Alea iacta est ...

07:25, 14.05.2009. Von Pinguin

... oder anders gesagt, die Flüge sind gebucht ;-).

25.08. Atlanta - Honolulu
03.09. Honolulu - Los Angeles - Atlanta
05.09. Atlanta - London - Stuttgart

Sprich, ab 06.09. habt ihr mich wieder :-)

Manchmal ...

12:44, 11.05.2009. Von Pinguin

... ist es echt frustrierend. Gerade frag ich mich warum ich letzte Woche zwei Tage auf die Fehlersuche verwendet hab, wenn der Fehler diese Woche nicht mehr auftritt ... *args* ;-) Na ja, immerhin gute Neuigkeiten, kann also weitermachen.

New Orleans - Teil 2 - und Abstecher nach Mobile

19:24, 10.05.2009. Von Pinguin

Sonntag morgen (morgen? oder doch eher gegen Mittag? Egal :)) machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Zum einen wollten wir erstmal gemütlich Brunchen, zum anderen stand danach Besichtigung der Stadt auf dem Plan. An der Rezeption fragten wir nach einem Restaurant oder Cafe, wo man brunchen könne. Aber irgendwie hat das mit der Wegbeschreibung nicht so ganz geklappt - wobei wir uns ziemlich sicher waren zumindest die Straßen richtig verstanden zu haben und left und right trau ich uns zu, dass wir inzwischen unterscheiden können. Jedenfalls konnten wir dann erstmal beobachten wie Sonntag morgens die Bourbon Street gereinigt wurde.


Nach erfolgloser Suche nach jenem besagten Cafe, in dem man Brunchen könne, entschieden wir uns dann für ein kleines gemütliches Cafe nahe bei unserem Hotel.


Das Frühstück war echt lecker. Neben Südstaaten-Frühstück (Speck, Eier, ...) gabs auch Gebäck nach europäischem Vorbild - eine willkommene Abwechslung. Gleich neben dem Cafe war, wie wir nach dem Frühstück feststellten, die Polizeiwache untergebracht. Das erklärte auch warum so viele Polizeiautos in der Nähe des Cafes parkten. :-) Schönes Gebäude, und den Fuhrpark der Polizei fand ich dann auch echt interessant.



In New Orleans weit verbreitet - Straßenkünstler:


Hier nochmal zwei Photos vom Stadtrundgang, zu denen mir eigenltich nur einfällt, dass es in New Orleans echt viel fürs Auge gibt.
 


Für eine Rundfahrt auf der Natchez hat leider die Zeit dann nich tmehr gereicht.

Stattdessen sind zum French Market, einem offenen Markt mit vielen Ständen, auf denen vor allem Souvenirs und Sonnenbrillen aus Fernost angeboten wurden.


Vom weiteren Stadtspaziergang gibts einfach noch ein paar unkommentierte Photos, weitere Photos dann ggf. wenn ich wieder daheim bin :-).


 

Nach dem Stadtrundgang gings wieder zurück ins Hotel. Abends suchten wir noch nach einem Chinesischen Restaurant, um mal etwas Abwechslung in den Speiseplan zu bringen :-). Das Restaurant erinnerte dann am Ende doch eher an einen Imbiss, war zumindest nicht so gemütlich eingerichtet wie die China-Restaurants, die man so aus Deutschland kennt. Aber das Essen schmeckte, das war die  Hauptsache :-). Danach war keiner von uns mehr so wirklich motiviert nochmal auf die Bourbon Street oder sonstwohin zu gehen, so dass wir nur noch auf dem Hotelzimmer einen Film schauten. Schließlich sollte es ja am nächsten Tag wieder früh losgehen, und zwar nach ...

... Mobile, wo die U.S.S. Alabama, ein Schlachtschiff aus dem zweiten Weltkrieg, ausgestellt ist und besichtigt werden kann.


