Häufig gestellte Fragen
09:12, 23.02.2008. Von ThomasBuiterOriginaltext unter: http://www.seashepherd.org/editorials/editorial_080221_1.html
Häufig gestellte Fragen
Kommentar von Kapitän Paul Watson
An Bord des Sea Shepherd Schiffes Steve Irwin
Dies sind Fragen basierend auf Briefen und Nachrichten die Sea Shepherd und Kapitän Paul Watson erhalten haben. Kapitän Paul Watson nahm sich, während er Richtung Süden zur antarktischen Küste fährt, die Zeit um einige der Fragen zu beantworten, die wir erhalten haben.
Warum kehren Sie für eine weitere Zeit zurück ins Südpolarmeer?
Kapitän Paul Watson: Wir kehren zurück, da wir uns sicher sind die japanische Flotte erneut aufzuspüren und wir sie zwingen können ihre Walfangoperationen für weitere zwei bis drei oder vielleicht auch vier Wochen zu unterbrechen. Wir haben bereits ihre Quote beeinträchtigt und wir müssen die Anzahl von Walen, die getötet werden, soweit wie möglich reduzieren. Jeder Wal, der von ihren schrecklichen und illegalen Harpunen verschont bleibt, ist ein Sieg.
Die Japaner argumentieren, daß der Walfang ein Teil ihrer Kultur ist. Denken Sie, daß die Japaner das Recht haben Ihre kulturellen Traditionen zu verteidigen?
Kapitän Paul Watson: Der Kaiser Meiji selbst hat die Kultur der Samurai im 19. Jahrhundert beendet mit dem Argument, daß Japan sich der modernen Welt anschliessen und den Feudalismus hinter sich lassen soll. Walfang hat keinen Platz in der modernen Welt, keinen Platz im 21. Jahrhundert und keinen Platz in einer Welt wo die globale Ökologie einer solchen zerstörerischen Ausbeutung ausgesetzt ist. Desweiteren ist der moderne pelagische (Tiefsee) Walfang keine Tradition in Japan. Industrialisierter Walfang wurde durch General Douglas MacArthur nach dem Krieg eingeführt um billiges Fleisch für Japan zu beschaffen. Nichts desto trotz ist das Jagen bedrohter Spezies, in einem Walschutzgebiet mit Verstössen gegen das internationale Moratorium, illegal. Kein Argument für Tradition rechtfertigt das Verletzen von internationalen Gesetzen. Kannibalismus ist mancherorts Tradition und Teil der Kultur, aber es ist illegal und wird nicht toleriert. Hundekämpfe, Hahnenkämpfe und Bärenhetzjagd sind kulturelle Traditionen, haben aber keinen Platz in der Welt von heute und sind von Rechts wegen illegal.*
Greenpeace sagt, daß die Sea Shepherd Aktionen den Dialog in Japan vereiteln und daß nur Japan das Ende des Walfangs entscheiden kann und daß die Aktionen von Sea Shepherd die Japaner verfremden und eine Gegenbewegung zu Gunsten des Walfanges erzeugen. Was ist Ihre Antwort?
Kapitän Paul Watson: Das ist meiner Meinung nach Nonsens . Welcher Dialog? Bis zu diesem Jahr war die Kontroverse über den Walfang nur wenigen Menschen in Japan bewusst. Es wurde nicht in den Medien darüber berichtet. Es war meine Strategie, zwei Freiwillige an Bord des japanischen Walfängers zu bringen um einen internationalen Vorfall und ein menschliches Drama zu verursachen um den Schleier des Schweigens, den die japanischen Medien verhängt haben, zu durchbrechen. Sie konnten die Tatsache nicht ignorieren, daß ein australischer und ein britischer Bürger an Bord eines japanischen Walfangschiffes als Geiseln gehalten wurden. Das war eine Schlagzeile und diese Nachricht zeigte die Kontroverse über den Walfang dem japanischen Volk. Letzten Endes ist nun ein echter Dialog da und viele Japaner zweifeln an der Weisheit ihrer Regierung, die eine solche bedeutungslose Industrie unterstützt, die Japan weltweit einen so schlechten Ruf beschert.
Die Japaner argumentieren, daß es vom Westen scheinheilig ist selbst Fleisch zu essen und die Japaner dafür zu verdammen, daß sie Walfleisch essen. Stimmen Sie dem zu?
