Klartext

Description

Für soziale und juristische Gerechtigkeit


«  November 2021  »
MonDieMitDonFreSamSon
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930 

My Links

* Home
* My Profile
* Weblog Archives
* Friends

DFB und Rassismus

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2010/panoramafussball100.html

Gewalt beim Fußball: Rassismus statt Integration

Gemeinsam Sport treiben gilt als wertvolle Freizeitbeschäftigung, und Fußball verbindet ohnehin. Kein Wunder also, dass der Deutsche Fußball Bund seinen Sport in zahlreichen Imagekampagnen als ideales Integrationsmedium anpreist.
Ausschreitungen in der Landesliga: Nach einem Spiel kommt es zu einer Schlägerei zwischen Spielern und Betreuern beider Mannschaften.

Besonders unter DFB-Präsident Theo Zwanziger ist eine wahre Integrations-Offensive zu beobachten: Integrationspreise, Hochglanz-Werbespots und bunte Broschüren mit Promis preisen den Vereinsfußball als Wundermittel auf dem Weg zu mehr Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Die Wahrheit ist: Die Integration klappt bestenfalls im Profi-Fußball. Im Jugendbereich allerdings und in den kleineren Fußball-Ligen droht sich der Konflikt zwischen Deutschen ohne Migrationshintergrund und aus der Türkei, Kurdistan oder Albanien eingewanderten Fußballern immer weiter auszubreiten. Zahlreiche Spielabbrüche wegen Gewalt oder Rassismus widersprechen dem DFB-Wunschbild vom integrativen Sport: Denn offenbar finden ethnisch unterschiedliche Fußballteams auf dem Platz ein ideales Ventil, um ihre Abneigungen gegen andere offen auszutragen.

Kommentar des Menschenrechtler Roland Schmidt:

Mehr Schein als Sein. Fussball ist zu einem Milliardengeschäft verkommen. Der DFB sonnt sich gerne im Glanz. Was zählt, das ist einzig der Erfolg.
Die Herren Fussballmillionäre tuen sich selbstverständlich leicht, multikulti miteinander zu spielen, für die deutsche Nationalmannschaft oder für einen deutschen Profiverein.

In unteren Klassen gibt es neben der sozialen Verelendung auch noch die Ghettobildung. Es gibt nicht nur deutsche, sondern auch türkische, griechische, italienische, spanische etc. Vereine. Diese beiden Kompenenten führen zum Hass zwischen Ausländern und Deutschen.

Man stelle sich vor, es würde nicht mehr deutsche Nationalmannschaft heissen, sondern Germanentürkland Nationalmannschaft. Oder einige Bundesligaclubs würden ausländische Namen tragen? Da könnten dann selbst 8 Deutsche und nur 3 Ausländer mitspielen, der Name alleine würde für Wirbel und Vorurteile sorgen. Solange wir Nationalstaaten haben, identifizieren sich die meisten Menschen mit ihrem Staat = Heimat.
Gäbe es einen Staat "Europa" dann würden wir uns alle als Europäer fühlen. So aber, auch wenn wir Europäer sind, fühlen wir uns noch immer als Deutsche, Türken, Griechen etc.

Man sollte sich zum einen überlegen, ob man in unteren Klassen nicht aus dem DFB austritt und eigene Strukturen schafft,- und zum anderen,- ob man Ghettovereinsnamen nicht besser verbieten sollte.
Wenn es den ausländischen Sportlern um Fussball geht, und nicht um Politik, dann wissen sie, dass sie bei ca. 7.000 Fussballvereinen leicht wo anders unterkommen können.
7.5.2010

kontakt [email protected]



Posted: 18:59, 10.05.2010
Add Comment

<- Last Page | Next Page ->