Malcolm Daylight entdeckt die Welt

Ike & Malcolm Daylight (1)

Um eins vorweg zu sagen: Ich habe nicht vor, zur nächsten Tina Turner zu werden. Hier geht es um etwas völlig anderes, und ich bin schon extremst gespannt.
Wie aber vielleicht der ein oder andere hier weiss, bin ich ein grosser Fan von Isaac Asimov, von seinen Fans gerne auch als "the good doctor" bezeichnet. Diese Bezeichnung benutzte er selbst in seinen Roboterkrimis für die Figur des genialen Dr. Han Falstofe. Ob das vor oder nachdem er selbst diesen Spitznamen bekam war, habe ich leider nie herausgefunden.
Aber zurück zum Thema: Ich bin demnächst mal wieder ein wenig beruflich unterwegs, unter anderem auch kurz in NYC, der Stadt, in der Dr. Asimov fast sein ganzes Leben verbracht hat. Was liegt da näher, als mal ein wenig zu recherchieren, wo man als Fan hingehen sollte. Natürlich mit einem leicht schlechten Gewissen - darf man eigentlich eine "Pilgerfahrt" in die Heimatstadt seines Idols machen, wenn man weiss, dass dieser Personenkult schlichtweg abgelehnt hat? Eigentlich nicht, aber andererseits stammt von ihm auch der nette Satz "Never let your sense of morals prevent you from doing what is right!". Na dann. Es ist sicher nicht richtig, diese Gelegenheit zu verpassen und sich hinterher drüber zu ärgern.
Da ich Mitglied eines internationalen Vereins bin, dessen Ehrenpräsident Isaac Asimov war (wenn auch nicht unbedingt mit uneingeschränkter Begeisterung), hab ich bei der New Yorker Filiale dieses Vereins mal angefragt. Mit erstaunlichem Ergebnis - ich habe jetzt einige Leute kenenngelernt, die  'Ike' (wie sie ihn nennen) persönlich kannten und mich mit Informationen versorgen. Und schon fliesst das Adrenalin. :-) 
Bleibt zu hoffen, dass sich die Eyjafjallajökull-Wolke bald verzieht und meiner Reise nichts mehr im Weg steht. Ich halte euch auf dem Laufenden.

 

07:41 - 20.04.2010 - Kommentare {1} - Kommentar hinterlassen

Top 10: Beerdigungsmucke

Das muss jetzt mal sein... ich hab zwar keinesfalls vor in absehbarer Zeit abzunippeln, aber ich hab seit etwa 10 Jahren (mindestens) das Problem, dass ich mir für meine Beerdigung ein bestimmtes Musikstück wünsche und ich das Gefühl habe, dass sich das niemand merkt/merken kann/merken will. Das ist schlecht. Also hier mal fürs Protokoll: Tomaso Albinoni, Adagio in g-Moll. Merken!

Aber wo wir gerade schon mal so schön dabei sind... so ein kleiner Sampler bzw. eine Playlist wäre ja mal nicht schlecht. Ich hatte irgendwann mal auf einem Flohmarkt einen uralten Gedichtband zum Thema Tod gefunden. Eigentlich war es eine ganze Serie von Gedichtbänden, thematisch sortiert, aber ich war gerade knapp bei Kasse und hab mir nur den Band "Der schnellste Reiter ist der Tod" gekauft. Find ich nach wie vor sehr schön. Hier nun das musikalische Pendant, komplett subjektiv und gerade mal schnell am Rechner zusammengeklickt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

01. Tomaso Albinoni - Adagio in g-Moll
02. The Doors - A feast of friends
03. Klaus Nomi - The Cold Song
04. Heinz Rudolf Kunze - Im Sarg
05. Blue Öyster Cult - Don't Fear The Reaper
06. Carpenters - A Song For You
07. Heinz Rudolf Kunze - Du also bist mein Tod
08. Fury In The Slaughterhouse - Dead And Gone
09. The Pogues - If I Should Fall From Grace With God
10. Peter Maffay - Der fröhliche Geselle

Was hab ich vergessen? Vorschläge werden noch entgegengenommen.

20:15 - 5.03.2010 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Neues Spiel, neues Glück

Ich bin in den letzten Tagen zufällig mal wieder über meinen Blog gestolpert und hab festgestellt, dass ich da seit einem Jahr nichts mehr geschrieben habe. Ich vermute mal, es hat u.a. etwas mit sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook zu tun, die dazu verleiten spontane Gedanken in kondensierter Form rauszuhauen anstatt einen Blogeintrag zu schreiben.

Ich glaube ich mach dann doch lieber hier mal weiter... auch wenn's weniger Leute lesen.

