Mal was Neues

Zombieland

19.10.2009, 11:20 - Geschrieben in Kino-Vorschau - 0 Kommentare -

Einige Zeit, nachdem eine bösartige Form des Rinderwahnsinns auf den Menschen übergesprungen ist, leben fast nur noch Zombies auf der Erde. Klingt unrealistisch? Es ist aber trotzdem die Rahmenhandlung von "Zombieland". Da er sich streng an seine selbst entwickelten Überlebensregeln hält, ist der College-Student Columbus schließlich der letzte Nicht-Zombie in seiner Stadt. Daher macht er sich auf den Weg, um nach seinen Eltern zu sehen. Unterwegs trifft er auf Tallahassee, einen erfahrenen Zombiekiller, in dessen Händen beinahe alles zu einer Waffe wird. Um eine zu enge Bindung aneinander zu vermeiden, reden sich die beiden nur mit ihren Geburtsstädten an - eben Columbus und Tallahassee. Da beide grob in die selbe Richtung wollen, setzen sie ihren Weg gemeinsam fort. Unterwegs treffen sie noch auf zwei weitere Nicht-Zombies - die Schwestern Wichita und Little Rock. Nach einigen Hindernissen machen die vier sich schließlich auf den Weg nach Kalifornien, wo es noch einige zombie-freie Gegenden geben soll. Doch dies stellt sich als unwahr heraus, so dass es in einem Freizeitpark zum großen Showdown kommt.
Dass die Handlung sich relativ sinnfrei anhört, stört aber bei dem Film keineswegs - eher im Gegenteil. Und daher ist Zombieland eine der besten Komödien, die ich seit langem gesehen habe, und macht ungeheuren Spaß. Wer sich von herumspritzendem Blut und zermatschten Zombies nicht abschrecken lässt, sollte sich den Film unbedingt anschauen. Kinostart in Deutschland ist am 10. Dezember.




Spannung im Doppelpack

28.09.2009, 11:14 - Geschrieben in Kino-Vorschau - 0 Kommentare -

Zur Zeit findet im Stanford Theatre ein Hitchcock-Festival statt. Den ganzen September lang laufen nur Filme von Alfred Hitchcock. Und am Wochenende standen zwei seiner wohl bekanntesten Werke auf dem Programm: Psycho und Die Vögel. Und bei einem Preis von sieben Dollar für den Doppelpack konnte ich mir das nicht entgehen lassen. 
Was bei Die Vogel auffällt, ist der fehlende Soundtrack im eigentlichen Sinn - im ganzen Film gibt es keine Musikuntermalung. Und auch wenn die Tricktechnik aus heutiger Sicht beinahe schon unfreiwillig komisch wirkt, schafft es Hitchcock dennoch, permanent die Spannung aufrecht zu erhalten und zu steigern.
Psycho wurde wohl vor allem durch die
Duschszene (Achtung, nichts für schwache Nerven!) berühmt. Was mir vorher auch nicht klar war, ist die Tatsache, dass die Szene "nur" den Auftakt zur Suche nach dem Opfer bzw. später dem Mörder darstellt. Der spannende Teil des Films geht damit erst los.
Und da es bestimmt noch mehr Menschen wie mich gibt, die die beiden Filme nicht gesehen haben, obwohl sie absolute Klassiker sind, will ich jetzt gar nicht mehr über die jeweilige Handlung verraten. Für mich hat sich der Nachmittag im Kino auf alle Fälle rentiert. Wenn das Hitchcock-Festival nicht schon beinahe vorbei wäre, würde ich mir sicher noch den einen oder anderen Film anschauen. Naja, vielleicht finden sich ja ein paar Schmankerl im regulären Herbst-Programm des Stanford Theatre.




10x Kino (Teil 2 und eine Zugabe)

21.09.2009, 10:03 - Geschrieben in Kino-Vorschau - 0 Kommentare -

Inzwischen ist es ca. fünf Wochen her, seit ich angekündigt habe, der zweite Teil meines Kino-Rückblicks würde "in den nächsten Tagen" folgen. Seitdem haben sich immer mehr gute Gründe angesammelt, den Worten endlich Taten folgen zu lassen: der Stapel der Kinokarten auf meinem Tisch wird nicht von selber kleiner, eher im Gegenteil; an einige Filme kann ich mich nur noch dunkel erinnern; und seit kurzem laufen einige der noch ausstehenden Filme in Deutschland im Kino. Daher ist jetzt der Druck endlich groß genug, damit ich doch mal was zu den Filmen schreibe:

