

Den Beginn dieses Jahres haben mir die Eisbären aus Bremerhaven gründlich versaut gehabt. In den letzten Minuten haben sie am ersten Januar ein Spiel umgebogen, wo die Punkte schon auf dem Weg nach Gießen waren. Zumindest am Sonntag haben sie alles wieder gut gemacht.
Endlich haben die 46ers die ersten Punkte eingefahren.
Die nächsten "1846% Giessen - zusammen gegen den Abstieg"-Shirts, die Chris und ich zusammen erstellt haben, wurden bereits vor Spielbeginn verkauft. Doch das gute Gefühl, dass ich hatte, kam nicht vom Bargeld, dass so in meine Tasche kam. Irgendwie musste es gegen Bremerhaven einfach klappen. Die erste Halbzeit hingegen strafte mich Lügen: Das 8:14-Viertel war Basketball zum Abgewöhnen, aber Gott sei Dank auf beiden Seiten. Nach der Pause dann gab es auf einmal kein Halten mehr. Aus dem 24:32-Rückstand zauberten Rouven, Robert und Co. schnellstens eine 37:35-Führung, und schafften es so, dass wir wirklich ZUSAMMEN gegen den Abstieg kämpften. In den letzten drei Minuten habe ich bei den Freiwürfen nicht mehr hingesehen... und immer die Angst vor der Verlängerung. Die dritte Overtime-Niederlage hätte ich nervlich nicht durchgestanden. Und dann stürzten wir alle mit der Sirene nach vorne, bis die umstürzenden Banden Robert Maras dazu veranlassten, uns ein wenig zu beruhigen. Ronnie und Brian brüllten mir dann irgendwas ins Ohr, als sie mich umarmten, aber ich war in dem Moment einfach viel zu glücklich, als dass ich noch wüsste, was sie gesagt haben (oder, dass ich gemerkt hätte, dass der Fab Hohl sich von mir verabschiedet hat)... nur, dass Rouven sagte "Das ist so geil wie letztes Jahr der Klassenerhalt", das weiß ich noch. Hoffentlich sind die Jungs jetzt auf den Geschmack gekommen und gewinnen öfters...
Bereits zum zweiten Mal gab es ja am Samstag unsere Abiparty, dieses Mal im Enjoy. War an und für sich ganz cool, ne Menge Leute da, auch wenn Marco sich gedrückt hat...
Danke von hier aus nochmal an Uli und Ricky, die sich netterweise um die AK gekümmert haben, als ich meinen extrem einnahmenreichen Kassendienst hatte (grade während der besten Partyphase, top... ). Naja, wenigstens gab es noch Fatboy Slim und "Da draussen" für Uli und mich... Ach ja, der Marvin war auch am Start... hab mich schwer gefreut, den mal wieder zu sehen. Außerdem die Lilian aus der Grundschule wiedergetroffen. Wäre überhaupt mal interessant zu erfahren, was aus denen allen so geworden ist. Ein paar Leute sieht man ja immer noch mal (die aus'm Jahrgang, Kevin etc.), aber von ein paar hab ich seit Generationen nix mehr gehört...
Zu meinem Freitag gebe ich nur mal folgendes Foto heraus...
Doch, war lustig... 
P.S.: An meine Schwester: Ich würd das Heimspiel gegen Bonn mitnehmen, es sei denn, ich könnte in Italien ein Erstligaspiel sehen...
Weg. Fuck. Der ein oder andere hat vielleicht schon mitbekommen, dass durch einen Unfall fast alle meine Blogeinträge weg sind... naja, life's a bitch. Was über Google zu retten war, hab ich gerettet und stell es nach und nach in Kategorien wieder ein, wenn irh noch was habt, sagt mir bitte Bescheid. Ich gebe einfach mal die Hoffnung nicht auf, irgendwann "#50 für #31" wiederzusehen...
Ansonsten kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, am Samstag ins Enjoy zu gehen - Ost Abiparty #2 ist ab 21 Uhr für den Publikumsverkehr geöffnet und liefert euch zum zweiten
Mal für drei Euro the best party in town!

