Mal was Neues

Viel zu viel Stadt für ein Wochenende

26.10.2009, 09:05 - Geschrieben in Unterwegs - 0 Kommentare -

Seit heute vormittag bin ich wieder an der Westküste. Da ich allerdings beinahe direkt vom Flughafen an die Uni bin, hatte ich noch nicht wirklich Zeit, das Wochenende zu verarbeiten. Daher gibt es jetzt auch erst mal ein paar kurze Gedanken zu den drei Tagen in New York.
Als erstes muss ich sagen, dass drei Tage New York viel zu kurz sind. Um auch nur halbwegs die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abzuarbeiten, waren wir beinahe permanent unterwegs. Und dabei haben wir uns nahezu ausschließlich auf den Bereich südlich vom Central Park beschränkt. Zweitens ist New York auch so einfach so gigantisch, dass man alle paar Meter von einem neuen Eindruck erschlagen wird: In New York ist einfach alles mindestens eine Nummer größer, breiter, schneller ist als in anderen Städten. Und man hat eigentlich keine Möglichkeit, dem zu entfliehen. Irgendwas gibt es immer und überall zu sehen. 
Ich glaube, ich muss jetzt erst mal anhand meiner Fotos nachvollziehen, wo ich überall war. Aber das sollte eigentlich gut machbar sein. Im Durchschnitt habe ich naemlich knapp alle fünf Minuten ein Bild geknipst. Und da sind die Schlafens- und Essenszeiten sowie die unvermeidlichen U-Bahn-Fahrten, wenn ich eigentlich so gut wie gar nicht fotografiert habe, noch mir reingerechnet.
Daher wird es allerdings auch noch ein bisschen dauern, bis ich die Bilder auf eine vorzeigbare Anzahl reduziert habe und es hier einen aussagekräftigen Bericht über New York gibt. Vor dem Wochenende wird das wahrscheinlich nichts werden. Aber ich versuche, mich zu beeilen.




Ich war noch niemals in New York

22.10.2009, 08:36 - Geschrieben in Unterwegs - 1 Kommentare -

Ich wollte einfach nicht die letzte Chance verstreichen lassen, diese Überschrift zu verwenden. Oder um es mit Frank Sinatra zu sagen: "Start spreading the news, I'm leaving today. I wanna be a part of it - New York."
Nach dem Wochenende gibts dann mehr dazu. Und dann lasse ich mir auch was für das Bilder-Problem einfallen.




Planvoll durch die Stadt

17.10.2009, 10:59 - Geschrieben in Unterwegs - 0 Kommentare -

Heute war ich seit langem mal wieder zum Vergnügen in San Francisco. Nachdem ich in letzter Zeit nicht zum Wandern gekommen bin, habe ich heute das Angebot des Outing-Clubs zu einem City-Hike wahrgenommen. Und außerdem war für heute richtig schönes Wanderwetter vorhergesagt: gut 20 Grad und Sonnenschein. Und netterweise hat sich San Francisco auch an die Vorhersage gehalten; normalerweise kann man sich ja nie sicher sein, ob es nicht doch neblig und windig ist.
Wenn ich sonst zu Fuß in der Stadt unterwegs war, war das meistens eher spontan und planlos. Dieses Mal aber stand die Route schon vorher fest, damit wir auch ja alle besonderen und sehenswerten Ecken mitnehmen, die auf dem ungefähren Weg liegen.
Startpunkt war Crissy Field im Norden der Stadt nahe der Golden Gate Birdge. Zufällig erwartete uns bereits dort die erste "Sehenswürdigkeit" der Wanderung - Nancy Pelosi, die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, hielt aus irgendeinem Grund vor dem Crissy Fiels Center vor einer Gruppe unglaublich wichtig aussehender Menschen eine Rede zu irgendeinem Thema. Aber da wir ja nicht wegen irgendeines Festaktes nach San Francisco gekommen waren, machten wir uns relativ zügig auf den Weg nahezu gerade in Richtung Süden. Dabei überquerten wir diverse der unvermeidlichen Hügel. Mittagspause war am Alamo Square, wo es das berühmte Postkarten-Motiv der "Painted Ladies" vor der Skyline in echt zu sehen gibt. Nachdem wir uns satt gesehen und gegessen hatten, ging es zunächst weiter Richtung Süden bis zur Mission Dolores und von da aus westwärts über die Castro Street bis zum Tank Hill. Von dort aus hatten wir einen unglaublichen Ausblick über die ganze Stadt und die Bay. Nachdem wir auf dem Hügel von einer Hochzeitsgesellschaft (die Leute sahen zumindest stark danach aus) vertrieben wurden, ging es mit dem öffentlichen Nahverkehr zurück zu Crissy Field, wo die Autos geparkt waren.

