Deutschland fuckt sich ab

Brokeback Putin

Ich und meine Freunde aus dem Saunaclub sind politisch sehr aktiv. Ständig setzen wir uns für die verschiedensten Dinge ein um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ich trinke zum Beispiel keinen Kaffee aus Kolumbien mehr, weil die Tränen den Geschmack versauen. Und als ich neulich bei uns im Club eine Petition gegen Kindersoldaten rumgehen ließ, haben alle sofort unterschrieben, weil wir alle einhellig der Meinung sind, dass es falsch ist einem 6 Jährige eine Waffe zu geben, weil die den Rückschlag zum Beispiel einer AK47 gar nicht halten können und am Ende doch nur die ganze Munition vergeuden und sowieso nicht treffen. Diese Verschwendung von Resourcen muss aufhören! Die können sich schließlich jetzt schon die Munition kaum leisten.

Aber diesen Winter haben wir uns selber übertroffen, wir sind nach Russland gefahren um Putin bei seinen demokratischen Bemühungen zu unterstützen. Nicht weil wir seine Politik irgendwie gut finden, sondern weil wir mehr von den tollen Propaganda mit freiem Oberkörper sehen möchten. Er ist so ein schöner Mann...

Das ging erstaunlich einfach, wir haben nirgendwo Oposition gesehen, die uns daran hätte hindern können. Auch die Insassen der Nervenheilanstalten waren  leicht zu überreden, zwar mussten wir etwa grob 20€ ausgeben um die ganzen Wahlzettel kopieren zu lassen und wir haben mehrere Kugelschreiber verbraucht um die Kreuze zu machen, aber wenn man etwas verändern will muss man manchmal Opfer bringen.

Nachdem alles erledigt war haben wir in Moskau ein bischen Sightseeing gemacht und Piere brauchte was zum anziehen für seinen Chiwawa Dipsy, dem es dort entschieden zu kalt war. Als wir gerade eine Boutique verließen, hielten vor uns auf der Sraße zwei Polizeiwagen und vier Polizisten stiegen aus, von denen einer uns gebot einzusteigen. Im ersten Moment hatten wir ein bischen Panik weil wir schließlich auch nicht wussten worum es ging weil wir nicht wussten, was wir uns  zu Schulden kommen lassen hatten. Dipsy hat vor lauter Aufregung  sogar ein kleines Häufchen auf den Rücksitz gemacht.

Richtig geschockt waren wir, als die Polizeiwagen vor dem Kreml hielten und die Polizisten ausstiegen und wir das auch tun sollten. Wir wurden in einen großen, luxoriös ausgestatten Saal geführt, in dem offensichtlich ein Staatsbankett geplant war. Plötzlich stieg mir der unangenehme Gestank einer Zigarre in die Nase und eine Hand klopfte mir anerkennend auf die Schulter.

"Gerd?! Was machst du denn hier?" "Ich hab bei den Russen ein Rohr verlegt..." "Du warst schon lange nicht mehr bei uns im Club... wir haben einen neuen Whirlpool und eine neue Dampfsauna, da wird es so richtig heiß drin... Du solltest uns mal wieder besuchen" "Vielleicht wenn ich mal wieder Urlaub habe, die Rohre der Russen brauchen wirklich viel Pflege"

Eine Tür am Ende des Saals schwang auf und Putin kam mit einem Lächeln und weit ausgebreiteten Armen herein. "Genossen!", begrüßte er uns. "Genossen?! Sind die Zeiten nicht vorbei?" "Ach wisst ihr für euch bin ich was immer ihr wollt, links, rechts, oben oder unten, wie es euch gefällt!" Er umarmte uns alle nacheinander und gab uns jeweils ein Küsschen links und rechts. Sein Aftershave riecht so richtig männlich! Ich wäre fast dahingeschmolzen.

"Es wäre dieses mal fast knapp für mich geworden, ich bin nichtmal mehr auf 110% der abegebenen Stimmen gekommen... "

Wir haben dann zusammen gegessen, es gab Lachs und selbstgeernteten Kaviar wie Putin uns versicherte. Dazu gab es Prosecco, vielleicht weil er geglaubt hat irgendein klischee erfüllen zu müssen. Plötzlich sagte er: "Jungs was haltet ihr davon wenn wir morgen einen Campingausflug machen? Wir könnten fischen gehen, mal ganz privat." "Sehr gerne, Herr Präsident." "Jungs, Jungs, wir sind hier unter Freunden. Nennt mich Vladi."

Nach einer Nacht im Royal Crone wurden wir am nächsten morgen vor dem Hotel von einer Stretchlimo abgeholt und zum Flughafen gefahren. Wir waren sehr aufgeregt, da wir jetzt nun auch nicht so recht wussten was uns erwarten würde. Jürgen hatte Angst das wir nach Sibirien fliegen könnten und er nicht genug zum anziehen hätte. Auf dem Rollfeld wartete Vladi schon auf uns. "So Mädels alle nochmal Pippi machen gehen, es wird ein langer Flug." Nachdem das erledigt war, stiegen wir in ein Privatflugzeug und flogen los. Kurz nachdem wir abgehoben waren fragte ich Vladi:"Wo geht es eigentlich hin?" "Nach Amerika." "Amerika?!" "Da. Wyoming. Gibt die besten Orte zum Fischen dort. Vorallem während der Aalsaison""Aale?! die gibts doch nur im Meer?" Er zog eine Augenbraue hoch und lächelte. Oh mein Gott war das sexy.

