Bildung und Erziehung mit der "blinden Kuh"
geschrieben am 10.09.2011 um 11:19 in der Kategorie
Kommentare: [3] | Schreib einen Kommentar

 Als frischgebackener Vater interessiert mich natürlich brennend, wie meine Tochter sich im Netz bewegen und orientieren wird.

Das Portal "Die blinde Kuh" ist meines Erachtens eine gute Plattform, von welcher aus das WWW kindgerecht erforscht werden kann. Trotz des etwas altbackenen Gestaltung lädt die Seite ein, interessengeleitet das Web zu erkunden. Man sieht, dass es im Internet sehr viele Informationen gibt. Durch den Filter der blinden Kuh sind diese Informationen oftmals auch kindgerecht aufbereitet, was Kinder motivieren kann, öfter mal selbständig ein Themengebiet zu erschliessen oder zu vertiefen.

Dies ist meiner Ansicht nach eine wichtige Komponente im Bezug auf Medienerziehung. Bereits in diesem Alter sollten Kinder merken, dass Neue Medien nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern auch der Information.

Gleichzeitig gilt es natürlich auch zu merken, dass es sehr, sehr viele Informationen im Netz gibt. Während sich bei der blinden Kuh die Trefferzahlen noch im Rahmen halten, werden in Google wenige Begriffe mit weniger als 100'000 Treffern gefunden, eine Zahl, mit der Kinder nicht wirklich viel anfangen können (und auch wir Erwachsenen haben Mühe, uns 100'000 Seiten / Treffer vorstellen zu können). Hier schreibe ich der blinden Kuh also einen Medienbildungs-Aspekt zu, denn das Auswählen von gefundenen Inhalten ist (wie auch das Finden von Inhalten überhaupt) ein wichtiger Teil der Medienkompetenz, welche auch im Erwachsenenalter weitergepflegtwerden muss.

Um noch einmal zurück zu kommen auf den Begriff der Medienerziehung, so denke ich dass die Plattform wohl einen Teil übernimmt, das lustvolle Einladen zu den besagten Entdeckungs- und Erkundungsreisen durch's Web. Für die Erziehung selbst sind jedoch weiterhin die Eltern verantwortlich (und auch die Schule). Hier sehe ich gleichzeitig ein grosses Potenzial, aber auch eine kleine Gefahr in der blinden Kuh: sie bietet Eltern eine grosse Fülle von Informationen über Medienerziehung und Gefahren im Netz, wenn man sich mit ihr auseinandersetzt. Dennoch befürchte ich, dass es immer noch viele Eltern gibt, welche von einer kindgerechten Seite hören, welche als geeignetes Portal gewertet wird, und deshalb vergessen, dass die Begleitung ihrer Kinder nach wie vor von grosser Bedeutung ist.

Wenn die Eltern diese Pflicht jedoch nicht vergessen, sehe ich die blinde Kuh als geeignete Plattform, Kinder in die grosse Welt des WWW einzuführen, in der Hoffnung, dass sie später als medienkompetente Personen das Internet so zu gebrauchen wissen.

In einigen Jahren werde ich mich selber dieser Prüfung unterziehen müssen / dürfen ... na denn, mal sehen ;)



Lebenslanges Lernen ist nicht lebenslanges Büffeln
geschrieben am 7.08.2011 um 12:40 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

 Als Kind glaubte ich meinem Vater nicht, als er mir sagte, dass ich das kleine 1x1 für's Leben lerne - denn Erwachsene haben ja einen Taschenrechner und müssen deshalb nicht auswendig wissen, was 6 x 7 ergibt. (Man sieht, dass ich mir schon damals Gedanken darüber machte, welches Wissen man sich aneignen muss, und bei welchem Wissen man einfach den Nachschlageort kennen muss - ein Thema, welches mit Bezug auf's Internet ja noch viel intensiver zu diskutieren ist als beim kleinen 1x1 (siehe: www.netzwelt.de/news/87554-google-bing-co-suchmaschinen-veraendern-erinnerung.html).)

Später beneidete ich ihn dann darum, dass er abends keine Hausaufgaben zu erledigen hatte oder auf Prüfungen lernen musste. Das wird herrlich - dachte ich - am Feierabend ist dann wirklich Feierabend, vielleicht ein Bierchen, ein bisschen TV oder was auch immer.

Nun, um abends nichts mehr tun zu müssen habe ich mir definitiv den falschen Job ausgesucht. Als Dozent kommt es mir manchmal so vor, als ob die Abende und das Wochenende die eigentliche Arbeitszeit wären, und der Unterricht eine angenehme Nebenbeschäftigung. Naja, als frischgebackener Vater wird wohl auch diese Rollenverteilung neu gesetzt, mal schauen ...

Jedenfalls gehört in meinem Beruf vor allem als Berufseinsteiger das Dazu-Lernen zum Tagesgeschäft. Ich bin noch nicht so routiniert, dass ich mir die Inhalte aus dem Ärmel schütteln kann, geschweige denn dass ich schon didaktische Kniffe und Tricks beiseite habe, welche mir die Vorbereitungszeit massiv verkürzen könnten - doch es entwickelt sich langsam aber sicher (auch dank dieser Ausbildung).

Dass mein Vater (ohne Hausaufgaben und auf Prüfungen büffeln) jedoch auch immer davon sprach, dass er ebenfalls die ganze Zeit lerne, wollte mir lange nicht in den Kopf. Vom Tastentelefon zu einem Telefon mit Menü ist ja wirklich kein gigantischer Schritt, schliesslich kennt man die Menüs ja vom Computer (wenn man denn einen bedienen kann!) und wenn im Fernsehen immer öfter von weiteren Informationen im Internet die Rede ist, geht man halt ins Internet und schaut sich diese an (wenn man denn einen PC mit Internetanschluss hat - und ihn bedienen kann). Das sind natürlich bloss zwei Eisberg-Spitzen. MIttlerweile weiss ich, dass für meinen Vater (als jemand, der sehr gerne beim Altbewährten bleibt) viele Dinge sehr grosse Veränderungen darstellten. Ganz zu schweigen von allem, was man als Vater sonst noch lernt - Erziehungs- und Umgangsfragen, lieben und loslassen können, auf einmal Grossvater sein usw. Und Positionswechsel (auch innerhalb einer Firma) sind ebenfalls grosse Lernfelder. 

Die letzten zwei Drittel meines Lebens befand ich mich immer in mehr oder weniger intensiven Ausbildungen. Ein Leben ohne kann ich mir schon fast gar nicht mehr vorstellen - nicht zuletzt weil ich an einer Ausbildungsstätte arbeite. Infolge dessen habe ich wohl einiges mehr mit dieser expliziten Form des Lernens zu tun als mein Vater, habe aber dafür mittlerweile gelernt, was er mit lebenslangem Lernen meint.  



