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21.02.2009 um 15:21
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Ein paar Bildchen...
Wir erinnern uns... vor ein paar Tagen hatte ich dieses Bild vom Snowie hier gepostet:

Tja, und das ist der traurige Rest davon:
Armer, armer Snowie.....
Naja, wo ich grad draußen war, hab ich auch gleich mal mich im Fenster fotografiert... Nicht schön, aber extrem selten (zum Glück!).

Madame von und zu Zicke... Ich sollte mit ihrer Maske fotografieren, aber dafür sollte ich reinkommen. Da hat sie aber nen mächtigen Austand gemacht, nur weil ich nicht sofort reinkam!
Kleiner Giftzwerg!
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15.02.2009 um 14:49
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Immer noch Winter...
Hier mal ein paar Fotos, die ich gestern in unserem Garten gemacht habe. Im Moment schneit es wieder wie blöde! Ich hoffe, das Wetter ist morgen besser, also kein Schnee, sonst wirds schon mal nix mit dem Spaziergang üben. 


Snowie hält sich tapfer! Der hängt heut immer noch schräg herum, hat seinen Hut schon verloren, aber er steht noch...noch. Mal sehen, wie lange es dauert, bis er nachgibt und umfällt. Den hat meine Mutter mit Miriam gebaut. Der arme Kerl...
Katzenfußabdruck, frag mich ja nicht von wem- woher soll ich da nun wissen, wem der Abdruck gehört?!? Felicitas? Mausi? Oscar? Oder Salem? Kein Schimmer... Auf jeden Fall wars ne Katze, soviel steht schon mal fest.
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31.01.2009 um 18:22
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A Violet From Mother´s Grave... Kurzgeschichte...
Ja, die stammt von mir... Wer noch nie von Mary Jane Kelly gehört hat, sollte man googlen. Lohnt sich...
Ist zwar an sich nicht ganz stimmig, aber was solls. Sollte ja auch kein Roman drüber werden, sondern nur Kurzgeschichte, die ich auch innerhalb kurzer Zeit fertig bekommen hab. An einem Abend hab ich die Idee dazu gehabt, aufgeschrieben, am nächsten Morgen abgetippt und fertig.
A Violet From Mother´s Grave
Was mag geschehen sein? Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern. Alles an und in meinem Körper schmerzt. Ich habe furchtbare Kopfschmerzen.
Doch, was ist das? Ich blicke von oben herab auf mein kleines Zimmer im Miller´s Court. Was machen denn die vielen Menschen um mein Bett herum? Warum ist dort soviel Blut? So unglaublich viel Blut!
Ich kann erkennen, wie jemand im Kamin herum stochert, ein junger Mann rennt nach draußen, ist ganz blaß um die Nase. Ich höre, wie er sich draußen vor der Tür übergeben muß.
Was wollen die vielen Menschen hier? Ich kenne keinen von ihnen. Jemand schießt Fotos. Die neue Erfindung, ich habe mich davon nie beeindrucken lassen. Viele meiner Kolleginnen machten damit schon Bekanntschaft, wenn sie wieder von der Polizei erwischt wurden, oder als sie noch ein anständiges Leben führten.
Anständiges Leben...
Was ist das dort nur auf meinem Bett. Hat jemand ein zerteiltes Rind oder Schwein dort plaziert, um mich zu erschrecken, wenn ich zurück kehre?
Warum sehe ich alles so, als wäre ich nur ein Leuchter an der Decke? Das macht mir Angst. Sieht denn niemand, das ich hier oben bin?
„Armes Ding. Wollen wir hoffen, das sie schon tot war, als er ihr das angetan hat. Furchtbar.“
„Die wievielte ist sie jetzt?“
„Die fünfte. Und ich fürchte, Ginger war nicht die letzte seiner Opfer.“
Zwei Männer unterhalten sich neben meinem Bett, neben diesem Kadaver. Über mich? Ich wurde immer wegen meiner Haarfarbe von allen „Ginger“ genannt.
