Mal was Neues

Ein Zeichen der Wertschätzung

26.09.2009, 11:32 - Geschrieben in Nichts als Arbeit - 0 Kommentare -

Damit wir Postdocs uns auch mal so richtig anerkannt und gewürdigt fühlen, hat die nationale Postdoc-Vereinigung den jährlichen National Postdoc Appreciation Day ins Leben gerufen. Dieser hohe Feiertag fand am Donnerstag zum allerersten Mal statt. Und daher gab es auf dem Stanford-Campus am Donnerstag ... gar nichts. Dafür wurde dann am gestrigen Freitag eine allgemein anerkannte Form der Danksagung abgehalten - ein kostenloses Barbeque. Und entweder wollten sich dort mal sämtliche Postdocs der gesamten Uni die Anerkennung abholen, die sie sonst nicht bekommen, oder vielleicht war es auch nur schlicht und einfach die Aussicht auf ein kostenloses Abendessen; auf jeden Fall war die Schlange am Grill so lang, dass wir (ein Kollege aus der Arbeitsgruppe und ich) von vorneherein aufs Anstellen verzichtet haben. Stattdessen haben wir uns mit den leichter zugänglichen Snacks gestärkt, während sich die Schlange kaum merklich bewegte. Kurz vor dem offiziellen Ende des BBQ war die Schlange am Grill dann doch auf eine Länge geschrumpft, die eine halbwegs akzeptable Wartezeit versprach. Allerdings bewahrheitete sich dann mal wieder der Spruch "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben". Auch die Tatsache, dass wir uns keine fünf Minuten für den Burger anstellen mussten, half nicht viel, da zu diesem Zeitpunkt bereits sämtliche Brötchen und Beilagen aufgebraucht waren. Und so gab es halt dann "trockene" Burger mit Ketchup und Senf sowie ein paar Tortilla-Chips zum Abendessen.
Und was haben wir daraus für den nächstjährigen Postdoc Appreciation Day gelernt? Wenn es etwas kostenlos zu Essen gibt, sollte man rechtzeitig da sein; sonst gibt es nur noch Reste.




Was es alles gibt

20.09.2009, 08:26 - Geschrieben in Nichts als Arbeit - 0 Kommentare -

Von Freitag bis einschließlich heute war ich auf der diesjährigen GAIN-Tagung, die dieses Mal in San Francisco stattfand. Das Akronym GAIN steht dabei für German Academic International Network, also ein Netzwerk für im Ausland tätige deutsche Wissenschaftler, um miteinander Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen, aber auch um bei der Karriereplanung und dabei insbesondere bei der Rückkehr nach Deutschland zu unterstützen.

Und so gibt es auch jedes Jahr eine Tagung mit verschiedenen Workshops und Diskussionsrunden, in denen das ganze Spektrum der möglichen Karrierewege für Nachwuchswissenschaftler vorgestellt und besprochen werden. Ein weiterer Programmpunkt ist die sog. Career Fair, eine Ausstellung verschiedenster Institutionen, die Informationen, Unterstützung (ideell und finanziell) und auch Stellen für den nächsten Karriereschritt bieten. Neben einigen Fördereinrichtungen waren daher auch zahlreiche Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen vertreten. Nur von Seiten der Industrie war dieses Jahr kein einziger Vertreter vor Ort, was vermutlich auf die Wirtschaftskrise und die damit verbundene Knappheit an finanziellen Mitteln und freien Stellen zurückzuführen ist. Aber da ich (zumindest nach momentanem Stand) meine persönliche Zukunft sowieso eher in der Forschung sehe, hat mich das auch nicht weiter gestört. Die nahezu vollständige Abwesenheit von Vertretern aus der Politik hingegen hing wohl mit der Endphase des Wahlkampfs zusammen. "Nur" ein Staatssekretär (Achtung: Nicht mit dem US-amerikanischen Secretary of State verwechseln, da gibt es doch gravierende Unterschiede!) aus dem BMBF war anwesend, um die aktuellen Entwicklungen und Fördermaßnahmen seitens der Bundesregierung vorzustellen.
Nach den zweieinhalb Tagen habe ich jetzt einen wesentlich besseren Einblick in die deutsche Forschungslandschaft und auch einige Möglichkeiten mehr auf meinem "Radar", die ich vorher nicht wirklich in Betracht gezogen hatte. In der nächsten Zeit muss ich mir jetzt nochmal das ganze Info-Material sichten, das sich jetzt hier auf meinem Tisch stapelt, meine Notizen sortieren und in eine Form bringen, in der ich auch in ein paar Wochen und Monaten noch etwas damit anfangen kann.
Und dann steht irgendwann mal an, dass ich mir konkrete Gedanken mache, wie es für mich nach der Zeit hier in Stanford weitergehen soll. Aber vorläufig schiebe ich das mal noch vor mir her.