Ansonsten ist heute nichts passiert. PoWi wie immer, Mathe eigentlich auch wie immer (wobei, ich war ja mal wieder gar nicht so übel. Wusste ab und an was!), dann zur Lio gefahren und da Flyer verteilt... naja, eigentlich haben Sülle und ich Janos nur beim Flyerverteilen zugeguckt. Der kannte natürlich wieder jeden... dafür haben Sülle und ich unsere Flyer fast ausschließlich an gutaussehende LiebigschülerINNEN verteilt. Qualitativ also Sieg für uns. Danach Reli, wo wir mal wieder viel Quatsch gemacht haben. Wieso kann man da eigentlich nicht ernst bleiben? Oder, anders gefragt, wie würden die Noten von Robert, Jan, Janos, Uli und mir aussehen, wenn wir in mehr Fächern so nebeneinandersitzen würden?Redaktionssitzung und die ersten Aufnahmen für den OTV-Trailer gemacht, Freitag mit der Kamera dann in die Stadt und Schnitt... weswegen ich die ganze Zeit Musik höre, die dahinter passen würde. Und dann Musik... verdammt, wir checken ja mal so was von gar nichts. Tut einem beim Herrn Tasler immer ein bisschen leid, aber "galanter Stil" und Co. sind einfach nicht meine besten Freunde Und Notenlesen kann ich halt einfach nicht und bin auch schon vieeeeeel zu alt um es zu lernen 
Morgen dann mal wieder Einzelgespräch mit meiner Lieblingslehrerin. Freu mich, wie schon mal erwähnt, schon jetzt wie ein Schneekönig... noch hatte ich doch gar nichts gemacht? Oder heulen gewisse Leute bei ihr rum, weil ich im Englisch-Forum fies zu ihnen war? Wer's nachlesen will, geht ins Englisch-Forum und loggt sich mit meinem Benutzernamen ein, das Passwort für den Acc geb ich auf Nachfrage sofort frei. Tut euch keinen Zwang an.
Ach ja, der We Are Scientists-Termin in Frankfurt ist für mich endlich gesichert... jetzt fehlen nur noch die Tickets für Köln, dann gibts Dauergrinsen Deluxe...
Ein Jahr im herkömmlichen Sinne sind 12 Monate sind 52 Wochen sind 365 Tage sind 8760 Stunden sind 525600 Minuten sind 31536000 Sekunden. Wenn man sich überlegt, wie stark ein Leben sich in einer einzigen Sekunde verändern kann, eine fast unvorstellbare Zeitspanne. Doch vieles überdauert diese Zeit. Erinnerungen zum Beispiel. Morgen, am 26. Mai 2006, wird die Erinnerung an ein ganz besonderes Ereignis ein Jahr alt.
11 Busse, dazu ungezählte Selbstfahrer, machen sich auf den Weg an den Rhein. Ihr Ziel: Ein umgebautes Zirkuszelt in einem Industriegebiet, unscheinbar gelegen im Hinterhof eines Farbenhandels. Der GEW Energy Dome, Heimstatt des Teams von RheinEnergie Köln. Zwischen 1300 und 1500 Gießener Fans werden an diesem Abend vergessen machen, dass sie ein Auswärtsspiel haben. Sie werden die Tatsache ignorieren, dass ihr Team keine Chance hat. In die Saison gestartet mit dem Ziel des Klassenerhalts haben sich die Gießener in die Playoffs und die Herzen ihrer Fans gespielt. Nun schicken sie sich an, die beste Mannschaft der Liga und den Mitfavoriten auf den Meistertitel aus den Playoffs zu werfen. Aber haben sie wirklich eine Chance?
Als Point Guard startet bei den Gießenern Anton Gavel, der 20-Jährige Slowake. Gilt als Talent mit viel Kampfgeist, hat seine Karriere noch vor sich. Ihm gegenüber steht Sasa Obradovic, der Welt- und Europameister. 36 Jahre alt, ein abgezockter Hund, der mit allen Wassern gewaschen ist und seine Karriere nach dieser Saison beenden wird und den Titel will.
Als Shooting Guard steht bei den Gießenern Louis Campbell auf dem Feld. Der US-Amerikaner kam vor der Saison aus der zweiten Liga, wo er gute Statistiken vorweisen konnte. Doch besser als sein Pendant auf Kölner Seite, Immanuel McElroy? Das würde wohl kaum jemand behaupten, der Absolvent der renommierten University of Cincinnati spielt eine erstklassige Rookie-Saison.
Den einzigen Vorteil haben die 46ers am Start wohl auf der Small Forward-Position. Chuck Eidson, der wohl beste Spieler der Mittelhessen startet hier. Doch die Kölner Defense wird ihn zermürben, heißt es vor dem Spiel. Die Gießener sind zu sehr abhängig von ihm. Bei Köln startet Janar Talts, doch den Großteil der Spielzeit erhält Marko Pesic, deutscher Nationalspieler und Sohn der Trainerlegende. Tonnen von Playoff-Erfahrung aus Berliner Zeiten. Haben die Gießener wirklich einen Vorteil?
Power Forward der Gießener ist Gerrit Terdenge. Nicht nur Fans anderer Mannschaften hielten seine Karriere schon lange für beendet, auch in Gießen war man skeptisch ob des Ex-Nationalspielers. War er eigentlich jemals mehr als ein Talent? Anders hingegen William „Bill“ Edwards. Der Amerikaner hat beste Stationen in seiner Karriere vorzuweisen, bei denen er so zuverlässig „Money“ geliefert hat, dass er den Spitznamen „Dollar-Bill“ bekommen hat.