Neil Postman - Panikmache oder weise Voraussicht?
geschrieben am 7.08.2011 um 12:16 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Als Postman sein Buch schrieb war der ehemalige Schauspieler Ronald Reagan Präsident der USA und MTV ging auf Sendung. Ich persönlich habe von dieser Zeit nicht sehr viel mitbekommen, da ich erst geboren wurde. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Postman mit seiner Beschreibung des Amerikas (bzw. des Fernsehens in Amerika) zu dieser Zeit sicher nichts beschönigte, wohl aber eine berechtiungte Kritik am unreflektierten Medienkonsum bzw. "vorsätzlich manipulativer Medienproduktion" veräusserte.

Eine schonende Warnung wäre wohl auch nicht im selben Masse erhört worden. Man denke nur an die Disziplin-Debatte vor wenigen Jahren, als Bernhard Bueb sein Buch "Lob der Disziplin" veröffentlichte. Auch wenn hier keine blanke Wahrheit und das ultimative Rezept beschrieben wurde, so stiess das Buch doch eine heftige Debatte an. Wäre das Buch "sanfter" oder weniger absolut formuliert worden, wäre es meiner Meinung nach wohl in den Regalen mit den Ratgebern verstaubt.

So konnte auch Postman nur auf diese absolutistische Art beschreiben, wie schlecht das Fernsehen ist, wenn er denn hoffte, dass über dieses Medium kritisch gesprochen wird. Er beschreibt ja selbst, dass nur unterhaltende Menschen erhört werden, und meiner Ansicht nach verstand er es sehr gut, seine Kritik ebenfalls unterhaltend zu formulieren. Einige flapsige Sprüche (z.B. "Kulturbeobachter und andere Pessimisten ...", S. 14) oder herrlich absolute Statements (z.B. "... [wir sind] zu einem Volk geworden, das im Begriffe ist, sich zu Tode zu amüsieren." S. 12) tragen viel zum Unterhaltungswert dieses Buches bei und laden gleichzeitig dazu ein, über die Inhalte zu debattieren.

Glücklicherweise ist es nun doch so, dass es nicht nur Schund und Schrott gibt und wir geradewegs in eine Idiocrazy steuern. Dennoch ist es erstaunlich, wie gross die Rolle der primitiven Unterhaltung auch heute noch im Fernsehen ist. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn der Anteil an pädagogisch wertvollen Sendungen höher wäre. Wenigstens konnte sich ARTE als Sender etablieren, kämpft jedoch gegen eine Übermacht von Sendungen mit weniger Anspruch. Seien es Dschungel-Shows oder ein ewig doofer werdendes Big-Brother-Haus - oftmals sind Postmans Befürchtungen und Warnungen erstaunlich (und besorgniserregend) aktuell. Dennoch stelle ich persönlich fest, dass immer öfter auch Indipendent- oder andere Filme bessere Sendeplätze bekommen, in wechen man nicht nur stumpfsinnige Unterhaltung sieht. Infotainment à la Michael Moore oder Filme, welche zum Denken anregen wie Beyond This Place bilden ein Gegengewicht. Meine Hoffnung ist, dass dadurch eine Veränderung der Wahrnehmung stattfindet. Dass die Leute beginnen darüber nachzudenken, was sie im Fernsehen schauen.

Schlussendlich ist es die Entscheidung der Einzelnen, wie sie ihren Feierabend verbringen möchten. Auch ich habe nach einem strengen Tag manchmal Lust auf "blöde Filme" oder seichte Unterhaltung, Hirn abschalten und nach fünf Minuten schon vergessen haben, was man eigentlich gesehen hat. Aber muss es jeden Tag sein?  

 



Relevanz von Qualität
geschrieben am 23.05.2011 um 12:25 in der Kategorie
Kommentare: [1] | Schreib einen Kommentar

Wie hat sich mein Verständnis von Qualität verändert?

Früher verstand ich unter Qualität ganz einfach die Güte von Objekten, frei nach dem Volksmund: "dieser Schuh hält sehr lange, das ist Qualität."

Irgendwann erweiterte sich mein Wortschatz, und auf einmal gab es "gute Qualität" und "schlechte Qualität" - also bedeutet Qualität nicht immer auch etwas gutes.

Dann merkte ich auch, dass auch Personen Qualitäten haben konnten, was den Begriff sofort vielschichtiger machte, denn nicht alles, was bei einer Person als Qualität hervorgehoben wird, ist auch automatisch "gut" in alles Aspekten dieses ebenfalls sehr unbestimmten Wortes. Ich lernte also, dass Eigenschaften, welche mich nervten (übertrieben ordentliche Personen beispielsweise) in dem Moment Qualitäten darstellen, in welchen man diese Eigenschaft benötigt. Beispielsweise wenn eine Organisation oder Institution danach verlangt.

Im Kunststudium lernte ich dann, dass auf Materialien Qualitäten haben. War es beim Schuh noch die Machart, welche als "Qualität" gelobt wurde, waren es nun Stoffe, Metalle, Holzarten, welche alle unterschiedliche Qualitäten aufwiesen, was allerdings häufig sehr wertfrei war. Der Verwendungszweck bestimmte, welche Qualität des Materials geeignet ist: gezogene Eisen lassen sich besser bearbeiten und gegossene Eisen sind robuster.

Nach dem Studium ging es an die Pädagogische Hochschule, wo wir ein sehr ausgeprägtes Qualitätsmanagement haben. Es gibt eine Qualitäts- und Evalutationsgruppe, in welcher alle Fachbereiche vertreten sein müssen und alle Module werden regelmässig evaluiert und die Qualität sicherzustellen bzw. zu steigern. Hier nähert sich der Qualitätsbegriff wieder dem Schuhmacher an: gutes Handwerk, also gute Lehre.

Dass es sich beim Qualitätsbegriff um einen multidimensionalen Begriff handelt wurde ja auch im Studienbrief erläutert. Dies deckte sich weitgehend mit meinen Erfahrungen, auch wenn ich mir bisher nie grosse Gedanken zu diesem Begriff gemacht habe. Dass es jedoch für den Bildungsbereich auch DIN-ISO-Normen gibt hat mich dann doch überrascht udn mein Interesse geweckt. Leider steht jedoch vorerst die Klauser an, an welcher ich ganz genau bestimmten Qualitätskriterien genügen sollte. Deshalb werde ich meine vertiefte Auseinandersetzung mit diesem Thema wohl auf die zweite Juni-Hälfte legen, wenn ich sowieso gezielt und eifrig an ganz neuen Qualitäten von mir arbeiten werde: meinen Vater-Qualitäten ... gibt es dafür wohl auch eine ISO-Norm? ;)



Reflexion Gruppenarbeit
geschrieben am 4.05.2011 um 10:54 in der Kategorie
Kommentare: [3] | Schreib einen Kommentar

Dieser Takt lief äusserst speziell ab. Lag es an den Osterferien, meiner Hochzeit / Flitterwoche oder woran auch immer, aber irgendwie war der Wurm drin.

Anfänglich herrschte Freude darüber, dass wir vier Wochen Zeit für diese Aufgabe haben und wir sogar auf die Vorarbeit eines Mitstudenten bauen konnten. Doch als in der letzten Woche kein Treffen zustande kam und auch die Beiträge in unserem Online-Dokument doch eher karg ausfielen kam in der Gruppe doch ein wenig Nervosität auf.