Ja, ich weiß, dass die Beschreibung ohne Bilder nicht wirklich spektakulär ist. Aber momentan kann ich leider keine Bilder hochladen, da mein Speicherplatz bis zum Anschlag ausgereizt ist. Ich hoffe aber, dass sich das Problem in den nächsten Tagen beheben lässt. Und dann gibt es gesammelte Bilder; die vom Football fehlen ja auch noch.




Warum nicht gleich so

13.09.2009, 07:25 - Geschrieben in Unterwegs - 0 Kommentare -

Gestern war ich auf einem weiteren Konzert im Shoreline Amphitheatre. Hauptact waren The Killers. Doch bevor es dazu kommen konnte, mussten erstmal die Vorbands überstanden werden. Als erstes haben Nervous Wreckords gespielt. Der Auftritt war ganz OK, aber nichts was länger in Erinnerung bleiben würde - weder im positiven noch in negativen Sinn. Ich kann mich schon 24 Stunden später nicht mehr wirklich daran erinnern, was die für Musik gemacht haben. Dem zwanzigminütigen Auftritt ist dann eine ebenso lange Umbaupause gefolgt, bevor die New York Dolls aufgetreten sind. In der Originalbesetzung wurde die Band schon in den 70ern gegründet und stilistisch sind sie da auch hängen geblieben - irgendwo zwischen Rolling Stones, Ramones und ähnlichem. Auch hier gilt das Kurzfazit "erträglich, aber nichts wofür ich Eintritt zahlen würde". Da waren die Vorbands beim No Doubt-Konzert doch mindestens eine Nummer besser.
Aber schließlich war ich ja auch nicht gekommen, um mir die Vorbands anzuschauen, sondern wegen den Killers.
Dass die Killers gute Musik machen war mir ja schon vorher klar, sonst wäre ich erst gar nicht aufs Konzert. Aber die Bühnenshow hat meine Erwartungen dann doch noch mal getoppt. Die dürfte von der Lichttechnik her so ziemlich das heftigste gewesen sein, was ich seit langem gesehen habe - massenweise Scheinwerfern hinter, über und neben der Buehne, Videowände und was sonst noch so alles leuchtet (Insgesamt dürfte U2 zwar noch eine Liga darüber sein, aber deren Buehne ist ja auch mindestens doppelt so groß.). Und ganz zum Schluss gab es dann auch noch Glitterkonfetti und Feuerspeier auf der Buehne. Nach 90 Minuten war die Killers-Show dann auch schon wieder vorbei. Da die Band aber nahezu auf Ansagen zwischen den Liedern verzichtet hat, haben sie es trotzdem geschafft, 20 Lieder, darunter natürlich auch alle ihre Hits und ein paar Coverversionen, im Programm unterzubringen. Daher hat es sich dann auch durchaus rentiert, tapfer die Vorbands zu ertragen.
Auf dem Heimweg habe ich es auch dieses Mal nicht geschafft, den kürzesten Weg zu finden. Aber ich werde besser: ich konnte mich immerhin daran erinnern, dass ich beim letzten Konzert schon an der gleichen Stelle fälschlicherweise nicht abgebogen bin.




Denglische Umfrage

29.07.2009, 11:46 - Geschrieben in Unterwegs - 1 Kommentare -

Nachdem ich inzwischen schon wieder eineinhalb Wochen hier bin, hatte ich endlich mal Zeit (und vor allem Lust), mich der Kundenumfrage von United Airlines zu widmen. Da es schon angeboten wurde, habe ich mich dafür entschieden, die Fragen in Deutsch gestellt zu bekommen. Zumindest bilde ich mir ein, dass ich das angeklickt habe. Vielleicht habe ich aber auch irgendwo zwischen die zu Auswahl stehenden Sprachen geklickt. Eine der Fragen lautete nämlich:

Hatte Ihr Flug von San Francisco to Frankfurt delayed by more than 15 minutes?

