Rumms bumms Feierabend... Hallo Krankenkasse!Geschrieben um 11:39 am 26.06.2007
Von Henne
Unfallschilderung:
Ich wachte am Sonntag, den 24.06.2007, morgens um 10 Uhr in meiner Wohnung in Düsseldorf auf. Ein herrlicher Tag, die Vögel zwitscherten, mein Stuhl war fest. Angeheitert durch die Sonnenstrahlen, die auf meiner Nase kribbelten und mich zum schmunzeln brachten, entschloss ich mich dazu, mich mit dem Fahrrad etwas sportlich zu betätigen. Ich kramte mein blaues Geschoss aus dem Keller und dann ging es auch schon in voller Kampfmontur los. Linke Rheinseite hoch bis Krefeld, weiter auf der rechten Rheinseite bis Duisburg, einmal am Hafen anschlagen und dann rechte Reheinseite wieder runter bis Düsseldorf. Summasummarum lagen also über 90km vor mir, aber für mich ein Klacks.
Kilometer46: Ich hatte gerade die Krefelder Rheinbrücke passiert und fuhr nun auf der rechten Rheinseite mehr oder weniger direkt am Wasser entlang. Ein schöner Weg, ca einen Meter breit und hier und da mit Gras bewachsen. Im großen und ganzen kann man also sagen, dass es sich um einen Trampelpfad / Feldweg handelte. Vorwiegend von Bikern , Hundchen und Herrchen's bzw. Frauchen's oder rumknutschenden Liebespäarchen für eine romantische Wanderung benutzt. Ich dümpelte also besagten Weg mit ca 20 - 25kmh entlang, grüßte hier und da ein paar Wanderer und freute mich wenn diese fröhlich zurück winkten. Irgendwie habe ich dann ein ca. 20cm langes und max 10cm tiefes, von Gras bedecktes Loch, das wahrscheinlich von einem knuffigen Wauwau gebudelt worden sein muss, übersehen. Der Lenker wurde nach rechts gerissen. Ich trennte mich von meinem Rad und mein Rad trennte sich von mir. Welche Flugkurve dabei mein Rad vollzog sei hier vernachlässigt. Ich auf jeden Fall stürzte nun kopfüber nach vorn und landete auf der hinteren Seite meiner linken Schulter. Etwas benommen versuchte ich mich auf zu richten, mußte jedoch fest stellen, dass ich mein linken Arm kaum bewegen konnte ohne laut "Aua" schreien zu müssen. Heulen kann ich immernoch zu Hause! Nach einem heftigen Ruck rutschte das Schultergelenk wieder in seine ursprüngliche Position und abgesehn von einem leicht stechenden Schmerz in der Schulter konnte ich besagten Arm wieder gut bewegen. Ansonsten ging es mir gut, meinem Rad auch. Nur meiner Radbrille mußte ich bedauernswerter Weise noch vor Ort den exitus Quitieren. Rip! Das ganze spielte sich in ca. 1Sec um ca. 16 Uhr ab. Beteiligte waren nur ich, mein Fahrrad und das böse Löchlein. Eine genaue Ortsangabe ist schwierig, da der Unfall ja nicht auf einer Straße o.ä. geschah. Aber Grob gesagt ereignete sich der Sturz zwischen der Krefelder Rheinbrücke und 47059 Wanheim-Angerhausen (bei Duisburg). Um es genau zu sagen: 51° 22' 3.17 (nördliche Breite) und 6° 40' 28.64 (westliche Länge), zu finden über Google Maps o.ä.. Ich habe dann den Heimweg angetreten und auch erfolgreich absolviert.
Den restlichen Abend habe ich gemühtlich vor dem TV verbracht. Da sich das anfänglich nur leichte Stechen in meiner Schulter aber von Stunde zu Stunde immer mehr zu einem zerreißenden Schmerz entwickelte, besuchte ich am nächsten Tag einen Sportmedizinier (siehe beigefügte Krankschreibung). Dieser bescheinigte mir eine schwere Schulterprellung, drückte mir die Hand und wünschte mir alles Gute. Anschließend habe ich mich schlafen gelegt.
Mit freundlichen Grüßen, Henryk N.
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