08:21 - 4.03.2010 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Vergessene Helden: Hans Dominik und Kurd Laßwitz

Ich bin am Wochenende zufällig über Hans Dominiks "Der Brand der Cheopspyramide" von 1926 gestolpert und finde es - im Gegensatz zu einem ersten Leseversuch vor ein paar Jahren - verdammt spannend und sehr unterhaltsam.
Und habe in dem Zusammenhang folgendes festgestellt: Während die meisten (halbwegs gebildeten) Menschen Jules Verne und H.G. Wells kennen, sind die deutschen SF-Klassiker von Hans Dominik und Kurd Laßwitz weitgehend unbekannt. Genaugenommen sind sogar Dominiks Werke derzeit komplett vergriffen und bis auf eine unvollständige (ebenfalls vergriffene) Heyne-Werksausgabe in den späten 90ern (es wurden 5 der 16 wichtigen SF-Romane veröffentlicht) zumeist sehr stark verstümmelt. Der Großteil seines Werkes wird sogar schon seit 100 Jahren gar nicht mehr gedruckt und es scheint nicht mal klar zu sein, ob es überhaupt eine vollständige Bibliographie gibt.
Bei Laßwitz sieht's ein bisschen besser aus, da das Copyright schon abgelaufen ist und die Werke - zumindest teilweise - im Projekt Gutenberg vorhanden sind.
Bei Dominik läuft das Copyright in 6 Jahren ab... eigentlich gar nicht mehr so lange, nur nutzt es leider nicht viel, wenn die ungekürzten Texte dann nirgends mehr zu finden sind.
Schade eigentlich.

19:14 - 14.04.2009 - Kommentare {1} - Kommentar hinterlassen

It was the best of all times...

...it was the worst of all times!

Derzeit überschlagen sich ja die Meldungen über neue eBook Lesegeräte und Plattformen. Grundsätzlich eine tolle Sache, nur leider scheinen die Printmedien gerade den gleichen Fehler zu machen wie die Musik und Filmindustrie schon vor Jahren. Vermutlich dauert es jetzt wieder 10 Jahre bis irgendjemand feststellt, dass der Kunde keine proprietären Dateiformate, kein DRM und keine zentrale Datenhaltung über seine Lesegewohnheiten haben will. Und dass ausserdem der Markt nur funktioniert, wenn gute Ware zu fairen Preisen angeboten wird und der Verbraucher nicht genervt, bespitzelt oder kriminalisiert wird.

Ein weiteres Problem ist, dass sich mittlerweile rumgesprochen hat, dass man im Internet immer irgendwo irgendwie Geld verdienen lässt, und der ursprünglich so schöne freiheitliche Charakter dieses Mediums Stück um Stück verloren geht.

Ein kleines Beispiel, was ich hier meine:
Ich habe letzte Woche überlegt, dass ich gerne mal "A Tale of Two Cities" lesen möchte. Sollte ja generell kein Problem sein, da es ein Klassiker ist, kein Copyright mehr drauf ist und ich ein eBook Lesegerät besitze. Soweit die Theorie.
Rein praktisch ist es so, dass es anscheinend unmöglich ist, eine Version dieses Textes an einem Stück zu finden, die noch halbwegs lesbar ist ("Halbwegs lesbar" = wenigstens einmal korrekturgelesen und nicht schon gleich im zweiten Wort ein Fehler).
Nachdem ich bei der englischen Fassung kläglich gescheitert bin, versuchte ich dann die deutsche Version zu finden. Das deutsche Projekt Gutenberg ist zwar eine nette Einrichtung, aber den Geist des Originals ("Wir geben was Brauchbares umsonst heraus") ist auch etwas verloren gegangen. Auf der Webseite findet man die Bücher schön seitenweise verstückelt, eine brauchbare Version kann man auf der Gutenberg-DVD kaufen. Das Dateiformat ist da leider auch nicht wirklich gut dokumentiert, so dass man vorab eigentlich gar nicht weiss, wie gut sich der Text in ein eBook-Reader-freundliches Format konvertieren lässt, aber okay. Damit könnte ich leben. Und war auch schon kurz davor, die DVD zu bestellen, als mir der erste Satz der Übersetzung wieder ins Auge sprang:

Es war die beste aller Zeiten, es war die SCHÖNSTE aller Zeiten.

Nee, nicht wirklich.  Da muss der Herr Dickens wohl warten, bis er mir irgendwo in einem Buchladen oder Antiquariat begegnet. Schade eigentlich.

