23.03.2013 - Die neue Saison beginnt, färben mit Annatto

 Mahlzeit

Nach langer Winterpause, in der ich eigentlich nur gesponnen und gewebt habe, wollte ich wieder färben. Annatto liegt seid dem Herbst im Keller rum. Allerdings war das der erste und letzte Färbeversuch in meiner heimischen Küche. Das Zeug färbt wie Hölle!

Gebeizt habe ich mit einer Kaltbeize, die ich die Tage bekommen habe. Die Wolle stammt vom Shetlandschaf, dazu kam noch eine Handvoll Seide.

Danach kam die Wolle zusammen mit der zerstossenen Annatto und Soda nach Gefühl ins Wasser und wurde gute 2 Stunden gekocht.

Das Farbergebnis überzeugt mich nicht zu 100 %, da man ähnliche Farben leichter mit gelb und rot bekommt. 

 

 


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19.09.2012 - Färben im Limeskastell Pohl

 Mahlzeit

Am Wochenende war das letzte Lager der Saison und ich habe 2 Tage lang gefärbt. 

Gefärbt hab ich mit: Riedgras (grün), Birke (gelb), Römerkamille (gelb), Cochenille (pink und lila) und Indigo (grün und petrol)

Alle Färbungen sind mir gelungen. Die Grünetöne habe ich allesamt zusammen versponnen. Sieht richtig gut aus!



Riedgrasfärbung. Erhalten habe ich 3 verschiedene Grüntöne.


Von Links nach rechts: 2 x Römerkamille, 3 x Riedgras, Birke, Cochenille, gelb mit Indigo überfärbt.


Cochenille mit Indigo überfärbt, Wau mit Indigo.


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13.07.2012 - Das erste Webstück und eine schöne, missglückte Tasche

 Von einer lieben Bekannten bekam ich vor einiger Zeit einen amerikanischen Schulwebstuhl geschenkt. Er ist aufgebaut wie ein großer, nur halt in Miniformat. Die Webbreite beträgt 30 cm. Zum testen habe ich all meine "Versuchswollen", sprich Färbeversuche und co, verwebt. 3 Bahnen habe ich gemacht und diese dann einfach zusammengenäht.

Nach gründlichen wässern des Stoffs in kochendem Wasser wurde er dann sogar relativ weich, obwohl er eher grob und dick ist.

Ganz neu versuche ich zur Zeit das Strickfilzen. Da die Schwarznasenwolle schon beim anschauen fast filzt habe ich mit 9er Nadeln eine gut 40 cm breite und hohe Tasche gestrickt. Leider habe ich sie etwas lang in der Waschmaschine gehabt und sie ist doch sehr klein geworden. 

Aber mein Kind hat sie entdeckt und seitdem ist es ihr Lieblingsstück. So hab ich sie letztes Wochenende über Nacht ungebeizt in einen Restsud von Walnussblättern und Nüssen gegeben und als krönung noch eine Flilzblume aufgenäht. Ich hatte kaum Gelegenheit dieses Foto zu machen...


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13.07.2012 - Wollfärbeergebnisse

 Am Wochenende habe ich über offenen Feuer und mit Pflanzen gefärbt.

Das Ergebnis von links nach rechts:

Mohairziege mit Rotholz

Schwarznase mit Walnussblättern

Merino mit Rainfarn

Schwarznase erst mit Hundskamille, überfärbt mit 2. Zug Rotholz

Schwarznase mit ganzen Walnüssen

 

Dann noch die naturfarben. Quessant mit Schwarznase und rechts mit grauer Lamawolle gemischt:


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13.07.2012 - Von Stinkewolle zum fluffigen Flies

 Mahlzeit

Hier nun ein paar Bilder.

 Wunderbar riecht das. Allerdings sieht der Kofferraum  nacher nicht schmutziger aus als vorher. Das ist Waliser Schwarznasen Wolle.

