

Die Kickoff-Veranstaltungen in Itapuama und Bongi haben natürlich ihre emotionalen Höhepunkte immer dann, wenn Brasilien spielt... wie sollte es anders sein? Gestern in Bongi wurde Luis Fabianos Hand-Tor (Marke Maradona) großzügig verziehen, die Hackerei der "Elfen-Elf" dagegen weniger. Zwar hat man, wenn man wie wir auf einem öffentlichen Platz sendet, auf das Verhalten der Menschen wenig Einfluss, aber insgesamt respektierten die Besucher, dass der Veranstalter ein christliches Werk war.
Einer ältere Dame freilich fiel mir auf: Sie holte sich in der nahe gelegenen Bar gleich mehrmals ein Bier und schüttete dann, unmittelbar in meiner Nähe, den ersten Schluck jedes Bechers auf den Boden. Schon mit einem "Floh im Ohr", fragte ich sie nach dem Spiel nach dem Grund ihres Verhaltens. Sie schaute mich mißtrauisch an und antwortete: "Ich gehöre den Heiligen. Ich bin Spiritistin des (afro-brasilianischen) Macumba!"
Freundlich sprach ich weiter mit ihr; ihre Aufmerksam war aber ein wenig geteilt, weil soeben die Verlosung einiger (Werbe-) Brasilien-Shirts eingeleitet wurde. Gebannt schaute sie auf ihr Los... aber ihre Hoffnungen erfüllten sich nicht. Freilich hatte ich selbst bereits ein Hemd erhalten; ich reichte es ihr mit den Worten: "Versteh es als ein Geschenk von Jesus; es soll dir zeigen, dass ER dir noch viel mehr schenken will."
Der Effekt war unvorstellbar: Stürmisch umarmte sie mich vor Dankbarkeit und wollte schließlich sogar, dass ich für sie betete. Wieviel kleine Dinge manchmal ausmachen können...
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