15 Stunden später, nachdem wir uns im Flugzeug "Schokolade zum Frühstück", "Wedding Planer" und "Was Frauen wollen" mit kyrillischen Untertiteln angesehen hatten, landeten wir in Buffalo.

Von da aus ging es dann zuerst über den Highway weiter und irgendwannn stiegen wir in Jeeps um. Während der Fahrt hatten wir viel Gelegenheit uns mit Vladi zu unterhalten. Ich verstehe gar nicht was die Leute immer an ihm auszusetzen haben. Für mich ist er ein lupenreiner Demokrat. Klar, in einer gelenkten Demokratie, aber für alles andere ist Russland auch viel zu groß.

Leider verträgt Dipsy das Autofahren nicht so gut und hat Vladi auf den Schoß gekotzt. Aber Vladi nahms mit Humor und sagte: "Schon erstaunlich wieviel aus so einem kleinen Tier ruskommen kann, dann werde ich wohl in Unterwäsche weiter fahren" "Wir haben absolut nichts dagegen Herr Präsident" Er lachte schelmisch. Dieser kleine Unhold...

Je länger wir fuhren, umso malerischer wurde die Landschaft und gleichzeitig umso dünner besiedelt.

Als wir an einem Rudel wilder Pferde vorbei kamen, stoppte Vladdi spontan den Jeep, stieg aus und sagte dabei "Ich bin gleich wieder da..."  Nach etwa 15 Minuten kam er mit dem Rudel Pferde, die er mit einem einzigen langen Seil zusammengebunden hatte zurück. "Sorry Mädels, es gab keine Ponys!"

 Den Rest des Weges legten wir also auf Pferden zurück, dass hat ohne Sattel ganz schön im Intimbereich gescheuert, aber irgendwie war es auch schön. Ich hab mein Pferd Elvira genannt. Schließlich kamen wir an einen wunderschönen See umgeben von wunderschönen Bergen. Es wirkte fast wie eine Filmkulisse.

"Ich war schon öfter mit Medvedilein hier." sagte Vladi.Wir banden die Pferde an und bauten die Zelte auf, die der Präsident für uns mitgebracht hatte. Diese waren erstaunlich komfortable, über Satelit konnten wir sogar TimTV empfangen.

Dann zog Vladi sein Shirt aus, schwang sich eine Angelrute über die Schulter und sagte, "Wer Suppe essen will, muss sich seine Fische selber fangen." Habe ich schon erwähnt wie männlich er ist?

Wir angelten den ganzen Tag und die Ausbeute war wirklich enorm Vladi zeigte uns seine geheime Spezialtechnik die er damals beim KGB gelernt hatte.

Abends saßen wir am knackenden Lagerfeuer und Vladi erzählte ein paar Gruselgeschichten, plötzlich knackte ein Ast irgendwo hinter uns und ein riesiger brauner Bär stand vor uns! Er musste wohl dem Geruch von dem Fisch gefolgt sein. Wir alle haben uns erschrocken und kreischten wild durcheinander, doch Vladi lächelte nur amüsiert. Dann sprang er auf, stürzte sich auf den Bären, verpasste ihm eine linke eine Rechte und einen Schwinger in den Magen und einen Aufwärtshaken unter die Schnauze. Der Bär ging zu Boden wie ein nasser Sack. Eigentlich wollte er ihm vor Ort noch das Fell mit seinem Schweißer Offiziersmesser abziehen, aber das konnten wir alle nicht über's Herz bringen. Also hob Vladi den Bären hoch und trug ihn 10km in den Wald und setze ihn dort aus. Als er nach einer halben Stunde zurückkam aßen wir den Fisch auf und erzählten uns Witze über die DDR. Ich hätte nicht gedacht das Vladi soviele Trabbiwitze kennt. Mein Lieblingswitz ist aber der mit dem Schlagbaum und dem Penis von Erich Honecker. Den erzähle ich aber ein anderes mal.

Irgendwann wurden wir müde und gingen in unsere Zelte zum Schlafen. Ich durfte sogar im Zelt des Präsidenten schlafen! Wir legten uns hin und ich wäre auch fast direkt eingedöst, doch dann kam Vladi mit seinem Körper ein Stück näher und nahm mich von hinten in den Arm. Diese Seite von ihm kannte ich so vorher nicht doch ich fand sie wunderschön! Ich hatte nicht damit gerechnet das er auf Löffelchen stehen würde... Mit einem Lächeln auf den Lippen war ich nun bereit einzuschlafen, doch dann bewegte sich irgendetwas an meinem Po. Ich glaube das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft...

13:28 - 18.01.2012 - Kommentar hinterlassen

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