 Ein sehr imposantes und eindrucksvolles Erlebnis. Die Tour über das Schiff erwies sich teilweise als interessanter Orientierungsgang. Es waren zwar überall an der Wand Pfeile aufgemalt, die meisten auch nummeriert, allerdings gab es viele Stellen an denen man mehr als einen Pfeil sah. So galt es herauszufinden was gerade die niedrigste Nummer ist, die man noch nicht gesehen hat, und der zu folgen. Der Handzettel, auf dem die Tour nochmals beschrieben war, erwies sich dabei als wertvoller Begleiter.

Das Schlachtschiff war voll ausgestattet - vom Friseur über Küche, Wäscherei, diverse Werkstätten einschließlich einem Schmied, bis hin zum Postamt, einer Dunkelkammer zur Photoentwicklung und natürlich einer Krankenstation mitsamt Operationssaal. Doch einfach der Reihe nach. Zuerst mal zum wichtigsten - wo das Essen herkommt :-) So zumindest sieht es in der Mannschaftskombüse aus.

Wenig später haben wir auch herausgefunden, was die mit dem schlechten Essen den schlechten Äpfeln anstellen:

Und wo wir gerade beim Essen sind, hier findet das Essen wieder seinen Weg an die Freiheit ... sieht ja echt sehr gemütlich aus :-)


Apropos gemütlich - beengter Raum und Privatsphäre lassen sich irgendwie doch nur bedingt in Einklang bringen, wie man auch bei den Schlafgemächern sieht. Insgesamt dienten auf dem Schiff laut Wikipedia 1793 Offiziere und Besatzungsmitglieder.

Hier nochmal ein kleines technisches Detail, auf dem ganzen Schiff waren solche Notstromverbinder verteilt. Damit konnte man wohl wenn irgendwo der Strom ausfiel, sozusagen "Umleitungen" legen.


Hier nun das bereits erwähnte Postamt. Man beachte das moderne Schreibgerät rechts am Bildrand :).


Natürlich gehören zu einem Kriegsschiff auch Waffen. So konnten wir auch die Beladungseinrichtungen für die "kleinen" Bordgeschütze anschaun - unter anderem 16 in (406 mm) und 5 in (127 mm) Kaliber. Insbesondere die 16 in Kaliber hatten beeindruckende Größe.



Wenn das Schiff eine Krankenstation hat, dann darf natürlich die Apotheke nicht fehlen. Interessant war, dass in der Apotheke auch zwei Betten mit aufgebaut waren, der Apotheker schlief wohl immer bei seinen Medikamenten.


Erschütternde Realität waren dann die Triage-Schilder, die unauffällig an der Wand der Apotheke hingen.


Natürlich darf jetzt das Bild vom angekündigten OP-Saal nicht fehlen. Bemerkenswert auch die vorhandene Röntgen-Ausrüstung.

Wer das seltene Glück hatte sich mit einer ansteckenden Krankheit zu infizieren, durfte einen besonderen Luxus genießen - den Isoliertrakt des Schiffes ... links ein Blick durch die Tür, rechts ein Blick auf die Tür. Sehr gemütlich :)



Wieder an Deck mussten wir feststellen, dass es leider immer noch regnete, so dass die Tour über das Schiff etwas nasser als geplant wurde. Die vielen Ablaufrinnen, von denen aus das Wasser aus höheren Etagen auf niedrigere an Deck herunterfloss, waren dabei nicht gerade von Vorteil. Gut nur, dass es zumindest relativ warm war.

An Deck fiel die ordentliche Buchführung auf - akkurates Scorekeeping ist schließlich wichtig ...


Im Vergleich zu den Mannschaftsdienstgraden hauste der Kapitän nahezu luxuriös.

Wobei dies auch nur sein Wohnsitz für Landurlaube war. Während des Kriegseinsatzes hielt er sich meist in seiner Kabine im Turm auf, die doch etwas spartanischer ausgestattet war.


In unmittelbarer Nähe der Kapitänskabine befand sich auch der Gefechtsleitstand, von dem aus das Schiff im Gefecht gesteuert wurde. Natürlich war dieser Leitstand mit einer kleinen Panzerung versehen.



