23.02.2007
Lesung von Andreas Franz

Gestern hatte ich einen Tag frei um zwei Arztbesuche zu erledigen (bei meiner Arbeitszeit von 9 - 18 Uhr ist das immer schwierig), aber neben dem unangenehmeren Teil des Tages gab es abends dann auch noch ein absolutes Highlight:

Lesung von Andreas Franz

"Tödliches Lachen"

22. Februar, 20:15 Uhr, in der
Thalia Buchhandlung Darmstadt



 

 

 

 

Es war meine erste Lesung überhaupt und ich wusste gar nicht richtig was ich zu erwarten hatte. Um 20:15 Uhr sollte es losgehen - allerdings war der Autor noch nicht da. Die Thalia-Geschäftsführerin schlug dann vor, selbst ein bisschen aus "Tödliches Lachen" vorzulesen um die Wartezeit zu verkürzen, aber kaum hatte sie ein paar Sätze gelesen, klingelte das Telefon. Herr Franz hatte sich wohl verlaufen und konnte die Buchhandlung nicht finden *g*. Ein paar Minuten später traf er dann ein bisschen abgehetzt ein und mein erster Gedanke war "Huch, ist der aber klein!"   Klein, aber sehr sympathisch!

Zur Überraschung aller kündigte er dann allerdings an, nicht wie geplant aus "Tödliches Lachen" vorzulesen, sondern aus seinem Buch "Unsichtbare Spuren". Für mich hat das keinen großen Unterschied gemacht, da ich beide Bücher noch nicht kenne. Er las dann ein paar Passagen aus dem Buch vor und erzählte dann, wie er auf die Idee gekommen ist, diese Geschichte zu schreiben. Wie alle seine Bücher, beruht auch "Unsichtbare Spuren" auf einer wahren Begebenheit bzw. hat er sich von wahren Begebenheiten inspirieren lassen. Er ging besonders darauf ein, welche große Rolle der Zufall sehr oft bei Verbrechen spielt. Ich fand die Erzählungen sehr interessant, vor allem da er auch auf Fälle einging, die durch die Medien bekannt geworden sind (wie z.B. das Verschwinden der kleinen Peggy).

Ganz zum Schluss gab es dann auch noch ein paar Worte zu "Tödliches Lachen". Herr Franz wies die Kritik von sich, dass dieses Buch besonders blutrünstig sei, da er keinen einzigen Mord beschreibe. Da seien die Bücher von Tess Gerritsen und Mo Hayder ein ganz anderes Kaliber.

Andreas Franz hat mich neugierig auf "Unsichtbare Spuren" gemacht, vor allem auf das neue Kieler Ermittlerduo. Ob ich "Tödliches Lachen" lesen werde, weiß ich noch nicht, da ich von Julia Durant (deren Nachnamen man übrigens französisch ausspricht!!) und deren Salamibrot mit Tomatensuppe - Orgien und dem täglichen Dosenbier in der Badewanne nach mehreren Büchern irgendwie übersättigt bin. Allerdings freue ich mich schon riesig auf das neue Buch mit dem Offenbacher Ermittler Peter Brandt.

Alles in allem ein sehr gelungener und sehr interessanter Abend, der mir Lust gemacht hat öfters mal eine Lesung zu besuchen.

Geschrieben von Ninari um 12:46 | in: Lesung
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