Naja, immerhin waren die beiden halben Sätze grammatikalisch richtig. Aber es wurde noch besser:

Wenn Sie irgendwelche zusätzlichen Anmerkungen zur Verfügung stellen möchten, können Sie im Kasten unten so tun.

Ich habe dann auch tatsächlich nur so getan, als ob ich noch irgendwas zur Verfügung stellen möchte. Vielleicht war das aber auch das Kästchen in der Umfrage, wo ich meine Meinung zu den labbrigen Laugen(?)-Brötchen mit einem Hauch von Käse und Schinken hinterlassen hätte können, die mir in letzter Zeit auf jedem Flug serviert wurden. Oder ich hätte mal fragen können, wer eigentlich auf die geniale Idee gekommen ist, auf Flügen immer Salzstängchen oder ähnliches zu servieren. Das einzige, was für noch mehr Mundtrockenheit gesorgt hätte, wäre wohl ein Pfund Mehl als Snack gewesen.
Aber anscheinend habe ich trotz der unerwarteten Sprachbarriere alles ordnungsgemäß ausgefüllt. Zumindest haben sich die Umfragen-Beauftragten am Schluss bedankt:

Danke für das Nehmen der Zeit, diesen Fragebogen auszufüllen! Die Informationen, die Sie zur Verfügung stellten, helfen uns, uns sicherzustellen erfüllen Ihre Bedürfnisse.

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Abgesehen hiervon natürlich: Wenn Sie irgendwelche zusätzlichen Kommentare zur Verfügung stellen möchten, können Sie unten so tun.




Definitiv in den Top10

26.07.2009, 10:23 - Geschrieben in Unterwegs - 2 Kommentare -

Gestern war ich auf einem Konzert, das ganz sicher zu dem besten gehört, was ich je live gesehen habe. Und das will etwas heißen; auf der Liste der besten Konzerte, die ich je besucht habe, tummeln sich nämlich Bands wie z.B. Die Ärzte, Metallica, Beatsteaks oder die Red Hot Chili Peppers. Aber die Show gestern war einfach unglaublich gut, so dass der Platz in meinen Top10 mehr als gerechtfertigt ist. Aber fangen wir mal am Anfang an:
Erste Vorgruppe waren The Sounds aus Schweden. Leider durften die aber nur eine knappe halbe Stunde spielen. Von mir aus hätte es gerne etwas länger sein dürfen. Die Musik war nämlich genau nach meinem Geschmack. Wer sich selber ein Bild davon verschaffen will, kann sich auf der Band-Homepage die aktuelle Single "No one sleeps when I'm awake" (an dieser Stelle ein spontaner Gruß an meine Nichte) kostenlos herunterladen.
Nach einer kurzen Umbaupause spielten dann Paramore, was in etwa die amerikanische Version von Silbermond sein dürfte. Das ist jetzt nicht auf die Musikrichtung bezogen, da ist Paramore nämlich zwei bis drei Nummern härter. Die Gemeinsamkeit liegt eher im Durchschnittsalter der Fans. Direkt hinter mir sind diverse präpubertäre Kinder schon komplett ausgerastet, als beim Umbau nur das Bandbanner auf der Buehne hochgezogen wurde. Und eine kurze Stille in der Musik, die in der Umbaupause vom Band kam, wurde gleich wieder als Anlass für wildes Gekreische genommen. Aber zum Glück hat die Band dann bald darauf das Spielen angefangen; während der Stücke ging es mit dem Geschrei dann halbwegs. Und auch wenn Paramore nicht schlecht waren, hätten sie ruhig gerne ein paar Minuten ihres einstündigen Auftritts an The Sounds abgeben können, oder aber auch an den Hauptact des Abends: No Doubt.
Da es ja schon länger kein neues Material mehr von No Doubt gegeben hat, war die Show mehr oder weniger ein "Best of" der älteren Alben. Die Show lässt sich leider nur schlecht in Worten beschreiben, aber energiegeladen kommt wohl ziemlich gut hin. Die Bandmitglieder auf der Buehne haben mindestens so ausgelassen getanzt wie das Publikum, allen voran natürlich Gwen Stefani, der Rest musste ja immerhin noch nebenbei Instrumente spielen. Jetzt verstehe ich auch, warum sich Gwen Stefani während der 90 Minuten zweimal umziehen musste. Wer sich mal anschauen will, was No Doubt live so veranstalten: Auf Youtube finden sich zahlreiche Live-Videos, meistens allerdings dank Handykamera in eher schlechter Qualität. Und eines weiß ich jetzt schon: auf mein nächstes No Doubt-Konzert nehme ich meine Deutschland-Fahne mit; die Australier wurden - als Dankeschön für die lange Anreise - nämlich zum Gruppenfoto auf die Buehne gebeten.
Nach ca. eineinhalb Stunden war das Konzert dann auch schon wieder vorbei. Und irgendwann werde ich es auch mal den Heimweg vom Shoreline Amphitheatre schaffen, ohne mich zu verfahren.