Halbtags

15.08.2009, 01:15 - Geschrieben in Nichts als Arbeit - 0 Kommentare -

Bis vor gut einer Woche hatte ich an der Uni halbwegs gewöhnliche Arbeitszeiten - früh gehts so gegen halb zehn los und Feierabend ist so gegen sieben. Also zumindest für mich sind das normale Arbeitszeiten. Ich wüsste echt nicht, wie ich es z.B. schaffen sollte, jeden Tag früh um sieben im Büro zu sein. Aber das ist halt einer der Vorteile, an einer Uni zu arbeiten: die Arbeitszeiten sind sehr flexibel und können nicht nur dem aktuellen Arbeitspensum, sondern auch den bevorzugten Schlafenszeiten angepasst werden.
Seit ca. 10 Tagen bin ich aber mal wieder auf Halbtags-Arbeit umgestiegen, also wirklich den halben Tag. Obwohl sich meine Anfangszeiten am Morgen nicht wirklich geändert haben, bin ich nur sehr selten abends vor 9 aus der Uni, zweimal war es auch ungefähr Mitternacht, so z.B. auch gestern: ein Antrag für Forschungsgelder musste nämlich unbedingt fertig werden, damit er rechtzeitig zum Einsendeschluss am Montag in Los Angeles ist. Aber sagen wir es mal so: wenn das Geld bewilligt wird, war es den Aufwand auf alle Fälle wert.
Daher tut sich momentan auch sonst relativ wenig. Das bisschen Zeit, das ich außerhalb der Uni verbringe, ist gut mit Hausarbeiten, Essen und Schlafen gefüllt.




Ein kleines Zeitproblem

17.03.2009, 07:02 - Geschrieben in Nichts als Arbeit - 1 Kommentare -

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich diese Woche auf einer Konferenz in Pittsburgh bin. Und bereits dieser Satz enthält zwei Probleme. Problem Nummer 1 ist Pittsburgh. Also nicht Pittsburgh an sich, zumindest nicht in diesem Zusammenhang. Sondern vielmehr die Tatsache, dass ich hier drei Zeitzonen weiter östlich bin als in Stanford. Das zweite Problem ist, dass die Vorträge auf der Konferenz jeden Tag um 8 Uhr beginnen. Normalerweise bin ich ja froh, wenn ich es um diese Zeit schon aus dem Bett geschafft habe. Und außerdem ist es hier aufgrund von Problem 1 nach meiner inneren Uhr erst 5 Uhr. Und da ist mein Hirn nur sehr beschränkt arbeitsfähig. Aber ich bilde mir ein, dass ich mich so langsam an die Zeitumstellung gewöhnt habe. Zumindest kann ich inzwischen abends zu halbwegs vernünftigen Zeiten einschlafen. Und früh wache ich ohne Zuhilfenahme eines Weckers auf. Das Wecken übernimmt quasi mein Ex-Kollege aus Stanford, mit dem ich mir das Hotelzimmer teile. Der arbeitet nämlich inzwischen in Europa und ist daher auf ganz andere Zeiten eingestellt.
So, ich muss jetzt los. Es ist schon kurz nach 5 und ich will mir unterwegs noch ein Frühstück besorgen.