Apropos Gefecht - man konnte auch in die großen Geschütztürme der 16 in Geschütze hineinklettern. Nicht gerade mein Traum-Arbeitsplatz :-)

Das rechte Bild zeigt einen Teil der Zieleinrichtung, mit der mittels Triangulation das Ziel angepeilt werden konnte. Am rechten Rand des linken Bildes ist der zugehörige "Computer" zu sehen, mit dem aus den Angaben sowie Windrichtung, eigene Fahrgeschwindigkeit, Geschwindigkeit des Ziels etc. die richtige Zielrichtung eingestellt werden konnte.

Neben dem Schlachtschiff gab es noch eine Halle mit diversen "Kleinigkeiten", u.a. Hubschrauber sowie ein paar Kampfjets. Auch begegnete uns die altbekannte SR-71 Blackbird wieder - wenn ich richtig gezählt habe dürfte das die dritte sein, die ich gesehn hab. :-) Außerdem stand noch die U.S.S. Drum, ein US U-Boot aus dem 2. Weltkrieg, zur Besichtigung offen.


Auch hier wurde offensichtlich wieder Wert auf eine akkurate Buchführung gelegt.


Unter Deck gings dann erstmal in den Torpedoraum am Bug. Sehr geräumig, vor allem wenn man bedenkt, dass dort noch Torpedos gelagert wurden und ein Teil der Mannschaft dort schlief.


Aber egal wie beengt und spartanisch es in einem U-Boot auch zugeht, das Porzellan für die Offiziere darf natürlich auch hier nicht fehlen.


Apropos spartanisch - auf Ubooten wird es deutlich warum es von Vorteil ist einen höheren Dienstgrad zu haben. Man vergleiche einfach mal die Quartiere der Non-commissioned officers (Unteroffiziere) links mit denen der Enlisted men (Mannschaftsdienstgrade) rechts:


Auch am Heck gabs nochmal einen vor Messing nur so strotzenden Torpedoraum zu bewundern.


Damit war's das auch mehr oder weniger mit der Tour durch das Uboot und das Museum. Schade nur, dass es in Deutschland vergleichbare Ausstellungen in der Größe meines Wissens nicht gibt - rein von der technischen Seite ist das absolut interessant.

Nach der Besichtigung des Ubootes machten wir uns auf den restlichen Heimweg zurück nach Atlanta - das übliche langweilige gemütliche mit-70-mph-über-die-Interstate-cruisen. Ach was freu ich mich da doch wieder auf Deutsche Autobahnen :-). Inzwischen hat mich auch der Uni-Alltag wieder, wie ihr ja schon im letzten Blogeintrag feststellen konntet.

Fehlersuche ...

22:26, 8.05.2009. Von Pinguin

... kann auf Dauer so frustrierend werden, vor allem wenn man es mit einem Mikroprozessor zu tun hat, der wohl seinen eigenen Willen hat (und nein, entgegen möglicher anderslautender Meinungen hat das nichts mit dem sprachlichen Geschlecht des Wortes "Mikroprozessor" zu tun!).  So sah das Ergebnis aus, als ich einen sägezahnförmigen Verlauf digitalisiert habe:



Sieht ja schonmal garnicht so schlecht aus, abgesehen von den zwei Spannungsspitzen (die im Eingangssignal aber nicht auftragen, wie mir das Oszilloskop verriet). Also Fehlersuche: ist vielleicht die externe Verkabelung schuld, oder die Platine? Vor allem tritt der Fehler schwer reproduzierbar immer mal wieder auf, aber bei weitem nicht jedes mal. Nun gut, durch Austausch von Verkabelung, Komponenten, Anschluss von anderen Signalen, etc. war dann sichergestellt, dass die Ursache wohl doch im Mikroprozessor zu suchen ist. Also schaun wir uns doch (mal wieder - an was erinnert uns das nur?) die Ergebnisse der Analog-Digital-Wandlung im Binärformat an:
001110010111
001111101010
100111011000 (1. Spitze)
010010100010
010011110011
...
101111110001
110001001010
001110101101 (2. Spitze)
110100000001
110101010010
Was fällt einem dazu noch ein außer *hmpf* ... Nicht, dass ich die letzten anderthalb Tage nicht hätte sinnvoller verwenden können ... Jetzt weiß ich nur noch nicht ob der AD-Wandler selbst (unwahrscheinlich, da zwei Module und bei beiden tritts auf) oder doch die Datenleitung zum Speicher schuld sind.

