lieder wurden zweisprachig gesungen, erst in Englisch, danach in Spanisch, oder auch umgekehrt. Eine sehr interessante Erfahrung. Richtig beeindruckend wurde es, als die Predigt anstand. Diese wurde auf Spanisch gehalten. Allerdings kam Mila darum herum für uns Spanisch-Unvermögende simultan zu übersetzen. Diesen Part übernahm ein Übersetzer auf der Bühne, der für die gesamte Gemeinde auf Englisch übersetzte. Aber nicht etwa in einem ruhigen, sachlichen (langweiligen ...) Ton, sondern er legte die gleiche Energie in seine Worte wie es der predigende Pfarrer/Pastor/Redner (?) tat. Wer sich jetzt einen Lateinamerikaner vorstellt, der sein Temperament in einer hitzigen Diskussion freien Lauf lässt, der kriegt vielleicht eine Idee wie es ist, wenn ein Lateinamerikaner mit Herzblut predigt. Der Dolmetscher brachte das klasse rüber! Zudem stand er auch nicht still, sondern er folgte dem Predigenden über die Bühne, er passte seine Gesten und seine Mimik dem Predigenden an, kurz gesagt: er tat alles um nicht nur die Worte sondern möglichst gut die gesamte "Vorstellung" zu übersetzen. Zwischendurch blieb er ab und zu mal kurz hängen und suchte nach dem richtigen Wort - teils half ihm dann der Predigende aus, teils jemand aus der Gemeinde ... sehr souverän gemeistert, hat mich tief beeindruckt. Ein anderer "Programmpunkt", der wie mir Mila bestätigte durchaus üblich sei, war, dass irgendwann die Gemeindemitglieder gebeten wurden andere Anwesende im Namen Gottes zu grüßen, meist mit den Worten  "God bless you". Mila meinte, in Peru wären sie so durch die gesamte anwesende Gemeinde gegangen und jeder grüßte jeden - das blieb uns dann zum Glück doch erspar :-). Wie lange am Ende der gesamte Gottesdienst gedauert hatte, weiß ich nicht mehr, relativ lange, aber alles andere als langweilig. Allerdings muss ich ihm Nachhinein auch sagen, dass ich nicht unfroh bin, dass wir etwas zu spät kamen - sonst wäre es doch etwas sehr lang geworden ... ;-)

Nach dem Gottesdienst gingen wir zusammen Einkaufen und kochten danach bei Ulf Mittagessen. Hühnchen mit Nudeln Reis (danke Mila :)) und Apfelmus (wenn ich mich recht erinnere) für die anderen  beiden - auch Alvaro probierte es - Nudelsuppe für mich. Alvaro bot uns dann auch noch etwas typisch Kolumbianisches an, allerdings ist das meinem Gedächtnis wieder entfallen was das war (edit: siehe Kommentare :)). Danach machten Mila und ich uns auf den Weg die erste Etappe der verbleibenden 742 Meilen zurückzulegen. Die Nacht verbrachten wir dann in einem Motel in Chapel Hill, etwa in der Mitte der Strecke. An sich sollte das ein recht schöner Ort sein, aber als wir abends ankamen hatten wir nicht wirklich Lust noch etwas anzuschaun.

Am nächsten Morgen wurden wir durch das energische Klopfen des Zimmerservice geweckt. Das nächste mal lieber doch das "do not disturb" Schild raushängen wenn man auspennen will *note to myself*. Aber das war auch okay, so waren wir wenigstens wach und konnten uns auf den Weg zurück nach Atlanta machen. Der verlief dann auch recht unspektakulär, wie man sieht ist Autofahren in den USA offensichtlich doch recht entspannend.



Irgendwann hatte uns dann auch der Peach State wieder, wie man bei einem Blick aus dem Fenster leicht erkennen konnte.

Das ist damit auch das Ende unseres Weihnachtsrundtrips. Unglaublich aber wahr, ich hab sage und schreibe 3 Monate gebraucht um 12 Tage Urlaub zu verbloggen. Ich darf garnicht dran denken, dass Mila ja auch noch ein paar Tage in Atlanta war (äh halt, doch, daran darf ich denken, ich darf nur nicht dran denken, dass ich dazu ja auch noch was verbloggen könnte :-)), und dass in der Zwischenzeit auch wieder zwei Trips anstanden, einer davon auch etwas länger. Öhm, ja, kommt Zeit, kommt Rat ... :-)

Weihnachtsrundtrip - Tag 10

20:29, 12.03.2009. Von Pinguin

Nach einer recht unruhigen Nacht (siehe voriger Eintrag) und einem eher spartanischen Frühstück (Cola, Salzbrezeln) - Mila und Ulf genoßen übrigens nochmal das Frühstück an gleichem Ort an dem wir auch gestern waren (ich muss ihnen aber wirklich zugute halten, dass sie erst mir mein Frühstück gebracht haben! Danke!) - machten wir uns auf den Weg zurück mit der Bahn zu unserem Auto, das unbeschadet dort auf uns wartete wo wir es hinterlassen haben. Für den Tag hatten wir uns Philadelphia vorgenommen. Nachdem ich noch etwas mitgenommen war und mehr oder weniger nur mitgelaufen bin, gibts erstmal nur ein paar Bilder, aber nicht viel zu kommentieren.



