Alle Jahre wieder... Merry Christmas!Geschrieben um 20:30 am 25.12.2007
Von Henne
Wenn die halbe Welt nur noch nach Glühwein schreit, sämtliche Radiosender im Sekundentakt Wham mit Last Christmas durch die Boxen jagen und man im Einkaufszentrum vom Weihnachtsmann gekidnappt wird um auf dessen Schoß seinen Wunschzettel runter zu beten, dann kann man sich relativ sicher sein: Es ist Weihnachtszeit! Ach wie schön... Na gut, eigentlich ist Weihnachten ne tolle Zeit. Das wiedersehen mit den Eltern nach fast einem halben Jahr, dass große Geschrei wenn Peter und ich wieder wie die Wilden die Mietzen quer durchs Haus jagen und natürlich die Geschenke. Und so ist die Wiedersehensfreude groß als ich am 21.12.07 spät Abends gemühtlich in Berlin eintrudel. Peter hingegen mag es gern dramatisch und so läst er auf sich warten. Eigentlich wollte er schon vor Stunden da sein aber statt dessen sitzt er immernoch in Landsberg und sucht seine Autoschlüssel. Weihnachten in der Kaserne, das hat doch was. Aus reinem Mitgefühl heraus beginne ich ein Päckchen mit einem Teil der Weihachtsgans zu packen - damit der kleine Heiligabend wenigstens was zu beißen hat. Mein hinterhältiger Plan fliegt aber schon nach kurzer Zeit auf und so wird statt der Weihnachstgans der Ersatzschlüssel per Express auf Reisen geschickt. Die von mir geplante Konfeszierung Peter seiner Weihnachtsgeschenke hat sich damit erledigt. Ich bin verärgert. Die Tage ziehen ins Land und wir nähern uns unaufhaltsam Heiligabend. Die letzten Weihnachtseinkäufe werden erledigt, Geschenke verpackt, die Gans gestopft und bei dem Gedanken was denn wohl diesmal für schöne Sachen unter dem Weihnachtsbaum liegen werden bekomm selbst ich leuchtende Augen. Seltsamerweise macht sich gleichzeitig auch ein mulmiges Gefühl in meiner Bauchgegend breit. Ich hoffe nur, dass das kein schlechtes Ohmen ist. Dann endlich ist es so weit, der Weihnachtsabend! Wie jedes Jahr sieht das Protokoll ein festliches Abendessen und anschließend den geordneten Ansturm auf den Weihnachtsbaum und die Geschenke vor. Der weitere Ablauf - gemeinsames tanzen um den Weihnachtsbaum und fröhliches singen von Weihnachtsliedern oder dem Ruf nach Revolution und Anarchie - hängt, wie so oft, im wesentlichen nur von der Qualität der Geschenke ab... Wir versammeln uns vollgefressen vor dem Weihnachtsbaum und bestaunen die zahlreichen Geschenke. Peter nutzt die Gelegenheit seine neue urbayrische Lederhose zu präsentieren während meine Eltern bei dem Anblick jubeln als hätten sie gerade den Jackpot im Lotto gewonnen. Das werd ich nächstes Jahr toppen, dann komm ich im Dirndel! Kaum ist der Applaus abgeklungen, da klettert Peter auch schon unter den Baum und zottelt das erste Geschenk hervor. Anschließend kriecht der Beschenkte unter den Baum und holt ein weiteres Geschenk hervor - solange bis das letzte Paket verteilt, zur freude der Mietzen das halbe Zimmer mit zerrißenem Geschenkpapier zugemüllt ist und die Hälfte der Zweige und Nadeln abgerissen unter dem Baum liegen. Herrlich. Eine halbe Stunde später herrscht großes Schweigen, zumindest bei mir. Während mir meine Eltern zu meinen tollen Geschenken gratulieren und sich dabei gegenseitig abklatschen versuche ich mir darüber klar zu werden, was ich mit einem Kaffeemaschinen-, Eierkocher-, Miniofen - Kombigerät anfangen soll. "Na damit kannste dir zum Frühstück jetzt immer prima Eier kochen und Brötchen aufbacken, is doch super!", hör ich meine Mom erklären während sie abermals vor freude in die Hände klatscht. Und was soll ich bitte mit einer zweiten Kuscheldecke, einem Bettbezug der wahrscheinlich im Mittelalter designet wurde und zwei tollen Kaffeetassen - wo ich doch bereits letztes Jahr acht Stück bekommen hab! Soviel Kaffee kann nicht mal ich trinken - obwohl, ich hab ja jetzt zwei Kaffeemaschinen, da bleibt mir wohl nix anderes übrig! Und weils so schön ist gibts dazu noch ein Buch über Sternzeichen. "Grundlagen der Astrologie - Sonnenzeichen, Aszendenten (wtf?!?), beherrschende Planeten...", so steht es zumindest auf dem Einband. Wenn überhaupt, dann muss ich mich beherrschen das ich nicht gleich explodiere und zur Supernova werde! Eigentlich schreit die Bescherung nach Aufruhr und Chaos, aber an diesem Abend wurden schon zu viele Tränen vergossen, wenn auch nur meine. Und so beschließe ich den Weg des friedlichen Protest einzuschlagen. Ich bedanke mich überschwenglich für die tollen Geschenke während ich einen neidischen Blick auf die Kletterausrüstung von meinem Bruder, das neue Handy meiner Mom, ja sogar auf die prima Krawatte meines Dads werfe. Anschließend verlasse ich die fröhliche Runde und geh in die Küche. Während ich mir mit der alten Kaffeemaschine meiner Eltern einen Kaffee koche und dabei in Gedanken versunken ihren herunter gekommenden Eierkocher betrachte weiß ich auf einmal was ich ihnen nächstes Jahr schenken werde... Das wird ein Fest, wie jedes Jahr! Frohe Weihnachten euch allen und einen guten Rutsch! Berlin, 25.12.2007 Unbenannter KommentarGeschrieben von Anonymous um 20:54 am 2.07.2009
du bist so doooooooooooooooooooooof und ein kleines arrogantes Arschloch
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haha