Theater in Jena

Es geht los!

17:19, 5.06.2013 Geschrieben in Theater 0 Kommentare Link

Nachdem ich im letzten Jahr gar nix geschrieben habe, will ich versuchen, dieses Jahr wieder etwas regelmäßiger zu bloggen.

Dieses Jahr wird es "Der Meister und Margarita" nach dem Roman von Bulgakow geben. Der Roman ist phantastisch und wirklich lesenswert. Da ich nicht weiß, wie lange der Link zum Theaterhaus funktionieren wird, gebe ich hier mal den (Werbe)Text zum Stück wieder:

Eines Tages taucht im Moskau der 1920er Jahre ein obskurer Schwarzmagier auf. Gemeinsam mit seinen beiden Gehilfen, einem düsteren Gesellen und einem schwarzen Kater, stellt er das durchbürokratisierte Moskau der frühen Sowjetunion gehörig auf den Kopf. Freizügig verteilt er Geld, das sich alsbald in Luft auflöst, schickt die verantwortlichen Apparatschiki in die Walachei und hält walpurgische Hexenbälle ab. Kein moralischer Stein bleibt auf dem anderen, staatstragende Annahmen geraten ins Wanken: Wem steht hier welche Macht, welcher Reichtum zu? Wie könnten uns stattdessen Liebe und Kunst erlösen? Und welche Rolle spielt dabei die Religion?

Michael Bulgakows „Meister und Margarita“ ist eine archaische Geschichte schlechthin. Geschickt verwebt der Roman drei Erzählstränge: die des „Meisters“, der am Wahnsinn seiner Intellektualität zu scheitern droht; die der „Margarita“, deren reine Liebe ihn retten kann; und die Volands, des schwarzmagischen Teufels himself, ohne den mal wieder gar nichts geht. Von Anfang an treibt er die Handlung voran, schmiedet Pakte, spinnt Intrigen, ermöglicht Meister und Margarita nicht nur ein Wiedersehen, sondern letztendlich auch die gemeinsame Erlösung…

Welcher Stoff eignet sich besser als Sommerspektakel? Dieser Roman ist ein ganzer Kosmos. Voller fantastischer Motive und surrealer Landschaften. Ein Text wie ein traumhafter Sog, assoziativ und vielschichtig, stets aber auch eine Parodie auf die tröge Wirklichkeit. Das macht ihn theatral: starke Figuren, eine fesselnde Geschichte und ein unendlich schräger Humor. Wie geschaffen für das Ensemble des Theaterhauses Jena, wie geschaffen für das Regieteam um Johanna Wehner und Moritz Schönecker – Jena darf sich bereits jetzt auf den Sommer freuen!

Gestern war die erste Probe. Nach einer kurzen Einführung in das Stück und der Vorstellung des Teams (mit doppelter Regie: Moritz Schönecker und Johanna Wehner) ging es diesmal gleich richtig zur Sache. 
Johanna ließ uns in einer Reihe aufstellen: erst ungeordnet, dann nach m/w getrennt, dann nach Größe sortiert. In den verschiedenen Anordnungen wurden gleich verschiedene Übungen gemacht: genervt aufstöhnen, möglichst gleichzeitig das Gleiche machen usw. Dann wurden wir in Grüppchen mit verschiedenen Aktionen auf der Bühne verteilt. Es gab Tuschler, gelangweilt Rumsitzer, Schlenderer, und im wahrsten Sinne des Wortes schräge Typen. Zum Abschluß wurde noch geübt wie man sich möglichst gut in Slow Motion vorwärts und Rückwärts bewegt. Dann wurde noch gefragt, wer Interesse an kleinen Extra-Rollen hat, natürlich mit zusätzlichen Proben und HUSCH! schon war es halb neun.
Ich bin gespannt, wie es morgen weitergeht.


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