Hochzeit, die erste

20.07.2009, 10:58 - Geschrieben in Unterwegs - 1 Kommentare -

Am Wochenende war ich mal kurz in Deutschland, um mit Freunden deren Hochzeit zu feiern. Am Donnerstag Abend bin ich in San Francisco abgeflogen und vor ein paar Stunden bin ich wieder zurück gekommen. Nach der Hochzeit am Samstag habe ich naemlich noch ca. einen Tag in Würzburg eingelegt, um auch noch Verwandte und Freunde zu treffen, die nicht auf der Hochzeit waren.
Auch wenn die Hochzeitsfeierlichkeiten nicht wirklich auf meine innere Uhr abgestimmt waren, habe ich tapfer durchgehalten. Gottesdienst und Stehempfang waren erstaunlicherweise trotz ausgeprägtem Schlafmangel kein Problem. Dafür bin ich dann am späten Nachmittag fast im Sitzen eingeschlafen. Aber so ein kleines Verdauungsschläfchen zwischen Kaffee und Abendessen hat noch niemandem geschadet und außerdem war ich dann bis zum Morgengrauen fit. Und die Party ging ja erst nach dem Abendessen erst so richtig los.

Hatte ich vorher noch leichte Zweifel, ob es wirklich sinnvoll ist, nur für so kurze Zeit nach Deutschland zu fliegen, hätte ich die Feier im Nachhinein auf keinen Fall vermissen wollen. Es war sogar wert, dass mein Schlafrhythmus nach den paar Tagen komplett zerstört sein dürfte. Oder vielleicht hat mein Körper auch gar nicht gemerkt, dass ich in einer anderen Zeitzone war. Regelmäßige Schlafenszeiten kamen auf der Reise nämlich nicht vor.
Jetzt weiß ich immerhin, dass sich Kurzbesuche in Deutschland bei einem entsprechenden Anlass durchaus rentieren. Oder aber ich versuche, so viele Feiern wie möglich in einen etwas längeren Aufenthalt zu packen: Ende August bzw. Anfang September bringe ich z.B. zwei Hochzeiten und einen runden Geburtstag in nicht einmal zehn Tagen unter.



Was heißt eigentlich BFD?

