Alle Vermissen Linda | |
Adios Guatemala...
01:46, 20.04.2007
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... aber es war auf jeden Fall ein Abschied mit Wiedersehen, denn die 10 Tage in diesem Land haben davon ueberzeugt, dass es sich mehr als lohnt wiederzukommen. Man merkt zwar sofort, dass Guatemala aermer und weniger entwickelt ist als Mexiko (Indizien: Bussystem, Aussehen der Strassenhunde, Muellentsorgung), aber die Landschaft und Natur ist einfach wunderschoen! Umso schockierender fuer mich war daher das Muellproblem. Vor allem in kleineren Staedten mit wenig bis keinem Tourismus sind die Strassen quasi gepflastert mit Plastikflaschen (denn Coca Cocla etc. schaffen es bis in entlegenste Bergdorf...). Dosen, Papier und Plastiktueten, die Marktabfaelle werden einfach in den kleinen Gemeindefluss gekippt und auch nach einer 2-Stunden-Wanderung ueber einsame Felder trifft man ploetzlich auf riesige Abhaenge und Schluchten, die einfach komplett mit Abfaellen bedeckt sind. So, das aber nur am Rande, denn es gibt ja noch so viel schoeneres zu berichten. Zum Beispiel habe ich hier meinen ersten Vulkan bestiegen (Volcan Pacaya), sogar mit richtiger Lava! Eine Stunde lang ging es steil bergauf, was mich viel meiner (nicht vorhandenen.... jajaja Papa....) Kondition gekostet hat und dann nochmal 45 Minuten ueber ausserst unwegsame und spitze, erkaltete Lavafelsen, bis der Untergrund unter meinen Fuessen immer heisser wurde und wir die Lava aus der Naehe sehen konnten. Dank netter Mitwandererinnen haben wir dann noch Marshmellows uber Lavaspalten gegrillt und den Sonnenuntergang miterlebt. Wie schon waehrend des gesamten Aufstieges regenete es auch beim Abstieg wieder ununterbrochen und am Ende mussten wir mit Taschenlampen laufen, da es schon dunkel wurde. Zurueck in Antigua gab es dann aber leckere heisse Suppe und warme Betten. Von Antigua aus ging es dann ueber Chichicastenango nach Xela (Quetzaltenango). Ich Chichi gab es einen riesigen Markt mit allerlei typischem Kunsthandwerk, nur dank der vielen Touris leider sehr teuer und so habe ich mir nur eine typische Linda-Kette gekauft (gross, mit vielen Steinen und so)... Die Fahrt von Chichi nach Xela verbrachten wir dann in einem der hier ueblichen Chicken-Busse, das oeffentliche Verkehrsmittel Guatemalas, mit dem hier alle Menschen fahren. Bis dahin waren diese Busse immer sehr unterhaltsam und abendteuerlich, da man mit seinem riesigen Reiserucksack eigentlich fast die Platz hat, alle anrempelt, zu dritt auf einer Bank sitzt, bei der man nicht weiss mo man da nun die beine unterbringen soll und danach dann noch irgendwie am richtigen Ort rauskommen muss, was aber auch wundersamerweise immer klappt dank der netten Fahrbegleiter. Besagt Fahrt von Chichi nach Xela zeigte uns dann noch die andere Seite, denn der Fahrer furh als waere der Teufel hinter ihm her und wir alle fuehlten uns dem Himmel, bzw. dem Asphalt naeher als der Erde. Woerter wie Schlagloecher, Baustellen, enge Kurven oder Gegenverkehr waren dem Fahrer galube ich unbekannt und angesichts unserer auswegslosen Situation klammerten wir uns halb lachend halb verzweifelt an der Vorderlehne fest und schauten einfach nicht hin wenn uns mal ein anderer Bus frontal entgegenkam. Am NEde kamen wir dann doch noch irgendwie heil an in Xela, wo wir zur Erholung dann nach einer 2h-Wanderung in natuerlichen heisssen Quellen gebadet haben. Naechte Station war dann der Lago de Atitlan, ein