The Cove (Kinostart in D am 22.10.) ist ein  Dokumentarfilm über die Methoden japanischer Delphin-Fänger. Zunächst werden die Delphine in eine Bucht getrieben. Nachdem einige Tiere für Aquarien, Delphin-Shows und ähnliches lebendig gefangen werden, schlachten die Fischer die übrigen Tiere ab. Da die Fischer ihr Treiben nicht dokumentiert haben wollen, ist die Bucht weitläufig abgesperrt. Und so müssen die Filmer, u.a. der als Tierschützer aktive ehemalige Trainer von "Flipper", Methoden anwenden, wie man sie sonst vielleicht eher in Spionagefilmen vermuten würde.  Auch wenn der Film teilweise extrem blutig ist, fand ich ihn trotzdem sehenswert.

In the loop (für D bisher nur Festival-Termine) spielt im Vorfeld eines Krieges im Mittleren Osten. Nachdem ein britischer Politiker sich in einem Interview ungeschickt ausgedrückt hat, kommen die Räder der internationalen Politik in Bewegung. Jeder versucht, aus den Aktionen der anderen einen Vorteil zu ziehen, bevor es in Washington zum entscheidenden Treffen kommt, wo die Entscheidung über Krieg oder kein Krieg fallen soll. Wie es sich für eine britische Komödie gehört, wird auch in diesem Film mit schwarzen Humor nicht gespart. Und dafür bin ich immer zu haben, also gibt es von mir unbedingt eine Empfehlung, sich den Film anzusehen.

Gomorrah (lief in D wohl schon letztes Jahr als "Gomorrha, Reise ins Reich der Camorra") erzählt mit Hilfe mehrerer Handlungsstränge vom Leben in Neapel und wie es von der Camorra geprägt wird. Auch wenn der Film von der Kritik gepriesen wird und auch einige renommierte Preise gewonnen hat, konnte ich nicht viel damit anfangen: eine Handlung im engeren Sinn gibt es nicht wirklich und die teilweise unzusammenhängenden Handlungsstränge wirken eher verwirrend. So gesehen habt ihr nicht viel verpasst, wenn der Film tatsächlich schon in Deutschland im Kino gelaufen ist.

Up (heißt in D "Oben" und läuft seit letzter Woche im Kino) ist der neueste Film von Pixar. Sein leben lang hat Carl Fredericksen davon geträumt, zusammen mit seiner Frau die ganze Welt zu bereisen. Doch dazu kam es nie und so lebt er nach ihrem Tod alleine in seinem Haus. Als dieses abgerissen werden und er in ein Altenheim umziehen soll, fasst er einen Plan: Er lässt sein Haus mit Hilfe von Luftballons fliegen und macht sich so auf die Reise. Dabei wird er von Russel begleitet, der sich im falschen Moment auf seiner Terrasse befindet, Unterwegs erleben die beiden dann mehr Abenteuer, als sich Carl vermutlich und Russel sicherlich je erträumt haben. Unbedingt ansehen!

District 9 (läuft seit 10.9. auch in D) ist der Slum in Johannesburg, in dem eine große Gruppe von Außerirdischen lebt, seit sie vor ca. 30 Jahren auf der Erde gelandet ist. Da es immer wieder zu Zwischenfällen kommt, sollen die Außerirdischen in eine neue Siedlung weit außerhalb der Stadt umgesiedelt werden. Doch dabei kommt Wikus, ein Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens, die die Aliens überwacht, mit außerirdischer DNA in Berührung und verwandelt sich langsam in ein Alien. Dadurch gerät er in den Fokus seines Arbeitgebers, da nur die Aliens selber ihre Technologie und somit vor allem die Waffen benutzen können. Am Ende des Films kämpft Wikus nicht nur um sein eigenes Leben, sondern auch für die Aliens. Gerade vor dem Hintergrund der Apartheid in Südafrika hat der Film einen besonderen Reiz.