19:34 - 8.03.2009 - Kommentare {2} - Kommentar hinterlassen

Charles Hardin Holley, Richard Steven Valenzuela, Jiles Perry Richardson

Heute vor 50 Jahren war der erste Supergau der Rockgeschichte, später bekannt als "The day the music died". Als besonders dramatisch erscheint ein Dialog kurz vor der Katastrophe.
Buddy Holly: "Well, I hope your ol' bus freezes up."
Waylon Jennings: "Well, I hope your ol' plane crashes."
Man kann sich gut vorstellen, dass diese Worte Jennings sein Leben lang verfolgt haben...

Und noch ein kleiner Nachtrag für die Ärzte-Fans unter den Lesern: Buddy Hollys Brille wurde von seiner Witwe an die Stadt Lubbock, TX verkauft und wird dort ausgestellt.

07:54 - 3.02.2009 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Hexaprotodon liberiensis...

...heisst zu deutsch "aus Liberia stammend mit sechs Vorderzähnen". Kennern auch bekannt als "Zwergflusspferd".
Ich war letzte Woche bei meinem Paten-Zwergflusspferd. Allerdings hat mir da weder der latein/griechische Fachbegriff noch die deutsche Übersetzung viel genutzt. In Bratislava spricht man eher slowakisch. Oder gar nicht. Wie Paulchen.

07:24 - 9.12.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

The Catcher in the Dakota Building - 08.12.1980

Ich war noch zu jung um das damals zu verstehen... aber ich erinnere mich genau an den Tag, wenige Wochen vor meinem 10. Geburtstag,  an dem meine grosse Schwester aus der Schule kam und sagte "John Lennon ist tot!". Die erste Frage die mir damals einfiel war "Wer ist John Lennon?" und die zweite war dann "Und wer sind die Beatles?". Wenige Jahre später wusste ich sehr genau, wer die Beatles sind, aber es dauerte noch viele Jahre bis ich zu der allentscheidenden Frage dieses Tages vordrang - Wo sind die Enten im Winter?
Ich finde es nach wie vor sehr schockierend (aber auch irgendwie faszinierend), dass Salingers Buch so viele Mörder inspiriert. Mir ist auch kein Zitat bekannt, in dem sich der Autor (der seit über 40 Jahren zurückgezogen lebt und demnächst seinen 80. Geburtstag feiert) zu dieser Wirkung seines Buches äussert.
Mein Tipp: Den Catcher unbedingt lesen aber bitte niemanden umbringen. Danke :)

07:22 - 8.12.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Great Balls of Fire...

Gestern abend war in Mannheim "The Greatest Rock'n'Roll Show on Earth". Klingt nach einem blöden Marketing-Spruch, aber wenn man's mal realistisch betrachtet: Von den grossen Rock'n'Rollern leben gerade mal noch drei, und zwei davon waren da. Jerry Lee Lewis und Chuck Berry. Und als Vorgruppe gab es die Aschaffenburger Variante des Rockabilly in Form von Boppin B.
Beide Legenden im Rentenalter (Lewis ist 73, Berry 82) waren noch erstaunlich fit.
Jerry Lee Lewis konnte zwar nur noch in Begleitung auf die Bühne wackeln und wirkte etwas senil, aber als er am Klavier sass wirkte er sehr fit. Sein Spiel war ausdrucksstark, die Stimme klang kein bisschen gebrechlich. Der Mann gab einfach alles - halt bloss im Sitzen. Die Zeiten zu denen er mit Händen und Füssen gespielt hat und wild in der Gegend rumgesprungen ist, sind wohl vorbei. Und der Yamaha-Flügel wird sich wohl auch gefreut haben, die Show überlebt zu haben. Eigentlich schade, ich hätte wirklich gerne mal gesehen, wie Lewis (wie früher) den Flügel in Brand steckt und weiterspielt. Insgesamt war sein Auftritt knapp (etwa 37 Minuten), aber verdammt gut.
Chuck Berry war auch in Höchstform. Den Mann könnte man locker 20-30 Jahre jünger schätzen als er ist, und bei diesem Auftritt wirkte er auch ausnahmsweise mal motiviert. Er hat richtig gut abgerockt, es gab Ansätze vom legendären Duckwalk und er hat eine tolle Version von Johnny B. Good gespielt. Leider hat er sich auch auf knapp 50 Minuten beschränkt. 
Alles in allem eine sehenswerte Show, auch seitens der selbsternannten "Scheisskapelle" Boppin B, die von Auftritten im Mädcheninternat träumten während der Bassist fröhlich auf seinem Kontrabass rumturnte.
Anbei noch ein kleiner Clip von youtube.. seht selbst!
 

17:32 - 23.11.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Erkenntnis kurz nach dem Aufwachen

"Schatz" - "Hmm?" - "Wir hätten gestern einen Dreier machen sollen!" - "???" - "Naja, dann könnten wir jetzt jemanden Kaffee kochen schicken!"

09:30 - 22.11.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

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