EDIT: so einfach ars wohl doch wieder mal nicht ... man sieht ja an den obigen Zahlen auch, dass nicht nur das oberste Bit sich änderte, sondern auch einige andere. Keine Ahnung was da schon wieder schiefläuft ... ich hab jedenfalls viel Spaß mit der Fehlersuche ... ähm ja.

New Orleans - Teil 1

21:55, 6.05.2009. Von Pinguin

Vergangenen Freitag, nachdem ich meine letzte Klausur endlich hinter mich gebracht hatte, machten wir - das waren die üblichen Verdächtigen Martin, Frederik und ich, zusammen mit einem weiteren Kumpel Magnus - uns auf den Weg nach New Orleans. Dank unseres zuverlässigen Kamels (das, nachdem es mal kurzzeitig streikte, nach einer kleineren Frischzellenkur wieder zu alter Form aufläuft) waren die 470 Meilen auch kein Problem. Einzig Magnus litt wohl noch etwas unter den Folgen des Vorabends, was dann auch mal zu einem ungeplanten Zwischenstopp führte ... :-). Gegen Abend kamen wir dann in unserem Hotel im French Quarter an. Nachdem unsere Sachen verstaut waren, gings auf die Burbon Street - quasi der Partymeile. Laut, bunt, stinkend, und voller Menschen. Allerdings waren dort eher die Touristenkneipen, wirkliche Jazz-Läden, wie ich sie mir erhofft hatte, fanden sich auf der Straße nur spärlich.


Etwas ungewohnt in dem sonst so vorgeblich prüden Land waren die leichtbekleideten Damen, die vor den Gentlemen's Clubs versuchten Gäste anzulocken. Ebenso ungewohnt war, dass man dort auf der Straße trinken durfte - aber auch schön, dass es mal wieder erlaubt war :-). Aber ob man's dann gleich so übertreiben muss wie die zwei, die wir dort gesehen haben ...? Das Bier wird doch nur schaal :-)


Auch unsere Freunde von der Polizei ließen sich natürlich in der - für Autos abends gesperrten - Burbon Street blicken, auch hoch zu Rosse. Am darauffolgenden Abend sollte es sich zeigen, dass sie wohl ihre Pferde nicht so ganz im Griff haben - ich ging dann doch mal lieber schnell zur Seite als das Pferd auf mich zukam ...


Am Samstag ließen Magnus und ich uns das New Orleans Jazz and Heritage Festival nicht entgehen - wenn sich schon die Gelgenheit bietet wenn wir gerade mal in New Orleans sind. Was soll ich sagen, es war einfach klasse! Den ganzen Tag genialstes Wetter, warm, aber nicht durchgehend sonnig sondern teils bewölkt, also einfach perfekt. Auf dem weitläufigen Festivalgelände waren mehrere Bühnen verteilt, zudem gab es einige Zelte (Blues, Jazz, Gospel) und jede Menge Verkaufsstände. Auch einige Handwerker zeigten was sie konnten. Musikalisch erwähnenswert sind wohl die Konzerte von Kings of Leon, Cowboy Mouth und Jon Bon Jovi, die wir hauptsächlich gesehen haben. Bei vielen anderen war uns mehr oder weniger nur ein kurzer Blick vergönnt. Aber das Festival-Feeling hab ich echt schon lange wieder vermisst :-). Nervig nur, dass die Amis natürlich alle ihre Campingstühle dabeihatten, nimmt nur viel Platz weg. Hier einfach mal unsortiert und unkommentiert ein paar Eindrücke dazu.









Außerdem erinnerte mich folgender Anblick wieder daran, dass das Dosenpfand in Deutschland doch irgendwo sein Gutes hat.

Auch für Abkühlung war gesorgt - war echt angenehm, man sollte nur lieber nicht nach Wasser- und Stromverbrauch fragen :-) Auf dem Bild links ist leider nur schlecht zu erkennen, dass der Ventilator auch Wasserstaub versprüht hat.