Kapitän Paul Watson: Die Schiffe von Sea Shepherd sind vegane Schiffe. Wir servieren keine tierischen Produkte an Bord unserer Schiffe. Wir sind nicht scheinheilig. Wie auch immer, es ist ein riesiger Unterschied zwischen dem Abknallen von bedrohten Arten und dem Schlachten von Nutztieren. In Afrika nennt man das Schlachten von Gorillas, Giraffen und Elephanten den Buschfleisch-Handel. Das Töten von Walen durch die Japaner ist da kein Unterschied. Wale sind Wasser-Buschfleisch und Walfang ist illegal. Grundsätzlich protestiert Sea Shepherd nicht dagegen, was die Leute essen. Sea Shepherd stellt sich gegen das illegale Abschlachten der Wildtiere der Meere.
Ist Sea Shepherd eine Tierschutzorganisation?
Kapitän Paul Watson: Nein, die Sea Shepherd Conservation Society ist eine Schutzorganisation für die Ozeane, die sich zur Aufgabe gemacht hat internationale Schutzgesetze, die die Lebewesen im Meer und das Meer selber schützen, durchzusetzen.
Warum sind Ihre Schiffe dann vegan?
Kapitän Paul Watson: Meine Schiffe sind vegan weil wir Naturschützer sind. Es gibt einfach nicht genug Fisch im Meer um fortgesetzt die ständig expandierende Bevölkerung der Menschheit zu ernähren. Bis 2030 wird jede einzelne kommerzielle Fischerei auf dem Planeten zerstört sein. Wir haben bereits die Ausrottung des Nord-Kabeljaus, des Blaufinnenthun(fisch)s, des Granatbarschs **, des Schwarzen Seehechts und so vieler anderer Arten mitangesehen. Es gibt einen bedeutenden biologischen Holocaust, der gegen das Leben in den Ozeanen ausgetragen wird. Über 50% des aus der See entnommenen Fischs wird zu Tierfutter verarbeitet und macht damit Schweine und Kühe zu den größten Wasserraubtieren des Planeten. Domestizierte Hühner essen mehr Fisch als alle Papageientaucher der Welt. Hauskatzen essen mehr Thunfisch als alle Robben dieser Welt gemeinsam. Wir fangen 50-70 Fische aus dem Meer um einen Farmlachs aufzuziehen***. Wir sind Veganer, weil es ein ökologisches Verbrechen ist, Fische zu essen; wir sind Veganer weil wir Meeresschützer sind und nicht Tierrechtsaktivisten.
Sie wurden dafür kritisiert, das Leben Ihrer Crew in Gefahr zu bringen. Wie rechtfertigen Sie diese Aktionen?
Kapitän Paul Watson: Ich schicke meine Schiffe und meine Mannschaften in die Gefahrenzone um das Leben in den Ozeanen zu schützen. Was wir tun ist gefährlich. Ich mache mir darüber keine Illusionen. Trotz der Tatsache, dass in den drei Jahrzehnten seit unserer Gründung kein einziges Crewmitglied verletzt wurde, erkenne ich sehr wohl die enthaltenen Risiken. Diese Risiken sind hinnehmbar. Wir patrouillieren auf den Ozeanen um internationale Naturschutzgesetze aufrechtzuerhalten und Patrouillieren birgt per definitionem Risiken. Meine Crewmitglieder nehmen Risiken auf sich um gefährdete Arten zu verteidigen und das ist ein sehr viel edleres Bestreben als Risiken auf sich zu nehmen und Menschen zu töten um Ölquellen und Besitz zu verteidigen.
Ihre Kritiker, einschließlich Greenpeace, nennen Sea Shepherd eine Öko-Terroristen-Organisation? Sind das berechtigte Anschuldigungen?
Kapitän Paul Watson: Das ist nicht anderes als Beschimpfungen ohne ein rechtliches Bezugssystem, um diese zu begründen. Es gibt keine richterlichen Anordnungen für meine Festnahme. Ich bin niemals eines Verbrechens für schuldig befunden worden. Wir haben niemals jemanden getötet oder verletzt noch haben wir jemals eine Geisel genommen. Ich bewege mich frei ohne eine Schikane. Ich bin nicht auf irgendeiner Flugverbotsliste****. Warum? Wir tun nichts Ungesetzliches. Wir erhalten Gesetze aufrecht, wir brechen keine Gesetze. Unsere Ziele sind Verbrecher – Wilderer, illegale Waljäger, ungesetzliche Fischereitätigkeit. Wir sind Partner des Galapagos National Parks und der ecuadorianischen National Polizei beim Aufgreifen von Haiwilderern. Ich wurde vom Präsidenten des Senegal eingeladen um ihm meinen Rat zu geben für den Umgang mit illegaler Fischerei. Wir haben den Wildereiaufsehern von Costa Rica Ausrüstung für die Kontrolle von Wilderern zur Verfügung gestellt. Nein, wir sind nicht die Verbrecher; wir sind die Leute, die die Verbrecher jagen.
