Unbenannt

Zeus

06:30, 1.06.2010 .. 0 Kommentar(e) .. Link

 

Hi, unsere Manager haben sich ein Sparprogramm für das Unternehmen einfallen lassen. Unter dem Namen „Zeus“ wollen sie bis 2015 über 15 Prozent der momentanen fixen und variablen Produktionskosten einsparen. Zeus steht für Zentrales Einsparungs- und Sicherungsprogramm. Auch die Belegschaft ist aufgerufen, sich zu diesem Thema Gedanken zu machen. Wir von der Gewerkschaft befürchten, dass vor allem an den Personalkosten gedreht werden soll. In anderen Unternehmen unserer Branchen haben wir schon gesehen, wo das Ganze hinführt. Anstatt fair bezahlter Arbeitnehmer, müssen Leiharbeiter für einen Bruchteil der Bezahlung malochen. Mein Vorschlag wäre es, das ganze Programm nicht Zeus, sondern Hades zu nennen. So hieß bei den alten Griechen der Fürst der Unterwelt. Wer Teile der Belegschaft abbauen will und diese durch billige Zeitarbeiter ersetzt, dem fehlt vor allem eines: Verantwortungsbewusstein. Hier wird auf Kosten der Belegschaft gezündelt, um den eigenen Posten im Management sich zu sichern. Unsere Chefs werden ganz schön gucken, wenn sie sehen wie wir uns gegen ihre Sparorgie stemmen werden. Jochen


Wahnsinn!

07:23, 25.05.2010 .. 0 Kommentar(e) .. Link

 

Hi, seit gestern wissen wir wie viel der Einsatz der Unternehmensberater gekostet hat: 250.000 Euro! Für drei Wochen! Abstruse Ideen, wie dass sich die Belegschaft ihre Berufsbekleidung selbst kaufen muss, kamen am Ende heraus. Dabei ist es bei uns mit der Berufsbekleidung alles andere als gut bestellt. So erhält jeder Auszubildende nur drei Garnituren davon, benötigt er während seiner Ausbildung mehr davon, muss er sie selbst zahlen. Auch bei Beschädigung oder Verlust muss der Berufsanfänger für die Kosten seiner Berufsbekleidung aufkommen. Das finde ich ungerecht. Von Seiten der Jugend- und Auszubildendenvertretung haben wir uns gegen diese Regelung bei der Berufsbekleidung gestemmt. Bisher erfolglos. Zum Glück erhalten wir jetzt Schützenhilfe vom Personalrat. Denen stinkt es auch, dass bei der Berufsbekleidung die Jugendlichen schlicht und einfach abgezockt werden sollen. Ein Blaumann und die entsprechenden Sicherheitsschuhe sind, in Relation zum Verdienst von einem Auszubildenden gesehen, alles andere als preiswert. Gut Berufsbekleidung kostet schließlich auch gutes Geld. Ein sehr gutes Argument, was die Berufsbekleidung betraf, hatte ich für den Personalrat bereit: Heute wir, morgen ihr! Auf diesen einfachen Nenner brachte ich die Diskussion um die Berufsbekleidung. Ich hoffe nun, dass die Personalräte im Gespräch mit der Geschäftsleitung diese benachteiligende Regelung ein für allemal abschaffen können. Jochen


Ordentlich Furore

08:08, 18.05.2010 .. 0 Kommentar(e) .. Link

 

Hi, unsere Personalräte haben bis auf wenige Ausnahmen, den Plänen der Unternehmensberater den Krieg erklärt. Unsozial, demotivierend und unsinnig seien deren Vorschläge. Im Gegensatz zu den Schlaubergern im Anzug setzen wir auf Transparenz und hängen, mit Segen der Geschäftsleitung, auf den schwarzen Brettern die Ideen der Unternehmensberater aus. Mal sehen, wie die Kolleginnen und Kollegen darauf reagieren. Sicher wird sich die Begeisterung dafür in Grenzen halten. Ich will gar nicht wissen, was das Engagement dieser Allgemeinplatzverbreiter dem Unternehmen gekostet hat. Der Vorsitzende vom Personalrat frägt bei der Geschäftsleitung nach. Ich denke das wird für ordentliche Furore sorgen, wenn bekannt ist, wie hoch das Honorar der Unternehmensberater ist. Jochen


Meine Arbeit

08:37, 14.05.2010 .. 0 Kommentar(e) .. Link

 

Hi, ich bin der Jochen und arbeite als Industrieschlosser in einem großen Werk, das Teile für die Automobilhersteller produziert. Zu meiner eigentlichen Tätigkeit bin ich für ein paar Stunden in der Woche als Jugend- und Auszubildendenvertreter freigestellt. Schließlich sind im ganzen Standort 85 Berufsanfänger, deren Interessen ich zu vertreten suche. Ein großes Thema ist immer wieder die Berufsbekleidung. Mehr als einmal gab es bei uns im Werk einen Besuch von den Unternehmensberatern. Das Management erhoffte sich von den Anzugsträgern Impulse. Dabei kam, meiner Meinung nach, wenig Konstruktives raus. Beispielsweise an der Berufsbekleidung könnte das Unternehmen sparen, so eine der Ideen der Herren im Nadelstreif. Auch die anderen Eingebungen dieser Unternehmensberater waren alles andere als originell. So stand auf der Streichliste, die dem Personalrat und auch mir vorgelegt wurde, dass die Kantinenzuschüsse gestrichen werden sollten. Zum Glück haben wir von der Gewerkschaft da noch ein Wörtchen mit zu reden. Da kommen Externe eingeschneit und meinen nach zwei Wochen, sie kennen den Laden besser als wir. Jochen


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