Moment. Dieses tote Stück etwas, das jemand auf meinem Bett, mit all dem Blut, plaziert hatte. Sind das lange rotbraune Haare? Rotbraun, wie mein Haar? Es ähnelt meinen Haaren sehr, aber das kann nicht sein. Ich bin doch hier oben, wie eine Fliege an der Decke. Warum sieht mich denn nur keiner? Ich versuche, den Menschen dort unten zu zurufen, doch niemand nimmt mich wahr!
Oder bin ich das dort unten? Das kann doch gar nicht sein, denn ich bin doch hier. Wie kann ich das dort unten sein? Dieses blutige Etwas hat doch keinerlei Ähnlichkeiten mit einem Menschen. Bis auf diese Haare haben wir nichts gemein. Wo ist das Gesicht? Müßte da nicht irgendwo ein Gesicht ein, wenn es ein Mensch ist?
Sollte das wirklich ich sein, müßte ich doch mein junges Gesicht erkennen können, doch dort, wo vielleicht einmal die Augen, Nase, Lippen, Wangen waren, klafft nun eine große offene Wunde. Alles ist voller Blut! Soviel Blut!
Käme ich doch nur näher heran, um die Männer zu befragen, was sie hier tun.
Dann fällt mir alles wieder ein.
ER hat mich erwischt. Wie groß war doch meine Angst vor ihm und trotzdem habe ich ihn in mein Zimmer gelassen, ihm angeboten, das ich ihm eine unvergeßliche Nacht bereite- für ein paar Penny. Wie konnte ich nur so dumm sein? Wäre ich doch nur eher aus London geflohen, wie ich es vor hatte. Meine Angst vor ihm war so groß. Ich wollte nicht so enden wie Polly, Long Liz, Dark Annie und Kate- ermordet, von ihm.
Wäre ich doch nur geflohen. Ich hatte irgendwie gespürt, das ich die Nächste sein könnte. Und, zum Teufel, mein Gefühl hat mich nicht betrogen.
Ich wollte doch raus aus London, ein neues Leben anfangen. Wieder ein neues Leben.
Wie oft hatte ich das schon versucht? Ich verließ meine Heimat Irland, um in England neu anzufangen. Es war mir nur nicht vergönnt, etwas aus meinem Leben zu machen, ein anständiges Leben zu führen. Auf anständige Weise mein Geld zu verdienen oder einen netten Mann zu finden. Hatte ich denn zu viel gewollt von meinem Leben? Habe ich nicht auch all das verdient, was sich jeder Mensch wünscht und so viele bekommen?
Doch immer wieder fand ich mich in der Gosse wieder, fühlte mich verdreckt, durch die vielen Männer, die für wenige Pennies meinen Körper besitzen durften. Und wofür das alles? Nur damit ich mir wenigstens ein warmes Bett für die kalten Nächte nehmen konnte. Oder meinen Kummer, meine Ängste, meinen Ekel in Alkohol ersäufen konnte.
Was war das doch für elendes Leben, das ich führte. Doch es war mein Leben. Trotz allem liebte ich es. Ein kurzer Lichtblick, als mich dieser schicke Herr nach Paris mitnahm, doch es war alles andere als erhofft. In Paris sind die Männer auch nicht anders, als in London!
Ich hatte solche Angst davon, das mit mir das selbe geschehen würde, wie mit meinen Kolleginnen. ER hatte sie erwischt. ER hatte ihnen das Leben genommen.
Ich erinnere mich, wie er plötzlich vor mich stand. Wie ich konnte ich ahnen, das ER es war? Er sah mich lächelnd an, aus seinen dunklen Augen. Er war ganz in schwarz gekleidet und trug ein kleines Päckchen unter dem Arm. Ich machte einen netten Witz über seinen Schnurrbart.
Ich nahm ihn mit auf mein Zimmer. Das Zimmer, in dem nun so viele Menschen herum stehen, und alles anfassen, durchwühlen, im Kamin herumstochern.
Ich war so dumm. Statt meines Körpers wollte er etwas, was mit wichtiger war: mein Leben- meine Schönheit, meine Hoffnungen auf ein neues, besseres Leben, einem Ehemann, eine Familie. Er nahm mir alles. In wenigen Stunden zerstörte er einfach alles!
Und nun blicke ich auf ein lebloses Stück Fleisch und muß erkennen, das ich es bin. Ich bin tot. Ermordet von ihm.
