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219 Jahre - Geschrieben um 16:01 am 27.07.2008 von Kirsten

 

219 Jahre ist der Sturm auf die Bastille in diesem Monat her. Die Französische Revolution, vor deren Hintergrund mein erster Roman "Die Tochter des Advokaten" spielt, wird mich wohl mein Leben lang faszinieren. Natürlich gingen jenem 14. Juli 1789, der heute als Startpunkt gilt, viele Entwicklungen voraus, seien sie nun philosophischer oder wirtschaftlicher Art. Am Vorabend der Revolution beispielsweise war das Getreide nicht nur teuer, sondern auch knapp. Was bedeutete, dass viele die Hälfte ihres Einkommens allein für Brot ausgeben mussten. Es wird kaum überraschen, dass in dieser Zeit besonders viele Kinder ausgesetzt wurden. In den "Archives de Paris" bewahrt man heute eine kleine Sammlung der Gegenstände auf, die man bei jenen Findelkindern gefunden hat: Spielkarten, Münzen, ein Zettelchen, darauf in ungelenken Buchstaben die Bitte, das Kind gut zu behandeln. Damit erhielt auch das Schicksal meiner Sophie – der Tochter des Advokaten - einen Anker in der Zeit, über die ich schreiben wollte. Wie sich die Menschen der unterschiedlichsten Schichten damals fühlten, wie sie die Ereignisse erlebten, wovon sie träumten und was sie fürchteten, diesen Fragen spüre ich in meinem Roman nach.


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