Malcolm Daylight entdeckt die Welt

Happy Birthday, Tesla!

Es ist ja bei geeks und anderen grossen Kindern durchaus üblich, die ein oder andere Action-Figur zu besitzen. Ich selbst habe - obwohl ich mich der Zielgruppe durchaus verbunden fühle - nur genau eine solche Figur, und zwar Cpt. Johnatan Archer, den mir ein Freund in meiner Zeit in Texas zum Abschied geschenkt hat.
Der Grund, warum ich solches Spielzeug nicht besitze mag recht trivial sein: Die Charaktere, die ich als Actionfiguren haben möchte, scheint es nicht zu geben. Meine Sammlung würde bestehen aus Figuren wie Grigorij Rasputin, William 'Mac' Brazel, Shawn Fanning, Konrad Zuse, Klaus Nomi, Isaac Asimov, Arthur Rimbaud, Andrei Tarkowskij, Antonin Dvorak, Sherlock Holmes und nicht zuletzt - der serbische Erfinder Nikola Tesla. Der hat heute Geburtstag und da gratuliere ich mal.
Tesla ist eine faszinierende Person und eine ewig enigmatische Erscheinung - aus den verschiedensten Gründen. Zum einen war er seiner Zeit weit voraus, und zum anderen war er unheimlich produktiv. Und er hatte einen Hang zur Selbstinszenierung - so hielt er in späteren Jahren keinen Vortrag, ohne dass ein Lichtbogen permanent über das Publikum hinwegschlug und sie Zuhörer damals wohl stark verunsicherte.
Viele Erfindungen, die wir heute kennen (Wechselstrom, Motor, Radio,...) gehen auf seine arbeiten zurück, und viele weitere - teilweise mysteriöse - Arbeiten kann man aus seinen (zum Ende des Lebens absichtlich unvollständigen) Unterlagen erahnen.
Hat er tatsächlich an "freier Energie" gearbeitet? Könnte die Menschheit wirklich komplett durch Energie aus dem Nichts kostenlos versorgt werden? Gibt es Verschwörungen, die das verhindern?
Ich weiss es nicht. Aber spannend ist und bleibt es auf jeden Fall.
M.D.

08:02 - 10.07.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Sewodnja uwol'nenija ne budet

...heisst "Heute wird es keinen Dienstschluss geben" und ist ein Kurzfilm aus dem Filmstudium von Andrei Tarkowskij in Moskau. Auch bei mir wurd's gestern abend ein wenig später, nämlich genau deswegen, weil mich jemand darauf angesprochen hat, ob ich nicht zufällig die weniger gut erhältlichen Tarkowskij-Filme besitze.
Das ist ein Thema, um das ich mich jetzt länger nicht mehr gekümmert habe, aber ich witterte unmittelbare Gefahr für den Erhalt der abendländischen Film- und Fernsehkultur, schrie einmal hysterisch "Drama, Baby, Drama!" und machte mich ans Werk.
Die meisten Menschen haben ja zu Hause im Arbeitszimmer in dieser Ecke mit den vielen Müsste-mal-sortiert-werden-Datenträgern irgendwo auch noch schlecht beschriftete CDs oder DVDs aus der "ich war jung und brauchte die Dateien"-Phase auf denen irgendwas mit Tarkowskij steht. Bei mir gibt es darüber hinaus noch die Ecke im DVD-Regal im Wohnzimmer, zu der regelmässig die Frage "Was ist das denn?" kommt - also thematisch sowas wie "von russischen Freunden bekommen", "im Polenurlaub gekauft", "von japanischen ebay-Händlern erworben", "aus dem letzten Einbruch im Arte-Archiv" etc. Die guten Sachen halt.
Nachdem ich also ein riesiges Chaos in meiner Wohnung veranstaltet hatte, lagen tatsächlich alle drei Studienarbeiten des Herrn T. in maschinenlesbarer Form vor:
Einer mit fest eingebrannten deutschen Untertiteln und Arte-Logo, einer mit fest eingebrannten englischen Untertiteln von einer Hemmingway-Special-DVD, und einmal als divx mit falsch formartierten englischen Untertiteln und richtig formartierten spanischen Untertiteln. Wiederum drei Stunden später hatte ich dann eine nette DVD mit diesen drei Filmen.
Also vorläufig ist das Abendland mal gerettet, allerdings frag ich mich ja dann doch ernsthaft, warum man sowas eigentlich selbst machen muss. Sind die Arbeiten dieses Filmpioniers wirklich so unwichtig für die meisten Leute? Immerhin spreche ich hier von dem Mann, den Igmar Bergmann als den grössten Künstler bezeichnet hat.  Hierzulande bekommt man eigentlich problemlos nur die 5 Defa-Synchronisationen seiner Hauptwerke vor dem Exil. Und da bin ich mir nie so sicher, wie weit die noch original sind...
Ein paar Dinge die ich in diesem Zusammenhang interessant sind:
- Neuerdings gibt es den Exil-Film "Das Opfer" auch in deutscher Fassung auf DVD (hab ich auch gerade erst gesehen und sofort bestelt - bin gespannt)
- 3Sat macht dieses Wochenende wohl ein Tarkowskij-Special und zeigt "Stalker", "Iwans Kindheit" und "Andreij Rubljow".
- Wer plant, DVDs von Herrn T. irgendwo zu kaufen, sollte aufpassen. Eine kritische Betrachtung der verschiedenen Versionen gibt es bei meinen Freunden von nostalghia.com. Man achte besonders auf Untertitel, evt. Formatbeschneidungen, evt. Beschleunigungen von langatmigen Szenen, und falsch abgemischte Tonspuren (wo dann z.B. ein Schussgeräusch bei Stalker in der Surround-Version fehlt).
Alles wird gut,
M.D.