Ich wünschte, mein Leben hätte je einen wirklichen Sinn gehabt. Jetzt wird nicht einmal mein Tod einen Sinn haben. Ob sie meinen Tod und den Tod meiner Kolleginnen je rächen werden? Ich weiß es nicht. Hätten sie ihn nicht sonst längst zur Strecke gebracht, gehängt und so meinen Tod verhindern können?
Dieser Mistkerl hat mich erwürgt und dann meinen toten Körper auf so grauenvolle Weise verunstaltet, das selbst mir beim herab sehen schlecht davon wird. Wäre ich nicht tot, müßte ich mich jetzt übergeben, wie der junge Polizist dort draußen.
Es schmerzt mich, meinen leblosen Körper sehen zu müssen, wie man ihn untersucht, Notizen und Zeichnungen anfertigt und wie man ihn fotografiert.
Warum hat nie jemand Fotografien von mir gemacht, als ich noch lebte? So hätte man sich an mich erinnern können, wie ich wirklich aussah und würde diesen Menschen, die nun in meinem Zimmer sind, nicht als dieses entstelltes Etwas in Erinnerung bleiben. Nun ist es zu spät.
Nun muß ich mit ansehen, wie man meinen Körper von allen Seiten studiert.
Dieser junge Polizist kommt wieder ins Zimmer, doch er sieht immer noch sehr bleich aus. Man bittet ihn, eine Fotografie meines Gesichts zu machen, doch das ist für ihn zu viel. Er rennt wieder hinaus und übergibt sich ein weiteres Mal an der Hausecke. Wie können ihn die älteren Kollegen nur in Anwesenheit einer Leiche so bloßstellen? Sie machen sich einen Scherz daraus, den jungen Mann zu ärgern.
Gesicht? Welches Gesicht? Ich erkenne mein Gesicht nicht mehr wieder. Wie hat er mich nur so zurichten können? Keine andere war bisher so schwer verunstaltet worden. Warum ich?
Es hat ihn niemand bei seiner „Arbeit“ gestört. Wenn ich mein Lied sang, kamen sofort die Nachbarn angerannt, um mir den Mund zu verbieten. Warum hat ihn dann niemand bemerkt, wie er mir das Gesicht zerschnitt?
Hier kümmert sich selten jemand um den anderen. Warum hätte sich da jemand um mich kümmern sollen?
Ich muß mich abwenden, mir ist schlecht von diesem Anblick. Ich beginne zu weinen und singe leise mein Lied, wie ich es an meinem letzten Abend meines Lebens tat: „A Violet From Mother´s Grave“...
Wird je jemand sich an meinen Namen erinnern? Wer ich war? Das ich auch ein Gesicht und ein Herz hatte? Das ich Mary Jane Kelly war?
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31.01.2009 um 18:18
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It´s Halloween... Sparks FF
Noch ein Ausschnitt aus einer Fan Fiction von Meike und mir für unser Sparks Forum...
...Langsam bekam Russell es wirklich mit der Angst zu tun. Hatte Ron sich heimlich an ihn heran geschlichen, den Schlüssel geklaut und sich aus dem Haus verzogen? Er hätte wenigstens was sagen können.
Plötzlich ging die Kerze aus und Russell hatte das Gefühl, als wäre sie von jemandem ausgepustet wurde. Im Badezimmer polterte es.
„Ron? Bist du das? Komm raus! Ich finde das nicht witzig!“- keine Antwort. Im dunkeln stolperte Russell durchs Haus und versuchte sein Telefon oder Handy zu finden. Langsam tastete er sich an den Wänden entlang, wobei das ein oder andere Bild von der Wand fiel. Eines landete direkt auf Russells Fuß, weswegen er dann laut aufschrie.
„Ron! Wo zum Teufel steckst du denn bloß! Mir wird das langsam echt zu blöde!“
Da hörte er das merkwürdige Kichern und ein kratzendes Geräusch.
„Oh, man. Wo ist nur der Schlüssel? Vor allem: wo steckt dieser blöde Idiot! Man, ich will hier raus.“ dachte er bei sich.
