Sea Shepherd fordert einen Haftbefehl der Australischen Regierung

20:31, 19.02.2008. Von ThomasBuiter

Originaltext unter: http://www.seashepherd.org/news/media_080218_1.html

Sea Shepherd fordert einen Haftbefehl der Australischen Regierung

"Segle voran - steuere nur die tiefen Wasser an,

Voller Mut oh Seele, forsche,

Ich mit Dir und Du mit mir,

Denn wir müssen dorthin, wohin sich kein Seemann bisher gewagt hat,

Und wir riskieren das Schiff, uns selbst und Alles"

- Walt Whitman

 

Der Kapitän des Sea Shepherd Schiffs Steve Irwin, Paul Watson, fordert offiziell einen Haftbefehl von der australischen Regierung um diesen der japanischen Walfangflotte zuzustellen.

"Die japanischen Walfänger töten illegal Wale in den Gewässern australischen Antarktis-Territoriums" sagte Kapitän Watson. „ Dieses Gebiet ist auf den Seefahrtskarten eindeutig als

der australische ökonomische Sperrbereich der Antarktis markiert und die japanische Flotte verletzt einen australischen Gerichtsentscheid, der ihnen speziell das Töten von Walen in diesen Gewässern verbietet. Wir sind bereit, diesen Haftbefehl im Auftrag der australischen Regierung zuzustellen und ich habe australische Mannschaftsmitglieder in meiner Crew, die durchaus gewillt sind den Haftbefehl den Kapitänen dieser japanischen Schiffe zuzustellen, die an den Walwilderei-Einsätzen beteiligt sind. Wir sind bereit, eine vorläufige Festnahme* durchzuführen um das australische Gesetz aufrechtzuerhalten, das die Waljagd in diesen Gewässern verbietet.

Das Sea Shepherd Conservation Society Schiff Steve Irwin verließ Melbourne am 14. Februar mit Ziel auf die Antarktisküste. Das Schiff wird voraussichtlich um den 22. Februar das Gebiet der Walfangaktivitäten erreichen.

Wenn wie zu erwartender Weise Australien sich weigert, Sea Shepherd einen Haftbefehl bereitzustellen, wird Kapitän Watson gemäß der United Nations World Charter for Nature, die nichtstaatlichen Organisationen erlaubt, internationale Naturschutzgesetze aufrechtzuerhalten, gegen die japanische Flotte vorgehen

"Wir müssen einen erneuten internationalen Zwischenfall herbeiführen", sagte Kapitän Paul Watson. „Wir müssen den Druck aufrechterhalten, Japans illegale Walwilderei im antarktischen Walschutzgebiet zu stoppen. Der Mangel an Durchsetzung Australiens und anderer Nationen zwingt Sea Shepherd riskante Massnahmen durchzuführen um die tödlichen Harpunen zu stoppen. Ich kann das Gemetzel an diesen sanften Riesen nicht länger ertragen - wenn das heißt, Grenzen zu sprengen, sind wir bereit und willens, das Risiko auf uns zu nehmen."

Kapitän Watson hat Fragen an Umweltminister Peter Garrett.

"Was ist nötig um Australien dazu zu bewegen, das Gesetz gegen Japan durchzusetzen? Was ist nötig, damit Japan und Uruguay nach dem Gesetz gleich behandelt werden? Warum wird Uruguays Wilderei des Schwarzen Seehechts nicht toleriert und Japans Waljagd doch? Warum wird mit zweierlei Maß gemessen? Wann wird das Sterben dieser Wale ernst genommen?"

Und zwei abschließende Fragen. „Muss jemand sterben oder ernsthaft verletzt werden hier unten in diesen abgelegenen Gewässern bevor Australien die Durchsetzung der Gesetze ernst nimmt? Was hat Australien vor zu unternehmen, wenn die japanischen Walfänger jemanden aus meiner Mannschaft oder mich selbst töten?"

"Wir kommen nicht hier herunter, um Fahnen herauszuhängen oder Schnappschüsse zu machen", sagte Kapitän Watson. „Wir sind kein Haufen halb-ernsthafter Ozean-Posierer**. Wir steuern erneut die Walfangflotte an um einen Zweck zu erfüllen und dieser Zweck ist, alles zu tun was wir tun können und jedes Risiko auf uns zu nehmen, das wir müssen um das Treiben der japanischen Wilderei abzustellen und das Leben der Wale zu retten."

Die Steve Irwin hat eine Crew von 33 Freiwilligen aus neun verschiedenen Nationen. Die Crewmitglieder sind sich genau der riskanten Natur der Reise bewusst und bereit, ihr Leben zu riskieren um das Schlachten zu beenden.

"Wenn ich mein Leben auf’s Spiel setzen muss um das Leben eines wehrlosen Wals zu retten, dann ist das ein Risiko, das ich zu übernehmen bereit bin" sagte Amber Paarman, 24, aus Südafrika.