9.06.2009, 10:43 - Geschrieben in Unterwegs - 1 Kommentare -

Wie ich neulich ja schon angedeutet hatte, war ich am Samstag im Shoreline Amphitheater zum BFD2009 von LIVE105. Bei letzterem handelt es sich um einen Radiosender aus der Bay Area, dessen Programm größtenteils meinen Musikgeschmack trifft. Was aber BFD bedeutet, habe ich bis heute nicht herausgefunden. Aber im Endeffekt kann es mir ja auch egal sein, solange dabei gute Musik geboten wird. Und auch wenn Musik auf vier Bühnen angekündigt war. Im "Subsonic Tent" durften nämlich DJs ihrem Mangel an Musikgeschmack freien Lauf lassen, so dass das für mich nicht wirklich interessant war. Auf der "Soundcheck Local Band Stage" traten - wie der Name schon vermuten lässt - Newcomer-Bands aus der Gegend auf. Allerdings hielten sich die Auftritte zeitlich mit demUmbaupausen beinahe die Waage, so dass sich das nicht wirklich gelohnt hat, auch wenn die Bands teilweise richtig gut waren. Die meiste Zeit haben wir (ein Kollege war noch mit dabei) daher bei der "B** Light Festival Stage" (ich werde mich hüten, für schlechtes Bier hier auch noch Werbung zu machen). Dabei handelte es sich nämlich strenggenommen um zwei direkt benachbarte Bühnen, so dass auch einer immer Musik geboten wurde, während die andere in aller Ruhe umgebaut werden konnte. Meine persönlichen Favoriten auf dieser Bühne waren Anberlin und Metric. Allerdings gefielen mir diese beiden Bands live auch wesentlich besser als auf ihren CDs; da habe ich mich dann für The Airborne Toxic Event entschieden.
Die vierte Bühne kam dann erst später am Abend zum Einsatz. Da verlagerte sich dann nämlich das Geschehen ins Amphitheater auf die Main Stage. Nachdem ich die ersten beiden Bands noch als Hintergrundmusik zum Abendessen genutzt  und mich ein bisschen ausgeruht hatte, kam dann als dritte Band 311 an die Reihe. Und auch wenn es diese Band schon seit über 20 Jahren gibt, hatte ich bis dahin noch nie was davon gehört. Und dabei machen die richtig gute Musik. Nur die Stilrichtung lässt sich relativ schwer beschreiben - eine Mischung aus Rock und Rap mit Spuren von Reggae und Funk kommt aber wohl halbwegs hin. Als letzte Band sind dann The Offspring aufgetreten. Das war zugleich auch die einzige Band, die ich vorher nicht nur (wenn überhaupt) vom Namen her gekannt hatte. Und auch wenn meine Offspring-Phase Mitte der Neunziger mit dem Smash-Album begonnen und auch gleich wieder geendet hatte, kannte ich doch erstaunlich viele Songs. Entweder haben die also hauptsächlich alte Sachen gespielt oder irgendjemand hat mir in den letzten Jahren neuere Offspring-Stücke untergeschoben. Das Konzert war auf jeden Fall gut und war ein schöner Abschluss eines tollen Festival-Tages.
Und nachdem letzte Woche das Wetter ja für hiesige Verhältnisse schlecht war, wurde es rechtzeitig zum Wochenende wieder richtig gut. Es war sogar beinahe ein bisschen zu gut. Zumindest habe ich seit Samstag ein komplettes Indianer-Leben durchlaufen. Erst am Samstag bin ich zur Rothaut geworden und gerade mal drei Tage später ist vom Skalp schon nicht mehr viel übrig.

PS: Die ersten Bands aus meiner Konzertvorschau von letzter Woche haben beim BFD gespielt.




So gehts in Deutschland zu

20.05.2009, 11:31 - Geschrieben in Unterwegs - 0 Kommentare -

Da mein letzter Besuch im Touristenverein Naturfreunde schon beinahe ein Jahr her ist, habe ich mir am Sonntag mal wieder eine ordentliche Prise deutschen Brauchtums (bzw. was hier darunter verstanden wird) abgeholt. Zur Saisoneröffnung wurde auf dem Gelände des Tourist Club in Muir Woods ein zünftiges Maifest veranstaltet: eine Kapelle (Durchschnittsalter knapp unterhalb der Lebenserwartung) hat aufgespielt, dazu wurde getanzt und reichhaltiges "deutsches" Essen wurde angeboten. So langsam scheine ich mich an das Essen hier gewöhnt zu haben; es hat mich naemlich nicht mal mehr allzu sehr gestört, die Bratwurst im üblichen weichen Brötchen serviert bekommen zu haben. Beim Tanzen habe ich mich da schon mehr zurückgehalten. Nur zum traditionell deutschen (das glauben die Leute hier wirklich) Ententanz wurde ich auf die Tanzfläche benötigt. Ansonsten habe ich mich eher mit anderen Aspekten der deutschen Kultur beschäftigt.


Auf dem Hinweg haben wir auf Treasure Island einen kurzen Zwischenstopp eingelegt. Eigentlich wollten wir da gar nicht hin. Aber da wir die richtige Abzweigung auf dem Highway verpasst hatten, blieb uns keine andere Wahl mehr. Allerdings hat sich für den tollen Ausblick auf die Skyline von San Francisco der Umweg mehr als gelohnt. Auf dem Heimweg haben wir dann - dieses Mal geplant und beabsichtigt - einen kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt nördlich der Golden Gate Bridge gemacht. Auch davon gibt es Bilder im Fotoalbum.