Was hätte man dagegen machen können? Einerseits wären verbindlichere Absprachen in der Gruppe sinnvoll gewesen. Andererseits sind wir bisher mit unserer "spontanen Arbeitsweise" sehr gut gefahren, hatten wohl in diesem Takt einfach auch ein wenig Pech - hinzu kam die trügerische Länge des Taktes.

Hinzu kam, dass man finanziell aus dem vollen schöpfen konnte. Das hatte natürlich den Vorteil, dass wir nicht mit Videos geizen mussten, allerdings kam so auch eine Beliebigkeit rein. Man musste sich nicht überlegen, wo das Video mehr Sinn macht und wo weniger. Das fand ich schade - und realitätsfremd.

Zu guter Letzt konnten wir uns als Gruppe doch noch am Riemen reissen und haben den Abgabetermin nur wenig überzogen. Wir hoffen dies wird uns verziehen ;) Was bleibt ist der Vorsatz für den nächsten Takt, uns besser abzustimmen und die Fehler nicht zu wiederholen. Sind wir mal gespannt ...



Zukunftsbedeutung von Web 2.0 in der Bildung
geschrieben am 11.03.2011 um 11:51 in der Kategorie
Kommentare: [1] | Schreib einen Kommentar

"Der Begriff Web 2.0 umreisst eine neue Sicht auf das Internet.

Das Internet wird dadurch noch stärker dazu beitragen, dass das Lernen effektiver wird und sich unsere Bildungslandschaft dramatisch verändert."

"Kann man das „so“ sagen?" lautet die Frage.

"Jein" lautet meine Antwort.

Bestimmt ändert sich vieles durch die neue Handhanbung mit den digitalen Medien und der Verfügbarkeit von so ziemlich allem Wissen der Welt jederzeit und überall. Dennoch reicht der Begriff "Bildung" einiges weiter als die reine Wissensvermittlung, welche sich zwar langsam im Umbruch befindet, aber meiner Meinung nach schon viel länger angepasst werden könnte.

Ich bin auch nicht sicher, ob man sagen kann, dass Lernen effektiver wird. Lernen wird umgedeutet, bekommt eine neue, kompetenzorientierte Ausrichtung. Der Transfer und die Realitätsnähe gewinnt immer mehr an Bedeutung, wohingegen die oben genannte Wissensvermittlung immer mehr in den Hintergrund tritt. 

Man konnte sich schon immer in Lernzirkeln verabreden und im gegenseitigen Austausch lernen, was ja eine hochgradig intensive und effiziente Methode ist. Jegliche digitalen sozialen Interaktionen sind - für das Lernen - wohl eher eine Steigerung für das persönliche Lernen, die Lern-Qualität übersteigt m.E. einen funktionierenden (!) Lernzirkel aber noch lange nicht. 

Die Qualität der Einzellerner hingegen steigert sich klar, wenn man den digitalen Austausch pflegen kann. Doch auch dies trifft nur für die Personen zu, welche Zugang zu diesen Medien haben - sei es von der Infrastruktur her, oder aber auch von der Einstellung oder Gesinnung her. Es gibt noch sehr viele Menschen, welche sich mit Bildschirmen schwer tun.

Insofern denke ich, dass sich für viele die Lern-Qualität durch das Internet steigern lässt, denn Bildschirm-Allergiker und funktionierende Lernzirkel o.ä. sind bestimmt nicht die lernende Mehrheit. 

Bei dieser Aussage beschränke ich mich jedoch auf die Qualität des Lernen-könnens, also das verinnelichen von Inhalten, verstehen von Prinzipien etc. Wenn der funktionierende Lernzirkel sich jedoch um veraltete Bücher versammelt und deren Inhalte verarbeitet, wird eine Person mit Internetzugang und Recherchen-Wille bestimmt auf aktuellere Informationen stossen und sich Zusammenhänge einfacher erschliessen, weil sie für alle interessanten Teilbereiche beinahe unendlich viele Informationen findet.

Bei der Qualität des Gelernten also kann man also behaupten, dass sie durch das Internet klar gesteigert werden kann (!), wenn die Lernenden über die nötigen Medienkompetenzen verfügen, Inhalte zu finden, daraus die relevanten auszusuchen und diese zu verarbeiten.

Ich habe bewusst vom Internet gesprochen und nicht vom Web 2.0. Hier bin ich einfach noch nicht sicher, wie sich die Informationsflut entwickelt. Werden in Zukunft immer mehr Leute das Gefühl haben, etwas am besten zu wissen und dies der Welt verkünden zu müssen? Wird es einen Kollaps geben, dass auf einmal "digitale Institutionen" entstehen, welche eine Schulfunktion übernehmen und deren Inhalte dann gelten, und der Bereich der social media für uns eine neue Sozialform sein, um sich einfacher verabreden zu können, besser kollaborativ arbeiten zu können oder was auch immer?

Das Internet beeinflusst die Bildungslandschaft schon heute massiv. Web 2.0 gehört immer mehr "einfach zum Internet dazu" und wird eigentlich nicht mehr als ein neues Feature dieses Mediums wahrgenommen. Dass sich die Bildungslandschaft grundlegender verändert ist ebenfalls anzunehmen, doch ich schätze die Trägheit als dermassen hoch ein, dass ich in den nächsten 20 Jahren nicht mit einer "dramatischen Veränderung" rechne ;)



Tipps für "Kinder und Bildung e.V." für die Pflege des Internet-Auftritts
geschrieben am 22.01.2011 um 08:55 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

 Der Vorstand hat richtig erkannt, dass es heutzutage nicht mehr reicht, einfach nur eine Webseite zu haben. Die Kunden bzw. Interessenten möchten wissen was aktuell im und um den Verein läuft - was man im heutigen Web-Zeitalter auch erwarten kann.

Damit die Pflege des Internet-Auftritts möglichst geregelt ist, würde ich dem Vorstand vorschlagen, sich zuerst einmal zu überlegen, in welchem Rahmen News o.ä. präsentiert werden. Das bedingt, dass sie sich überlegen, welche Inhalte sie überhaupt aufnehmen wollen. Geht es nur um die internen Strukturen des Vereins, geht es auch um die bildungspolitischen Debatten im Land, oder was könnte die Besucher dieser Seite sonst noch interessieren? Dadurch erspart sich der Vorstand viele Diskussionen. Davon abhängig ist natürlich auch die Regelmässigkeit, mit welcher aktualisiert werden soll. Genügt es dem Verein, sich jedes halbe Jahr upzudaten, oder möchten sie es häufiger? Seltener?

Dadurch lässt sich der Aufwand auch besser abschätzen. Wenn Sibylle Knecht den halbjährlichen Aufwand nicht scheut dürfte es so kein grosses Problem mehr sein. Wenn der Vorstand jedoch monatlich oder gar wöchentlich orientieren möchte, kommen sie um eine Aufteilung nicht herum. Das kann einerseits bedeuten, dass jede(r) einen Monat die Verantwortung trägt, oder dass jede(r) ein Ressort übernimmt, z.B. jemand behält die lokale Bildungspolitik im Auge, jemand die landesweite etc.