 

 Eins der ungewaschenen Fliese über unsere Eingangsmauer gehangen. Unser Vermieter hat sich schon an das gewolle gewöhnt. 

 

 Auch dazu sagt keiner mehr was. :-) Die Schwarznasenwolle war so schön am Stück, das ich sie auf die Leine hängen konnte nach dem waschen. Sehr schön zu sehen sind noch die feinen Löckchen dieser Rasse.

 

 Die getrocknete Quessant und Schwarznasenwolle, ungekämmt.

 Ab gehts in die Maschine...

 

 und hier kommt das Flies aus der Maschine. 


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13.07.2012 - Seife kochen

 Nachdem ich nun einiges an Seife gekocht habe und dabei immer wieder Duftöle  und Fabstoffe verwendet habe bin ich davon komplett abgekommen. Ich verwende nur noch "natürlich" Beigaben. 

Entstanden sind so Seifen aus reinem Olivenöl, mit Meersalz,Honig und eine mit Ziegenmilch. Auf den Märkten sind diese Seifen sehr gut angekommen. Grade weil keine künstlichen Zusätze drin sind. 

Als nächstes möchte ich mal eine Shampoo und Rasierseife versuchen. 


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13.07.2012 - Nach langer Pause...

 Nach langer Pause möchte ich diesen Blog doch mal wieder beleben. Viel hat sich getan, ein Baby ist eingezogen*g* und ich hab lange Handwerkspause gemacht.

Dieses Jahr nun hat es mich wieder gepackt und nachdem ich Wolle vom Quessantschaf und Waliser Schwarznase geschenkt bekam gings richtig los.

Beide haben eine sehr schöne Wolle. Nach dem waschen habe ich, nicht wie sonst, erstmal alles kämmen lassen. (danke an die Firma Straub in Bebra, die so schön meine Wolle kämmt) Dabei kam eine Freundin auf die Idee die 2 Wollsorten zu mischen. Beim Spinnen ergibt das eine geringelte Wolle. Bilder folgen noch nach.

Den Rest habe ich jetzt angefangen zu spinnen. Ich möchte das erste mal richtigen Stoff daraus weben. 

Der erste Webversuch fand auf einem Schulwebstuhl statt. Der hat leider nur 30 cm Webbreite. 3 Bahnen habe ich gewebt und dann zu einem Stück verbunden. Verwebt habe ich alle Wollfärbeversuche der letzten Jahre. Auch werden Bilder folgen.

Doch nun kommt das erste "große" Projekt mit 80 cm Webbreite. Dazu haben ich jetzt schon einiges von der Schwarznase versponnen und auch gefärbt. Walnussblätter, Nüsse und Kamille. In den Farben solls werden. (äh Bilder äh folgen.....)

 


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18.08.2008 - Extrem Wollefärbing

Mahlzeit

Wir kommen grade aus dem Keltendorf Sünna zurück, wo Sonja und ich "extrem Wollefärbing" praktiziert haben. devil

Färbeversuche mit: Cochenille (richtig geschrieben?), Birke, Schachtelhalm, Baumpilze, Beifuss (war gewünscht), Krapp, Zwiebelschalen, und Johanniskraut. Zudem haben wir mit Eisensulfat "gespielt".

Die Schafwolle stammte vom Wallachenschaf, Heidschnucke und Rhönschaf. Teilweise haben wir fertig gesponne Wolle genommen, teils "lose", gemämmte Wolle. Die Farben sind, trotz gleichzeiger Färbung, bei jeder Wollsorte etwas anders geworden.

Ich versuche mal die Woche zu rekonstruieren... lesen gruebel

Wir haben alle Wollsorten jeweils mit Alaun ca. 1 Stunde im kochenden Wasser vorgebeizt.

