4.05.2008 - Seife kochen

Hallo

ich möchte hier von meinem ersten Versuch, Seife zu kochen, berichten.

Vor dem ersten Versuch habe ich mich ausgiebig im Internet kundig getan. Hier mal 2 Seiten, die gut informieren:

http://www.seifen.at/

http://members.aon.at/vivianea/seife/sherstellung.html

zudem gibt es ein gutes Buch, was ich auch noch ans Herzlegen möchte:

Naturseife, das reine Vergnügen: Die Herstellung feiner Pflanzenseifen in der eigenen Küche

Autor: Claudia Kasper

ISBN:978-3902540102

Generell ist das Seifekochen nicht schwierig. Man nimmt ein Stück Fett, macht es warm, kippt dazu in Wasser aufgelöstes Ätznatron, rührt das ganze ordentlich durch und raus kommt Rohseife. Diese lagert man noch ein paar Wochen und das wars.

Aber eigentlich ist es doch schwierig. Man arbeitet mit heissem Fett und einer stark ätzenden Lauge. Das ganze blubbert manchmal und die Küche sieht aus wie sau hinterher. Dazu kommt noch ein Berg Abwasch.

Ich gebe hier mal eine Grundanleitung, wie ich es mache:

Erstmal entferne ich alles was stören könnte aus der Küche: Mann und Haustiere*g*

Dann stelle mir einen großen Kochtopf auf den Herd und schmelze vorsichtig das feste Fett darin. Wärend das schmilzt, messe ich noch die richtige Menge Öl und das Ätznatron ab. Das Natron löse ich dann vorsichtig in sauberen Regenwasser auf.

Ist das Fett komplett geschmolzen, nehme ich den Topf von der Kochstelle, gebe ich das Öl dazu, rühre es gut durch, das die 2 Fette sich vermischen. Dann ganz vorsichtig die Natronlauge dazugiessen, dabei mit einem Kochlöffel gut rühren. Dabei sieht man schon, das im Topf etwas passiert. Das Fett wird trüb und dickt ein klein wenig an.

Jetzt mache ich es mir einfach :-))) ich nehme meinen Stabmixer und lass den das ganze ordentlich durchrühren. Wird die Masse im Topf leicht Puddingartig gebe ich Duftöl hinzu, nochmal richtig durchrühren.

Dann kippe ich die Masse in eine große Tupperschüssel, die ich vorher mit etwas Öl ausgewischt habe. Das ganze nun stelle ich an einen Mann und Haustier sicheren Ort, bis es fast fest ist. Mit einem Messer schneide ich dann die Stücke aus.

Ist alles richtig fest geworden, stülpe ich die Form mit schwung um und klopfe solange drauf rum, bis die Stücke rausgefallen sind. Diese dann ab in ein Körbchen und in den dunklen, kühlen Keller. Nach ca 4-6 Wochen kann man dann die Seife benutzen.

Hier nochmal paar wichtige Hinweise:

-Die Lauge wirklich ernst nehmen. Spritzer sofort wegwischen, wenns auf die Haut geht schnell mit viel Wasser abwaschen.

-Alles bis aufs Gramm genau abmessen, ansonsten kanns in die Hose gehen.

-Vorher alles bereitstellen, sprich Topf, Schüsseln. Am besten auch eine offene Flasche Essig, falls mit der Lauge was total schief geht.

Meine ersten 2 Versuche sind im Klo gelandet. Beim ersten mal habe ich das abwiegen nicht genau genommen, beim 2. mal vergessen, den Topf von der Kochstelle zu nehmen.

In der zwischenzeit habe ich noch mehr Seife gekocht, davon berichte ich aber an anderer Stelle.

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In meinem Blog geht es um altes, Handwerk. Ich beschäftige mich zur Zeit mit dem färben und verarbeiten von Wolle und Seife kochen.

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