Was gibt Ihnen das Recht, das Gesetz selbst in die Hand zu nehmen?
Kapitän Paul Watson: Wir nehmen das Recht nicht selbst in die Hand. Wir haben das Recht einzugreifen, in Übereinstimmung mit der Weltcharta der Vereinten Nationen für die Natur, die nichtstaatlichen Organisationen erlaubt, einzugreifen um die internationalen Naturschutzgesetze aufrecht zu erhalten und dies besonders in Gebieten jenseits nationaler Rechtsprechung:
Aber weshalb steht Greenpeace Sea Shepherd so feindselig gegenüber?
Kapitän Paul Watson: Eine gute Frage und eine, auf die ich noch keine Antwort finden konnte. Ich war 1972 einer der Gründungsväter von Greenpeace und ein Mitbegründer von Greenpeace International im Jahre 1979. Seit Mitte der achtziger Jahre verhält sich Greenpeace sehr feindselig Sea Shepherd gegenüber. Ich glaube das könnte so sein, weil die Organisation von der Basis ihrer Entstehungsgeschichte zu einer überwiegend multi-nationalen Kapitalgesellschaft angewachsen ist. Jetzt verkauft sie ein Massenkonsumgut statt den Planeten zu verteidigen. Dieser Massenkonsum ist es, der den Menschen ein gutes Gefühl gibt, wenn sie Greenpeace beitreten, so dass sie glauben können sie seien ein Teil der Lösung und nicht des Problems. Infolgedessen sind sie die weltgrößte Wohlfühlgesellschaft. Ich glaube nicht, dass Greenpeace den japanischen Walfang beenden will. Sie machen jedes Jahr mehrere zehn Millionen Dollar indem sie ein paar gestellte Fotos von ihren dürftigen Versuchen schießen, gegen den Walfang zu protestieren. Tatsache ist, dass Greenpeace in keiner bedeutenden Art und Weise in den japanischen Walfang eingegriffen hat aber trotzdem immer noch Millionen beschafft mit seinen Ozeanposiermätzchen und ich fürchte sie haben Angst, wir könnten diese japanische Walfang-Melkkuh still legen.
Gibt es irgendwelche Organisationen, die Sea Shepherd unterstützen?
Kapitän Paul Watson: Ja, gewiß, aber für gewöhnlich nicht die großen. Wir sind ungefähr die Damen des nächtlichen Gewerbes in der Naturschutzbewegung. Eine Menge von Leuten ist in der Dunkelheit der Nacht mit uns einig und will am helllichten Tage nicht in unserer Gesellschaft gesehen werden. Ich habe kein Problem damit. Wir füllen eine notwendige Nische innerhalb der Bewegung. Wir sind die Hardliner, der Sturmtrupp, und die kompromisslosen Unberührbaren und es gefällt uns, da zu sein wo wir sind und das zu tun was wir tun. Mir geht es nicht darum, beliebt zu sein, mir geht es darum, effektiv zu sein.
Viele Menschen machen sich nicht klar, dass Sea Shepherd mit dem Zutun dreier sehr großer Organisationen entstanden ist. Zuerst verließ ich Greenpeace um Sea Shepherd zu gründen und mein erstes Schiff wurde mir von Cleveland Amory und dem Fund for Animals zur Verfügung gestellt. Unsere erste Kampagne wurde von der Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals finanziert.
Sind Sie nicht besorgt, dass Sea Shepherd auch groß und bürokratisch werden könnte?
Kapitän Paul Watson: Nein, wir sind nicht so aufgebaut, dass wir bürokratisch werden. Wir bleiben klein und effektiv. Wir haben keine Gremien, die Monate brauchen um eine Entscheidung zu fällen. Wir haben keine hauptberuflichen Spendensammler, die uns vorschreiben, was wir tun können und was nicht. Wir haben eine gut geölte Befehlskette, die uns erlaubt zu tun, was wir tun müssen, wenn wir es tun müssen.
Aber warum die Piratenflagge, die schwarzen T-Shirts und die Aura des Radikalismus bei Sea Shepherd?