Bergsee umgeben von Vulkanen, wunderschoen! Wir verbrachten 3 Naechte in San Pedro, sehr billig, viele Backpacker, viele Bars, aber das Allerbeste war wohl der Kuchen, der den ganzen Tag und noch nachts auf der Strasse verkauft wurde. Am Ende waren wir alle regelrecht suechtig nach Schoko-, Kokos- oder Karottenkuchen und kauften am letzten Tag gleich auf Vorrat ein. Einen Tag haben wir Kajaks ausgeliehen, hatten auf dem Rueckweg aber so starken Gegenwind, dass wir gerade noch so mit unseren letzten Kraeften an Land gekommen sind (Windsurfmuckis sei dank :-) ). Am naesten Tag haben wir uns dann in Ermangelung von Fahrraedern Pferde gelieehen und sind 3 h lang mit einem Guide rumgeritten. Ich kann euch sagen, ich kam mir etwas komisch vor da oben auf dem Ruecken dieses Pferdes, die ersten 10 Minuten waren dann auch noch sehr gemuetlich und bequem und ich habe mir in Ruhe die Landschaft angeschaut. Als wir dann aber ploetlich losgaloppiert sind, hat mich leichte Panik ergriffen und ich ueberlegt mir, welche Verletzungen ich mir wohl zuziehen wuerde wenn ich hier von diesem Pferderuecken fallen werde. Ich habe dann versucht mit dem Pferd Freundschaft zu schliessen, was auch ganz gut klappte und so habe ich, abgesehen von einem unglaublich schmerzenden Hintern am naechsten Tag, den Ausritt gut ueberstanden. Danach Ging es nach TIKAL, Weltkulturerbe und Mayaruinen. Wir uebernachteten auf dem angrenzenden Campingplatz, um am naechsten Morgen den Sonnenaufgang auf den Pyramiden zu erleben. Als um 4h morgens der Wecker klingelte, waren wir dann auch sofort hellwach, da uns ein unglaubliches Gebruell aus dem Urwald entgegenschallte. Wir kamen uns vor wie im Jurrassic-Park und spaeter erfuhren wir, dass es nur harmlose Bruellaffen waren. Im Dunkeln machten wir uns dann mit ca. 50 anderen Personen und Guide auf zu den Pyramiden, die wir schon am Tag davor besichtigt hatten. Unglaublich beeindruckend und fuer mich ein bisschen "Geschichts-Vordiplom-zum-Anfassen". Das Wissen der Mazas ueber Astronomie und Astrologie ist faszinierennd, alle Pyramiden und Tempel sind nach den Strenen ausgerichtet, sie hatten sehr genaue Kalender um das Jahr zu berechnen, alles war reich geschmueckt und bemalt, viele Figuren von Goettern, Hyroglyphen und man fragt sich wie sie diese z.T. 70 m hohgen Pyramiden zu der Zeit bauen konnten. Umso nachdenklicher und trauriger stimmt es einen dann, wenn man weiss, dass viele dieser Errungenschaften und Tarditionen bei der Eroberung der Spanier verloren gingen und regelrecht zerstoert wurden. Puenktlich zum eigentliche Sonnenaufgang waren wir dann oben auf einer der hoechten Pyramiden. Die ersten 10 Minuten waren auch wirklich beeindruckend, denn man hatte einen wunderschoenen Ausblick auf den Urwald, der noch im Nebel hing. Gespannt wartete alle auf die Sonne, doch die kam und kam nicht, stattdessen immer mehr Nebel und nach ca. 1/2 Stunde brach der Guide dann die Stille mit den Worten "Man hatt eben nicht jeden Tag das Glueck... so einen Mist zu sehen". Es hat sich trotzdem gelohnt und so sind wir noch 3 h lang mit dem Guide durch die Ruinen gelaufen, haben Affen Skorpione, Tucane und Kaugummibaume gesehen und viele interessante Geschichten gehoert. Danach ging es dann wieder zurueck nach Mexiko... 3. und letzter Teil folgt in ein paar Tagen... Kommentar hinterlassen { Vorherige Seite } { Seite 25 von 33 } { Nächste Seite } |
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