Cochenille: Beim ersten Färbeversuch haben wir ein Färbesäckchen genommen, mit dem schonmal gefärbt wurde. Die Wolle war vom Rhönschaf. Dabei kam ein rosalila raus.
Beim 2. Cochenilleversuch haben wir die Läuschen am Abend vorher in Weinstein eingeweicht (Sonja, weißt du noch die Menge? 15 Gramm C.?) und am nächsten Tag dann zum färben genommen. Das Säckchen mit dem Färbepulver haben wir 15 Minuten? in kochenden Wasser ausgekocht.
Beim ersten Zug kam bei Heidschnucke und Rhönschaf ein Zuckerwattenrosa bei raus biggrin aber so richtig pinkig, zuckerwattig.
Beim zweiten Zug haben wir das Säckchen mit ins Wasser getan, gefärbt wurde eine ungebeizte Tunika aus Baumwolle und gesponne Heidschnucke. Die Tunika wirde hellrosa, die Wolle richtig kräftig dunkel Pink.
Beim dritten Zug haben wir Eisensulfat mit ins Wasser gegeben, diese Wolle war dann lila. cool

Birke: Beim ersten Birkenfärbversuch kam ein recht kräftiges Gelb bei raus, gefärbt wurde Heidschnucke.
Beim 2. Zug haben wir dann Eisensulfat mit hinzu gegeben, diese Wolle wurd dann doch etwas graugrün. Da war wohl nicht mehr genug Farbe im Wasser.
Beim 2. Birkenversuch haben wir dann mehr Blätter genommen, die Wolle war richtig leuchtend Gelb. Allerdings haben wir dann Eisensulfat hinzugegeben. Ergebnis: dunkelgrün
Beim 2. Zug hatten wir leider keine gebeizte Wolle mehr, also kam ich auf die Idee, einfach etwas Alaun mit ins Wasser zu kippen und gleich Wolle dazu. devil Die Wolle wurde auch richtig gelb, trotz Eisensulfat. Ich hab dann nochmal welches hinzugefügt, aber keine Reaktion. Erst nach dem auswaschen und trocknen kam dann ein schönes hellgrün bei raus.
Beim dritten Birkenfärbversuch haben wir fertige Kleidung gefärbt. Habt ihr eine Ahnung, wieviel ein gutes Kilo Birkenbläter sind????? undecided Ich weiß nicht, aus was die Klamotten waren. Wir haben den Stoff erstmal geworden ( 50 Gramm dreck abziehen devil ) und dann wie Wolle mit Alaun gebeizt. Leider wurden wir hier etwas "boykottiert" da noch jemand einfach ein Kleidungstück mit ins Alaunbad gegeben hat, als wir auf der Jagd nach Birken waren. Wir haben es erst gemerkt, als wir die Sachen aus dem Alaunbad genommen haben. Trotzdem haben wir einfach weitergemacht, das Kilo Birke ausgekocht, die Blätter grob rausgefischt und dann die Klamotten knapp eine Stunde gekocht. Das Ergebnis war ein recht dunkles grün und kaum Batikspuren biggrin

Schachtelhalm: Eigentlich war ich auf der suche nach Eichenblättern und Rinde, wurden allerdings von Brennnesseln davon abgehalten, diese zu sammeln wacky . Da fiel mir Schachtelhalm auf, der am Wegrand wuchs. Also mußte der her...Das Ergebnis war etwas lau, die Farbe wurde als "pissgelb" bezeichnet. Also hab ich wieder mal Eisensulfat hinzugegeben. Das grün, was bei rauskam, war ganz passabel.

Baumpilze: Ich hab irgendwo gelesen, das Pilze auch färben, ja sogar blau ergeben können. An den Stämmen der Palisade waren mir Pilze aufgefallen, die an der Unterseite orange waren. ALso fleissig mit einem Messer abgekratzt und ab in den Topf zum kochen. Leider war das Ergebnis nicht so toll: ein Hellbraun. Ich vermute mal, das es etwas wenig Material war.

Beifuss: wir wurden gebeten mit Beifuss zu färben *seufz* Also haben wir das einfach mal gemacht. Der Sud hat ganz gut gerochen, aber es kam trotzdem einfach nur ein gelb bei raus.

