Weihnachtsrundtrip - Tag 0 und 1

19:29, 14.01.2009. Von Pinguin

Schönen guten Morgen aus dem sonnigen Atlanta,

nach einem tollen Urlaub, über den es jetzt und in loser Folge auch später was zu lesen geben wird, hat mich die Uni-Realität wieder eingeholt. Das Thema für meine Forschung steht so einigermaßen, ich taste mich da jetzt langsam ran und bin gerade dabei mich in die Unterlagen des Mikroprozessors einzulesen. Im Moment ists einfach  noch ein Berg Arbeit und nicht wirklich ein Weg sichtbar, aber das wird schon noch kommen. Ansonsten gingen natürlich auch die Vorlesungen wieder los und verdienen ihren Teil der Aufmerksamkeit. Alles in allem ists also noch nicht so sicher, ob dieses Semester wieder etwas entspannter werden wird - die Tatsache, dass ich Montags und Freitags keine Vorlesungen hab ermöglicht allerdings zumindest die Chance für verlängerte Wochenend-Urlaube :-)

Apropos Urlaub, genau, darüber wollte ich ja schreiben. Also, am 24. kam Ulf hier in Atlanta an. Als erstes gingen wir noch schnell einkaufen, damit wir auch nicht verhungern, und machten uns dann ans Kochen - Spaghetti mit Sahnegeschnetzeltem - war sehr lecker! Das war dann auch unser Weihnachtsessen an einem etwas "unüblichen" Weihnachten - für mich das erste Weihnachten auf einem anderen Kontinent und ohne die üblichen Familienfeiern. Nun ja, warum auch nicht ;-). Am nächsten morgen ließen wir's erstmal gemütlich angehen, auspennen, Frühstück, für mich packen (Chaos wie immer :-)), Ulf kümmerte sich derweil um unser Kamel, bei dem es galt einige Verbrauchsmaterialien wieder aufzufüllen bzw. festzustellen, dass man sie auffüllen sollte, was uns dann auch noch die nächsten Tage beschäftigen sollte. Eigentlich eine Unverschämtheit, dass am Christmas Day sämtliche Geschäfte zu haben, unvorstellbar, oder? ;-) Außerdem mussten noch die Reste aus dem Kühlschrank verkocht werden, so dass es nochmal Nudeln mit Tomatensoße und "Allerlei" gab :-).

Als diese Hürden alle gemeistert waren, machten wir uns dann auf den Weg nach Nashville, TN. Trotz eines kleineren Zwischenfalls (ja, man sollte Autoschlüssel nicht durch die Gegend werfen, sie könnten herunterfallen und dabei die Halterung brechen - und irgendwie ist es doof, einen Schlüssel nicht an den Schlüsselbund machen zu können), aufgrund dessen wir dann nochmal einige Meilen zurückfuhren, kamen wir gegen Abend wohlbehalten in Nashville an. Dort checkten wir in unser Inn ein - echt gemütlich, genügend Platz, und es gab sogar einen Pool, den wir in Anbetracht der Temperaturen dann allerdings doch nicht nutzten :-).


Photo courtesy of Ulf

Abends gingen wir dann in die Innenstadt von Nashville. Wie am Christmas Day zu erwarten, war relativ wenig los, auch entsprechend wenig Geschäfte hatten offen. Letztlich zeigte sich aber auch schon hier, was sich auch wieder an den kommenden Stationen bewahrheiten sollte: die Städte sind nachts doch am Schönsten. Unkommentiert hier ein paar Eindrücke:





Ulf lies sich leider nicht überzeugen, noch in eine der Bars zu gehen, in denen teils Bands live Country-Musik spielten. Vor einem Soveniershop hab ich dann schließlich  noch IHN getroffen - JA, der King lebt! :-)


Das war's auch schon vom ersten Tag. Und ich werd mich jetzt glaub ich ins Lab bewegen und mal was arbeiten :-). Demnächst dann weiter im Text :-)

Richtig Grillen :-)

21:13, 24.11.2008. Von Pinguin

Nachdem ja auf dem anderen Kontinent etwas improvisiert gegrillt wurde, gibts auch hier noch das passende Bild. Das Bild ist übrigens am Mittwoch abend nach einer Airboat-Tour in den Everglades entstanden. Links am Grill unter dem schwarzen Deckel versteckt sich unser Alligator-Chili, das wir kochen durften. Ach ja, der Grill war leider nur ein Gasgrill - etwas in der Größenordnung und mit Holz wäre auch mal was :-)

Angekommen und sprachlos ...