It might be later than you think

9.03.2009, 09:20 - Geschrieben in Nichts als Arbeit - 0 Kommentare -

Das war der Betreff der E-Mail, die heute früh ein Mitarbeiter des Instituts über einen der Mail-Verteiler verschickt hat. Inhalt der Mail war dann der dezente Hinweis, dass hier seit gestern Sommerzeit ist. Vermutlich hat es ihn einfach gewundert, dass es im Gebäude wesentlich ruhiger war als sonst.
Auch ich bin heute früh mit der Zeitumstellung nicht so ganz zurecht gekommen. Dass ich meinen Wecker ignoriere, ist ja nichts außergewöhnliches. Aber danach gleich noch mal zwei Stunden zu schlafen, ist mir noch nie passiert. Andererseits sind meine Zeiten momentan eh leicht verschoben. Das einzige, was momentan halbwegs konstant ist, ist das allmorgendliche Klingeln des Weckers um 7:20 Uhr und im Normalfall das halbwegs zeitnah erfolgende Aufstehen. Aber sonst geht es drunter und drüber. Der Rest des Tages richtet sich nämlich nach meinen Arbeitszeiten und die können zur Zeit ziemlich umfangreich ausfallen. Es fällt schon unter "mal etwas eher heimgehen", wenn ich die Uni schon vor 20 Uhr verlasse. Auch Feierabend gegen Mitternacht war in der letzten Woche auch durchaus drin. So wie es aussieht, wird es diese Woche nicht anders werden. Nächste Woche ist nämlich eine Tagung, fuer die ich noch ein paar Ergebnisse brauche, und bis dahin ist ordentlich Stress angesagt. Daher wird es vermutlich in den nächsten Tagen hier auch nicht allzu viel neues von mir zu lesen geben.



Wochenrückblick

7.02.2009, 10:12 - Geschrieben in Nichts als Arbeit - 0 Kommentare -

Dass ich schon länger nichts mehr geschrieben habe, hat vor allem zwei Gründe: Zum einen ist diese Woche nichts spannendes passiert. Zum anderen hätte ich vermutlich eh keine Zeit gefunden. Mein Tagesablauf bestand nämlich nahezu jeden Tag aus nichts anderem als Schlafen, Essen und Arbeiten; die meiste Zeit ist dabei natürlich für die Arbeit draufgegangen. Am meisten Abwechslung hat diese Woche noch das Wetter geboten. Es hat nämlich mal wieder geregnet. Und dieses Mal habe ich es dann endlich mal geschafft, mir Schutzbleche fürs Rad zu kaufen. Ein anderer Kunde im Fahrradladen hat schon vermutet, dass jetzt, wo sich alle mit Schutzblechen eindecken, eine monatelange Trockenperiode einsetzt. Aber das wäre mir dann die 20 $ auf jeden Fall wert.
Ein Highlight dieser Woche war noch diese Meldung. Bei unserer Arbeit kommt zwar manchmal auch nur Sch... raus, allerdings nicht im wörtlichen Sinne. Mein Schreibtisch sieht zwar öfters auch mal aus wie eine Sammelstelle für Altpapier, aber bisher hat da noch niemand aufgeräumt.



Und was nützt's?

11.12.2008, 09:42 - Geschrieben in Nichts als Arbeit - 0 Kommentare -

Nachdem ich inzwischen schon eine halbe Woche in Santa Barbara bin, will ich mal wieder was von mir hören lassen. Es ist richtig nett hier: hinter mir die Berge, vor mir der Pazifik und über mir nichts als blauer Himmel. Nur leider komme ich vor Arbeit nicht dazu, die Gegend anzuschauen. Nach dem Frühstück bringt mich der Shuttleservice an die Uni, abends gehen wir irgendwo essen (2x Steakhaus, je 1x mexikanisch, Fisch, chinesisch) und dann auch schon wieder zurück ins Hotel. Aber bald ist ja Wochenende. Nur leider soll dann das Wetter schlechter werden, d.h. die Temperaturen sinken auf ca. 15 Grad und evtl. regnet es sogar. Aber wenn es nicht in Strömen gießt, wird das mich nicht von einem ausgedehnten Freizeitprogramm abhalten.