 

* (Anm. d. Ü. „citizen’s arrest": in einigen Ländern der Welt können Privatpersonen Verdächtige festhalten, bis ein „offizielles Organ" der Exekutive erscheint)

** ("poser", auch: Angeber, Wichtigtuer. Anm. d. Ü.)

Übersetzung nach bestem Wissen und Gewissen

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Wieder einmal eine Übersetzung von Frauke, ganz lieben Dank dafür

Liebe Grüsse

Thomas

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Kommentare

  1. Sicherung meines Posts ausm GP-Blog von (ThomasBuiter)

    Damit meine Ergüsse konserviert sind :)
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    Thomas Buiter schrieb am 19. Februar 2008

    Hallo Beate,

    jeder meiner Kommentare war dafür da die Wale zu schützen. Ich war der irrigen Ansicht, wenn man Greenpeace genug reizt, überlegen sie sichs nochmal ob sie zurückkehren ins Südpolarmeer. Da hab ich mich leider geirrt. Das das hier ja nu eh kaum noch wer liesst macht das Reizen natürlich wenig sinn. Aber trotzdem ist eine kritische Diskussion immer noch besser als wenn keiner nachdenkt. Und zum Nachdenken habe ich hoffentlich so manchen bekommen. Ob das hier gewollt war oder nicht. Das ganze brach erst richtig los, als Greenpeace es ausschloss erneut ins Südpolarmeer zurückzukehren. Du wirst doch nicht abstreiten wollen, daß GP die Mittel und die Möglichkeiten gehabt hätte mehr Walen das Leben zu retten. Was mich halt wundert ist, wenn im Jahresbericht 2006 von 40,1 mio Ausgaben geredet wird und man von anderer Seite hört, dass alleine GP-Deutschland soviel einnimmt. Dann frag ich mich, wo man einen kompletten ehrlichen Bericht sehen kann? Wenn Sachen die ich sagte nicht wahr sind, widerlegt mich. Das ist niemals geschehen, und solange nicht meine Aussagen als Unwahr bewiesen werden, muss ich davon ausgehen, dass sie der Wahrheit entsprechen. Ich jedenfalls werde weiterhin aktiv im Kampf gegen die Schlächter von Walen Delphinen und Robben da sein. Egal ob wer denkt, ich ***** ihm ans Bein. Das ist mir da relativ egal. Das Ergebnis zählt. Und ich habe viele Leute (und ich meine nicht die Leute die diesen Blog lesen) in Bewegung versetzt. Ich kann auch weitere schlechte Beispiele in der UmweltschutzSzene nennen. Wie den WDCS Deutschland, der 15% der Einnahmen für Fundraising ausgibt + 10% für die Administration. Das heisst von jedem Euro kommen nur 75 Cent einigermassen da an wo es hinsollte. Davon gibt es noch weitere Beispiele nur ist der WDCS wenigstens ehrlich dabei und sagt konkret was an Geldern wohin geht. Und Greenpeace legt seine Informationen da lange nicht so offen dar. Warum nicht ?
    Auch wenn ich davon ausgehen kann, daß dieser Post hier nicht lange steht, antworten könnt ihr mir auch via der email-adresse (achja der Grund warum ich in dem Blog anfing zu schreiben war, weil ich per Email keine Antworten bekam)

    Liebe Grüsse

    Thomas
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  2. Unbenannter Kommentar von (Monique)

    Moin Chef!

    Du hast ja seltsame Ergüsse! Bei meinem Freund und mir resultierte daraus unsere Isabelle-Sophie! Smile!!!

    Scherz beiseite. Hast Du noch mehr Über den WDCS herausgefunden, als das was im GP- Blog steht?

    PS.: Deine Geschichte is traurig aber wahr!!! Nur leider halten viele nichts von Geschichten.

    LG,Monique

  3. :) von (ThomasBuiter)

    Hi Monique,

    naja mirs die Antwort von diesem Alexander v. S. ziemlich wurscht :), ich weiss das ich in dem Punkt recht habe, da kanner schreiben wasser will.
    Was WDCS angeht, habe ich halt den Jahrenbericht bekommen. Sie machen wohl viel auf politischer Ebene. Was mich halt daran störte, das eben nur 75% übrig sind für die Kampagnen ect. Aber ich denke sie haben durchaus eine Berechtigung.

    Hallo Helmut,

    Ich habe Deine Emails gelesen, doch kann ich Dir nichts senden. T-Online wirft eine Fehlermeldung raus.

    Bearbeitet von ThomasBuiter am 20.02.2008 um 09:51

  4. WDCS von (Monique)

    Naja, 75% sind immerhin mehr als Nichts! Wobei 25% für anderweitige Zwecke annehmbar sind. Ich meine, ich bekomme ja auch regelmäßig Post vom WDCS über Erfolge und weitere Vorhaben. Dass das was kostet ist klar. Es gibt nunmal nichts umsonst! Aber die sind längst nicht so present in der Öffentlichkeit wie GP. Das spart sicherlich ne Menge.

    LG,Monique