Je kleiner sie diesen Aufwand halten, desto eher kann eine Person (z.B. Frau Knecht) die Federführung und das Schreiben übernehmen. Je umfassender die Sache jedoch wird, desto eher rückt diese Leitfunktion die Rolle eines Supervisors, welcher die Arbeiten / Beiträge seiner KollegInnen koordiniert.

Websites ... oft vom Aufwand her unterschätzt, doch immer mehr eine Pflicht auch für kleine Vereine und Unternehmen.

 



Wieso E-Learning (Reflexionsaufgabe Semester 2, Takt 2)
geschrieben am 9.01.2011 um 21:52 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

 Ach Monika, ich verstehe Dich sehr gut mit Deinen Bedenken bezüglich E-Learning. Die ganze (Bildungs-) Welt spricht davon, es soll hipp und cool sein, dabei wissen wir doch alle, dass nicht alles einfach nur deswegen besser wird, weil ein Computer im Spiel ist.

Ich sehe das also genauso wie Du, dennoch kann ich Dich beruhigen. Wir haben uns das gut überlegt mit dieser Massnahme, und in unserem Fall stellt der Wechsel zu E-Learning einen klaren Mehrwert dar.

Unsere Mitarbeiter verkaufen Medienbasierte Angebote. Deshalb müssen Sie a) sich auf der technischen Ebene mit diesen Medien auskennen aber b) auch Bescheid wissen über Vor- und Nachteile. Dies können sie sich nicht besser aneignen als durch die direkte Erfahrung im Umgang mit neuen Medien. Ein Staubsaugervertreter muss die Probleme der Hausfrau kennen um ihr erklären zu können, wieso gerade dieser Staubsauger all ihre Probleme auf einen Schlag löst. Dazu braucht er Erfahrung. Genauso ist es mit unseren AussendienstlerInnen, welche im auf die Gegebenheiten vor Ort reagieren können müssen, aber auch kritische Rückfragen oder allfällig auftauchende Probleme möglichst selbständig lösen können.

Dieses Argument wiegt meines Erachtens bereits jegliche Bedenken auf, welche in Bezug auf die Zufriedenheit unserer MitarbeiterInnen aufkommen könnten. Denn mir ist auch klar, dass nicht jeder gerne etwas von Grund auf neu lernt, wenn er oder sie eine funktionierende Taktik am Laufen hat. Dennoch wirst Du mir zustimmen müssen, dass es noch viel unangenehmer ist, wenn die Kunden merken, dass man von der Materie keine Ahnung und bloss theoretisches Wissen hat.

Nur schon deswegen wäre ich in diesem Falle geneigt zu sagen, dass wir mit dieser Massnahme sogar die finanzielle Berechnung der Aufwände von Präsenz- und E-Learning-Szenarien etwas vernachlässigen könnten, da ich mir mittel- und langfristig einen klaren Nutzen in unserer eigentlichen Tätigkeit, dem Verkaufen der Online-Assessments, verspreche. Aber hier ist diese Gegenüberstellung müssig, denn sogar der Schulungsaufwand ist - wenn auch nicht in einem gigantischen Ausmass, aber dennoch - im positiven Bereich, also sparen wir sogar Geld, indem wir unsere Mitarbeiter besser schulen.

Und dagegen, liebe Monika, kannst Du doch unmöglich sein, oder?

;)



SOL Schlussreflexion Part 2
geschrieben am 9.10.2010 um 12:13 in der Kategorie SOL
Kommentare: [3] | Schreib einen Kommentar

Den ersten Teil der Leitfragen habe ich in meiner ersten Schlussreflexion bereits mehr oder weniger bearbeitet. Ich möchte deshalb hier mit den Zielen beginnen. Würde ich die selben nochmals wählen?

"Absicht: Ich will digitale Medien sinnvoll (d.h. mit einem didaktischen Mehrwert) in den Werkunterricht einbinden können. Innerhalb des Prozesses soll geklärt werden, ob das Resultat in einer grösseren konkreten Umsetzung oder in reinem Wissenszuwachs besteht."

Das war meine Absicht, mein Quasi-Lernziel. Dieses habe ich nicht zuletzt erreicht, weil ich kein messbares Ziel formuliert habe. Schön wäre gewesen, wenn ich mein jetziges Wissen bereits vorher gehabt hätte, denn dann hätte ich mich auf ein Tool oder Thema beschränken und ein klareres Ziel formulieren können. Mir hat diese Auseinandersetzung jedoch viel gebracht, und ich werde in zukunft versuchen, mich in den einzelnen Tools zu vertiefen, wenn ich auch konkrete Einsatzmöglichkeiten sehe. Wo ich diese jetzt suchen kann weiss ich ja jetzt ;)

Die nötige Unterstützung habe ich soweit erhalten. Wichtiger wird diese jedoch in der Zukunft, wenn es um konkrete Umsetzungen geht. Mein persönliches Ziel wäre ja auch, dass meine Fachgruppe einige Aspekte meiner Arbeit aufgreift und so in die Praxis hinausträgt.

Zeitlich war es erwartet schwierig, jedoch nicht noch schwieriger und deshalb bin ich eigentlich zufrieden. Selbstverständlich hätte man noch ewig länger daran arbeiten können, doch ich bin noch jung und habe noch Zeit. Ein Teil meines erarbeiteten Wissens werde ich auch in meiner Fachdidaktik einbauen und weitervermitteln, ich bin gespannt auf die Reaktionen der Studierenden!

Nun noch zum SOL an sich. Ich bemerkte, dass ich das "SO" etwas stark gewichtete. Ich habe auch sehr spät gemerkt, dass wir auf dem OnlineCampus auch Unterlagen und konkrete Aufträge hatten. Evtl. lag es auch an meinem Thema, doch ich fand es irgendwie schwierig, diesen konkreten Weg zu gehen. Ich wollte dieses Thema wirklich selber organisieren - doch wahrscheinlich hätte ich mein Vorgehen auch ohne Vorgaben wohl nicht wahnsinnig anders strukturiert.

Das "L" wird im nächsten Monat dafür umso stärker ins Gewicht fallen, wenn es darum geht, die Klausur vorzubereiten. Mal schauen wie viel ich da von diesem Modul profitieren kann ;)



SOL Nachtrag: SketchUp
geschrieben am 7.10.2010 um 12:53 in der Kategorie SOL
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Puh, nach dem Stress letzte Woche und dem Durcheinander mit den Terminen und unterschiedlichen Meilenstein-Nummerierungen war ich doch noch froh um diese Gnadenfrist. Dennoch: Grundsätzlich umschreiben und alles bisherige verbrennen ist zum Glück nicht angesagt ;)

Auf dieser Seite fand ich (wie angekündigt) ein interessantes dreiteiliges Tutorial zum Thema Pläne mit SketchUp. Vieles habe ich schon selber herausgefunden, doch ich finde es gut erklärt und einige Tricks waren mir auch neu. Ich hätte jedenfalls definitiv weniger Zeit gebraucht um mich in SketchUp ein wenig einzuarbeiten wenn ich diese Anleitung gehabt hätte ... aber dafür habe ich genug anderes gelernt.

