Home : Profil : Archiv : Freunde : Fotoalbum : RSS Feed

Lasst uns ein Wunder sein.

Geschrieben von Miriam am 4 September 2009 um 15:52 . 0 Kommentare. Link.

17.00h Wir treffen an unserem letzten Rastplatz ein. Eine wunderschöne Wiese vor den Toren Berlins. Alle suchen sich einen schönen Stellplatz, ein "Familienbild" wird gemacht: Alle, die den Wochen-Treck mitgemacht haben, drängen sich auf und vor der Bühne. (Die Bühne heißt hier MMKW, die Abkürzung für Mobiler-Musik-Kampf-Wagen). Einer fängt an "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin" zu skandieren und alle stimmen ein. Fast schon stationreif. Trotzdem auch  ein wehmütiger Moment, morgen abend geht jeder wieder seiner Wege.... Doch dann kommen sie! Der schnelle Treck, der heute morgen in Lüchow gestartet ist, rollt ein. Wir bereiten ihnen einen grandiosen Empfang, alle jubeln und klatschen, Fahnen werden geschwengt. 240 Trecker stoßen zu uns und eine Riesenfeier steigt. Alle haben sich viel zu erzählen.  

MMKW
Pyramide
Empfang des zweiten Trecks
Bauernküche
Wi wulln de Schiet nich hemm!!!
Trecker fahren ein...

 

Wir hören noch eine  Rede von Greenpeace-Atomexperten Mathias Edler, die vieles auf den Punkt bringt:  "1500 Azubis der Energiekonzerne wurden heute zu einer Pro-Atom- Demo nach Biblis gekarrt. Ihre Tickets wurden bezahlt. Wir haben unseren Diesel selber bezahlt. Wir sind freiwillig hier."

Morgen früh um 7.30h will die Polizei nochmal alle Trecker  "in Augenschein nehmen". Soll´n sie doch kontrollieren so viel sie wollen. Hier werden sie nichts finden. 

So viele Menschen haben diesen Treck vorbereitet, in endlosen Abstimmungen das Prozedere des morgigen Tags geklärt. Haben hunderte von Euros für den Treck hierher ausgegeben. Alles, damit der Atomwahnsinn in diesem Land ein Ende hat: Die Atombefürworter nehmen in Kauf, dass beim Uranabbau ganze Landstriche verseucht werden, die Menschen dort an Krebs erkranken, sie nehmen in Kauf, dass es immer wieder zu einer Katastrophe wie in Tschernobyl kommen kann, sie nehmen in Kauf, dass Kinder, die in der Nähe von AKWs leben, eher an Leukämie und anderen Krebsarten erkranken, sie nehmen die Proliferation in Kauf, also die Gefahr des Baus von Atombomben und sie nehmen in Kauf, dass nachfolgende Generationen mit unserem Atommüll leben müssen. Das muss ein Ende haben. Wir müssen viele sein morgen am Brandenburger Tor. Kommt und lasst uns ein Wunder sein. Alle müssen wissen: Die Mehrheit in diesem Land will den Ausstieg aus der Atomkraft. Und die Mehrheit will ein sicheres Endlager für den Atommüll. Das heißt: Gorleben muss endlich vom Tisch!!!

 

 

 

Kommentare

Kommentare

Kommentare hinterlassen.

Navigation

{ Vorherige Seite } { Seite 3 von 10 } { Nächste Seite }

Avatar