It might get loud (läuft seit Ende August in D) ist eine weitere Dokumentation. Wie der Titel vielleicht schon vermuten lässt, geht es dabei um Rockmusik und dabei um die Rolle der E-Gitarre im Speziellen. In verschiedenen Episoden erzählen Jack White (u.a. White Stripes), The Edge (U2) und Jimmy Page (u.a. Led Zeppelin) aus ihrer Karriere und natürlich wird auch Musik gemacht. Auch wenn ich mehr Musik erwartet hätte, fand ich den Film gut. Für Liebhaber der gepflegten Unterhaltungsmusik ist der Film also sicherlich interessant, ansonsten könnte es aber schnell langweilig werden.

So, jetzt seid ihr (beinahe) wieder auf dem neuesten Stand, was meine Kinobesuche angeht. ein Film fehlt noch, aber da ist es nicht eilig, dass ich darüber schreibe. Warum werdet ihr vielleicht demnächst sehen, falls ich dazu auch noch was schreibe; es kann sich nur noch um Monate handeln, bis es so weit ist.




10x Kino (Teil 1)

16.08.2009, 09:36 - Geschrieben in Kino-Vorschau - 0 Kommentare -

Immer wenn ich ins Kino gehe, hebe ich danach die Eintrittskarte danach als Erinnerung auf, bis ich hier eine Filmkritik reinschreibe. Da es normalerweise einige Zeit dauert, bis zumindest die amerikanischen Filme auch in Deutschland im Kino anlaufen, kann da auch durchaus mal ein bisschen Zeit vergehen, bis der entsprechende Blogeintrag geschrieben wird. Und wenn ich dann auch noch etwas unmotiviert bin, kann es vorkommen, dass sich einige Kinokarten hier ansammeln. Da mein letzter Kino-Eintrag schon drei Monate her ist, haben sich hier inzwischen so einige Kinokarten angesammelt. Und da außerdem die ersten Filme davon inzwischen auch in Deutschland angelaufen sind, will ich mich mal dran machen, meine Kinobesuche der letzten Monate in beliebiger Reihenfolge abzuarbeiten.

The Soloist (dt.: Der Solist, Kinostart in D: 8.10.) erzählt die wahre Geschichte von Nathaniel Ayers, der vor einer verheißungsvollen Karriere als Cellist steht, als er an Schizophrenie erkrankt. Dadurch landet er schließlich als Obdachloser in Los Angeles, wo der Journalist Steve Lopez ihn entdeckt und auf seine Geschichte aufmerksam wird.  Besucht er ihn zunächst nur aus beruflichem Interesse, entsteht im Lauf der Zeit eine Freundschaft zwischen den beiden. Der Film ist durchaus sehenswert. Sollte irgendjemand (warum auch immer) aber nur einen "Cello-Film" pro Jahr anschauen wollen, empfehle ich aber noch mehr

Departures (dt. (bzw. japanischer Originaltitel): Okuribito; 5.11.): Nachdem sein Orchester in Tokio aufgelöst worden ist, sucht Daigo einen neue Arbeit. Schließlich landet er in einem traditionellen japanischen Bestattungsunternehmen. Nachdem ihm zunächst die Eingewöhnung in die neue Aufgabe schwer fällt, findet er schließlich Gefallen daran und setzt seine Arbeit auch gegen den Willen seiner Familie fort. Auch wenn ich alle anderen Kandidaten für den diesjährigen Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" nicht gesehen habe, hat Departures ihn ganz sicher verdient.

The Class (dt.: Die Klasse, lief angeblich schon im Januar im Kino) war auch für den Oscar nominiert. Aber da haben die Oscar-Nominatoren und ich wohl einen stark unterschiedlichen Filmgeschmack. Der Film basiert auf den Erlebnissen eines Lehrers in einem "Problembezirk" in einer Pariser Vorstadt. Auch wenn der Film auf tatsächlichem Ereignissen beruht, hatte ich immer das Gefühl, das alles schon mehrmals in anderen Filmen so ähnlich gesehen zu haben: ein motivierter junger Lehrer versucht voller Elan, problematische (unmotivierte, gewalttätige, ...) Jugendliche für sein Fach zu begeistern usw. usf.

Anvil! The Story of Anvil (keine Infos über den Kinostart in D gefunden) ist eine Dokumentation über die kanadische Heavy Metal-Band
Anvil. Obwohl sie Anfang der 80er Jahre stilprägend für die Heavy Metal-Szene waren, verschwanden sie danach ziemlich schnell in der Versenkung. Die Dokumentation begleitet die Band von 2005 bis 2007 bei dem Versuch, ihre Karriere nochmal anzukurbeln.  Da die Musik längst nicht mehr zum Leben reicht, haben alle Bandmitglieder inzwischen "normale" Berufe. Trotzdem gehen sie nochmal auf große Europa-Tournee, um dann vor einer Handvoll Leute in irgendwelchen Kneipen zu spielen. Trotz allem verlieren sie aber nie die Lust auf ihre Bandkarriere und nehmen sogar ein neues Album auf, für das sie die Ersparnisse ihrer Familien riskieren. Wer von lautem Heavy Metal nicht komplett abgeschreckt wird, sollte sich den Film durchaus ansehen.