Doch nun zur Sache: hat sich meine Einstellung zum Einsatz von SketchUp im Werkunterricht geändert? Grundsätzlich nicht, doch einiges sehe ich nun viel plastischer als zuvor.

Ein Problem ist bestimmt, dass man viele Arbeitsgeräte braucht. Auch bleibt mein Grundsatz unumstösslich, dass das Planzeichnen von Hand wichtige Qualitäten aufweist und nicht ersetzt werden kann / darf / soll. Dennoch gibt es Vorteile: Texturen können beliebig und schnell ausgetauscht werden, Modelle können in Fotos integriert werden (das war übrigens neu für mich), Objekte können dreidimensional gedreht und betrachtet werden, es können Querschnitte gezeigt werden und so weiter.

Aus diesen Gründen sehe ich den Einsatz (wenn Geräte vorhandenen sind) als Hilfe für räumliche Ideenskizzen für einfache Objekte, oder ein Grundkörper, welcher von der Lehrperson zur Verfügung gestellt wird und verändert bzw. erweitert wird, oder als Gruppenprojekte, bei denen die Planung und v.a. die Präsentation einen hohen Stellenwert haben.

So, und als nächstes kommt die finale Schlussreflexion anhand der Leitfragen, bei welchen ich mich v.a. diesen Fragen widme, welchen ich in der bisherigen Schlussreflexion noch nicht oder zu wenig angenommen habe.



SOL to be continued!
geschrieben am 1.10.2010 um 20:16 in der Kategorie SOL
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

 Vielen lieben Dank Kirsten.

Irgendwie hat mich das Verschwinden meines Beitrags kombiniert mit einem Semesterunterbruch zum Denken veranlasst, dass jetzt schon aus die Maus ist.

Und da ich morgen in einen Kurzurlaub fahre und erst Mitte nächster Woche wieder zurück bin war ich genug gestresst, dass ich verzweifelt den Finish in diese kurze Woche gepresst habe... naja, irgendwie hat mich der Semesterstart doch etwas arg mitgenommen.

Tut mir jedenfalls leid für alle, die jetzt meinetwegen einen Schreck gekriegt haben, dass die ganze Geschichte schon zu ende sein sollte, und natürlich Sorry auch @ Kirsten ;)

PS: ich hätte heute sowieso noch einen Eintrag geschrieben, denn just heute wurde ich doch noch auf eine interessante Website aufmerksam gemacht - unter anderem findet sich dort eine dreiteilige Doku über den Einsatz von SketchUp ... Sachen gibt's ....... ;)



SOL Schlussreflexion
geschrieben am 30.09.2010 um 16:37 in der Kategorie SOL
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Nachdem einige Reflexionen wegen ungedrückter Buttons auf der Strecke blieben, möchte ich dies mit einer kurzen Schlussreflexion wieder gut machen.

Eigentlich ging ich mit grossen Erwartungen in dieses SOL-Modul. Schon so oft dachte ich, dass ich dieses und jenes mir aneignen könnte oder sollte, doch als die erste Woche schon fast um war, wusste ich nicht so recht was ich machen soll. Rückblickend bin ich zufrieden mit meiner Wahl, auch wenn ich es mir damit etwas komplizierter gemacht habe als wenn ich einfache Zeile verfolgt hätte (mit einfach meine ich klare Zeile: dann will ich das können / gemacht haben). Dadurch, dass ich jedoch von einem breiten Interesse geleitet wurde, bekam ich sehr viel von diesem Selbst Organisierten Lernen mit.

Es hat mir gefallen, meine beiden Leidenschaften ein wenig zu kombinieren, und der Glückstreffer mit den Lesespuren sorgte für wahre Euphorie-Schübe. Natürlich gab es auch diverse Rückschläge die Zeitfenster kamen immer knapper heraus als ich mir gedacht habe. Ich machte es mir natürlich auch nicht leicht, ein Thema zu wählen, das so nahe mit meinem Beruf verknüpft ist.

Vom Lernkontrakt hatte ich leider nicht sehr viel, da meine Partnerin selber genug Stress hatte und teilweise selber kräftig mitdachte. Doch auch mit einem bissigen Hund als Kontraktspartner wären es nur Minuten mehr geworden, welche ich mehr für dieses Vorhaben hätte einsetzen können.

Somit gönne ich uns trotzdem oder gerade wegen diesem positiven Modul das versprochene Nachtessen, welches wir uns meines erachtens verdient haben.

En guete!



SOL Präsentation der Ergebnisse
geschrieben am 30.09.2010 um 13:06 in der Kategorie SOL
Kommentare: [1] | Schreib einen Kommentar

Liebes Tagebuch

Die Zeit verfliegt, und schon ist das SOL-Modul zu Ende. Was haben wir nicht alles erlebt: böse Plattformen, die nicht funktionieren, liebe Plattformen, die super funktionieren, böse Tools die veraltet sind oder nicht auf Mac gehen, liebe Tools, denen man jedoch die Qualitäten entlocken musste und so weiter!

Doch nun zur Sache: was wurde gemacht, liebes Tagebuch? In der Vorbereitungsphase habe ich die Unterrichts-Phasen im Werken nach meinem Gutdünken aufgelistet. Wieso nach meinem Gutdünken? Normale Werkprozess-Phasen beziehen sich auf die Kreativität, die Umsetzung etc. und weniger auf einen chronologischen Ablauf. Ich würde mich auch hüten, diese Schritte in einer Fachdidaktik aufzuzeigen, doch für meine Zwecke war es durchaus interessant.

Schritt 1: Ideenfindung, Recherche

Das Googlen habe ich ja bereits als Technik aufgelistet, wie heutige Lehrpersonen unter anderem Vorgehen. Als ich selbst personalisierte Suchmaschinen zu einem Thema herstellen wollte, bemerkte ich einmal mehr wie schwierig es ist, auf gute Resultate zu kommen. Hier kommen die Plattformen mit Unterrichtsmaterialien etc. ins Spiel, von welchen ich jedoch kein Überzeugendes Exemplar gefunden habe. Diese Seite geht in etwa in die Richtung, welche ich mir vorschwebte, doch leider war es mir etwas zu sehr auf Anleitungen zugespitzt. Besser gefallen hat mir da diese Seite, wo ich sogar eine Seite fand, welche sich mit meinem Thema auseinandersetzte - leider wird die Seite nicht mehr unterhalten, bin ich doch nicht so aktuell wie erhofft? Naja, ich schiebe das mal auf die technische Entwicklung, welche die Möglichkeiten in den letzten Jahren doch etwas erweitert haben. Auf jeden Fall fand ich einige interessante Anregungen für die Integration von Neuen Medien!