Ein lautes Poltern war hinter ihm zu hören und ein lautes Stöhnen.
„Boah, was war das denn? Man, ist mir schlecht!“
„Ron? Bist du das?“
„Ja, wer soll’s denn sonst sein? Man, was ist hier bloß los? Haste die Rolling Stones eingeladen oder Ozzy Osborne? Das riecht hier nämlich irgendwie muffig. Oder hast du vergessen, den Mülleimer zu leeren? Ist ja eklig!“
Die Brüder versuchten sich im Dunkeln wieder zu finden. Erst als sie mit dem Köpfen zusammen knallten, fanden sie sich endlich.
„Wo warst du denn? Ich hab dich überall gesucht!“
„Du, keine Ahnung. Laß uns aber jetzt erst mal den Sicherungskasten ausfindig machen, man findet sich hier ja nicht mehr zurecht. Hinterher landen wir noch in deinem Kleiderschrank und das wär echt gruselig, wenn ich da an deine alten 80er Jahre Bühnenoutfits denke. Brrr.“
„Haha. Ich lach morgen.“ Russell griff nach dem Arm seines Bruders.
„Wow, hast du schon wieder abgenommen? Dein Arm ist ja noch dünner als sonst.“
„Was willst du eigentlich von mir? Ich bin doch längst in deiner Küchenzeile!“ rief Ron seinem Bruder zu.
„Ohoh. Wessen Arm hab ich denn dann hier?“
In diesem Augenblick hatte Ron endlich den Sicherungskasten gefunden und fummelte im Dustern an den Sicherungen rum, bis es wieder hell im Haus war. Da hörte er auch schon, wie sein kleiner Bruder aufschrie.
„Ach du Schande. Ich hab hier nen Arm in der Hand!!!!“
„Ach ne. Soweit waren wir schon, Russ.“ brummte Ron und drehte sich zu seinem Bruder um. Er sah, wie dieser durch das Wohnzimmer sprang, mit einem Knochenarm in der Hand.
„Ich hab doch gesagt, du solltest um Mike Jagger nen großen Bogen machen. Ich glaub, der würde das nicht so super finden, wenn du ihm seinen Arm klaust.“ Ron mußte kichern.
„Ahhh, hör auf, da so blöd rum zulabern und hilf mir lieber. Der Arm läßt meine Hand nicht mehr los!“
„Oh, man. Warum mußte ich so einen Bruder bekommen? Ich wäre sooooo glücklich gewesen, wenn ich ein Einzelkind geblieben wäre oder ne kleine Schwester bekommen hätte. Und was ist? Ich bekomme nen Bruder, der einen Sprung in der Schüssel hat und mit einem Skelettarm durchs Wohnzimmer tanzt. Warum ich???“ grummelte Ron vor sich hin, trotzdem ging er zu seinem Bruder und zog am Skelettarm.
„Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, einfach mal loszulassen, Russ?“ sagte Ron, nachdem er es nicht schaffte, den Arm von Russell wegzubekommen.
Russell sah seinen Bruder mit großen Augen an, öffnete seine Hand und der Arm fiel auf den Boden.
„Ups.“ meinte Russell und grinste verlegen.
Ron gab seinem Bruder einen Fausthieb auf den rechten Oberarm, wodurch Russ laut aufschrie und vor sich hin schimpfte.
Die beiden stritten noch eine Weile darüber, warum Russell den Arm nicht eher losgelassen hatte. So merkte keiner der beiden, das sich der Knochenarm langsam von ihnen weg bewegte.
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31.01.2009 um 18:01
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Das 21. Album. Sparks FF
Meike und ich haben irgendwann angefangen, bei myfanfiction.de eine gemeinsame Story über Sparks zu schreiben, jede war für ein Kapitel zuständig, aber fertig sind wir nie geworden- dabei war die Idee doch gar net schlecht! Meike: wir sollten echt mal wieder was zusammen schreiben! Haben ewig nicht! Und was ist mit unserer endlos Story über uns drei (unsere kleine Julie gehört ja auch immer dazu) und Sparks?