Krapp: Ich habe schon paar mal mit Krapp gefärbt, aber das Ergebnis war nicht immer so intensiv, wie ich es gerne gehabt hätte. Doch diesmal kam ein richtig intensives rot (bin neidisch biggrin ) bei raus, trotzdem die gleiche Wolle (Heidschnucke) verwendet wurde. Die Wolle haben wir in 2 kleine Wäschesäckchen gemacht, damit das Geschnipsel nicht drin hängen bleibt.
Es war mir zu schade den Färbesud wegzukippen, also habe ich fertig gesponne Wolle vom Rhönschaf in den Topf geschmissen. Statt rot habe ich allerdings dann ein kräftiges Braun erhalten... question

Zwiebelschalen: Ich hab schon einmal mit Zwiebelschale gefärbt, aber nicht genug gehabt und nur ein Gelb rausbekommen. Diesmal hatten wir richtig viel davon biggrin Wir haben die Wolle und die Schalen im Topf eingeschichtet. Als schmankerl haben wir dann noch das Cochenillesäckchen mit ins Wasser gegeben, in der Hoffnung irgendeine irre Farbe zu erhalten. Leider kam das übliche Zwiebelschalenorange bei raus. Also haben wir nochmal ein wenig Cochenille einfach so mit ins Wasser gekippt. Keine Farbveränderung.
Beim 2. Zug hab ich dann Eisensulfat mit ins Wasser gegeben. Das Ergebnis....naja,modriges dunkelgrün.

Johanniskraut: Jemand hat uns erzählt, das beim färben mit Johanniskraut rot bei rauskäme. Wir also los und einen Arm voll davon gepflückt.
Leider kam auch hier nur ein Gelbton bei raus undecided also hab ich mein heissgeliebtes Eisensulfat dazugekippt und "Kuhfladenwolle" erhalten...JA sie wurde von anderen so betitelt, weil sie von der Farbe her aussah wie ein Kuhfladen (mannooooo) Ich fands schön.

Hier mal 2 Bilder:


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22.06.2008 - Mal wieder die Wollfärbung auf offenem Feuer

Heute sind wir vom Lager im Keltendorf in Sünna zurück gekommen. Wieder hab ich fleissig gefärbt. Dabei waren zuerst die Brennnesseln dran. Ein Tip gleich: Bitte keine blühenden nehmen, sonst hat man lauter Krümelchen in der Wolle  Angeblich soll das ja ein Ockerbraungelb werden, ich bekam ein helles Gelb bei raus, was aber doch intensiv ist (versteht ihr mich??)

Als nächstes mal wieder Birke, ist auch wie immer gelb geworden. (also auch nichts neues)

Dann mein Versuch, aus Birke und Krapp ein Orange zu bekommen. Ist leider mehr Rot geworden.

Und zu guter letzt: Alkanna. Das ist diesmal sehr Auberginefarben geworden und nicht so richtig lila.

Insgesamt gesehen ist, außer Birke, nichts so geworden wie ich es wollte. Trotzdem mal hier ein Bild.

Eigentlich wollte mich mir fürs grünfärben noch einige Zweige Blutpflaume einpacken, was aber im Stress am Freitag irgendwie total untergegangen ist.

Werd ich aber nachholen.

PS:übrigends: Schwertfarn gibt eine grünlichgelbe Farbbrühe. Leider hat ich keine gebeizte Wolle mehr zur Hand, um die genaue Farbe zu bestimmen. Auch das wird nochmal wiederholt.

 


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14.06.2008 - Mit Pfingsrosen gefärbt

Mahlzeit

Ich hab vorhin in meinem Garten die abblühenden Pfingsrosenblüten abgeschnitten, bevor sie ihre Blätter überall verteilen. Als ich mir dann den Berg blüten angeschaut habe, kam ich auf die Idee damit zu färben.