Schritt 2: Vorbereitung

Arbeitsblätter werden sowieso schon alle am PC gemacht, Online-Tests sind eigentlich auch nichts besonderes mehr ... den ultimativen Mehrwert in Bezug auf Werken habe ich wohl noch nicht gefunden (ich spreche hier bewusst nicht von den generellen Vorteilen von Online-Tests). Die Lesespuren können als Selbsttest eingesetzt werden, doch zu diesem Kapitel komme ich später

Schritt 3: Einführung

Hier baute ich ja voll auf Prezi, doch leider liess sich keine Edu-Version beantragen. Da ich meine Tests auch nicht veröffentlichen wollte und auch nicht das ultimative Beispiel fand, wollte ich diese Geschichte schon an den Nagel hängen. Kaum gedacht landete ich in einer Einführung, bei welcher ich beim Schreiben an die Wandtafel bemerkte, dass hier endlich ein Mehrwert von Prezi schlummern könnte. Und mit Mehrwertmeine ich nicht die gesteigerte Aufmerksamkeit weil sich die Oberfläche anders bewegt als bei Powerpoint, sondern: Es ging um selbständige Projekte, bei welchen ich verschiedene Ansätze angeboten habe. Zum einen von einem Motiv auszugehen, von einem mechanischen Prinzip, von vorhandenem Material etc. Dazu schreib ich einige Beispiele kleiner dazu und erklärte, was damit gemeint sein könnte. Und hier fielen die Schuppen mit lautem Scheppern auf den Boden und die Sonne blendete mich: Hier wäre Prezi eine wirklich geeignete Präsentationsform gewesen. Leider zu spät, doch immerhin!

Schritt 4: Entwurfsphase

Hier baute ich v.a. auf SketchUp, doch bald schon bemerkte ich, dass dieses Tool bei mir bestimmt nicht standardmässig zum Einsatz kommen wird. Das Planen und Skizzieren von Hand möchte ich nicht missen in meinem Unterricht. Doch wo es meiner Meinung nach sehr gut eingesetzt werden kann ist bei Konzepten für grössere Bauten. Wenn es beispielsweise darum geht, in bestimmte Räume geeignete Einrichtungen zu planen und zu konzipieren kann das Tool sehr schnell und einfach einen guten Überblick geben. Es hat Beispielfiguren und bietet sogar die Möglichkeit, sich wie in einem Game im Raum fortzubewegen und den raum aus der Ego-Shooter-Perspektive zu betrachten. Also wenn es eine Gelegenheit gibt: unbedingt empfehlenswert um ausprobiert zu werden!

Schritt 5 und 6: technische Einführung und Wiederholmöglichkeiten

Diesen Schritten möchte ich keine grosse Bedeutung beimessen. Videos können dazu beitragen, dass einzelne Geräte und Maschinen besser verstanden werden und gewährleisten, dass alle die Details sehen können, was bei 25 Personen, welche um eine Ständerbohrmaschine stehen, schwierig ist.

Schritt 7: Kenntnisse üben und testen

Jetzt wird's interessant, denn hier kommen die Lesespuren zum Zuge. Eine einfache Art, mit der eigenen Ausrüstung Lernende üben zu lassen. Ein Foto schiessen und dann die betreffenden Fragen stellen. Einschränkung: die Reihenfolge muss festgelegt sein. Damit kann man aber leben, wie die Beispiele Werkzeugkenntnisse und Werkprozess zeigen. Es sind natürlich einfache Beispiele, doch ich denke man weiss worauf ich hinaus will.

Schritt 8 - 10: Dokumentieren und Präsentieren

Hier wird bereits viel gemacht, vor allem mit der Fotografie. Je erschwinglicher und einfacher die Videokameras werden, desto mehr erwarte ich auch einen Zuwachs an filmischen Dokumentationen bei Projektwochen oder ähnlichem. Auch das Brennen einer DVD oder das Online-Stellen von Videos, wenn man bewegliche Objekte gebaut hat, ist in Zeiten von YouTube wohl keine grosse Hürde mehr.

Was ich jedoch nach wie vor vermisse, ist eine zentrale Plattform, wo einerseits Unterrichtsideen gestreut, aber auch diskutiert werden können. Hier kommt wohl das Gleichnis zum Einsatz, dass ein Pädagoge lieber die Zahnbürste als das Skript eines anderen Pädagogen benutzt. Dennoch, in der bildenden Kunst gibt es diese Plattform schon, und ich werde mal die Ohren offen halten, ob nicht auch im dreidimensionalen Bereich so etwas denkbar wäre ...

Liebes Tagebuch, ich bleibe dran!



SOL Meilenstein 2 bzw. 4 zum zweiten!
geschrieben am 30.09.2010 um 11:41 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Arrrgh, soeben habe ich festgestellt, das mein letzter Blogeintrag nicht gepostet wurde - Schweinerei! Fast ein ganzer Sonntag für die Katz, ärgerlich, ziemlich ärgerlich ... aber so spielt das Leben. Und zum Glück hat meine Lernkontrakts-Partnerin auch mitbekommen, dass ich den Beitrag eigentlich geschrieben hätte, dies erspart mir Überzeugungsarbeit ;) (Und ja, es ist nicht ausgeschlossen, dass ich vielleicht bloss die Vorschau angeklickt habe anstelle des Speicher-Buttons... das habe ich davon dass ich direkt online schreibe und nicht in einem Word-Dokument vortexte.)

Nun denn, so versuche ich halt, einigermassen den Inhalt wieder zu rekonstruieren:

Einerseits habe ich festgestellt, dass ich eine andere Zählweise als vorgeschlagen verwendet habe. Mein Meilenstein 2 wäre eigentlich nach Kursprogramm der Meilenstein 4 gewesen, aber ich habe die Planungsphase noch nicht in die Meilensteine aufgenommen.

Daneben habe ich bemerkt, dass ich vermehrt auf die Meta-Ebene treten muss. Ich bemerkte, dass ich beispielsweise bei SketchUp von Google (für das Erstellen von Plänen) fieberhaft versuchte, normale Pläne für Objekte zu erstellen, anstelle mich zu fragen, wie das Tool eingesetzt werden kann, um welche Arbeiten zu erleichtern. Denn das Zeichnen von Plänen per Hand hat besonders für die Schule sehr wichtige Qualitäten.

Daneben wollte ich mich ja auch entscheiden, wie ich meine Ergebnisse präsentiere. Nun, aus genannten Problemen war es mir nicht möglich, das ohnehin hoch gesteckte Ziel zu erreichen, eine umfassende Recherche und Evaluation für gratis Tools für's Werken zu machen. Deshalb verzichte ich darauf, ein Wiki oder gar eine Website zu erstellen, sondern veröffentliche meine Ergebnisse vorerst in meinem Blog und präsentiere sie meiner Fachgruppe.

So, ich hoffe nun mehrheitlich alles in Kurzfassung wiedergegeben zu haben (natürlich nicht sprachlich elegant wie ursprünglich). ich versuche nun den Speichern-Knopf zu drücken und melde mich mit den Ergebnissen wieder. Vielen Dank für die Geduld!