Kapitän Paul Watson: Nun, manchmal tragen die Guten eben schwarz und manchmal sind Piraten Helden. Der Gründer sowohl der russischen als auch der U.S. Marine - John Paul Jones war ein Pirat. Es war der Pirat Sir Henry Morgan, der die Piraterie in der Karibik zum Erliegen brachte während die Politker, Kaufleute und die britische Marine bestechlich waren. Sir Walter Raleigh und Sir Francis Drake waren Piraten und Günstlinge der Queen. Der Pirat Jean Lafitte stand dem General Andrew Jackson bei der Verteidigung von New Orleans zur Seite. Manchmal braucht es Piraten um die Dreckarbeit zu machen, wenn Regierungen durch Bürokratie und/oder Korruption hilflos gemacht werden. Wir sind Piraten des Mitleids auf der Verfolgungsjagd nach Piraten aus Habgier, die die Tierwelt der Meere ausplündern.
Wie haben Sie Ihre Flagge ausgewählt?
Kapitän Paul Watson: Ja, wir haben unsere eigene Version des „Jolly Roger“. Der Name war ursprünglich die „Pretty red“ oder die „Joli rouge“. Die französiche Aussprache wurde mit „Jolly Roger“ ins Englische übernommen.
Unsere Flagge wurde von mir selbst entworfen und von unserem offiziellen Schiffskünstler Geert van Jans aus den Niederlanden gezeichnet. Sie bildet einen gekreuzten Hirtenstab und einen Dreizack Neptuns ab. In den Schädel wurde das Yin-Yang–Symbol gesetzt aus einem Pottwal und einem Delfin. Was bedeutet das? Der Hirtenstab zeigt an, dass wir die Hirten der See sind und der Dreizack dass wir für das Leben im Meer kämpfen. Der Schädel steht für den Feind der Meere (d.i. die Menschheit) und das Yin und Yang bedeutet, dass wir von den Walen und Delfinen lernen müssen, wie man mit der See in Harmonie lebt.
Wo kommt Ihre Crew her? Was motiviert sie?
Kapitän Paul Watson: Meine Crew besteht aus Freiwilligen, die aus aller Welt kommen. Wir haben immer mindestens ein halbes Dutzend unterschiedliche Nationalitäten darunter. Gerade jetzt bei der Kampagne zurück in’s Südpolarmeer haben wir Staatsangehörige Australiens , Kanadas, Großbritanniens, Japans, Neu Seelands, Südafrikas, Spaniens, Schwedens, der Niederlande und der USA.
Meine Crew ist nicht für mich hier, sie sind hier wegen einer Sache, an die sie glauben. Sie sind hier um sich die Hände schmutzig zu machen und sich zu engagieren bei der wirklich niederen und schmutzigen Feldarbeit eines Meeresnaturschützers.
Sie sind üblicherweise eine breitgefächerte Gruppe. In diesem Jahr hatten wir eine Teilnahme von einem guten Hundert Freiwilligen und seit Sea Shepherd aus der Taufe gehoben wurde, hatten wir an die 4.000 Freiwillige, die mitgemacht haben. Sie sind hier, weil sie sich kümmern, weil sie an dem Abenteuer teilhaben wollen, weil sie etwas bewegen wollen – sie haben viele Gründe.
Dennoch machen sich alle bewußt dass sie auf meinem Schiff sind um als Freiwillige in die Gefahrenzone zu fahren und bewußt die Risiken auf sich zu nehmen die von ihnen verlangt werden um das Leben der Wale und Meeresbewohner zu retten und um wirklich etwas zu bewegen.
Ich habe auf meinem Schiff weder Platz für Wichtigtuer, noch tolerieren wir Heulsusen, Feiglinge und ewig Unzufriedene. Ein Sea Shepherd Crewmitglied ist an Bord, damit etwas geschieht, andernfalls sind sie keineswegs willkommen.
Jemand aus Ihrer vorherigen Crew hat sich beklagt, dass sie beunruhigt waren in unsichere Situationen gebracht zu werden. Ist das wahr?
Kapitän Paul Watson: Natürlich ist das wahr. Wir begeben uns mit voller Absicht in die Gefahrenzone. Solche Klagen entstehen bei einigen Crewmitgliedern die dem Anschein nach nicht erfasst haben, was genau die Realität dessen ist was wir tun. Das ist wie zur Armee zu gehen und in die Schlacht zu ziehen – das wird kaum sicher sein, die Risiken gehören zum Job.