Also alle Blüten rein in einen Topf, ordentlich ausgekocht und mit Alaun gebeizte Wolle rein  Sah schon etwas komisch aus, das ganze.

Das Ergebnis:Für mich etwas unlogisch, aber es kam eine apriko/rosa-farbene Wolle bei raus.  Sieht eigentlich recht gut aus und ich hab den Rest Farbbrühe nochmal stehen lassen. Werde Ende der Woche wieder Blüten schneiden und nochmal färben.


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10.06.2008 - Mein erstes Band aus eigener Wolle

Nabend

Nun hab ich endlich mein erstes Band (mit dem Webkamm gewebt) aus selbstgewaschener, gefärbter und gesponnener Wolle fertig  

Es ist vom Muster her sehr simpel geworden, da es erstmal nur ein Versuch war, ob sich die Wolle auch verarbeiten lässt. Aber war fast wie gekaufte Wolle, nur das diese etwas ungleichmässiger ist und sehr kratzt.  dafür ist es selbstgemacht.


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27.05.2008 - Meine gekämmte Wolle

Moin

Gestern habe ich meine gesamte, gewaschen und teilweise gefärbte, Wolle zum Kämmen in eine Garnspinnerrei gebracht.

Hat für über 1 Kilo Wolle 6,-€ gekostet, besser als sich eine Trommelkarde für 350,-€ zu kaufen und stundenlang selbst zu kämmen.

Ich hab nun fein gekämmte Wolle in Wurstform hier liegen  die sich hervorragend verarbeiten lässt.

 


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18.05.2008 - Wolle auf offenem Feuer gefärbt

Mahlzeit

Wie kommen grade vom Keltentreffen aus Sünna zurück.

Dort habe ich gestern das erste mal auf offenen Feuer Wolle gefärbt. War vom Ergebnis recht beeindruckt, weil man Hitze nicht genau dosieren kann und es gab keine Uhr. Also alles Pi*Daumen.

Zuerst die Wolle mit Alaun gebeizt. Wärend die Wolle im Topf vor sich hinköchelte bin ich los und habe die umstehenden Birken entlaubt*g* Wieder zurück, einfach Wolle raus, grob ausgewaschen und neues Wasser in den Topf und die Blätter so lange gekocht, bis sie eklig aussahen. Blätter rausgeholt, soweit es ging, und Wolle rein. Das ganze einfach mal vor sich hinkochen lassen, bis ich meinte, das es genug wäre*g*

Ergebis war eine schöne, gelbe Wolle.

Den Sud wollte ich aber nicht einfach wegkippen, also habe ich noch etwas Krapp ins Wasser gegeben, Alaun dazu und Wolle gleich mit rein. Die Wolle ist richtig schön orange geworden*freu*

Heute wurde ich dann mutig und habe mir die Rinde von Linden aufgehoben, die beim Schälen von Stangen für einen Webrahmen abgefallen sind. Irgendwo hatte ich gelesen, daß die auch irgendeine Farbe ergeben.

Also den Rindenkram eine ganze Zeit gekocht und dann rausgeschmissen, Wolle rein (vorher gebeizt). Beim durchrühren sah es schon etwas eklig aus :-/ schleimig und keinerlei Farbe zu sehen. Ich habs ne ganze Zeit am Feuer gelassen, aber nichts, die Wolle blieb ohne irgendeine Farbe (außer schleimig*g*)

Also Wolle raus, schnell paar Himbeerblätter geholt, rein in frisches Wasser, aufkochen lassen und dann Wolle rein (Himbeer färbt eigentlich auch irgendwas). Aber auch hier:nichts.

Habe das gesamte "Projekt" dann der Natur zurückgeführt (sprich:in Wald gekippt).

Fazit: Wolle auf offenen Feuer färben ist kein Problem. Dabei beachten, das man sich selbst nicht anzündet*g* und man Möglichkeiten hat, mit dem Topf "auszuweichen",sprich ihn von der Glut zu ziehen.