SOL Zwischenstand
geschrieben am 20.09.2010 um 19:16 in der Kategorie SOL
Kommentare: [1] | Schreib einen Kommentar

Naja, irgendein Werk-Gott hält nicht sehr viel von meiner Idee scheint mir. Prezi kann keine Edu-Lizenz-Bestätigungsmails versenden (ein bekanntes Problem, wir arbeiten daran - mal sehen!), an meinem SOL-Tag schneite es einen dringenden Auftrag rein, diverse Programme welche mein Vorhaben unterstützen zu scheinen (um Moment suche ich digitale Plan-Erstellungs-Möglichkeiten) sind nur für Windows oder untauglich ... einzig die Lesespuren-Plattform verspricht Erfolg, doch dort habe ich bis jetzt leider noch nichts gehört.

Aber, liebes Tagebuch, ich bleibe dran!



SOL Meilenstein 1
geschrieben am 16.09.2010 um 22:00 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Begonnen habe ich mit dem Zusammentragen der Phasen, welche es im Werkbereich gibt (meines Erachtens) und wer primär aktiv ist. Zu diesen Punkten habe ich mir überlegt, was man theoretisch mit Neuen Medien dazu beitragen könnte. Einige Dinge werden schon selbstverständlich praktiziert (banales Beispiel: Arbeitsblätter werden am Computer geschrieben), andere erst vereinzelt (Fotografieren lassen, Lehrvideos als Unterstützung). Diese Punkte habe ich fett geschrieben.

Die anderen Punkte sind in Zukunft Nahrung für mein SOL-Modul (bzw. waren, siehe vorheriger Beitrag)


Phasen im Werken

Was (Inhalte)  SuS    LP  digitale Möglichkeiten
Ideenfindung, Recherche   x
  • Google
  • Datenbank oder Plattform mit Unterrichtsbeispielen und Ressourcen
Vorbereitung   x
  • Arbeitsblätter 
  • Pläne
  • Tests

Einführung

Interesse wecken

x x
  • Inhalte Präsentieren (PPP / Prezi)
  • Videos zeigen / suchen lassen
  • Brainstorming (in der Gruppe?)
Entwurfsphase x  
  • Pläne selber erstellen
technische Einführung   x
  • Lehrvideos als Unterstützung
Wiederholmöglichkeiten x  
  • Theorie online
  • Videoanleitungen
Kenntnisse üben & testen x  
  • Online Übungen & Tests
Dokumentieren x x
  • Fotografie
  • Video
Präsentieren der Objekte / Reflexion x  
  • Broschüre gestalten
  • Video zur Entstehung
Präsentieren des Kurses / Reflexion   x
  • Video zum Kurs
  • Artikel (für Fachzeitschrift)
  • Plattform füttern

Nun werden wir sehen wie's weitergeht ...



SOL Test 1: lesespuren.ch
geschrieben am 16.09.2010 um 16:42 in der Kategorie SOL
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Im Rahmen eines Comuterkurses beschäftigte ich mich mit der Plattform "lesespuren.ch". Diese Plattform der Pädagogischen Hochschule Thurgau bietet einen einfachen Weg, mit der Klasse eigene Lesespuren zu entwickeln und online zu schalten.

Im Rahmen der Auseinandersetzung stellte ich mir die Frage, ob man diese einfache Bedienung nicht auch anders nutzen könnte. Und siehe da: ich stecke mitten in meinem SOL-Modul.

Ich könnte mir gut vorstellen (und teilte dies den Entwicklern dieser Plattform auch mit), dass man nicht nur Lesespuren uploaden könnte, sondern auch andere Übungsmöglichkeiten entwickeln könnte. Einfache Beispiele:

  • Werkzeugkunde. Ein Foto diverser Werkzeuge, welche abgefragt werden können (z.B. Kombizange, Flachzange, Seitenschneider)
  • den richtigen Ablauf eines Prozesses üben (Raspeln, Feilen, 80er, 120er, 180er, Wässern, Nachschleifen, ölen, wachsen)

Ein grosser Vorteil der Plattform gegenüber vorprogrammierter Unterlagen ist, dass die Lehrperson eigene Fotos verwenden kann, d.h. er prüft nur was er behandelt hat und in der Werkstatt vorhanden ist, sowie mit genau diesen Werkzeugmodellen, welche die Teilnehmer aus dem Werkraum kennen.

Probleme sind noch die Auswertung (wobei ich das Tool nicht als Prüfungsersatz, sondern primär zum Üben einsetzen würde) und die Veröffentlichung. Die Plattform ist zur Zeit reduziert auf Lesespuren, und alle Beiträge werden allgemein veröffentlicht. Man müsste die Fake-Lesespur nur mit einem kryptischen Link öffnen können - aber das wird sich noch zeigen mit den Entwicklern (hoffe ich zumindest ;) )

Wee'll see ...

 



SOL Part II
geschrieben am 12.09.2010 um 13:38 in der Kategorie SOL
Kommentare: [3] | Schreib einen Kommentar

 Woche 1 ist vorbei. Zeit für SOL - fast keine :( Ausserdem habe ich gemerkt, dass ich den 1. Takt nicht ganz ordnungsgemäss  umgesetzt habe ... kann ja mal vorkommen, sollte aber nicht einreissen...

Eigentlich habe ich geplant, den Grossteil der Recherche schon erledigt zu haben um meine Ziele genauer formulieren zu können. Die Recherchephase muss nun als Meilenstein eingegliedert werden. Dies wäre sowieso der Fall gewesen, denn für mein Ziel - die sinnvolle Verknüpfung von Werkunterricht und digitalen Medien - ist zuerst eine Standeserhebung nötig: was gibt es schon, was wird schon gemacht, grundsätzliche Probleme und Chancen aus meiner Sicht etc.

Einiges davon konnte ich diese Woche bereits andenken, bloss die Zeit am Stück fehlte. Dies sollte in den nächsten Wochen besser werden. Ich werde versuchen, mich mindestens einmal pro Woche fünf Stunden am Stück mit diesem Thema zu befassen. Einen zweiten solchen Block plane ich mal ein, realistischerweise kann dieser aber nicht als zwingend gesetzt werden. Daneben müssen natürlich wie immer die Abendstunden dazu herhalten, den restlichen Workload abzuarbeiten. Ausserdem macht mir als Mac-User v.a. die Suche nach gratis E-Tools etwas Kopfschmerzen, denn vieles wird immer noch ausschliesslich für Windows programmiert.