Keine Weihnachtsfeier

6.12.2008, 10:30 - Geschrieben in Nichts als Arbeit - 0 Kommentare -

Gestern gab es hier an der Uni keine Weihnachtsfeier. Das würde ja Nicht-Christen diskriminieren. Und so vom Gefühl her dürfte das bei der internationalen Mischung hier die Mehrheit sein. Stattdessen gab es eine Holiday Party, oder so ähnlich. Der Nadelbaum, der herumstand, sah zwar sehr weihnachtlich aus, aber heißt bestimmt nicht Christbaum, sondern ganz anders. Die Dekoration war dann auch bestenfalls der Jahreszeit angepasst. US-Flaggen passen hier bei jeder Jahreszeit und zu jedem Anlass. Die "2009"-Glitterschnipsel waren für meinen Geschmack etwas zu früh dran. Was allerdings Plastik-Schneeflocken mit der Jahreszeit zu tun haben sollen, kann ich mir beim besten Willen nicht erklären. Aber irgendwas muss man ja zum Dekorieren nehmen.
Ansonsten war es dann aber doch wie eine Weihnachtsfeier: Es gab viel zu viel, viel zu gut und viel zu lange Essen. Wenn nicht zwischen Frühstück und Mittagessen das Buffet umgeräumt hätte werden müssen, hätte man vermutlich den ganzen Tag durchessen können. So wurde man ja fast gezwungen, zwischendurch doch mal was sinnvolles zu machen. Und so gegen drei Uhr war dann alles aufgegessen und die Feier damit beendet.
Notiz fürs nächste Jahr: Nicht daheim schon frühstücken, am besten zwei Tage vorher mit dem Fasten anfangen.



Jetzt aber!

7.11.2008, 09:59 - Geschrieben in Nichts als Arbeit - 0 Kommentare -

Nachdem ich heute zwei weitere Male im International Center war, habe ich jetzt endlich die schriftliche Genehmigung, dass ich im Dezember zum Workshop darf. Bei meinem ersten Besuch um zehn Uhr habe ich sämtliche Unterlagen abgegeben und nach dem Mittagessen war schon eine Mail da, dass ich die Bestätigung abholen kann. Bevor es sich da noch jemand anders überlegt, habe ich das Schreiben lieber schnellstmöglich abgeholt. Jetzt sollte der vorweihnachtlichen Dienstreise nichts mehr im Wege stehen.


Das zweite Level

4.11.2008, 11:32 - Geschrieben in Nichts als Arbeit - 0 Kommentare -

Heute war ich wieder im International Center, um meine Workshop-Teilnahme genehmigen zu lassen. Die schriftliche Erlaubnis von meinem Chef zu bekommen, war überhaupt kein Problem. Und auch vom Veranstalter hatte ich heute schon eine Antwortmail. Da die Mitarbeiter dort schon solche Formulare gewöhnt sind, wird normalerweise die ganzen benötigten Informationen in die Einladung geschrieben, die jeder Teilnehmer des Workshops erhält. Ich hatte die Einladung auch schon vor ein paar Wochen erhalten, aber bis heute überhaupt nicht mehr dran gedacht, dass ich ja die im International Center vorlegen könnte.
Und so habe ich dann heute sowohl das Schreiben meines Chefs als auch die Einladung zum Workshop meiner Sachbearbeiterin vorgelegt. Aber das hat nichts genützt. Denn aus welchen Gründen auch immer benötige ich die Unterschrift der Veranstalter auf dem offiziellen, von Stanford vorgegebenen Formular. Dass da im Endeffekt genau die gleichen Informationen drauf stehen wie auf dem Einladungsschreiben, ist egal. Also darf ich jetzt warten, bis ich das richtige Formular habe. Und dann darf ich wieder ans International Center. Angeblich geht die eigentliche Genehmigung ganz schnell, wenn man erst mal alle Unterschriften auf den richtigen Formularen hat. Noch sind es ja gut vier Wochen, bis der Workshop losgeht.
Aber so bekomme ich jeden Tag wenigstens ein bisschen Sonne und frische Luft auf den fünf Minuten zum International Center und wieder zurück.



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