15:41, 18.11.2008. Von Pinguin

Gerade eben angekommen und einfach nur sprachlos. Geniale Zimmer, jeder natürlich ein Einzelzimmer mit King Size Bett (ein paar wurden gefragt, ob sie auch "nur" ein Queen Size Bett nehmen weil gerade nicht genügend Zimmer fertig sind). Schaut doch einfach mal nach dem Biltmore Hotel in Miami, dann kriegt ihr vielleicht 'nen Eindruck. Ich wohn übrigens im 8. Stock mit einer genialen Aussicht (Photos folgen) und dank Ulfs Rechner kann ich hier auch bloggen (ich hab meinen daheim gelassen, obwohl es hier überall WiFi gibt *hmpf*. Apropos Ulf, DANKE (ihr Freaks)! :-) Ulf hat mir gerade euer Geschenk "überreicht" oder besser gesagt "präsentiert" :)

Wenn ich Zeit find, füg ich hier noch Photos ein, aber jetzt schau ich erstmal runter in die Lobby. Übrigens ist hier sehr gut warm, ich ärger mich, dass ich keine kurzen Hosen dabei hab ...

Miami

23:40, 17.11.2008. Von Pinguin

Moin,

wie vielleicht der ein- oder andere schon mitbekommen hat, flieg ich morgen früh nach Miami zum McKinsey "Neuland" Workshop. Danach häng ich noch zwei Tage Kurzurlaub dran, so dass ich am Sonntag abend wieder daheim sein werde. Wundert euch nicht, wenn ihr in der Woche nichts von mir hört, ich weiß noch nicht ob ich Internet hab und ob ich überhaupt Zeit hab usw. Wie auch immer, ich freu mich drauf :-)

PS: ja, ich weiß ich hätte den Eintrag auch noch morgen früh schreiben können. Aber so wie ich mich kenn wird das morgen früh wieder hektisch bis ich alles beisammen hab, also  lieber heute abend :-)

Fall Break - Teil III (Dienstag)

21:15, 28.10.2008. Von Pinguin

So, wer aufgepasst hat, weiß, dass er/sie noch sehnsüchtig den dritten Teil des Urlaubberichtes zu erwarten hat. Tadaa - there you go! (Hoffen wir mal, dass mich mein Gedächtnis jetzt nicht im Stich lässt :).)

Die erste Überraschung des Tages: das Frühstück war nicht im Preis inklusive. Ich hatte am Vorabend noch gefragt, wo es denn Frühstück gäbe und ob es inklusive sei - auf das wo hatte ich eine Antwort erhalten, auf das ob inklusive nicht. Hätte mir komisch vorkommen können, aber nachgefragt hab ich auch nicht nochmal. Nun gut, was soll's ...

Nach dem Frühstück gings zurück durch die Smokey Mountains. Martin hatte mich nochmal zu einer Wandertour überredet, diesmal auf dem Chimney Tops Trail.



Zwei Meilen Weg und 1700 feet Höhenzuwachs - das versprach doch mal eine "richtige Tour" zu werden. Die Wanderwege fielen diesmal entsprechend auch ein paar  Nummern kleiner aus.


Die angekündigte "schöne Aussicht" bewahrheitete sich (irgendwann muss ich Photos mal noch zu einem Panorama zusammenschneiden - oder ich schick sie als Auftragsarbeit nach Japan :)), der Aufstieg lohnte sich. Ansonsten gabs wieder jede Menge wunderschöne herbstliche Natur zu sehen und auch Wasserläufe durften natürlich nicht fehlen.