Mila versuchte dann noch etwas Ordnung zu schaffen, aber irgendwie stellte sich der Dominostein als sturköpfiger heraus :-)



Nach dem kleinen Stadtrundgang gings weiter noch etwas amerikanische Geschichte erleben. Für die kostenlose Führung durch die Independence Hall durften wir erstmal draußen etwa 20 Minuten anstehen, bevor wir das Gebäude, in dem die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet wurde, besichtigen durften.

Durch die Independence Hall führte uns eine Freiwillige, die das zum Spaß machte und kein Geld dafür bekam - wie sie uns auch so deutlich sagte. Dass sie ihren Spaß dabei hatte, glaube ich gerne, da sie in einem sehr lockeren Ton über die Geschichte der USA sprach. Ach ja, in der Independence Hall war nur noch einer der Stühle original erhalten, der Rest war nachgebildet.

Nach der Independence Hall gings zum gegenüberliegenden Liberty Bell Pavillon, in dem die (welch Überraschung) Liberty Bell ausgestellt ist, erkennbar auch an dem markanten Riss, der sie "dienstunfähig" machte. Die Liberty Bell ist jene Glocke, die geläutet wurde, als die Unabhängigkeitserklärung das erste mal verlesen wurde.

Nach einem kurzen Abstecher in den Souvenirladen machten wir uns auf den Weg zurück zum Auto. Der Rest des Weges nach Newark, DE, war dann auch schnell geschafft, und nach dem Abendessen - für mich gabs an dem Abend leider nur Schonkost - war der Tag auch recht schnell vorbei, da ich von der letzten Nacht noch einiges nachzuholen hatte. Entsprechend früh lag ich im Bett - Ulfs Vermieter boten uns ihr Gästezimmer an, was wirklich praktisch war, da ich mich so zurückziehen konnte während die anderen noch schwätzten. In der Nacht hab ich so gut wie im ganzen Urlaub nicht gepennt :-).

Weihachtsrundtrip - (der verhängnisvolle) Tag 9

20:20, 12.03.2009. Von Pinguin

Frühstück gabs an unserem letzten vollen Tag in New York in einem kleinen Cafe gegenüber unserem Hostel. Frische Bagels mit Cream - echt lecker! Danach stand der Tag unter dem Motto "wir nutzen aus, dass New York keine Sales-Tax auf Klamotten hat". Richtig erraten, wir waren Shoppen. Zuerst gings vorbei am berühmten Madison Square Garden


zum größten Kaufhaus der Welt. Macy's am Herald Square (okay, strenggenommen herrscht wohl Gleichstand mit Harrods in London, aber beworben wirds trotzdem so). Milas Hoffnung hier ein bezahlbares Bachelor-Ball-Kleid zu finden erfüllte sich leider nicht.


Interessant fand ich allerdings die Abteilung für Umstandsmode, treffend mit "a pea in the pod" betitelt. Offensichtlich hatten sie auch ganz besondere Angebote im Ausverkauf.


Entsprechend der langen Tradition des Kaufhauses sind auch einige der Rolltreppen schon etwas älter - und entsprechend aus Holz.


Mila und ich machten uns dann auf weiter nach Soho, wo wir weiter die Geschäfte abklappern sollten, während Ulf sich entschied sein Subway-Ticket voll auszunutzen und noch einen weiteren Stadteil abzuklappern, von dem selbst Larry sagte "believe me, there's absolutely nothing interesting there". Entsprechend hab ich mir das Viertel auch nicht gemerkt :-).


Ulf stieß dann später wieder zu uns, und nachdem wir alle mehr oder weniger unser Shoppingerlebnis hinter uns gebracht haben, gings mit der Subway an einen anderen Ort irgendwo in NYC, wo ich den verhängnisvollen Fehler gemacht habe einen Hot-Dog eines Straßenverkäufers zu probieren. Angeblich gehört das zum NYC Erlebnis dazu, mir hat eine erfahrene Amerkareisende (Grüße nach Stuttgart :-)) empfohlen das müsse man unbedingt gemacht haben ... nun ja, warum verhängnisvoll? später dazu mehr :-)

Ulf und ich boten dann alle unsere Überredungskünste auf Mila zu überzeugen, bei den kuschelig warmen Temperaturen von knapp über 30 °(F natürlich) noch über die Brooklyn Bridge in Richtung Stadt zu laufen. So fuhren wir mit der Subway nach Brooklyn und machten uns dann auf den Fußweg in Richtung Manhattan. Aber seht selbst ...


Durchgefroren auf der anderen Seite angekommen brachte uns die Metro wieder in unser Hostel. Als wir uns schlafen legen wollten, rächte sich meine Entscheidung, den Hot-Dog zu probieren. Meine Nacht war recht unruhig, und mir war ziemlich übel. Besser wurde das erst, als ich mir das ganze nochmals durch den Kopf gehn lies, was in der Nacht mehrmals vorkam ... nun ja, nicht das wie man sich seinen Urlaub vorstellt, aber zum Glück war der größte Teil da ja schon vorbei :-).