Impressionen aus HK

Day 4 in Vietnam

05:26, 7.11.2006 .. Geschrieben in Vietnam .. 0 Kommentare .. Link

Da wir nicht genug vom busfahren bekommen können, so sieht man ja wenigstens was vom Land, haben wir für Sonntag, den 4. Tag direkt noch ne Tour gebucht. Diesmal sollte es ins Mekong Delta gehen.  

Also wieder um 7 Uhr aufstehen und fix gefrühstückt. Um halb 8 saß man abholbereit im Empfangsbereich des Hostels. Nach einer halben Stunde kam dann auch ein Guide, der suchte jedoch nach dem anderen Teil unserer Gruppe die eine andere Tour machen wollten. Nach einer viertel Stunde ist der Bus dann ohne diesen Teil abgefahren. Wie sich heraus gestellt hat haben sich unsere Gefährten einfach in einen anderen Bus gesetzt. Naja, juckt ja keinen. Nach einer weiteren halben Stunde und mehrfachen Anrufen kam dann jemand von unserem Reisebüro und informierte uns darüber, dass sie uns vergessen haben. Ach, kann ja mal passieren. Das schöne war, dass uns ein Taxi zur Verfügung gestellt wurde, dass den Bus einholen sollte. Der war aber schon fast ne Stunde weg. Also ich weiß ja nicht was die dem Fahrer gesagt haben, aber meine Herren, was ne Tour. Erstmal wieder durch den streng geordneten Verkehr. So langsam bekomme ich den Eindruck, dass eine Prämie gezahlt wird, wenn man es schafft mehr als drei andere Verkehrsteilnehmer von der Strasse abzudrängen. Naja, soll lange ich nicht der Abgedrängte bin. Richtig witzig wurde es dann auf der, naja, sagen wir Autobahn. Da man mehrere Flüsse auf der Strecke hat muss man auch über einigen Brücken. In Vietnam hat irgendein cleverer Typ beschlossen, die Auffahrt zur Brücke nicht plan zu gestalten, sondern erstmal ordentlich Steigung und dann direkt eben. Der Effekt sollte ja aus Holland und deren Drempels bekannt sein. Die Mädels im Kofferraum auf den Notsitzen haben nette Bekanntschaft mit dem Dach gemacht, mehrfach! Also ich fand es lustig! Der Fahrer auch, aber als er gesehen hat, dass es den Mädels echt weh getan hat, hat er sein französischen Discolieder aufgelegt, und schon waren die Mädels am grölen wie verrückt!! Dann war alles wieder gut!

Nach 1 Stunde mit dem Taxi durch Vietnam ballern haben wir den Bus dann endlich eingeholt. Der hatte nur noch Reserveplätze für uns frei, also wieder äußerst komfortables Reisen, Juchu. Diesmal aber nur zwei Stunden die ich natürlich verpennt habe. Auch wenn man sagen muss, dass die Fahrt einem einen recht interessanten Eindruck von dem Leben in Vietnam vermittelt. An den Strassen stehen fast überall Häuser, aber eben nur eine Reihe, dahinter findet man nur noch Reisfelder. Letztlich finde ich es gar nicht so schlecht, dass man so viel fahren muss, da bekommt man wenigstens noch etwas von dem wirklichen (sehr harten) Leben in Vietnam zu sehen. Auffällig ist nur wie viele Leute in den Hängematten liegen. Alle 5 Kilometer findet man ne Bar mit Hängematten die auch immer recht gut besucht sind, und zwar keine Touries. Die scheinen alles recht gemütlich angehen zu lassen. Die Wohnungen bestehen meistens aus einem Zimmer das für alles genutzt wird, manchmal noch mit einem Gewerbe dabei. Ist also alles recht eng und vor allem sehr dreckig. Nur hin und wieder sieht man ein echt nettes Häuschen zwischen den Baracken, wie auch immer die da hingekommen sind.

Im Mekong Delta angekommen hatten wir noch zwei Minuten um ein Liedchen zu singen, so nannte das unsere Führerin. Gemeint war der Gang zur Toilette für kleine Königstiger. Oh man, und das brachte die ständig, „Who wants to sing a song?“ (da sage ich nur „Rick James, bit..). Dann ging’s ab auf ein Boot und über den Mekong zu einem Lebensmittel- Markt auf dem Wasser. Da werden die Waren von Boot zu Boot gehandelt. Sieht ganz witzig aus, und die Leute leben gleichzeitig auf diesen Booten.

Dann geht’s weiter zu einem kleine Dorf ne Süßigkeiten -Produktion besichtigen und selbst in Aktion treten. So wie der Tim hier:

Und die Sachen sind auch noch lecker! Furchtbares Zeug!