 
Nachdem uns Frederik und Martin dankenswerterweise am Vormittag noch zum Festivalgelände hingefahren haben, entschieden wir uns den Weg zurück zu Fuß zurückzulegen. Waren auch nur ca. 2 Meilen zu laufen, ging also. So sahen wir auch noch ein bißchen mehr von New Orleans. Eine Stadt mit einigen schönen Gebäuden.

Unsere Entscheidung zu Laufen stellten wir dann allerdings nochmal in Frage, als wir an einer Kirche vorbeikamen, an der außen folgendes Schild angebracht ist:

Falls es schlecht zu lesen ist, die Aufschrift auf dem Schild ist: Psalm 46, "God is our hope and strenght, a very present help in trouble." Murder Victims, 2009, und danach eine Liste mit Namen, wobei bei den meisten in der letzten Zeile "Shot" stand.

Von uns wollte keiner was :-). Unser Rückweg führte uns wieder über die Burbon Street, wo wir unter anderem auch an einem kleinen Vodoo-Laden vorbeikamen. Die Südstaaten haben schon ihren eigenen Charme ;-).


Zurück im Hotel und wieder frischgemacht trafen wir uns mit einigen anderen GeorgiaTech-Studenten zum Seafood Essen, bevor es abends dann wieder auf die Bourbon Street ging.

So, und über Sonntag und Montag berichte ich dann ein andermal ;-). Gute Nacht!
 

Vorbei. Aus. Ende. Vorüber. Erledigt. Habe fertig. PRÜFUNGSFREI!

10:38, 1.05.2009. Von Pinguin

Jaaa, es ist endlich geschafft, vor etwa einer Stunde hab ich wohl das letzte mal in meinem Studentenleben eine Klausur beendet und abgegeben. Wurde irgendwie auch endlich mal Zeit, ist echt ein sehr erleichterndes Gefühl. Endlich freiiii! ... öhm ja, wir vergessen einfach für einen Moment mal die Master Thesis. ;-)  Oder besser gesagt, wir vergessen sie einfach mal übers komplette Wochenende, wäre schade in New Orleans viele Gedanken daran zu verschwenden. In knapp 2 Stunden machen wir uns auf den Weg, ich muss nur noch packen - das übliche Drama halt :-). Ab Dienstag kommender Woche werd ich dann wohl 24 h am Tag im Labor zu finden sein, wenns nicht reicht vielleicht auch noch in der Nacht - we'll see ;-). Und hoffentlich find ich dann auch mal wieder Zeit und Lust zum Bloggen, zu berichten gäbs genug :-).

Der Sinn der Dead Week ...

21:53, 26.04.2009. Von Pinguin

... ist es sich auf die Final Exams vorzubereiten, die in der darauffolgenden Woche stattfinden. Wenns ganz dumm läuft hat man (je nach Kursanzahl) 4 oder 5 Finals über 5 Tage, das heißt ggf. auch mal zwei an einem Tag. Glücklicherweise hats mich in meiner Zeit hier nie so böse erwischt. Wie bereits erwähnt hab ich nur ein Final diese Woche, und das geht am Freitag über die Bühne. Reicht also gut wenn ich morgen mit Lernen anfang ;-).

Was kann man dann mit seiner Zeit sinnvoll anfangen? Man kann ja z.B. schonmal üben wie das ist sich auf Prüfungen vorzubereiten. Genau das hab ich auch gemacht und die Zeit darauf verwendet für die Amateurfunkprüfung zu büffeln. Drei Lizenzklassen gibts in den USA - Technician, General und Extra - und für jede gibts ein separates Lernskript und eine separate Prüfung abzulegen. Für die Technician Klasse braucht man wirklich nur Grundkenntnisse, hauptsächlich Wissen über den praktischen Betrieb und die gesetzlichen Grundlagen (man darf auch fast nur auf VHF und höher funken). Für General wird schon etwas mehr Technik abverlangt, aber eher das grobe Überblickswissen "was" und auch noch nicht so tief "wie" und "wieviel". Das kommt dann in der Extra-Prüfung, das erklärt auch warum das Extra-Skript allein ungefähr so dick ist wie die beiden anderen zusammen ;-).

