Letzte Einträge | Archiv


Beten - Geschrieben um 22:09 am 14.01.2011 von Kirsten

Dieser Tage arbeite ich an den Zusatzmaterialien für meinen neuesten Roman „Die Konfektmacherin“. Dabei bin ich noch auf folgende Notiz gestoßen: In Louisendorf wurde der Gottesdienst in französischer Sprache erst 1871 abgeschafft. Dies löschte dessen Spuren jedoch nicht vollständig aus. „Beten“, sagte Louis Bonnet, ein Nachkomme hugenottischer Flüchtlinge, noch in den 1920ern, „das kann ich nur auf Französisch." 

Die Konfektmacherin ist da! - Geschrieben um 21:04 am 17.07.2010 von Kirsten

Seit einigen Tagen ist "Die Konfektmacherin" nun in den Buchhandlungen zu finden, und sie sieht wirklich sehr schön aus! Leider kann ich momentan keine neuen Infos online stellen, aber so bald mein Webmaster wieder da ist, wird die Homepage auf den neuesten Stand gebracht. Allen Lesern und Leserinnen wünsche ich schon einmal viel Spaß!

Die Konfektmacherin - Geschrieben um 22:31 am 23.02.2010 von Kirsten

Dieser Tage arbeite ich an den Zusatzmaterialien für meinen neuen Roman „Die Konfektmacherin“. Der Rest des Romans befindet sich bei den Testlesern, und ich bin schon sehr gespannt auf ihre Rückmeldung. Hier kann man sich übrigens schon mal das Cover ansehen: http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=295796
Sehr gelungen, wie ich finde. 

Die Kalligraphin - Geschrieben um 11:13 am 20.11.2008 von Kirsten

Seit Anfang November ist mein neuester Roman "Die Kalligraphin" im Buchhandel erhältlich. Hier ein Link zu einem Special meines Verlags: http://www.randomhouse.de/webarticle/webarticle.jsp?aid=11969

 

Vorurteile - Geschrieben um 18:03 am 14.09.2008 von Kirsten

 

Während meiner Recherche für die "Kapelle der Glasmaler" musste ich mich von einigen lieb gewonnenen Vorurteilen verabschieden. War ich lange Zeit davon ausgegangen, dass es "im Mittelalter" per se lange gedauert habe, ein großes Bauwerk zu errichten, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Da war erst einmal die Sainte-Chapelle selbst mit einer angenommenen Bauzeit zwischen fünf und neun Jahren, dann stieß ich auf Angaben zum Château-Gaillard, das in etwas mehr als einem Jahr errichtet worden sein soll. Des Rätsels Lösung: Lange dauerte es oft, weil die Finanzierung ungeregelt war. Ging das Geld aus, konnte nicht weiter gebaut werden. Ganz anders sah es aber aus, wenn die Mittel – wie bei den oben genannten königlichen Bauprojekten - gesichert waren. Ich erfuhr außerdem, dass sich die Baugeschwindigkeit im 13. Jahrhundert auch dank der Einführung der Serienfertigung (Vorfertigung bei umfassender Typisierung möglichst aller Steine) und der Einrichtung einer fabrica (Bauhütte) mit eigenem Vermögen, die die Fortsetzung der Bautätigkeit im Winter ermöglichte, deutlich erhöhte. Bauhütten gibt es übrigens heute noch. Hier finden sich Informationen zur Kölner Dombauhütte http://www.dombau-koeln.de/ und hier zu der von Straßburg: http://www.oeuvre-notre-dame.org/index2.htm.