Nachdem man sich mit Naturalien versorgt hat geht es dann wieder auf das Boot und quer über den Mekong. Da das Flüsschen doch recht breit sein kann bekommt man auch ne ordentliche Briese angereichert mit schmutzigem Wasser ins Gesicht geweht. Aber da man bei den Temperaturen für Erfrischungen jeder Art dankbar ist, stört es nicht so wirklich. Einfach nicht dran denken wo das Abwasser der kleinen Dörfer verschwindet.

 

Auf der anderen Seite angekommen erfüllt sich mein Wunsch auch mal in nen kleinen Fluss zu fahren um noch etwas mehr vom Dschungel zu sehen. Nach ca. 15 Minuten Flussaufwärts, oder eher Bach- aufwärts, also wenden kann unser Boot hier nicht mehr, legen wir dann mitten im Nichts an um in einem netten Restaurant (mit Hängematten!!) zu speisen. Eigentlich würde ich ja lieber direkt in den Dschungel watscheln um ein bissel meinem Erzeuger stolz zu machen und ordentlich auf die Brust zu klopfen während ich mich von Liane zu Liane schwinge. Während ich schon über verschiedenen Schwingtechniken nachdenke kommt aber ne Kampfansage unsere Führerin. 15 Minuten für das Essen, dann noch mal 15 Minuten zum umschauen und dann wieder aufs Boot, das Wasser haut nämlich einfach ab. Wusstet ihr, dass an zwei Tagen in der Woche das Wasser so weit zurückgeht, dass die Nebenflüsse des Mekong unpassierbar werden? Ich jetzt auch, weil nämlich, Überraschung, Sonntag genau so ein Tag war. Also vertilgen wir das Essen, ein Fisch für jeden Tisch und dazu ne Menge Grünzeug zum einrollen in Reispapier. Dann flux auf die Fahrräder geschwungen und auf geht’s. Noch bevor man das Grundstück des Restaurants verlassen hat steht die Führerin bereit um einem den Weg Richtung Boot zu Weisen. Nichts da, wenigstens noch kurz was sehen. Nach 200 Metern zückt der Tourist dann die Kamera und fotografiert vom Fahrradweg in die Tiefen des Dschungels zum Beweis, dass man zumindest ganz ganz nah daran war. Dann radelt man wie verrückt zurück und begibt sich zugigen Schrittes Richtung Boot. Während des Essens erzählen die Französinnen von einer Schlage direkt an dem Weg zum  Boot. Toll, da setzten die Jagtinstinkte direkt ein und auf dem Rückweg halten Tim und ich hungrig Ausschau. Nach einigen Metern haben wir sie auch gefunden, ich erspare mir jeden Kommentar darüber, wie ich eine Schlange im Dschungel gesehen habe weil, naja, seht selbst:

Nachdem wir uns dann an diesem gefährlichen Reptil mitten im Uhrwald vorbei geschlichen haben ging’s dann ab auf Boot. Der Wasserstand war bereits beunruhigend weit zurück gegangen und unser Kahn hatte auch ernsthafte Probleme vom Pier weg zu kommen. Erst als wir uns aufs Dach gesetzt  haben (kann mir jemand erklären wieso das geholfen haben soll?????) ging es dann nach einem erbitterten Kampf der Schraube mit dem Schlamm Bach- aufwärts Richtung nirgendwo. Mit einem fantastischen Blick vom Dach und einer leichten Brise  ging es dann bis zur nächsten Süßigkeiten Produktion. Hier wurde dann aber nicht mehr so wirklich viel genascht, der ersten Station sei’s gedankt. Exakt eine Minuten nachdem wir uns vom Dach des Bootes begeben haben kam auch ein Ausläufer des Taifuns über Nord- Vietnam zu uns und hat für 99,99 % Luftfeuchtigkeit gesorgt. Also wieder auf die normalen Plätze und auf Richtung Bus. Dort angekommen noch kurz über nen Markt schlendern und ab geht’s zum Yellow House Hostel. Kaum angekommen trifft man auch die andere Gruppe und man trifft sich später auf die zweite Mahlzeit. Nervig wird es, dass die Verkäufer von Büchern, Zigaretten und anderen Substanzen sogar in die Restaurants kommen um ihre Waren an Touries zu total überteuerten Preisen zu verticken. Aber es gibt ja immer einen Kellner der da gerne den Retter spielt und den oder die Händler vertreibt. Auch wenn ich glaube, dass die nen Vertrag haben. Kommt mir alles sehr verdächtig vor.

Den Abend lässt man dann im Garden of Eden bei dem ein oder anderen Bier für 50 Cent und ner Runde Billard ausklingen.
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