Als Hilfsmittel braucht man nicht viel: Oller Topf, Rührlöffel aus Holz (nein, Andrea, nicht wieder aus Plastik*g*), etwas Alaun, Quellwasser und irgendwelche Gewächse, deren Bestandteile färben (Birke, Brennessel...) oder man nimmt etwas an Naturstoffen mit (Krapp). Dann noch einen Becher Met und alles wird gut. Ach und ein Feuer natürlich*g*

Hier das Ergebnis meiner Färbeversuche von Links nach Rechts:

Naturwolle in braun und grau, ungefärbt

-rot mit Krapp

-grün mit Blutpflaumenblätter

-gelb mit Zwiebelschale

-hellgelb mit Birkenblättern

-missglückter Versuch mit Birkenblättern, sehr schwach gelb

-lose Wolle in orange mit einer Mischung aus Birkenblättern und Krapp

-auf dem Holzbrett:grün - Zwiebel/Blutpflaume gemischt. Krapp- 2. Färbung. gelb- Birkenblätter


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18.05.2008 - Seife am offenen Feuer sieden

Mahlzeit

Neben Wolle färben habe ich auch das erste mal Seife am offenen Feuer gesiedet.

Dazu habe ich Seifenreste genommen, die ich selbst mal geköchelt habe. Diese rein in einen Topf, Wasser dazu und so lange vorsichtig köcheln lassen, bis alles aufgelöst war.

Dann habe ich ca 100 Gramm Natron in Wasser aufgelöst und dazu gegeben (Kinder, Männer und Tiere dabei entfernen, stark ätzend). Immer gut rühren dabei.

Als die Masse anfing dick zu werden, habe ich eine Handvoll Salz hinzu gegeben. Ruck Zuck sammelte ich oben die Seife und untendrunter war die klare, leicht bräunliche Lauge.

Mit einer Schöpfkeller habe ich die Seife vorsichtig ausgeschöpft und in einen Bastkorb mit einem Geschirrtuch gefüllt. Das ganze weggestellt, sodas die restliche Lauge gefahrlos abtropfen konnte.

Das Ergebis war ein bröckeliger Block Kernseife, noch ziemlich "prickelig, also war doch noch Lauge mit drin. Ich werd den Block nochmal erhitzen, nochmal Salz dazu und diesmal in eine richtige Form geben.

Insgesamt war ich mit diesem Ergebnis aber auch hochzufrieden.

 


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7.05.2008 - Wolle färben mit Krapp und Blutpflaume

Moin,

heute versuche ich mich mit dem färben mit Krapp. Die Krappschnipsel habe ich mir im Internet bestellt.

Erstmal habe ich das Krapp in einem großen Topf mit Wasser eingeweicht und vorsichtig herhitzt. Es darf wohl nicht zu heiss werden, da man sonst braun bekommt.

Die Wolle (ca 300 Gr) steht im Topf daneben und wird grad mit Alaun gebeizt. Nochmal soviel Wolle liegt gewaschen bereit und wandert dann auch noch zum beizen.

Zusätzlich habe ich einen Topf nochmal mit Blutpflaumenblättern gefüllt.

Die erste färbung mit Krapp war realtiv intensiv. Die Heidschnuckenwolle ist halt auch nicht reinweiß, sondern mehr graumeliert. Die 2. färbung eher hellrot. Mir wars nur zu schade, die Sud wegzukippen, da er noch recht intensiv aussah.

Von der Blutpflaume hatte ich richtig viel geholt und alles zusammen mit wenig Wasser ausgekocht. Die Blätter hab ich dann noch ausgewrungen und gleich weggemacht.