07:58 - 9.07.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Mr. Mojo Risin'

Erstaunlich, was man manchmal so zu lesen bekommt:
Raymond Daniel Manzarek mutmasste neulich bei einem Interview für die Online-Ausgabe des Daily Mail, dass sein alter Bandkollege Jim Morrison nicht wie bisher allgemein angenommen am 3.7.1971 in Paris verstarb sondern nach wie vor auf den Seychellen unerkannt lebt.
Da ich nach alter saarländischer Tradition jemanden kenne, der Morrison kannte, fühle ich mich verpflichtet, das mal hier etwas differenzierter zu betrachten.
Es gibt zugegebenermassen einige Ungereimtheiten um Morrisons Tod. Aus dem Stehgreif fallen mir ein: Er ist kurz vor seinem Tod lächelnd über den Friedhof spaziert, seinen Leichnam bekamen ausser engen Freunden und einem nicht mehr identifizierbaren Arzt niemand zu sehen (sprich: Es weiss eigentlich niemand, wer den Totenschein unterschrieben hat), und er selbst hat angekündigt, seinen Tod vortäuschen zu wollen und auszusteigen. Genügend Stoff, für ein paar gepflegte Verschwörungstheorien und ein wenig Wunschdenken.
Es bleiben allerdings noch einige offene Fragen: Hätte ein noch lebender Morrison es zugelassen, dass sich die unsäglich schlechte Doors-Coverband-aus-Originalmitgliedern-im-Rentenalter-und-furchtbar-schlechtem-Sänger gründet? Hätte Pamela Courson sich umgebracht, wenn Morrison noch leben würde? Würde Manzarek ständig in Paris auf dem Friedhof rumhängen wenn er irgendwas wüsste? Und natürlich (traurigerweise): War Morrison im Juli 1971 überhaupt noch fit genug, um seinen Tod so gekonnt vorzutäuschen und zu verschwinden?
Hausaufgabe für den geneigten Leser: Man lege sich die Platte "L.A. Woman" der Doors auf und meditiere zu den endlosen Wiederholungen des Anagrams "Mr. Mojo Risin'".

08:07 - 8.07.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Don't cry for me, Thea von Harbou!

Also ich weiss ja nicht, wie Schliemann sich gefühlt hat, als er Troja gefunden hat, aber ich weiss, dass ich ganz aufgeregt war, als ich gestern diese Meldung las.
In Argentinien ist eine vermutlich vollständige Kopie von Fritz Langs Meisterwerk Metropolis aufgetaucht.
Unglaublich. Ich hatte mich gerade damit abgefunden, dass die vollständige Fassung seit 80 Jahren und wohl für immer verschwunden ist, und - schwupps, da isse. Und die Original-Partitur ist ja auch vor ein paar Jahren aufgetaucht. Also wenn irgendjemand noch herausfindet, wie schnell der Film nun eigentlich lief, könnten wir dieses Weltdokumentenerbe (in diesem Zusammenhang übrigens in einer Reihe mit Goethes Handschriften oder Beethoven Neunter Symphonie) in einigen Jahren vielleicht mal ganz authentisch zu sehen bekommen. Ein alter Menschheitstraum! Und mit den bisher fehlenden Szenen wird vielleicht sogar mal die Handlung verständlich ;-)
Okay, was man so hört ist die Filmrolle in einem beschissenen Zustand, aber das kann ja heutzutage wohl kein Argument mehr sein.
Ich hoffe, das klappt.
Alles wird gut!
M.D.