Absicht: Ich will digitale Medien sinnvoll (d.h. mit einem didaktischen Mehrwert) in den Werkunterricht einbinden können. Innerhalb des Prozesses soll geklärt werden, ob das Resultat in einer grösseren konkreten Umsetzung oder in reinem Wissenszuwachs besteht. Dazu sollen mir folgende 3 Meilensteine helfen:

Meilenstein 1:

  • Recherche über bestehende Integration von digitalen Medien im Werken
  • Recherche über sich anbietende Ankerpunkte im Werken (wo kann ich ansetzen?)
  • Formulierung von Anforderungen für Tools

Meilenstein 2

  • Technische Recherche über Tools, welche die formulierten Anforderungen erfüllen
  • Evaluation der Tools in Bezug auf Relevanz für mein Thema und Usability
  • Prototypen für konkrete Anwendungen

Meilenstein 3 (Entscheid fällt in Ms 2)

  • Entweder eine konkrete Umsetzung in Form einer Unterrichtsanwendung
  • Oder die Gesamtevaluation / Ergebnissicherung in einer geeigneten Weise

Für den Abschluss (Schlussreflexion) gilt es dann noch die Entscheidung zu treffen, ob und in welcher Form ich meine Ergebnisse veröffentlichen oder weiterverwenden will.

Den Lernkontrakt schliesse ich mit meiner Lebenspartnerin, welche kontrollieren soll, ob die Meilensteine korrekt erreicht wurden.

Wenn dies gelingt und ich mein Ziel wie gewünscht erreiche, gönne ich meiner Partnerin und mir ein schönes Nachtessen.



SOL Part I
geschrieben am 5.09.2010 um 20:41 in der Kategorie SOL
Kommentare: [6] | Schreib einen Kommentar

 Zielformulierung ist angesagt - doch wofür, und was für ein Ziel?

Ich habe mich für das SOL-Wahlpflichtmodul entschieden, damit ich die Chance habe, mir einige Tools oder Programmiersprachen näher anzusehen und zu erforschen.

Doch welche Tools? Für was? und mit welchem Ziel? Die erste Idee war die Aneignung von einigen Grundfertigkeiten in Flash oder einer anderen Sprache, doch im Lehrberuf sind die höheren technischen Gefilde leider nur selten gefordert, deshalb lenkte ich doch um in Richtung Gratis-Tools.

Doch auch hier ist die Auswahl natürlich riesig, und das Ziel "ich beherrsche dieses oder jenes Tool" wirkt etwas beliebig.

Aber ich will nicht nur schreiben was nicht ist: Ein grosser Wunsch von mir ist es, meine primär manuelle Tätigkeit im gestalterischen Bereich der LehrerInnenbildung gewinnbringend mit meiner Affinität zu digitalen Medien zu verbinden.

Deshalb möchte ich mich mir einige Gratis-Tools näher anschauen und diese auf didaktische Qualitäten untersuchen, welche im Gestaltungsunterricht gewinnbringend eingesetzt werden können.

In der nächsten Woche werde ich relevante Programme suchen, welche ich dann "erforschen" kann. Bestimmt auf dieser Liste sind Prezi (wofür besser als PowerPoint?), Google SketchUp (für den Werkunterricht?), ArtRage (für bildnerische Gestlatung, leider ist nur die Demo-Version gratis) und bestimmt noch mehr. 

Eine weitere Frage wird sein, wie ich die Erkenntnisse am besten verarbeite und einsetze - Wiki? Blog? Website?

Mal schauen wie's weiter geht ...



Autorensysteme und Editoren
geschrieben am 23.08.2010 um 11:46 in der Kategorie Lernaufgabe
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

In diesem Takt stand die Auseinandersetzung mit Autorensystemen und Editoren im Zentrum - hui, jetzt wird's technisch! Ich habe immer noch ein wenig Mühe, alle Begriffe konkreten Programmen und Handlungen zuzuordnen, doch das gibt sich (hoffentlich) mit der Zeit.

Doch nun zur Aufgabe: eine Rapid-E-Learning-Lektion mit einem Tool zu entwickeln, wobei der Inhalt eigentlich egal ist. Der Hinweis von Christian, dass ein wahrer Fuchs nun eigentlich das Aufzeichnen der letzten Gruppenaufgabe mit der Einzelaufgabe von diesem Takt verbinden könnte, habe ich mit offenen Ohren aufgenommen und mich mal daran gesetzt, Camtasia auszuprobieren.

Dieses Tool ist ein Klassiker der Screencasting-Geschichte. Es ist von TechSmith (wie das Gratis-ScreenCapturing-Tool "Jing") und wird in naher Zukunft eine Rolle in der Medienwerkstatt spielen, in welcher ich arbeite. Gerne hätte ich natürlich das etwas kostspieligere Tool "Captivate" von Adobe ausprobiert, doch leider warten wir noch auf die Lizenzen.

Was mir sehr gut gefallen hat bei der Arbeit mit Camtasia war die einfache Einbindung in PowerPoint. Mit einem Add-In kann die Aufzeichnung ganz einfach aus PowerPoint gestartet werden, ohne Bildschirmbereichsauswahl etc.

Für allfällige Aufzeichnungen von Vorlesung könnte die Funktion interessant sein, auch ein Picture-in-Picture mit einer Web- oder Videokamera aufzuzeichnen - doch für diese Aufgabe war dies irrelevant.

Das Tool kann mit zahlreichen weiteren Funktionen aufwarten, welche ich als Neuling natürlich noch nicht kannte. Neben dieser Automatischen PiP-Geschichte schaffte es mit automatischen Verbesserungen auch, meine Stimme in einer angenehmen Lautstärke zu halten. Wenig anfangen kann ich als Gestalter mit Übergangseffekten, welche man zwischen die Folien blenden könnte.

In einer PPP nicht wirklich relevant, aber in anderen Kontexten durchaus hilfreich könnte es sein, die Maus hervorzuheben und den Zeiger vergrössern zu können. Kombiniert mit Callouts, also Hinweispfeile, kann man Punktgenaue Erklärungen und Erläuterungen anbringen. Vorsichtig sollte man mit der Zoom-Funktion umgehen. Mit ihr kann man einzelne Bereiche des Bildschirms im nachhinein heranzoomen, was aber bei zu häufigem Gebrauch höchstens Verwirrung und Übelkeit, aber keine Klarheit schafft (meine Meinung). Sehr nützlich ist die Funktion hingegen, um sich auf dem Bildschirm zu orientieren, um sich nachher auf einen eingeschränkten Bereich zu konzentrieren.

Mitgeliefert, vorstrukturiert und doch anpassbar ist der Zusatz von Flash-Umfragen. Ob Multiple-Choice oder nur Text (meine Wahl), mit oder ohne Feedback (im Sinne von "Danke"), dieses Element fand ich sehr spannend. Das Flash-Quiz mit richtig/falsch-Rückmeldungen und Zeitsprungoptioinen werde ich auch noch austesten, doch dazu warte ich auf eine geeignete Lektion.

Gefehlt hat mir noch nichts, allenfalls die mangelnde optische Bearbeitbarkeit von Umfragen etc., doch dies ist ein Detail. Es hat mir Spass gemacht mit Camtasia zu arbeiten, so dass ich erfreut in die Zukunft blicke, wenn ScreenCapturing  Einzug in unseren Alltag hält. Ich werde also bestimmt wieder mit Camtasia arbeiten!









{ Vorherige Seite } { Seite 1 von 2 } { Nächste Seite }