Alles in allem eine sehr schöne Wanderung, gut, dass ich mich überreden hab lassen ;-). Wieder am Auto angekommen, machten wir uns auf den Heimweg. Zurück nach Atlanta gings dann über Highways, unter anderem durch den Chattahoochee National Forest (noch mehr schöne Natur, diesmal aber keine Bilder :)), wobei wir nochmal einen Zwischenstop in den North Georgia Premium Outlets einlegten. Nachdem wir dort ein paar Dollar liegenlassen haben, machten wir uns schließlich auf das letzte Stück, so dass wir am Abend wieder in Atlanta waren.

Letztlich waren's drei tolle Tage voll viel Natur, viel Bewegung an der frischen Luft und jeder Menge Erholung. Danach hat mich natürlich gleich wieder der übliche Uni-Stress eingeholt, so dass sich das Berichten etwas verzögert hat. Aber besser spät als nie :-).

Fall Break - Teil II (Montag)

00:28, 23.10.2008. Von Pinguin

Schönen guten Morgen,

nachdem ich hier gerade die typischen WG-Freuden erleben darf (ich geh noch schnell ins Bad Zähneputzen und dann ab ins Bett ... oh mist, belegt ... mein Mitbewohner duscht ... okay, halt doch noch nicht ins Bett), bleibt mir wenigstens jetzt noch Zeit ein bißchen über den Urlaub zu bloggen.

Wo war ich das letzte mal stehengeblieben? Ach ja richtig, Sonntag war abgeschlossen. Nun, nach einer eher unruhigen Nacht - das Stockbett war etwas wackelig und hatte natürlich auch keine richtige Abschrankung - sind Martin und ich dann, nachdem es im Hostel kein Frühstück gab, mit den beiden Mädels in eine Bäckerei Frühstücken gegangen. War lecker, Cappuccino und 'ne Zimtschnecke bekommt man hier nicht alle Tage :).

Danach haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Von Asheville aus gings über den Blue Ridge Parkway durch die Smokey Mountains. Wer je mal in der Gegend ist, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen. Schöne kurvenreiche Strecke in den Bergen - mit dem Motorrad sicher ein Traum - mit einer tollen Aussicht. Natürlich mussten wir die zahlreichen Aussichtsplatformen nutzen um immer wieder Photos von der tollen Landschaft zu machen.




Wie ihr seht, alles wunderschöne Natur. Damit wir noch etwas mehr davon mitkriegen, sind wir dann noch auf den Deep Creek Hiking Trail. Ihr erinnert euch, was ich über Wanderautobahnen geschrieben habe? Nun, man könnte es ein déjà vu nennen ...


Aber irgendwann wurden die Wege auch etwas schmäler und steiler, dann konnte man das doch mit Wandern vergleichen. Interessant war es vor allem, da wir keine Karte dabei hatten - wir dachten ja, die kriegen wir vor Ort. Ebenso nett war es mit dem recht groben Kartenausdruck unserer Route den Beginn des Trails zu finden. Wegweiser sind hier in den USA nicht so ganz verbreitet - da lobt man sic hdoch die guten deutschen DIN-genormten Ausschilderungen :).

Nach der Wanderung - es gab wieder mal jede Menge schöne Natur mit jeder Menge tollen Photomotiven, viel Wasser, ... - fuhren wir dann wieder zurück durch Cherokee und durch die Smokey Mountains. Neben einigen ungeplanten Zwischenstops mit toller Aussicht war der nächste geplante Stop der "Clingmans Dome", der höchste Punkt der Smokey Mountains. Und wir wären nicht in den USA, wenn man nicht bis 90 m unter den Gipfel mit dem Auto fahren könnte und dort sein Auto abstellen kann. Die letzten Meter gingen dafür dann trotzdem nochmal gut steil hoch. Und was macht man hier, damit der Baumbewuchs nicht die Aussicht kaputt macht? Genau, man baut auf den Gipfel eine Aussichtsplatform ...