Gift oder Die Reise in ein unbekanntes Land - Geschrieben um 16:37 am 15.08.2008 von Kirsten

 

Die Recherche für ein Buch ähnelt einer Reise in ein noch unbekanntes Land und ist jedes Mal spannend. Auch nur einen historischen Bruchteil der Geschichte zu entdecken, um die man sich gerade bemüht, ist, als würde man einen Schatz finden: Wo habe ich sonst Gelegenheit zu erfahren, wie Menschen in vergangenen Zeiten gelebt haben? Wo erfahre ich etwas über Handwerkskünste, von den kleinen und großen Geschichten der Vergangenheit? Manchmal führt mich meine Recherche über die Bücher hinaus auch auf Seiten wie www.gifte.de oder www.botanikus.de, dann nämlich, wenn ich mich über gute, heimische Gifte und ihre Wirkungsweise informieren möchte. Erstaunlich, was so alles vor der Haustür wächst. Was menschliche Gefühle und Gift im übrigen miteinander zu tun haben können, lässt sich in "Mönche, Meuchler, Minnesänger" (http://www.bookspot.de/belletristik/022d1798df1119d09/) nachlesen. Günter Krieger hat in diesem hochwertigen Büchlein eine wirklich gute Auswahl an kriminellen Kurzgeschichten zusammengestellt.

Ein ungewöhnlicher Mann ... - Geschrieben um 16:54 am 4.08.2008 von Kirsten

 

Anfang dieses Jahres bin ich Clément, seiner Tochter Jehanne, Ghislain, dem Jongleur (Spielmann, Gaukler) und vielen anderen nach langer Zeit wieder begegnet. Damals habe ich die Druckfahnen zu meinem neuesten Buch korrigiert. Inzwischen ist die Geschichte zwischen zwei Buchdeckeln gelandet, hat ein Cover und einen Titel: "Die Kapelle der Glasmaler". Bei der Kapelle handelt es sich übrigens um die Sainte-Chapelle in Paris, eine der schönsten Kirchen gotischer Bauart. Die Sainte-Chapelle besteht zu einem Großteil aus Buntglasfenstern. Die Namen derer, die diese beeindruckenden Kunstwerke erschaffen haben, sind heute nicht mehr bekannt. Ich kann also nicht sagen, ob ein Clément unter ihnen war – unmöglich wäre es allerdings nicht. Der Clément, der meiner Figur als Vorbild diente, hat seine Spuren 1235 in einem Buntglasfenster in der Kathedrale von Rouen hinterlassen. In lateinischer Sprache steht dort: Clemens, Glasmaler aus Chartres, hat mich gemacht. Ungewöhnlich für seine Zeit, wie ich fand, und damit ein Mann, dessen Geschichte ich gerne erzählen wollte. Sie möchte ich dazu einladen, ihn auf seinem Weg zu begleiten.

219 Jahre - Geschrieben um 16:01 am 27.07.2008 von Kirsten

 

219 Jahre ist der Sturm auf die Bastille in diesem Monat her. Die Französische Revolution, vor deren Hintergrund mein erster Roman "Die Tochter des Advokaten" spielt, wird mich wohl mein Leben lang faszinieren. Natürlich gingen jenem 14. Juli 1789, der heute als Startpunkt gilt, viele Entwicklungen voraus, seien sie nun philosophischer oder wirtschaftlicher Art. Am Vorabend der Revolution beispielsweise war das Getreide nicht nur teuer, sondern auch knapp. Was bedeutete, dass viele die Hälfte ihres Einkommens allein für Brot ausgeben mussten. Es wird kaum überraschen, dass in dieser Zeit besonders viele Kinder ausgesetzt wurden. In den "Archives de Paris" bewahrt man heute eine kleine Sammlung der Gegenstände auf, die man bei jenen Findelkindern gefunden hat: Spielkarten, Münzen, ein Zettelchen, darauf in ungelenken Buchstaben die Bitte, das Kind gut zu behandeln. Damit erhielt auch das Schicksal meiner Sophie – der Tochter des Advokaten - einen Anker in der Zeit, über die ich schreiben wollte. Wie sich die Menschen der unterschiedlichsten Schichten damals fühlten, wie sie die Ereignisse erlebten, wovon sie träumten und was sie fürchteten, diesen Fragen spüre ich in meinem Roman nach.

Herzlich Willkommen - Geschrieben um 16:27 am 17.07.2008 von Kirsten

 

An dieser Stelle werde ich zukünftig von meiner Arbeit berichten. Hier erst einmal ein Link zu einem Special meines Verlags Die Kapelle der Glasmaler (Interview).


Herzliche Grüße

Kirsten Schützhofer