Hier jedenfalls ein Teil aus dieser Fan Fiction, die nach wie vor leider unvollendet ist:
Sue und ein paar andere Mitarbeiter vom Managment zeigten den Maels wo sie sich hinsetzen sollten und gaben ihnen eine Liste in die Hand. Auf dieser Liste standen ca. 10 Frauen, die für an das Casting angemeldet haben.
Russell studierte die Liste genau und flüsterte enttäuscht zu Ron:
„Nur zehn Teilnehmerinnen und dann ist da noch nicht mal ein Foto von denen dabei....“
Ron versuchte Russell Mut zu machen:
„Na und? Wir sitzen ja nicht hier um eine Miss Universum zu wählen , sondern um eine Frau zu finden , die gut singen kann...!“
Russell kauerte in seinem Stuhl und malte lustlos auf seinem Notizblock herum.
Dann bat Sue die erste Teilnehmerin zu Russ und Ron herein.
Russell lehnte sich wie ein naßer Sack in seinen Stuhl zurück und hoffte, es würde nicht zu schlimm werden.
Doch dann kam die erste Teilnehmerin herein und die Brüder wären am liebsten geflüchtetet.
„Hallo, ick bin de Angie aus Deutschland, wa, gefühlte 20 Jahre. Und ick wollt hier ma wat singen.“ Eine Frau, die eher wie Bud Spencer wirkte stampfte in den Raum.
„Ohman, wehe die hat ne gute Stimme, dann erschieß mich bitte, Ron.“ Flüsterte Russell zu seinem Bruder.
Ron atmete tief durch.
„Okay, dann lass mal hören.“ sagte Ron dann zur Teilnehmerin und im selben Moment bereute er diesen Satz auch schon.
„Okay, ihr werdet überrascht sein, wie doll ick singen kann, wa. Also los: Wehn duuuhuuu Ei kett tuuuuuhuuuu sink Mein Waeiii.“
Russell hielt nach einem Fluchtweg Ausschau, während die dicke Frau da vor ihm einen der größten Sparks-Hits versaute.
„Ron, mir klappen sich grad die Fussnägel hoch. Ich will hier raus!“
„Halt die Klappe. Glaubst du etwa, mir geht’s besser?“
Russell rutschte auf seinem Stuhl immer nervöser und auch genervter hin und her.
Bald war die Frau endlich fertig und Russell atmete auf.
„So, ick hab dann fertig, wa. Und? Wie isses? Wie viel Kohle bekomm ick bei euch als Background-Sängerin.“
Die Brüder sahen sich ratlos an und schüttelten dann den Kopf.
„Hä? Wie jetzt? Das wird nix, Angie aus Deutschland. Versuch es doch in Deutschland.“
Die Frau stemmte ihre schwabbligen Arme in die nichtauffindbaren Hüften. „Wat is? Ick hab super jesungen, wa. Dat könnta verjessen, dat ick wieder nach Haus geh, ohne nen Vertrach von euch, wa!“
Da griff Sue ein. „Ähm, wir melden uns bei dir, wir haben ja deine Nummer, oder?“
„Ne, hab ick euch nich jegeben, wa.“
„Hm, wir werden dich schon ausfindig machen. Warst wirklich die beste, die wir heute gehört haben.“
„Echt? Danke.“ Dann verließ sie freudestrahlend den Raum.
Ron und Russell sahen mürrisch zu Sue rüber: „Die beste? Hallo?“
„Warum? Ist doch so. Sie war die erste, also somit die Beste.- Seit ihr bereit für die nächsten Mädels?“
Russell schlich sich zum Fenster und checkte die Lage: Hm, würde ich aus dem Fenster springen, würde ich hier im Busch landen und könnte ruck zuck verschwinden. Ja, so mache ich das, dachte er sich.
„Russ, denk nicht mal im Traum daran! Du lässt mich hier nicht allein zurück!“ rief Ron, der bemerkte, was sein kleiner Bruder plante.
Sue holte schon mal die nächste Teilnehmerin, während die Brüder damit beschäftigt waren, sich einen gemeinsamen Fluchtplan zu überlegen.
„So, ihr zwei. Die nächste junge Dame ist da.“
Genervt drehten sich Ron und Russ um und erblickten eine hübsche, junge Frau und Russell war sofort Feuer und Flamme.