Ti-ti-ti-ti und Schweinegerippe

5.05.2009, 10:42 - Geschrieben in Unterwegs - 0 Kommentare -

Ich befürchte zwar, dass dieser Eintrag etwas unübersichtlich werden könnte. Aber wenn ich jetzt nicht meinen kompletten Deutschland-Aufenthalt inhaltlich abarbeite, glaube ich nicht, dass das jemals noch was wird. Also, los gehts!

Am Anfang der Reise stand der unvermeidliche Transatlantik-Flug, der im großen und ganzen recht langweilig verlaufen ist. Dies lag u.a. auch daran, dass das sog. Unterhaltungsprogramm nur bedingt unterhaltsam war. Als erster Film wurde "Die Bienenhüterin" gezeigt; der Film war noch richtig gut. Und "Tintenherz" war immerhin noch besser als an die Kabinendecke zu starren. Die anschließende Dokumentation hat einen derartig bleibenden Eindruck hinterlassen, dass ich mich schon gar nicht mehr dran erinnern kann, um was es ging (irgendwas mit irgendwelchen Tieren?). Das "Ti-ti-ti-ti" aus der Überschrift gibt übrigens eine Stewardess wieder, die das von ihr auszuschenkende Heißgetränk mit minimalem sprachlichen Aufwand angepriesen hat.

Damit so etwas wie Jetlag erst gar nicht aufkommen kann, habe ich am Montag gleich weitergemacht, meinen Schlafrhythmus gründlich durcheinanderzubringen. Da ich schon um 8:30 Uhr einen Termin am US-Konsulat in Frankfurt hatte, musste ich naemlich um kurz vor fünf aufstehen. Das Visums-Interview in Frankfurt verlief dann ziemlich genau so wie schon letztes Jahr. Immerhin wusste ich dieses Jahr schon, was mich erwartet. Aber falls ich noch mal ein Visum beantragen muss, nehme ich mir was zum Lesen mit.
Vor meiner Rückfahrt nach Würzburg habe ich dann noch den Science Express besucht, der gerade im Frankfurter Hauptbahnhof gestanden hat. In diesem Zug wird eine Ausstellung zum aktuellen Stand und zu möglichen zukünftigen Entwicklungen von Wissenschaft und Technologie gezeigt. Die Ausstellung ist auf alle Fälle sehenswert; man muss wohl nur Glück haben, dass der Zug zur richtigen Zeit in einer halbwegs passenden Stadt Halt macht. Den Fahrplan gibt es hier.

Im Lauf der Woche ist mir dann bewusst geworden, wie weit ich mich inzwischen schon an die amerikanischen Tastaturen gewöhnt habe. Denn auch wenn das bei deutschen Tastaturen eigentlich nicht nötig ist, habe ich sämtliche Umlaute und scharfe S ersetzt und z.B. Mails wie gewohnt mit "Schoene Gruesse" unterschrieben.

Am Freitag Abend kam es dann zum vermutlich größten Fall von Schweinegerippe in der Wuerzburger Geschichte. Die typischen Symptome dabei sind Völlegefühl und rötlich-glänzende Haut vor allem im Hand- und Gesichtsbereich, im fortgeschrittenen Stadium kann es auch zu Übelkeit kommen.

Und bevor es für mich zurück in die USA ging, fand am Samstag noch die Taufe meiner Nichte statt. Zum Glück habe ich in den vier Monaten, seit ich sie das letzte Mal gesehen hatte, immer wieder Bilder geschickt bekommen. Sonst hätte ich sie vermutlich nicht mal mehr wieder erkannt - unglaublich, wie sehr sich Babys in so kurzer Zeit verändern können.

Auf dem Rückflug war ich dann immerhin müde genug, um schlafen zu können und nicht aus lauter Verzweiflung das Bordprogramm verfolgen zu müssen. "Slumdog Millionaire" kannte ich ja schon; und der Rest hat mich nicht wirklich interessiert.



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