Zu den verschiedenen Klassen gehören entsprechende Prüfungsteile - "Elements". Praktischerweise kann man hier innerhalb einer Exam Session beliebig viele "Elements" hintereinanderweg machen, solange man jeweils besteht. Sprich, im Optimalfall nur einmal die Prüfungsgebühr von (im Vergleich zu Deutschland lächerlich niedrigen) $15 zahlen, und dann drei Prüfungen hintereinanderweg machen. Genau das war heute auch meine Sonntagsbeschäftigung - und es hat geklappt! :-) Damit bin ich ab heute hier auch als "Amateur Extra" Funker lizensiert und muss nur noch waren bis ich mein Rufzeichen zugeteilt bekomme, bevor ich den Äther zumüllen darf *g*. Mal schaun ob's mit einem DX (=Langstreckenverbindung) nach Europa mal klappt, vorzugsweise auch nach Deutschland. Dann zumindest hätte die Prüfungsfrage, was der Ruf "CQ DX" bedeutet doch zwei richtige Antworten gehabt - eine war nämlich "the caller is trying to contact someone in Germany", da musste ich dann doch etwas schmunzeln :-).

Gute Nacht nach Deutschland ;-)

Last day of classes ... ever?

11:36, 24.04.2009. Von Pinguin

Seit gestern Abend um 6:00 pm hab ich nun mein Vorlesungs-Pflichtprogramm erfüllt. Gleichzeitig war das wohl auch meine letzte Pflichtvorlesung in meinem Studentenleben (es sei denn ich würde so wahnsinnig werden mich für einen PhD in einem der Länder zu entscheiden, in denen man noch Vorlesungen hören muss ...). Komisches Gefühl, einerseits Erleichterung, andererseits heißt das auch, dass es mit dem Studentendasein wohl so langsam zum Ende kommt.

Zuerst durfte ich in Larry's Wave Propagation Kurs einen Vortrag über meine Research halten. Lief ganz okay, nur werd ich mir für einen anderen Kurs das ganze nochmal auf Video anschaun müssen und mit der Dozentin durchsprechen - mir grauts schon davor ;-). Danach gab es noch die super interessante, letzte Digital Control Vorlesung (hab ich erwähnt, dass ich froh bin, dass die rum ist? :-)). Während der Vorlesung muss es wohl heftig geregnet haben, zumindest war die Luft gut schwül-warm als ich rauskam. Den hier stets präsenten "Squirrels" muss das Wetter wohl auch sehr zugesagt habe - auf meinem Weg zurück ins Lab bin ich einigen begegnet. Besser gesagt, so viele hatte ich selten davor auf einem Haufen gesehn, in der Wiese und auf dem Baum sprangen bestimmt 6 oder 7 Eichhörnchen rum.





Der Regen dachte sich wohl auch, er will nochmal seinen großen Auftritt haben, und kam dann auch nochmal zurück. Glücklicherweise schaffte ich es noch rechtzeitig vom Lab heim bevor es wieder richtig losging. It's raining again ... :-)


In ziemlich genau einer Woche steht jetzt noch meine letzte Pflichtprüfung an, eben in jenem Traumfach "Digital Control". Danach war's das auch mit dem Kapitel Prüfungen im Studentenleben ... danach heißts Vollzeit Research, bevor es Ende Mai für zwei Wochen mit Raki und Markus an die Westküste geht. Mal schaun wieviel ich bis dahin erledigt bekomme :-)

Mila in Atlanta - Martin Luther King und World of Coca Cola

13:46, 11.04.2009. Von Pinguin

Nach unserem Roadtrip verbrachte Mila noch ein paar Tage hier in Atlanta. Neben dem (teils zweifelhaften) Vergnügen mich in Vorlesungen zu begleiten, nutzten wir die Zeit zum einen um Atlantas kulinarischen Genüssen zu fröhnen, und zum anderen um einen Teil des touristischen Programms zu erledigen.