Das Ergebis bei der Wolle war sehr gut. Die Farbe ist richtig kräftig Petrolgrün geworden. Leider sieht man das auf dem Foto nicht :-/


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4.05.2008 - Wollverarbeitung, Thema färben

Wir waren letztes Jahr auf einem Keltenlager in Reinheim. Nebenan hatte ein Schäfer eine Herde Wallachenschafe stehen, eine sehr alte Schafrasse. Er schenkte uns jede Menge Wolle. Ich wußte zwar nicht, was ich so richtig damit machen sollte, aber ich nahm einfach mal was davon mit.

Ich versuchte dann, die Wolle mit einer Handspindel zu spinnen, aber irgendwie klappte das nicht so, wie ich es wollte. Jedenfalls kam kein Faden bei raus :-))

Die Wolle stand dann müffelnd den Winter über bei uns im Keller. Dann traf ich im Frühjahr auf einem Lager eine Stammeskollegin wieder, die bei einem Färbe- und Spinntreffen mitgemacht hat. Sie hatte wunderbar gefärbte Wolle dabei und wußte nun auch die Handspindel zu bedienen.

Zuerst habe ich mich mit dem färben der Wolle beschäftigt und kräftig gegoggled.

Hier ein paar Seiten mit Infos:

http://www.handspinngilde.de/Handspinnen/Faerben/grundanleitung.html

http://www.viatores-temporis.de/handwerk/farbexperimente.html

Meinen ersten Versuch habe ich mit Blutpflaumenblättern gemacht. Direkt vor meiner Haustür habe ich eine ganze Hecke davon. Ich habe einfach einen Topf voll Blätter gepflückt, diese dann mit etwas Wasser aufkochen lassen. Der Sud roch irgendwie lecker :-) so bischen nach Marzipan. Die Farbe war recht interessant. Das Wasser war kräftig rotlila, die Blätter vom kochen schmutzigrau.

Die Wolle hab ich zuerst mit Alaun vorbeizt und dann ab ins Pflaumenwasser. Das ganze sah recht interessant aus. Die Wolle war richtig kräftig rotlila, was komisch war, da Blutpflaume grün färben sollte. Mit einem Kochlöffel holte ich dann die Wolle zu schauen mal ein Stück aus dem Sud und war enttäuscht. Ein wenig schmutzigrau ist sie geworden. Ich habs dann aber trotzdem die Stunde auf dem Herd stehen lassen und dann rausgeholt. Sie war nun etwas dunkler geworden, aber immernoch grau.

Aber dann beim auswaschen kam das grün endlich raus. Man konnte dabei zusehen, wie die Wolle sich umfärbte. Ein schönes hellgrün kam dabei raus.

Bin dann gleich nochmal an die Bäume geflitzt und habe eine noch größere Menge Blätter gepflückt, aber mit etwas weniger Wasser aufgekocht. Diese Wolle bekam dann  ein dunkles petrolgrün.

Mutig geworden durch diese Erfolg plünderte ich dann meinen Kühlschrank und schälte alles an Zwiebeln, was ich so besass :-)) viel war es nicht, aber für einen kleinen Topf reichte es aus. Die Wolle (auch Alaun gebeizt) bekam fast sofort einen satten, kräftigen Gelbton.

Hier hab ich auch ein paar Bilder:

erst mit Alaun beizen

Erst mit Alaun beizen

dann ab ins Zwiebelwasser

das kam bei raus:-))

Die Farbbrühe von den Pflaumen und Zwiebeln wollte ich dann wegmachen und habe alles in einen Topf gekippt. War mir aber irgendwie zu schade und hab dann in die Brühe nochmal eine Handvoll Wolle geschmissen. Dabei kam ein Neongrün raus*lol*könnte ich eine Warnweste draus weben.

Die Farbe kommt auf dem Foto leider nicht so rüber.

Noch mutiger geworden suchte ich mir dann eine Birke, die ich ihrer Blätter beraubte. Das ging dann aber komischerweise gar nicht. Die Wolle hat kaum Farbe bekommen, auch der 2. Versuch mit mehr Birkenblättern und weniger Wasser hat keinen nennenswerten Erfolg gebracht.

Nun trocknet das ganze erstmal in der Sonne vor sich hin.