Ach ja, noch so eine typisch-Amerika Beobachtung: was macht man hier, wenn man mit seinem überdimensionierten Wohnmobil durch die Gegend fährt und am Rastplatz nicht völlig immobil sein möchte? Richtig, man hängt einfach seinen SUV hinten an sein Wohnmobil dran und zieht ihn wie einen Anhänger hinter sich her:

Wie dem auch sei. Nach dem Zwischenstop am Clingmans Dome machten wir uns auf die letzte Etappe in Richtung Gatlinburg, wo wir das nächste Hotel gebucht haben. Dank www.hotwire.com hatten wir dort ein Doppelzimmer mit zwei Queen-Size Betten zu einem bezahlbaren Preis - doch etwas anderes als Hostel!

Allerdings war der erste Moment als wir in Gatlinburg ankommen ein kleiner Schock. Man kommt aus wunderschöner Natur und landet in einer Kitsch-Touristenstadt erster Güte, die den meisten Vergnügungsparks gut Konkurrenz machen könnte ...


Ähnlich kitschig sah die ganze Straße aus. Wir haben uns das dann spaßeshalber mal angeschaut, gerade auch nachts ist das toll beleuchtet, aber so wirklich begeistert hat mich das nicht. Als ich dann hörte, dass hier ein Ehepaar ihren Honeymoon verbringt, dachte ich mir auch nur noch "na gut, wem's Spaß macht". Den Abschluss des Tages markierte dann der Mojito im HardRock Café.

Das war's für den heutigen Tag, nachdem das Bad inzwischen auch wieder frei ist werd ich mich dort mal hinbewegen bevor ich pennen geh. Demnächst gibts dann (hoffentlich) noch was zum dritten Tag :-).

Fall Break - Teil I (Sonntag)

00:06, 20.10.2008. Von Pinguin

Schönen guten Abend bzw. guten Morgen nach Deutschland,

nachdem ich mir das schon die ganze Woche - oder zumindest seit ich aus dem Kurzurlaub zurück bin - fest vorgenommen habe, komm ich jetzt auch endlich mal dazu was über unseren (Martins und meinen) Kurzurlaub in den Smokey Mountains zu schreiben. Also von Anfang an: Montag und Dienstag dieser Woche war hier Fall Break, also quasi Herbstferien. Tat gut zwischendurch mal wirklich Pause zu haben, auch wenn es für die Arbeitsmoral (die gerade eh im Keller ist ;)) nicht so sonderlich förderlich war. Jedenfalls dachten wir, es kann sicher nicht schaden, ein paar Tage in die Natur zu fahren - schließlich ist hier ja auch Herbst, wenn auch ein sehr milder von den Temperaturen her (für morgen sind 22 °C angekündigt.)

Ursprünglich hatten wir ja vor, schon am Samstag morgen loszufahren. Leider erwies es sich als ziemlich unmöglich für Samstag abend noch eine (mit Studentenbudget) bezahlbare Unterkunft zu finden, so dass wir uns dann kurzfristig entschlossen haben, doch erst Sonntag morgen zu starten. Letztlich machte es keinen Unterschied, ob wir Samstag bis Montag oder Sonntag bis Dienstag unterwegs sind; und einen Tag hatten wir fürs Aufarbeiten für die Uni eingeplant. Der war dann halt schon Samstag.

So machten wir uns Sonntag morgen dann auf den Weg von Atlanta zum Chimney Rock Park in North Carolina, auf deren Homepage (www.chimneyrockpark.com) als "In One Place, the Best of the Mountains" angekündigt. Schon auf dem Weg dorthin führte uns der Weg über schöne Landschaften über diverse Highways, doch das sollte sich in den nächsten Tagen noch steigern. Jedenfalls gings erstmal ne ganze Weile bergauf, bis wir ans Kassenhäuschen kamen, um den Eintritt für den Park zu zahlen. 14 $ je Person - okay, schaun wir mal was man dafür geboten bekommt. Nach dem Kassenhäuschen gings noch ein ganzes Stück hoch bis wir schließlich am Parkplatz ankamen. Von dort hatten wir zwei Möglichkeiten, um auf den Gipfel (Chimney Rock) zu kommen: Treppen oder Aufzug. Die Wahl fällt natürlich nicht schwer. Wie? Aufzug? Falsch geraten ;-).


Eine gute Entscheidung, schließlich konnten wir so die Aussicht genießen.