Was die kulinarischen Genüsse angeht, durfte Mila das Vortex in Midtown und die Cold Stone Creamery an der Atlantic Station kennenlernen. Das Vortex ist ein ein sehr interessant eingerichtetes Restaurant, bekannt für seine Burger. Auf der Website kann man einen Eindruck von dem Laden bekommen. Dank Frederiks Gedächtnis kann ich auch noch verraten, dass Mila den "Elvis Burger" genießen durfte, wie sie ihn fand wird sie vermutlich noch kommentieren :). Was ich hatte, weiß ich allerdings nicht mehr ... In der Cold Stone Creamery gibts dafür dann den Nachtisch in Form von leckerem Eis. Fragt mich hier besser nicht nach dem "was", die Auswahl ist einfach viel zu groß - und bisher war alles echt lecker. Mila ließ sich auch zu einem zweiten Abstecher dorthin überreden, es kann also nicht so schlecht gewesen sein :-).

Nun zum touristischen Programm: Dienstag gings zum Martin Luther King Memorial.


Im zugehörigen Museum konnten wir erstmal einen Film zum Leben und Wirken Kings anschauen, danach gabs einen Haufen Informationen in einem schön gestalteten Museum. Die historische Ebenezer Babtist Church, in der Martin Luther King als Pastor arbeitete, konnten wir leider nur von außen betrachten. Weiter gings zur Grabstätte, die inmitten einer Wasserfläche liegt. Leider sind mir meine Photos irgendwie abhanden gekommen, aber dafür gibts ja wikimedia.org

In der nahegelegenen Fire Station No. 6, die zur damaligen Zeit für den Brandschutz in der Gegend sorgte, gabs ein schönes, gut erhaltenes, historisches Feuerwehrauto zu bestaunen (wo sind meine Photos nur hin? ...). Danach schauten wir uns noch von außen das Geburtshaus von Martin Luther King an. Komischerweise hab ich von der Gegend dort selbst und den Häusern dann doch wieder ein Photo ...


Weiter im touristischen Programm gings dann am Donnerstag, als wir die World of Coca Cola besuchten.


Und ja, wir waren tatsächlich da :-)

Los gings in einem Raum, der vollgestopft war mit Werbung aus aller Welt.

 
Weiter gings in einem großen Kinosaal mit einem Filmchen über die Freshness Factory, ähnlich wie man ihn auch aus der Werbung kennt. Im Museum selbst gabs dann alles rund um Coca Cola zu sehen. Geschichte, Entwicklung, Werbematerialien, ein alter Lieferwagen, einen Cola-Spender wie er im All eingesetzt wurde, Kunst, Werbefilme, Fackeln von verschiedenen Olympischen Spielen, und ganz am Ende auch den Souvenirshop. Ach ja, und die Gelegenheit für ein Photo mit einem Eisbären konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen - wann trifft ein Pinguin schonmal einen Eisbären ;-)


Hier noch unsortiert ein paar Eindrücke aus dem Museum:

Danach schlenderten wir durch den angrenzenden Centennial Olympic Park.

Schließlich machten wir noch einen Abstecher ins Westin Hotel, aus dessen SkyLounge man die Aussicht über Atlanta genießen konnte.


Freitag Abend hieß es dann wieder Abschied nehmen, als ich Mila zur Greyhound Station brachte, von wo aus sie ihre Rückreise zuerst mit dem Bus nach Charleston, WV, und dann weiter mit dem Flieger nach Washington D.C. und schließlich zurück über den großen Teich. Die meisten haben vermutlich inzwischen auch mitbekommen, dass Mila den Urlaub gut überstanden hat und wieder heil daheim angekommen ist. Danke für Deinen Besuch, Mila! :-) Darfst gerne jederzeit wieder auf 'nen Kaffee vorbeikommen ;-).

Märchen im Web ...

00:18, 11.04.2009. Von Pinguin

Das Web macht auch vor den altbekannten Märchen offensichtlich nicht halt.

Gefunden im Status6 Blog.