Vom spinnen berichte ich ein andermal.

 

 

 


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4.05.2008 - Seife kochen

Hallo

ich möchte hier von meinem ersten Versuch, Seife zu kochen, berichten.

Vor dem ersten Versuch habe ich mich ausgiebig im Internet kundig getan. Hier mal 2 Seiten, die gut informieren:

http://www.seifen.at/

http://members.aon.at/vivianea/seife/sherstellung.html

zudem gibt es ein gutes Buch, was ich auch noch ans Herzlegen möchte:

Naturseife, das reine Vergnügen: Die Herstellung feiner Pflanzenseifen in der eigenen Küche

Autor: Claudia Kasper

ISBN:978-3902540102

Generell ist das Seifekochen nicht schwierig. Man nimmt ein Stück Fett, macht es warm, kippt dazu in Wasser aufgelöstes Ätznatron, rührt das ganze ordentlich durch und raus kommt Rohseife. Diese lagert man noch ein paar Wochen und das wars.

Aber eigentlich ist es doch schwierig. Man arbeitet mit heissem Fett und einer stark ätzenden Lauge. Das ganze blubbert manchmal und die Küche sieht aus wie sau hinterher. Dazu kommt noch ein Berg Abwasch.

Ich gebe hier mal eine Grundanleitung, wie ich es mache:

Erstmal entferne ich alles was stören könnte aus der Küche: Mann und Haustiere*g*

Dann stelle mir einen großen Kochtopf auf den Herd und schmelze vorsichtig das feste Fett darin. Wärend das schmilzt, messe ich noch die richtige Menge Öl und das Ätznatron ab. Das Natron löse ich dann vorsichtig in sauberen Regenwasser auf.

Ist das Fett komplett geschmolzen, nehme ich den Topf von der Kochstelle, gebe ich das Öl dazu, rühre es gut durch, das die 2 Fette sich vermischen. Dann ganz vorsichtig die Natronlauge dazugiessen, dabei mit einem Kochlöffel gut rühren. Dabei sieht man schon, das im Topf etwas passiert. Das Fett wird trüb und dickt ein klein wenig an.

Jetzt mache ich es mir einfach :-))) ich nehme meinen Stabmixer und lass den das ganze ordentlich durchrühren. Wird die Masse im Topf leicht Puddingartig gebe ich Duftöl hinzu, nochmal richtig durchrühren.

Dann kippe ich die Masse in eine große Tupperschüssel, die ich vorher mit etwas Öl ausgewischt habe. Das ganze nun stelle ich an einen Mann und Haustier sicheren Ort, bis es fast fest ist. Mit einem Messer schneide ich dann die Stücke aus.

Ist alles richtig fest geworden, stülpe ich die Form mit schwung um und klopfe solange drauf rum, bis die Stücke rausgefallen sind. Diese dann ab in ein Körbchen und in den dunklen, kühlen Keller. Nach ca 4-6 Wochen kann man dann die Seife benutzen.

Hier nochmal paar wichtige Hinweise:

-Die Lauge wirklich ernst nehmen. Spritzer sofort wegwischen, wenns auf die Haut geht schnell mit viel Wasser abwaschen.

-Alles bis aufs Gramm genau abmessen, ansonsten kanns in die Hose gehen.

-Vorher alles bereitstellen, sprich Topf, Schüsseln. Am besten auch eine offene Flasche Essig, falls mit der Lauge was total schief geht.

Meine ersten 2 Versuche sind im Klo gelandet. Beim ersten mal habe ich das abwiegen nicht genau genommen, beim 2. mal vergessen, den Topf von der Kochstelle zu nehmen.

In der zwischenzeit habe ich noch mehr Seife gekocht, davon berichte ich aber an anderer Stelle.


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In meinem Blog geht es um altes, Handwerk. Ich beschäftige mich zur Zeit mit dem färben und verarbeiten von Wolle und Seife kochen.

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