Der Senegalese Souleymane Wane ist Center bei den 46ers. Keine Punktemaschine, dafür solide Reboundzahlen. Er hat sich aber in Gießen als einer der besseren Center der Liga gezeigt. Im afrikanischen Duell steht ihm Joaquim Gomes gegenüber. Der Angolaner ist athletisch und kann sich an den Brettern ebenfalls einiges pflücken. Außenstehende beurteilen das Duell als ausgeglichen.
Auf der Bank muss man gar nicht erst beginnen, den Vorteil zu suchen. Bei Köln kommen UNTER ANDEREM Spieler wie Elvir Ovcina, Marvin Willoughby und NBA-Kandidat Marcin Gortat frisch ins Spiel, bei Gießen gibt’s in diesem Spiel NUR Flo Hartenstein, Heiko Schaffartzik und Chris Anrin.
Können 11 Busse hier den Unterschied machen?
Thorsten Leibenath hat später gesagt, es wäre für ihn der geilste Moment gewesen, als er die Mannschaft 20 Minuten vor dem Spiel in die Kabine zur Besprechung holen sollte. Als die Fans, als WIR angefangen haben zu singen „Steht auf, wenn ihr Gieß’ner seid“ – und überall Leute aufstanden. Der Dome fasst offiziell 3000 Zuschauer. Wie wollen zwischen 1500 und 1700 Kölner Zuschauer sich 1300 Gießener Fans in den Weg stellen? Wir waren bereit, alles zu geben, ohne zu wissen, dass das Team bereit war, zu vergessen, dass sie keine Chance haben.
Los geht’s. Und wie es los geht! 11:2 leuchtet schnell von den Anzeigetafeln im Zirkuszelt, der Kölner Coach Armin Andres ist gezwungen, bereits zwei Auszeiten im ersten Viertel zu nehmen. Mit Erfolg: Zum Ende des Viertels kommen die Kölner wieder ran, nach 10 gespielten Minuten lautet es 24:19 für Gießen. Im Forum fragt man sich, ob Eidson alles alleine machen kann, in Köln fragt man sich, ob Eidson alles alleine machen kann, Eidson fragt sich selbst wohl auch.
Stefan Koch besinnt sich in der Viertelpause auf eine große Stärke der 46ers in der Saison, die Defense. No easy baskets heißt die Formel, und sein Team setzt sie grandios um. 5 Minuten bleiben die Kölner ohne Punkt, während die Mittelhessen sich immer weiter absetzen können, angeführt von Chuck Eidson. Beim Stand von 38:25 für Gießen hat er bereits 20 Zähler sammeln können, ohne den Anschein zu machen, damit kurzfristig aufhören zu wollen. Mit zehn Punkten Vorsprung geht es beim 41:31 in die Halbzeitpause.
Besser starten die Kölner in die zweite Hälfte. Haben sie endlich bemerkt, worum es geht? Schnell sind sie wieder auf 6 Punkte an die Gießener rangekommen und das große Zittern beginnt. 54:46 und noch 10 Minuten zu spielen.
Wie oft war ich dieses Jahr eigentlich in dieser Halle? Pokalspiel, Auswärtsspiel in der Saison, jetzt zum dritten Mal in der Serie hier… und zum definitiv letzten Mal. Der Schweiß läuft mir in Bahnen über mein Gesicht, meine Hände tun weh vom Trommeln, zu wenig getrunken hab ich bestimmt auch. Doch einmal noch 10 Minuten, dann sind wir durch für heute. In der ganzen Halle stehen die Leute, weil wieder dazu aufgerufen wurde, aufzustehen, wenn man Gießener ist. Hinterher werde ich oft den Satz hören „Eigentlich dachte ich, um mich rum wären lauter Kölner, aber dann habt ihr das gesungen und ich stand auf – und die um mich rum auch!“. Meine Kehle tut weh, weil ich versuche, alle Gesänge mitzubekommen, während ich trommele und in der Defense möglichst 24 Sekunden durchzubuhen. 10 Minuten noch. Verlängerung würde hier eh niemand überleben. Alles oder nichts.
Heute Nacht gingen durch einen Unfall bei unserem Host leider alle Datensätze, d.h. alle Einträge verloren... :( Nun suche ich jemanden, der unter Umständen meinen Text "#50 für #31" über das Comeback von Chuck in Karlsruhe gespeichert hat und ihn mir bitte zuschicken könnte. Ich und Chuck würden uns sehr darüber freuen, da er mich gebeten hatte, ihm eine Kopie dieses Textes zu schicken... leider hatte ich ihn nur online.
Sollte also jemand wissen, wo ich nochmal auf diesen Text zugreifen kann oder ihn abgespeichert haben, bitte meldet euch!