Ach ja, der Weg nach oben bestand übrigens (fast) ausschließlich aus Treppen, die meisten aus Holz, seltener auch so etwas:


Irgendwann kamen wir dann auch auf dem Gipfel des Chimney Rock an, auf dem - natürlich - eine US-Flagge wehte


.oO(langsam sollte ich mir echt mal überlegen ein Fotoalbum anzulegen)

Danach gings wieder runter, diesmal - zur Schonung der Gelenke - mit dem Aufzug. Um noch etwas mehr von der Natur zu sehen, entschieden wir uns einen der Trails zu gehen. Leider waren die "oberen" Wanderwege geschlossen, also diejenigen, die auf Höhe des Chimney Rocks herumführen, daher blieb uns nur der untere. Die Bezeichnung "Wanderweg" ist hier aber etwas übertrieben, "vierspurige Wanderautobahn" wäre eher angemessen; auch etwas, das uns noch öfter begegnen sollte. Nach relativ kurzer Wanderung (ich weiß echt nicht wie die ihre Zeitschätzungen festlegen) waren wir am Fuße des Wasserfalls angelangt. Wirklich anstrengend war's nicht, aber immerhin waren wir in der Natur :). 

Nach diesem Zwischenstop (also 14 $ muss man dafür echt nicht ausgeben) ging's weiter Richtung Asheville, wo wir auch übernachteten. Erstmal haben wir im Hostel eingecheckt, dann sind wir in die Stadt und haben geschaut, dass wir noch was zu Essen bekommen. In der Innenstadt angekommen haben wir erstmal auf den Stadtplan geschaut und waren etwas ratlos, wo wir hin sollten. Netterweise hat uns ein Ehepaar, das gerade vorbeikam, gefragt, ob sie uns helfen könnten, was wir suchen würden. Als wir "etwas zu Essen" darauf antworteten, empfahlen sie uns ein gutes Nudelhaus - der Tip war klasse! ;-)



Als wir auf einen Tisch warteten, hat uns noch eine Frau angequatscht, ob wir denn aus Russland wären, oder Ukraine oder sonstwo ... wir würden so danach klingen. Sie hat sich mit "Germany" dann aber auch zufrieden gegeben. Natürlich - wie könnte es anders sein - war sie auch aus Atlanta ... Wir sind dann noch etwas durch die Stadt gelaufen - eine schöne Innenstadt - und waren etwas trinken. Es hat sogar Live-Musik gespielt, aber leider waren wir etwas zu spät dran, also lange konnten wir die Musik nicht mehr genießen.


Danach gings wieder zurück ins Hostel, wo wir noch ne Weile mit zwei Studentinnen aus North Carolina unterhalten haben.

Ein interessantes Detail aus der Unterhaltung war, dass es im Süden wohl eher passieren kann, dass man sehr offen merkt, wenn Menschen ein Rassenproblem haben. Eine der beiden war schwarz, und sei meinte auch im Norden der USA würde man das eher verstecken und man sei eher "hinten rum" rassistisch, im Süden könne es eher passieren, dass jemand sagt "ich mag dich nicht, weil ... du die falsche Hautfarbe hast". Direkt im Umgang mit Menschen ist mir sowas noch nicht wirklich aufgefallen hier, aber man sah bei der Fahrt über die Dörfer doch ab und zu auch eine Südstaaten-Flagge draußen hängen, was auch immer das zu bedeuten hat.

So, das war's erstmal für heute. Gute Nacht, den Rest des Urlaubs gibt's bald - hoff ich zumindest.

U.S. Space & Rocket Center in Huntsville

13:33, 31.08.2008. Von Pinguin

Heute morgen hieß es früh aufstehen. Um 06:00 Uhr wollten wir uns auf den Weg nach Huntsville, AL, zum Besuch des dortigen U.S. Space & Rocket Centers zu machen, was wir auch fast geschafft haben. Mit einer kleinen Verspätung ging's dann los. Da die Route über die Interstates länger gewesen wäre als über die Highways haben wir uns für letztere entschieden. Eine gute Entscheidung und eine nette Abwechslung zum sonst üblichen Interstate-KilometerMeilen-Fressen. So sahen wir auch mal etwas mehr von der Natur um uns herum. Auch hatten wir so manche nette Begegnung auf der Straße.