The Hurt Locker (Tödliches Kommando, läuft seit 13.8. in D) gilt als bisher bester Film über den Irak-Krieg: Sgt. James ist Leiter eines Bombenräumkommandos in Bagdad. Der Film beschreibt sehr eindrucksvoll die Arbeit der Soldaten in Bagdad, wo jedes geparkte Auto eine Bombe beinhalten, jeder Fremde ein potentieller Attentäter sein und jede falsche Entscheidung schwerwiegende Konsequenzen haben kann. Gerade aber weil der Film sehr eindringlich den Alltag der Soldaten beschreibt, ist es ein Bomben-Film (Sorry, sehr blödes Wortspiel!).

Da "The Hurt Locker" der einzige Film ist, der momentan in Deutschland im Kino läuft, mache ich an dieser Stelle mal eine Pause mit meinen Film-Kurzkritiken. Die zweite Hälfte kommt aber in den nächsten Tagen - versprochen!




Star Trek

12.05.2009, 10:51 - Geschrieben in Kino-Vorschau - 0 Kommentare -

Obwohl meine Vorkenntnisse zum Thema "Star Trek" nahezu ausschließlich auf dem Programm von Michael Mittermeier beruhen, habe ich mir den neuesten Star Trek-Film im Kino angeschaut. Aber eigentlich braucht man ja auch kein Vorwissen, da der Film beschriebt, wie alles mit der Enterprise angefangen hat. Als die Enterprise zu ihrer Jungfernfahrt startet, ist James T. Kirk noch nicht einmal Captain, sondern bestenfalls geduldeter Gast an Bord. Im Laufe des Films kommt aber dann doch alles, wie man es erwartet: Kirk wird Captain, die Crew der Enterprise besiegt einen Bösewicht und rettet die Erde vor der Vernichtung. Schließlich muss das Ende des Films ja zu dem passen, was man von vorherigen Filmen und der Fernsehserie gewohnt ist, sofern man davon was gesehen hat.
Da das Ende des Films von Beginn an quasi feststeht, ist der Film zwar nicht wirklich spannend (es wäre zumindest etwas verwunderlich, wenn eines der bekannten Crew-Mitglieder den Film nicht überleben würde), aber trotzdem sehr unterhaltsam. Teilweise ist er sogar richtig lustig. Und mein Mangel an Star Trek-Kenntnissen war kein Problem. Beim anschließenden Fachsimpeln (warum schlägt die Rechtschreibprüfung hier eigentlich "Verschimmeln" vor?) der Star Trek-Fans konnte ich zwar nicht mithalten, aber das hat den Filmspaß nicht geschmälert.



Besuch im Lichtspielhaus

16.04.2009, 11:15 - Geschrieben in Kino-Vorschau - 0 Kommentare -

Am letzten Sonntag hat endlich mal alles gepasst - ich hatte Zeit, der Film hat mich interessiert und - am wichtigsten - ich habe dran gedacht, dass ich das ja immer schon mal machen wollte. Im Stanford Theatre in Palo Alto werden ausschließlich alte Filme gezeigt. Und ich rede hier nicht von "Police Academy", "E.T. oder "Zurück in die Zukunft". Im aktuellen Programm ist der "neueste" Film aus dem Jahr 1960 und der älteste ist ein Stummfilm von 1925. Da die Filme immer nur für zwei oder drei Tage gezeigt werden, habe ich in der Vergangenheit schon einige Filme verpasst, die ich mir gerne angesehen hätte. Aber jetzt hat es endlich mal geklappt. Und so habe ich mir am Ostersonntag die Originalfassung von "King Kong" aus dem Jahr 1933 im Kino angeschaut. Und das Stanford Theatre bietet dazu den passenden Rahmen. Das Foyer mit alten Filmplakaten dekoriert, vor der Leinwand hängt ein richtig schwerer Samtvorhang und auch die Getränkepreise scheinen aus einer längst vergangenen Zeit zu stammen: für eine mittlere Cola, also ca. einen halben Liter, habe ich $ 1,50 bezahlt.
Der Film selber gilt zurecht als Klassiker. Ich finde den Film um Klassen besser als das Remake von 2005. Im Original wirken die Spezialeffekte, z.B. beim Kampf von King Kong mit den Dinosauriern, aus heutiger Sicht schon beinahe lustig, aber gerade das trägt zum Reiz des Films bei.