11:32 - 4.07.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

100 Jahre Tunguska-UFO

So, heute ist es endlich so weit. Der 100. Jahrestag des Tunguska-Ereignis ist da. Es gibt mal wieder jede Menge Erklärungsversuche und auch sonstige Berichterstattung in den Medien.
Alles viel zu rational. Macht so keinen Spass.
Jetzt mal ganz nüchtern betrachtet: Irgendwo in Sibieren macht es bumm. Und zwar so heftig bumm, dass man es bis London hört. Und das ist schon ne ganze Ecke weit weg. Riesen Zerstörung, zum Glück in einer unbewohnten Gegend, aber man kann nachrechnen dass die Sprengkraft... blabla.. vielfaches der Hiroshima-Bombe und überhaupt. Alles Details, das kann man woanders nachlesen.
Richtig spannend ist aber: Es gibt keinen Einschlagskrater. Heisst auf gut deutsch: Da ist was in der Atmosphäre explodiert und was man so sieht ist nur die Auswirkung der Druckwelle.
Was kann aber im Jahr 1908 in der Atmosphäre unseres Planeten explodieren? Meteorit, schwarzes Loch, Antimaterie, ... es gibt richtig viele richtig weit hergeholte Theorien. Mir als Science Fiction Fan ist das zu langweilig.
Bleiben wir doch mal bei der lustigen Theorie dass es ein Raumschiff war. Das ist doch mal spannend, das gefällt mir. Spinnen wir doch mal weiter: Warum explodiert ein Raumschiff? Technisches Versagen klingt naheliegend... nachdem ich mich gerade ein ganzes Wochenende mit einem XP-Rechner rumgeärgert hab, ist mein Vertrauen in die Technik sehr stark geschrumpft. Zweite Theorie wäre Selbstzerstörung. Könnte ja jemand kurz vor dem Absturz gedacht haben "Ui, da wohnen ja noch Leute auf dem Planeten - da stürz ich mal lieber nicht ab, das fanden die Dinosaurier damals schon doof!". Oder so. Ganz spannend wäre auch noch die dritte Theorie, Abschuss. Kleine grüne Männchen schiessen kleine graue Männchen ab. Wenn man den Verschwörungstheorien trauen darf (und die sind ja meistens eh spannender als alle anderen Theorien) hats bei uns früher ja öfter mal gekracht. Deshalb auch der Asteroidengürtel. Aber ich schweife ab.
Mein Tipp für heute: Wenn man schon vermutlich nie rausfinden wird, was damals wirklich passiert ist - dann lebt es sich mit spannenden (und potenziell falschen) Theorien viel lustiger als mit langweiligen (und vermutlich genau so falschen) Theorien.
Ein Prost auf den Raumschiffkommandanten, der durch sein selbstloses Opfer die Menschheit gerettet hat!
M.D.
PS: Und noch ein Tipp an alle Raumschiffbauer: Linux installieren, nicht Windows!

08:43 - 30.06.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Mein Held Podolski

Nun denn... es scheint eine ruhige Nacht für meine Kater zu werden, ohne viel Gehupe, und das ist gut.
Für mein Schatzi tut's mir ein bisschen leid - ich glaube ihr ist das echt irgendwie wichtig mit diesem Fussball-Quatsch da... keine Ahnung wieso.
Ich hab mir auch 'n bisschen von der zweiten Halbzeit angesehen. In meiner Stammkneipe. Bei Giovanni. Aber irgendwie waren meine zwei Weizen udn der leckere Toast interessanter. Obwohl die kollektiven Zuckungen der Fussballfans auch schon recht lustig waren. Naja. Mir isses egal.
Mein Name ist Malcolm Daylight, mein Held heisst Boris Podolski und ist Physiker.

23:58 - 29.06.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Get your motor running...

Ja, man kennt das ja... die Sonne scheint, es ist Wochenende, und man will mal gepflegt mit seiner Harley durch die 120-Liter-Restmülltonne des kommunalen Abfallbeseitigungsverbandes brettern, aber irgendjemand steht mal wieder im Weg.
Da ist es dann sinnvoll - wie heute morgen gesehen - wenn man ein entsprechendes Schild anbringt.

