Theater in Jena

Wer ist König Ubu?

21:14, 10.06.2014 Geschrieben in Theater 0 Kommentare Link

Who the F*** is "König Ubu"?

Es war einmal ... vor über 100 Jahren, dass sich ein paar Gymnasiasten über ihren Physiklehrer lustig machen wollten und ein Marionettentheaterstück über ihn schrieben. Daraus entstand dann ein paar Jahre später das Theaterstück "König Ubu" (sprich Übü). Die Uraufführung endete auch gleich mit einem Skandal, denn das erste Wort in diesem Stück war "Merdre" (dt. etwa "Schoize" oder "Schreize" zu übersetzen). Und nach zwei Aufführungen war erst mal Schluß mit Lustig. Trotzdem wurde das Stück von Surrealisten und Dadaisten gefeiert. Und wenn man Vergleiche mit heutigen Stücken ziehen will, fällt einem als erstes Monty Python ein.

Wikipedia schreibt weiter zum Inhalt:
Der primitive, feige, gefräßige und machtbesessene Père Ubu wird von seiner Frau, Mère Ubu, angestiftet, durch ein Massaker an dem ehrbaren König Venceslas und seiner Familie den polnischen Thron zu usurpieren. Mit der Unterstützung des Hauptmanns Bordure und seiner Spießknechte gelingt Ubu der tödliche Staatsstreich, und er wird zu einem relativ populären Herrscher, bis er - gleichsam als erste Regierungsmaßnahme - beschließt, zum Zwecke seiner persönlichen Bereicherung sämtliche Adeligen und Staatsbeamten hinrichten (d. h. „enthirnen“) zu lassen. Ubus nicht weniger radikale Steuerpolitik beinhaltet nicht nur die unbegründete Vervielfachung aller direkten und indirekten Steuern, sondern auch deren gewaltsame Eintreibung durch den König höchstselbst. Als Ubu die polnische Bevölkerung immer mehr zu tyrannisieren beginnt, animiert der nunmehr abtrünnige Bordure den russischen Zaren Alexis dazu, gegen den entfesselt mordenden Despoten zu intervenieren. Während sich Ubu also auf dem Feldzug gegen das russische Heer befindet, wird die „Regentin“ Mère Ubu von dem rechtmäßigen Thronerben Bougrelas gestürzt, jedoch nicht ohne vorher die Staatskasse geraubt zu haben. Ubu selbst wird von der russischen Armee zwar vernichtend geschlagen, kann sich jedoch durch Feigheit und Tücke mit seiner Frau nach Frankreich flüchten, wo er sich zum maître des phynances ausrufen lassen will.

Vergangenen Donnerstag war nun die erste Probe für uns Statisten. Wie zu erwarten, ging es mit ersten Kostümanproben und einer kurzen Einführung in das Stück los. Danach ging es auf den Sportplatz zum marschieren üben. Das war recht lustig, weil ja kaum einer bei der Armee war und erst einmal über die richtigen Kommandos gerätselt wurde. Dann durften wir uns noch ein bischen an den "Waffen" versuchen und uns gegenseitig mit Schaumstoffraketen beschießen und anschließend bekamen wir noch unsere altbekannten Schwerter und Schilde aus "Johanna" in die Hand und durften uns noch gegenseitig erdolchen.
Und hast du nicht gesehen, schon war die Zeit um und dann ging es auf ein kühles Blondes nach Burgau ans Wehr.

 


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