Wenn mal wieder ein guter Film im Stanford Theatre läuft und das irgendwie mit meinem Kalender vereinbar ist, werde ich sicher mal wieder hingehen.



Watchmen

7.03.2009, 09:34 - Geschrieben in Kino-Vorschau - 0 Kommentare -

Gestern war ich zum ersten Mal seit längerem Zeit im Kino und habe mir "Watchmen" angeschaut. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Comic, was sich auch im Film immer wieder bemerkbar macht, z.B. wenn Szenen "einfrieren" und so comicartige Bilder entstehen. Aber auch ohne das Buch vorher gelesen zu haben, fand ich den Film gut. Die Watchmen sind ehemalige Superhelden, die aufgrund eines Gesetzes nicht mehr Verbrechen bekämpfen dürfen und stattdessen in den meisten Fällen ein mehr oder weniger normales Leben führen. Als jedoch der Comedian, einer der Watchmen, ermordet wird, versuchen die anderen, den Mörder zu finden. Und so werden schließlich einige wieder aktiv und gehen wie früher auf Verbrecherjagd.
Mehr über die Handlung wird wie immer an dieser Stelle nicht verraten. Wer mehr wissen will, kann entweder das Buch von Alan Moore und Dave Gobbins lesen oder hier nachschauen.
Wie schon geschrieben, hat mir der Film gut gefallen. Die Charaktere sind gut dargestellt und auch die leicht düstere Grundstimmung wird konstant aufrecht erhalten. Angeblich findet man viel mehr interessante Details, wenn man das Buch kennt, aber das kann ich nur schwer beurteilen.
Wer andere Comicverfilmungen wie Sin City oder 300 mag und sich auch von recht deutlicher Gewaltdarstellung in einigen Szenen nicht abschrecken lässt, sollte sich meiner Meinung nach auch Watchmen nicht entgehen lassen. Und ich muss jetzt nur schauen, ob ich es schaffe, das Buch zu lesen und mir dann den Film nochmal anzuschauen.



The Wrestler

1.02.2009, 10:51 - Geschrieben in Kino-Vorschau - 0 Kommentare -

Randy "The Ram" Robinson hat schon bessere Tage als Wrestler erlebt. Ende der 80er Jahre war er einer der Topstars, aber jetzt tingelt er nur noch durch Turnhallen, um wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen. Im preisgekrönten Film "The Wrestler" (Goldener Löwe, Golden Globe) versucht sich "The Ram" nach einem Herzinfarkt an einem Leben ohne Wrestling. Zunächst scheint das neue Leben zu gelingen: er findet Arbeit, versöhnt sich mit seiner Tochter und baut eine Beziehung zur Stripperin Cassidy auf. Doch nach und nach geht alles, was er mühsam aufgebaut hat, wieder in die Brüche. Und so steigt er gegen den Rat der Ärzte wieder in den Ring, den einzigen Ort, wo er sich wohl fühlt.
Der Film wird von den beiden Hauptcharakteren getragen: Sowohl Mickey Rourke als Randy Robinson als auch Marisa Tomei als Cassidy liefern eine tolle Leistung, so dass beide zurecht für einen Oscar nominiert wurden. Man kann nahezu die Höhen und Tiefen mitfühlen, durch die beide im Film gehen. Der Film ist sicher auch für Wrestling-Uninteressierte sehenswert, da die Wrestlingkarriere von "The Ram" (bzw. was davon noch übrig ist) nur den Rahmen bildet. Der Film ist vielmehr ein überzeugendes Portrait eines Mannes, der versucht, seinen Platz in einem neuen Leben zu finden.
Noch eine kleine Warnung für alle, die sich den Film anschauen wollen: Auch wenn im Wrestling vieles nur Show ist, gibt es im Film einige ziemlich blutige und brutale Szenen.
Kinostart in Deutschland ist am 26. Februar.