Dennoch glaube ich nichtsdestotrotz, dass unsere drei Jahrzehnte voller Operationen ohne irgendeine Verletzung nahe legen, dass unsere Schiffe in Wirklichkeit sehr sicher sind. Hinnehmbare Risiken auf sich zu nehmen ist etwas anderes als dümmlich fahrlässig zu handeln.
Was hat Sea Shepherd 2008 auf der Agenda?
Kapitän Paul Watson: Vom Januar bis in den März hinein werden wir im Südpolarmeer sein um illegale japanische Walfangschiffe mit unserem Schiff Steve Irwin zu verfolgen. Ende März und April werden wir uns dem kanadischen Schlachten von Sattelrobbenwelpen entgegenstellen. Wir werden im Juni an dem Treffen der International Whaling Commission teilnehmen, die in Santiago, Chile zusammenkommt. Unser Schiff , die Sirenian , wird das ganze Jahr über im Marinereservat des Galapagos National Parks patrouillieren und wir werden eine Hundestaffel für die ecuadorianische Nationalpolizei trainieren um geschmuggelte Haifischflossen und Seegurken an Grenzübergängen und Flughäfen aufzuspüren. Wir setzen unseren Widerstand gegen die Wiederaufnahme der Waljagd durch die Makah Indianer in den USA und gegen norwegische Walfangaktivitäten fort. Wir fahren ebenso mit unseren Kampagnen gegen das Delfinschlachten in Japan fort. Unsere Kampagne, Langleinen einzuziehen und zu konfiszieren und Netzaufschlitzer einzustellen gegen die illegale Grundschleppnetzfischerei wird fortgesetzt.
* Anm. d. anderen Ü.: ich tue mich immer besonders schwer mit dem Argument der traditionellen Überlieferung. Es wird auch gerne von Carnivoren benutzt, die einem (langjährigen Vegetarier) die unbedingte Notwendigkeit regelmäßigen Fleischverzehrs beibringen wollen: die Menschheit habe schon immer Fleisch verzehrt, darum solle das auch so sein. Nun ja, es hat auch der Kain den Abel erschlagen. Seitdem kann das Christentum wie der Rest der Menschheit auf eine reichhaltige Geschichte des Andern-Leuten-den-Schädel-Einschlagens zurückblicken. Wenn das Argument der Tradition nun triftig sein soll, müsste man (nach den Gesetzen der Logik der alten Griechen, die als Leitlinie für Moralphilosophie in aller Regel Gültigkeit haben) das Recht ableiten können, jedem jederzeit den Schädel einzuschlagen...Sinnigerweise kann man damit heutzutage nicht mehr allzu viel Popularität erlangen. Sollte doch mal ein Mörder vor einem heutigen Gericht versuchen seine Tat mit Tradition zu begründen. Es handelt sich – immer offensichtlicher angesichts der unabsetzbaren Walfleischberge - um eine Schutzbehauptung Japans. Wer weiß, welche undurchsichtigen kommerziellen Interessen die da am Laufen haben....
** wurde ca. 150 Jahre alt, Anm. d. Ü.
*** Anm. d. Ü.: ein ähnliches Verhältnis gilt für die Sojabohnen(usw.)fütterung der Rinder (usw.) für unser täglich Schnitzel (usw.): für die Fütterung der Schlachttiere wird unverhältnismäßig mehr verbraucht, als nötig wäre, um die Menschen direkt damit zu ernähren. Mit dem Aufkommen für Futtermittel könnte man die Weltbevölkerung dreifach überernähren. Vegetarier können also den Regenwald nicht auffressen, da würden sie platzen. Dafür müsste in Afrika kein Kind mehr Hungers sterben, wenn wir nicht täglich unser Schnitzel auf dem Teller bräuchten. Wir haben alle angemessen getrauert, als nine/eleven so viele Menschen auf einmal zu Tode kamen. Drei Mal so viele Kinder sterben weltweit täglich an Hunger. Da kräht kein Hahn danach.
**** in USA gibt es seit nine/eleven no-fly Listen, die zehntausenden terrorismusverdächtigen Personen das Fliegen verbietet, Anm.d.Ü.
Übersetzung nach bestem Wissen und Gewissen
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Heute gab es Teamwork bei der Übersetzung. Danke Frauke.
Paul Watson hält nicht nur die japanischen Walfänger auf Trab, auch wir kommen mit dem Übersetzen kaum noch nach 
Liebe Grüsse
Thomas