Aber mal Spass beiseite - was ist denn eigentlich grammatikalisch hier los, dass dieser Satz doppeldeutig wird? Während der Bauch spontan was von Genetivus Subjectivus/Objectivus grummelt stellt man schnell fest, dass das Wort "Mülltonne" hier ja im Akkusativ steht und man eigentlich keine Ahnung hat, worüber man sich da genau lustig macht.
Irgendwelche Ideen? Ich schicks gleich mal dem Onkel Zwiebelfisch und frag den.
Es grüsst vorweihnachtlich,
M.D.

12:24 - 24.06.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Fast so sexy wie Fussball?

Mir geht gerade das laute Gehupe draussen extremst auf den Senkel, deshalb mal noch kurz was zum Thema Fussball.
Alle zwei Jahre kommt so eine Phase, in der sich meine Abneigung gegen alles, was unnötigerweise in unseren Nationalfarben dekoriert ist sowie die Menschen, die sich damit schmücken, auswächst in Richtung massiver Brechreiz. Besonders schlimm fand ich 1996 bei der EM jene zurückgebliebenen Fahnenträger, die eine ganz und gar nicht mehr aktuelle Deutschlandfahne durch die Saarlouiser Altstadt trugen. Unsympathisch ist da schon gar kein Ausdruck mehr dafür. (Wo ist der handliche Feuerwerfer, wenn man ihn mal braucht???)
Ebenfalls völlig nicht nachvollziehbar ist für mich die Tatsache, dass anscheinend plötzlich jeder zur Nationalmannschaft gehört. Anders kann ich dieses ganze "WIR" in "wir spielen heute gegen..." usw. nicht interpretieren. Also: Haltet mich da bitte mal raus, ich gehöre zu diesem "wir" nicht dazu, spiele kein Fussball, interessiere mich auch nicht dafür, und bin auch kein "Wir sind Papst" oder "Wir sind Eisbär" (Letzteres wäre mir aber wenigstens noch sympathisch).
Nun gut... die EM dauert zum Glück nur 23 Tage - da kann man sich auch zu Hause verkriechen und irgendwann ist es auch wieder rum.
Bei all dem Abkotzen über diesen ganzen Fussball-Wahn musste ich aber doch über eines schmunzeln:
In meiner Nachbarschaft ist ein Sexshop/Peepshow. Dort hängt seit heute ein Schild im Schaufenster "Alle EM-Spiele auf Grossleinwand!".
Na klasse! :-)

23:49 - 19.06.2008 - Kommentare {2} - Kommentar hinterlassen

MDsdSE

Okay.. ich gebs zu, es gibt kein "Malcolm Daylight sucht den Super-Elefanten". Aber wenn's sowas gäbe, hätten wir in Hong eine heisse Anwärterin gefunden. Die Elefantin Hong malt nämlich mit ihrem Rüssel (also mit einem von ihrem Rüssel gehaltenen Pinsel) einen Elefanten. Ich finde das sehr erstaunlich. Ein Fake ist es wohl nicht - die Kritik, dass die Elefanten eventuell dazu gezwungen/getrimmt wurden sowas zu machen halte ich für eher unwahrscheinlich. Wenn das Video (s.u.) also wirklich das zeigt, was man auf den ersten Blick darin sieht, ist es so ziemlich das Aussergewöhnlichste, was ich bisher gesehen habe.
Aprops Elefanten - von Amarula gabs mal so tolle Deko-Dosen mit den sieben berühmtesten Elefanten Afrikas. Falls da noch jemand Teil 1 bis 4 hat und gerne loswerden möchte - ich würde meine Serie da gerne komplettieren.

(youtube video)

22:43 - 19.06.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

Demnächst: Tunguska!

Kinners, wie die Zeit vergeht!
Es kommt einem vor als wenn's gestern gewesen wäre, aber so unglaublich es auch klingt: Der Tunguska-Zwischenfall ist mittlerweile 100 Jahre her. Am 30.6. um genau zu sein. Und genau sind wir ja hier pauschal grundsätzlich immer.
Ich werd zu diesem Anlass was bloggen... mal schauen, was man so an abgefahrenen Theorien zu dem Thema zusammenkratzen kann. Hinweise auf nette Quellen werden gerne entgegengenommen.

14:38 - 19.06.2008 - Kommentare {0} - Kommentar hinterlassen

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Beschreibung
Lebensweisheiten, Eisbären und Rock'n'Roll

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