Milk

14.01.2009, 11:14 - Geschrieben in Kino-Vorschau - 2 Kommentare -

Es ist inzwischen zwar schon ein paar Tage her, aber trotzdem will ich noch was über den letzten Film schreiben, den ich hier im Kino gesehen habe. Eher habe ich es leider nicht geschafft, da meine täglichen 24 Stunden schon mit Schlafen, Essen und Arbeiten ziemlich gut ausgefüllt waren. Aber zumindest für die Leser in Deutschland sollte die kleine Verzögerung kein Problem sein; dort läuft "Milk" nämlich erst am 19. Februar an.
Auch wenn man es bei dem Titel vielleicht vermuten könnte, ist der Film keine Dokumentation über einen landwirtschaftlichen Großbetrieb in den USA. Vielmehr erzählt der Film von Harvey Milk, der Ende der 70er Jahre der erste bekennende Homosexuelle war, der in den USA in in höheres öffentliches Amt gewählt wurde. Auch einige Fehlversuche und öffentliche Anfeindungen halten ihn nicht davon ab, seinen Weg weiter zu gehen. Und so wurde er schließlich in seinem Wahlbezirk in San Francisco zum Supervisor - eine Art Stadtrat - gewählt. Wer wissen will, was sonst noch im Film passiert, kann sich hier (deutsch, kurz) oder hier (englisch, ausführlicher) schlau machen. Aber auch ohne Vorwissen ist der Film sehenswert. Meine Hauptmotivation war zunaechst der "lokalhistorische" Hintergrund. Aber auch sonst waere ich vermutlich aufgrund der guten Kritiken, die der Film erhalten hat, ins Kino gegangen. Insbesondere Sean Penn als Harvey Milk liefert eine grandiose Leistung ab und wird auch schon als Kandidat für die diesjährige Oskarverleihung gehandelt.



Slumdog Millionaire

2.12.2008, 12:25 - Geschrieben in Kino-Vorschau - 0 Kommentare -

So etwas habe ich in einem Kino auch selten erlebt: Obwohl in beiden Kinosälen eh schon der gleiche Film läuft, d.h es ca. jede Stunde eine Vorstellung gibt, hatte sich an der Kasse eine ordentliche Schlange gebildet. Und im Kinosaal war eine Viertelstunde vor Beginn der Vorstellung kaum noch Plätze frei. Später stellte sich dann heraus, dass zu viele Karten verkauft worden waren. Die Besucher, die keinen Sitzplatz mehr bekommen hatten, wurden dann auch die nächste Vorstellung eineinhalb Stunden später vertröstet. Angesichts der überaus positiven Kritiken kann ich den Ansturm allerdings durchaus nachvollziehen.
Der indische Film "Slumdog Millionaire" handelt von Jamal, der bei der indischen Ausgabe von "Wer wird Millionär?" bei der letzten Frage angekommen ist. Da er aus den Slums von Mumbai stammt, nimmt ihm allerdings niemand ab, dass er alle bisherigen Antworten wissen konnte, weswegen er wegen Betrugsverdachts verhaftet wird. Im Verhör durch die Polizei erklärt er dann, dass er tatsächlich die Antworten wissen konnte. Im Rückblick werden einschneidende Ereignisse aus Jamals Leben gezeigt, an die er sich aus verschiedensten Gründen stark erinnert und bei denen er die Antwort auf die Fragen gelernt hat. Als roter Faden durch sämtliche Episoden zieht sich seine Liebe zu Latika, die er als kleiner Junge in den Slums kennengelernt hat und die ihm danach immer wieder begegnet. Nachdem er schließlich glaubhaft machen kann, dass er nicht betrogen hat, wird er rechtzeitig von der Polizei freigelassen, um zur entscheidenden Frage im Studio zu sein. Ob er die Frage beantworten kann bzw. wie  der Film endet, wird an dieser Stelle aber nicht verraten.
Teilweise war der Film richtig gut. Aber das Gesamtwerk hat mir irgendwie dann doch nicht so toll gefallen. Woran das gelegen hat, kann ich aber auch nicht sagen. Es ist nicht so, dass der Film schlecht gewesen wäre. Nur nach dem ganzen Rummel hatte ich vermutlich mehr erwartet. Ich hätte es wahrscheinlich nur bereut, wenn ich knapp zwei Stunden auf den Film hätte warten müssen, weil ich keinen Platz mehr im Saal bekommen hätte.



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