(Wohlgemerkt, das Bild wurde bei 55 mph oder mehr aufgenommen. )

Als wir dann in Huntsville ankamen, mussten wir feststellen, dass die Zeitangabe bei Google Maps nicht stimmte - wir waren früher als geplant da. Nun ja, sollte kein Problem darstellen, wir sind um kurz nach 6 Uhr los, haben mit vier Stunden Fahrzeit gerechnet, sind aber schon nach guten 3,5 Stunden angekommen. Da das Museum um 9 Uhr aufmachen sollte, dürfte also summa summarum alles passen. Wenn, ja wenn uns da nicht das Konzept der Zeitzonen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Mir wurde anschaulich klar, warum im Fernsehen die meisten Zeitangaben in der Form "10/9c " gemacht werden: mit der Überquerung der Grenze von Georgia nach Alabama kamen wir auch von Eastern Time in Central Time, sprich nochmal -1 h Zeitverschiebung. So hieß es statt "los geht's" erstmal noch "okay, warten wir halt bis das Museum aufmacht". Aber die Viertelstunde war dann auch noch auf dem Parkplatz zu überbrücken.


Als erstes nahmen wir uns mal das abgebildete Gebäude vor. In dem war die Nachbildung einer Saturn V Rakete untergebracht. Nicht schlecht von den Ausmaßen her :-). Neben der Saturn V waren noch jede Menge anderer Raketen ausgestellt, einschließlich einer V2. Auch die zugehörigen geschichtlichen Hintergründe wurden mitgeliefert. Daneben konnte man sich auch nochmal selbst einigen Beschleunigungskräften aussetzen, zum einen gabs da eine Art Freefall-Tower, bei dem man allerdings nach oben geschossen wurde und am Umkehrpunkt dann einige Sekundenbruchteile in der Luft schwebte. Nettes Gefühl :). Außerdem noch eine Zentrifuge, in der die einwirkenden Gewichtskräfte simuliert wurden. Komisches Gefühl wenn es auf einmal richtig Kraft braucht den Arme oder die Beine anzuheben. Natürlich gabs neben den Raketen noch jede Menge anderer raumfahrtbezogener Ausstellungsstücke. Ich fand's klasse und kann es jedem nur empfehlen, ich glaub jeder Lufti würde sich in dem Museum mehr als gut aufgehoben fühlen ;-).


Die Handformen von Neil Armstrong wurden übrigens zur passgenauen Anfertigung der Handschuhe des Raumanzugs verwendet.


Auch ein Spaceshuttle darf natürlich nicht fehlen. Ach ja, vor der Türe von dem Musem stand wieder mal so ein schwarzes langes Flugzeug, ich glaub es stand was von "Lockheed Martin" und "U.S. Air Force" drauf. Keine Ahnung was das war. Vielleicht kann mir ja ein Lufti weiterhelfen? ;-)


Natürlich hatte auch die U.S. Army Platz, ihre Waffensysteme zu zeigen und ein bißchen Werbung für sich zu machen. Als Stichwort sei hier "There's strong, and then there's Army strong" genannt.

Nach dem Museumsbesuch haben wir dann noch etwas in Huntsville herumgeschaut und einige schöne Häuser gesehen. Danach ging's wieder zurück nach Atlanta.

Ab morgen wartet dann wieder Uni-Zeugs auf mich, nun gut. Aber dafür ist am Montag "Labor Day", ein offizieller Feiertag, das heißt nochmal ein Tag mehr frei *freu*.

Savannah mit dem WSF II

13:42, 29.08.2008. Von Pinguin

Nachdem der letzte Text so mitten im Wochenende zuende war, hier nun der Rest. Ich sollte noch etwas üben passende Cliffhanger reinzubaun :-).

Jedenfalls waren wir dann am Strand auf Tybee Island. Leider keine komplett weißen Sandstrände mit Palmen usw., wir waren aber ja auch nicht in der Karibik. Der Atlantik hat uns aber nen Gefallen getan und schön hohe Wellen geliefert, hat richtig Spaß gemacht.


