Guten Morgen (oder Mittag ;-)) Atlanta,
guten Abend Deutschland,
gute Nacht Japan,
und willkommen zum 100. Blog-Eintrag :-)
nachdem mir in der heutigen Nacht wieder eine Stunde geklaut wurde, ist es hier doch schon etwas später als es eigentlich sein sollte, aber dafür ist ja Sonntag und den Tag vertrödel ich heute eh nur :-). We der aufmerksame Leser gemerkt hat, hat mein Gedächtnis mir schonmal einen Streich gespielt im Bezug auf Staten bzw. Ellis Island - hoffen wir mal, dass es mich diesmal nicht mehr so im Stich lässt :-).
Willkommen im zweiten Tag in New York. Natürlich stand auch heute wieder Sightseeing an, wobei wir uns erstmal auf den Weg zu unserem Hotel machten, wo wir die nächste Nacht verbringen sollten, um dort unser Gepäck abzuladen. Zunächst wäre da natürlich ein Blick auf das Empire State Building - links einmal original, und rechts einmal in schönerem Wetter.

EDIT: Es ist natürlich nur der Eingang links gemeint, das Bild im Hintergrund ist nicht das Empire State Building wie man leicht erkennt (es sei denn Martin und Frederik haben die Spitze abgesägt ... :-)). Aber Bilder vom Empire State Building sind ja auch langweilig, die hat ja jeder ... das Vordach wo "Empire State Building" draufsteht jedoch ... :-)
Faszinierend was man mit ein bißchen Bildbearbeitung so erreichen kann, aber leider hat das live nicht so ganz geklappt, so dass wir uns mit dem tristen Wetter abfinden mussten. Weiter gehts mit ein paar unsortierten Eindrücken ...

... bis wir dann schließlich am Rockefeller Center ankamen. Vorm Rockefeller Center gab es eine weitere der New Yorker Traditionen zu bestaunen - die Eislauffläche am Rockefeller Center :-).

Das öffentlich zugängliche Innenleben des Rockefeller Centers bestand hauptsächlich aus diversen Geschäften, also nichts weiter spektakuläres. Für die Fahrt auf die Aussichtsplatform wären $20.00 fällig geworden, um einen Ausblick über das diesige NY zu haben - wir entschieden uns dann dagegen. Im Inneren fand sich noch ein Zitat von Charles A. Lindbergh:
Science, Freedom, Beauty, Adventure.
What more could you ask of life.
Aviation combined all the elements I loved.
Danach machten wir uns auf den Weg zur wohl berühmtesten Straßen in NY. Ach ja, hatte ich erwähnt, dass das Wetter ziemlich kalt war?
Auf dem Broadway statteten wir erstmal dem M&M Store einen Besuch ab.
Weiter den Broadway hinab kamen wir zum must-have-NY-Photomotiv, dem Times Square.
Was bleibt zu sagen außer: bunt, schrill, viel los ... Die ersten Leute reservierten sich auch schonmal ihre Plätze für den Abend.
Vom Broadway bzw. Times Square aus gings weiter vorbei (bzw. durch) die Grand Central Station,
in Richtung United Nations. Mila stellte auf dem Weg dorthin richtigerweiße fest, dass es wenig Gründe gibt woher man Worte wie "Pflugscharen" in Englisch kennt, einer davon ist wohl das folgende Zitat, das unweit der UN in Stein gehauen war:
They shall beat their swords into plowshares, and their spears into pruning hooks. Nation shall not lift up sword against nation, neither shall they learn war any more. (Isaiah)
Hier nun das eigentliche UN Gebäude. Rechts das Verwaltungsgebäude mit den ganzen Büros, als das Gebäude in dem die meiste Arbeit gemacht wird, links unten schließt sich dann das Gebäude mit der Assembly Hall und dem öffentlichen Besucherbereich an.
Normalerweise stehen die ganzen Flaggenmasten nicht nur so zur Zierde in der Gegend herum, sondern es werden die Flaggen sämtlicher Mitglieder gehisst. Allerdings wurde dank des diesigen Wetters an dem Tag darauf verzichtet, wie wir später auf der Führung durch die UN erfahren durften. Mit Betreten der UN verließen wir übrigens das amerikanische Staatsgebiet.
Bevor wir ins eigentliche Gebäude rein durften, wurden wir erstmal einem vorgelagerten Zelt einem Sicherheitscheck unterzogen. Irritierend fand ich, dass die selben Sicherheitschecks, sprich Metalldetektoren und Röntgengeräte, auch im Gebäude zu finden waren, dort aber stillgelegt. Mir scheint, aus Sicherheitsgründen war es ihnen doch lieber die Besucher vom Betreten durchzuchecken ... Zu Beginn der Führung konnten wir nochmal den ganzen UN-Komplex im Modell bestaunen - links die Assembly Hall, rechts das Verwaltungsgebäude.
Themen der Ausstellungen in den Räumen der UN auf dem Weg zur Assembly Hall waren unter anderem der Holocaust, die Menschenrechte, Entwaffnung und Kindersoldaten. Ein Künstler verwandelte auch eine AK-47 in eine Saiteninstrument.
Schließlich gelangten wir auch in die General Assembly Hall, also dem Sitzungssaal.
Damit keiner zu kurz kommt, wird die Sitzordnung übrigens in regelmäßigem Turnus neu ausgelost. Bzw. was heißt ausgelost, es wird gelost welches Land am ersten Tisch sitzen darf, und von dort ab gehts dann entsprechend der offiziellen Namensreihenfolge aufsteigend bis man bei Z ankommt, danach gehts bei A weiter. Wie man auch sieht, sind hinter einem Tisch immer zwei Sitzreihen angeordnet - die blauen Stühle sind für die jeweiligen Berater. Jedes Land kann drei offizielle Vertreter schicken, die von drei Beratern begleitet werden. Genauere Info findet man sicher auf Wikipedia oder sonstwo :-). Insgesamt werden die Sitzungen in die 6 offiziellen Sprachen der UN übersetzt - Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch. Ulf hat die technischen Details in seinem Blog genauer beschrieben. Aber auch wenn die UN an sich nicht US Territorium ist, herrscht doch auch hier Ordnung.
Die durchaus sehr erlebenswürdige Führung ging dann noch ein paar Stationen weiter, bevor wir wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrten. Nachdem ich gerade merk wie lang der Blogeintrag schon wieder wird, spar ich mir mal weitere Bilder, die gibts dann wenn ich wieder in Deutschland zurück bin :-). Als wir die UN verließen, schneite es.
Wir machten uns dann mit der Subway ...
auf den Weg zurück in unser Hotel, wo wir eincheckten und uns es in unserem Zimmer gemütlich machten, etwas erholten und vor allem Wärme tankten.
An der Stelle soll's mal genug gewesen sein für diesen den Blogeintrag, über unser Abendprogramm kommt dann in einem späteren :-).