„Hui, dann erzähl uns doch erstmal was von dir.“ Sagte Russell dann.
Die junge Brünette lächelte schüchtern.
„Hm, also ich bin die Jessy, bin 29 Jahre alt und komme aus Yorkshire. Bin extra wegen euch nach London gekommen. Ob ich nun genau die Stimme habe, die ihr sucht, weiß ich nicht. Ich glaube auch nicht, das ich eine besondere Stimme habe, aber ich dachte, versuchste es einfach mal. Schließlich sind das Sparks!“
Russell setzte sich wieder auf seinen Stuhl und notierte sich auf seinem Blatt ganz groß: Jessy nach Casting nach Telefonnr fragen!!!!
Sein älterer Bruder warf einen flüchtigen Blick darauf und musste grinsen.
„So, dann lass doch mal hören, Jessy.“sagte Russell dann mit leuchtenden Augen.
Dann fing die junge Frau an, einen alten Sparks Song namens „Marry Me“ zu singen und Russell hielt es nicht mehr auf dem Stuhl. Er griff sich ein Streichholz aus einem Korb mit Werbegeschenken des Hotels und zündete ein Hölzchen an, um es dann in die Luft zu halten. Ihm wäre ein Feuerzeug zwar lieber gewesen, aber es waren keine da. Und so verbrannte er sich schnell die Finger an dem schnell abbrennenden Hölzchen.
„Das mach ich doch glatt!“ rief er ihr zu.
„Wie bitte?“ fragte Jessy verblüfft.
„Na, dich heiraten. Wann und wo?“ Russ fiel auf die Knie und bot allen ein einmaliges und unglaublich peinliches Schaupiel, als er vor Jessy kniete und ihre Hand hielt.
„Das ist, ähm, wirklich sehr nett, Russell, aber ich, ähm, bin schon verheiratet.“
Dem armen Russell fiel vor Schreck die Kinnlade runter, Ron hingegen konnte sich vor Lachen kaum auf dem Stuhl halten. Sue stand nur peinlich berührt in einer Ecke des Zimmers und starrte an die Decke.
Russell rappelte sich wieder hoch, griff sich seinen Block und strich die letzte Notiz durch.
„Ich, ähm, muss mal eben aufs Klo.“ Sagte er dann und ging aus dem Zimmer.
Ron sah seinem Bruder lachend hinter her und widmete sich dann wieder der Teilnehmerin.
„Also, von mir aus biste dabei. Nur kann ich das allein, ohne Russell, nicht festmachen. Aber ich bin mir sicher, das wir uns bei dir auf jeden Fall melden werden.“
Mittlerweile war Russell auffällig lange verschwunden und Ron und Sue begannen sich Sorgen zu machen. Ron ging zur Toilette , um zu schauen ob sich sein Bruder dort noch aufhielt.
„Russell!“ schrie er,
„Bist du etwa ins Klo gefallen?“
Doch anstatt einer Antwort von seinem Bruder, fingen nur ein paar weibliche Stimmen an zu schreien.
„Hee, sie ! Raus hier, sie Schwein!!“
Ron bekam einen hochroten Kopf, als er bemerkte , das er mitten in der Damen-Toilette stand. Als er sah, wie eine etwas dickliche ältere Frau, ihn mit der Klobürste drohte, rannte er schnell auf das Herrenklo. Vorsichtig schaute er durch den Türspalt und hoffte ,das die Frau ihn nicht verfolgte.
Plötzlich legte Russell seine Hand auf Rons Schulter.
„Was machst du denn da ..?“
Ron erschrak.
„Ich habe dich gesucht , man ! Wo hast du denn die ganze Zeit gesteckt?“
Russell zuckte mit den Schultern.
„Ich brauchte mal ne Auszeit....“
"Komm jetzt mit, wir müssen mit Jessy das Lied einüben und aufnehmen!“
„Ach, meinst du nicht, wir sollten noch ein bisschen weiter suchen?“ fragte Russ und nestelte dabei, an seinem Hemdkragen herum.
„Nein, meine ich nicht. Die oder keine!“ antwortete Ron kurz und knapp.
„Also gut. Zurück nach LA. Zurück in mein Wohnzimmer...“
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