Okay, auf dem Bild kommts jetzt vielleicht nicht so raus wie hoch die Wellen waren. Aber immerhin sieht man Wasser, könnte also der Atlantik sein (und ist es de facto auch :)). Abends sind wir dann noch mit der ganzen Gruppe Essen gegangen, all you can eat vom Buffett, echt lecker. Und anschließend haben wir dann wieder mal die Stadt unsicher gemacht. Diesmal klappte das mit dem Schlüssel auch, ich hatte ja jetzt einen ;).

Am nächsten Morgen gings dann auf Stadtrundgang. Savannah ist echt 'ne schöne Stadt, einfach nur mal als Beispiel:
 


Solche und ähnlich schöne Häuser und Flecken gibt's in Savannah zu hauf, das würde hier den Rahmen sprengen. Und damit auch die kulturelle Bildung nicht ganz auf der Strecke bleibt, waren wir natürlich auch an dem Platz, an dem Forrest Gump gedreht wurde. Ihr wisst schon, die eine Szene in der er auf der Bank sitzt und erzählt. "Life was like a box of  chocolates. ..." Leider steht die Bank heute im Museum, aber auch auf dem Platz gibts leider kein Schild "hier saß Forrest Gump". Aber nun gut, kann man nicht ändern. Oder vielleicht haben uns auch einfach die Leute an der Rezeption nur vera... ;). Auf der Rückfahrt gabs dann nicht mehr viel berichtenswertes, so dass wir schließlich Sonntag nach nem tollen Wochenende wieder in Atlanta angekommen sind.

So, und ich geh jetzt schlafen :-) War ein langer Tag mit Football (ich schreib dazu nochmal was, aber nicht mehr jetzt) und morgen wartet wieder einiges an Arbeit. Gute Nacht!

Savannah mit dem WSF

13:13, 27.08.2008. Von Pinguin

(zweiter Versuch, der erste ist gerade im Daten-Nirvana verschwunden *hmpf*)

Nachdem's hier schon ne Weile nix Neues mehr zu Lesen gab, will ich doch zumindest über den Ausflug nach Savannah mit dem World Student Fund (WSF) berichten. Freitag machten wir, das waren Martin, Frederik, Christian und ich, auf den Weg nach Savannah. Christian ist übrigens einer meiner Mitbewohner, ein Münchner. Nach irgendwas zwischen 4 und 5 Stunden Fahrt - hab ich erwähnt, dass Geschwindigkeitslimits nerven? - kamen wir dann schließlich in Savannah an und machten uns auf die Suche nach dem Hotel. Schließlich hatten wir die Straße und die Hausnummer, so schwer sollte das ja normal nicht sein. Schön wär's, das Konzept seine Hausnummer deutlich lesbar an der Straße anzubringen war dort wohl nicht bekannt, zumindest haben wir sie nicht gefunden. Auch die Suche nach einem "Bay's Inn" oder "Day's Inn", das uns auf telefonische Nachfrage hin genannt wurde, verlief erfolglos. Erst als wir Einheimische fragten, fanden wir die Lösung: das Hotel hieß "Inn at Ellis Square - A Days Hotel".


Vom Hotel war ich dann echt positiv überrascht, wirklich ein schönes Hotel. Und für uns sogar ziemlich preisgünstig, nachdem das Wochenende - abgesehen von einem kleinen Beitrag - vom WSF gesponsort wurde. Freitag abend gingen wir dann ans Flußufer und haben dort die Zeit verbracht, uns untereinander kennengelernt usw. Leider (rein sprachtechnisch) waren die meisten Deutsche, so dass es gut war, wenn doch mal jemand dabeistand, der kein Deutsch konnte, und man daher Englisch reden musste. In der Stadt erlebten wir dann das nächste Kapitel, das man unter "typisch Amerika" abhaken kann: generell ist der Alkoholkonsum auf der Straße verboten, also Bierflasche mit rausnehmen geht mal garnicht. Aber in Savannah war's dann wiederum in Ordnung, solange man das Getränk in einem durchsichtigen Becher hatte ... Die Logik muss keiner verstehen, aber egal, uns war's eh lieber bei dem Wetter draußen zu sitzen. Ebenso ungewohnt war, dass in der Bar direkt neben dem Eingang zwei Polizisten standen und auch ziemlich lange dortgeblieben sind - vermutlich wollten sie wohl kontrollieren, ob die IDs richtig überprüft werden. Aber sie saßen nur da, haben selbst nix gemacht *g*. Savannah ist übrigens echt ne schöne Stadt, vor allem bei Nacht.



