Heart of Jūdō | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Warum Go, Kampfkunst und Natur Ähnlichkeiten aufweisenAls ich das erste Mal etwas von Go gehört habe, dachte ich, es sei bloß ein weiteres Strategiespiel, ähnlich wie Schach.Ich habe (mit 12 oder 13) das Regelwerk zum ersten Mal durchgespielt, es teilweise verstanden und auf den Go-Server bin ich damals verzweifelt. Irgendwann kam diese Faszination allerdings wieder auf, umzwar als ich mir die Serie Hikaru no Go angesehen gelesen haben (eine Anime- und Mangaserie aus Japan). Go hat in meinen Augen sehr viel mit der Natur und auch in gewisser Weise mit den Kampfkünsten zu tun. Das eigentliche Go-Brett hat 19x19 Linien, was wiederrum 361 Schnittpunkte ausmacht. Das Jahr hat nach dem alten chinesischem Kalender 361 Tage; allerdings hat unser Jahr nur 4 Tage mehr. Diese vier Tage könnte für die 4 Jahreszeiten stehen. Es lässt sich aber auch in 4 gleich große Ecken aufgliedern, welche jeweils 90 Schnittpunkte haben. Der übrig gebliebene Schnittpunkt steht für die Mitte. ![]() Es wird üblicherweise mit schwarzen und weißen Steinen gespielt. Normalerweise sind diese Steine aus Glas. Die Farben können u. a. für Licht & Schatten, Tag & Nacht, Sonne & Mond oder auch für eine Passage aus dem Buch A Journey in Search of the Origins of Go von Shirakawa Masayoshi stehen: "They are like shells in the sea and slate in the mountains." Dazu kann man sagen, dass Profi-Spieler durchaus Steine aus Muscheln und Schiefer besitzen. Was mir persönlich aber am meisten Spaß macht ist es, ein ausgeglichenes flüssiges Spiel zu spielen, bei dem es nicht um Sieg oder Niederlage sondern um die Freude am Spiel geht. Solche Spiele zu spielen ist entspannend und selbstreflektierend. Ich selbst lerne jede Menge über mich durch solche Spiele. Ich erkenne unter anderem dadurch auch meine Fehler/ Probleme, die ich in meiner Kampfkunst (oder auch privat) habe. Wenn ich nicht locker spielen oder trainieren kann, stelle ich mir die Frage, ob mich irgendetwas zu sehr beschäftigt, das ich es während der Übungs- oder Spielzeit nicht loslassen kann. Desewiteren dann auch, warum das so ist, was ich dagegen tun kann, ... etc. Irgendwie führen mich solche Sachen immer wieder auf meine gegenwärtige Situation zurück und ich kann mich daran orientieren und entscheiden welche Schritte ich als nächstes gehen werde. { Kommentar hinterlassen } { Vorherige Seite } { Seite 16 of 20 } { Nächste Seite } |
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