Danach gings noch in den Stadtkern, zuerst in die Rooftop-Tavern. Von dort hatte man auch eine schöne Aussicht über die Stadtmitte und die Straßen in der Nähe.


Irgendwann später gings dann wieder in Richtung Hotel. Dort erwies es sich als ziemlich unpraktisch, dass wir uns davor nicht um nen Zimmerschlüssel gekümmert haben, schließlich waren wir ja die ganze Zeit als Gruppe unterwegs - bis wir dann eben zurück ins Hotel sind und die anderen nicht mitgekommen sind. Das haben wir dann festgestellt, als wir vor der verschlossenen Zimmertüre standen, wir haben übrigens zu sechst in Suiten gepennt, war aber echt okay vom Platz her, und eben nicht reingekommen sind. Frederik hat sich dann entschieden schonmal auf dem Gang einzupennen. Ich bin in die Lobby runter und wollte auf unseren Schlüssel warten, doch der kam nicht. Nach einigen Gesprächen mit dem Nachtwächter (ich weiß nicht ob ich das richtig verstanden hab, aber ich glaub er fand die Situation ziemlich amüsant, ich verständlicherweise eher weniger ;)) gabs dann schließlich doch noch ne Möglichkeit, dass wir nen zweiten Schlüssel bekamen, woraufhin wir natürlich ins Zimmer sind. Ca. 10 Minuten später kam dann der Rest unserer Zimmerbesatzung heim. Nun ja, Murphy's Law.

Am nächsten Morgen gab's dann erstmal "Continental Breakfast". Erschreckend war, dass es nur Einmalgeschirr gab - hey, so schlecht war das Hotel nicht! Selbst das Hostel in Charleston hatte normales Geschirr (vielleicht auch nur, weil die etwas "ökologisch" ausgerichtet waren). Nett war, dass man sich selbst Waffeln backen konnte. Allerdings überwog beim Frühstück das Angebot an süßen Sachen, Käse oder Wurst suchte man vergebens.

Danach gings an den Strand. Unterwegs legten wir noch einen Zwischenstopp in Fort Pulaski ein. Wie der Name vermuten lässt, handelte es sich dabei um ein altes Fort aus Zeiten des Civil War, das inzwischen wieder ziemlich gut erhalten und instandgesetzt ist.



Erstaunt hat mich ja, dass keinerlei Geländer oder ähnliches angebracht waren, man konnte auf dem oberen Level ohne weiteres herumlaufen. Daneben gings gut 3-4 Meter in die Tiefe ... und das in einem Land in dem die Schadensersatzsummen sonst immer so hoch sind? Nun gut ... ;) Immerhin haben sie uns auch noch eine Art "Show" geboten, Salutschüsse mit alten Musketen waren an dem Tag angesagt.

Bevor wir dann wirklich an den Strand gingen, machten wir nochmal einen Zwischenstop in einem netten Restaurant, in dem es "Seafood" gab. Nach Rakis Geburtstag hätte ich ja eigentlich daran gewöhnt sein müssen, aber ich brauchte dann doch wieder etwas Übung um die Shrimps wirklich zu schälen. Eine neue Erfahrung war dagegen "Crab", also Krebse, bei denen man schauen durfte, wie man an das Fleisch in ihren Beinen kam. Danach ging's dann aber echt zum Strand.

So, und nachdem der Text hier schon ziemlich lang wurde und ich jetzt auch zum Lab muss, gibts den Rest vom Wochenende später. Schlaft gut in Good Old Germany :)