Pekinger Foto-Tagebuch © jh 2010

neues Jahr (des Hasen diesmal)

21:20, 6.02.2011

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Seit dem dritten Februar leben wir im Jahr des Hasen. Ein neues Jahr hat hier in China begonnen. Natürlich lebt dieses Land hier inzwischen auch nach dem westlichen Kalender, jedoch hängt auch in vielen Wohnungen (von Stuben rede ich hier nicht ...) hier ein Mondkalender,  nach dem sich noch (vor allem ältere Menschen) in ihren Berechnungen und in ihrer Jahreseinteilung richten.

Trotzdem der Jahreswechsel nun schon einige Tage her ist, böllert es auf den Straßen immer noch. Sowas wie eine zeitlich enge Begrenzung fuer das Loslassen von Feuerwerkskörpern gibt es hier nicht. Insgesamt darf bis zum 15. des ersten Monats des Mondkalenders geknallt werden. Und dann am 15. ist schon wieder ein Fest, naemlich das Laternenfest.

Das mit dem Jahreswechsel ist hier ungefähr so wichtig wie das deutsche Weihnachtsfest: Jeder möchte daheim sein bei der Famile. Dann wird gegessen, ferngesehen und geschlafen. Bei der Masse an Wanderarbeitern und Menschen, die nicht mit ihrer Familie zusammen wohnen koennen, bedeutet dieses Fest eine Möglichkeit, wenigstens einmal im Jahr bei der Familie zu sein. Die Zahlen schwanken, aber man spricht von 300.000 bis 700.000 Menschen, die hier in einer Zeitspanne von 4-5 Wochen nach Hause reisen und dann wieder an ihren Arbeitsort zurueck.

 

wieder mal blau

13:31, 2.07.2010

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Nach fast einer Woche milchigweißen Smogs oder Fogs (wer will das schon wissen?) ist nun nach dem gestrigen Regen der Himmel endlich wieder einmal blau.

genug tore für sieg

20:25, 28.06.2010

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drachenbootrennen

20:56, 19.06.2010

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Gestern war hier Betriebsausflug. Wir hatten eine Menge Spaß beim Drachenbootrennen. Unser Boot hatte die schnellste Zeit und lag Längen voraus.

Allerdings war das Public Viewing des Fußballspiels Deutschland gegen Serbien nicht ganz so Spaß.

neue schuhe

00:14, 13.06.2010

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lustige neue schuhe, oder? hab ich heute in einer straßenwerbung gesehen.

preise und partner

19:35, 11.06.2010

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vor einiger zeit hatte ich mich gefragt, wie die jungen leute hier bei diesen wohnungspreisen eine davon kaufen koennen. eine geschichte, die mir eine bekannte erzaehlte, bringt licht ins dunkel:

es war einer ihrer kollegen, in den 50ern, immer recht weit vorausenkend und in geldsachen immer recht vorsichtig. legen wir mal sein monatliches einkommen auf 500 euro fest. durch allerhand beziehungen und nebeneinkuenfte hatte er monalich natuerlich mehr als sein gehalt zur verfuegung. dazu kommt noch, dass er und seine frau ende der 80er jahre die guenstigen preise nutzten und sich zwei wohnungen kauften. in einer davon wohnten sie. die andere warf monatlich miete ab.

nun hat unser herr eine tochter, die im heiratsfaehigen alter ist. vorher, nach der von den eltern finanzierten ausbildung, wurde sie natuerlich von papa aufgrund seiner beziehungen (guanxi) auf einen  posten als dolmetscherin gehievt. mit ihrer fachlichen kompetenz war es nicht weit her: sie ueberstzte zimmermann mit "holzarbeiter".

töchterhen war also in dem alter, in dem sie einen mann braucht, bzw. in dem sie der familie einen sprössling bescheren sollte. dazu bedarf es natuerlich eines maennlichen teils, welches erst einmal gefunden werden will. freier gab es genug, denn das mädchen sah gar nicht schlecht aus. also berichtete sie ihren eltern von den avancen der jünger. aber alle wurden sie abschlägig beschieden, denn den eltern passten sie nicht:

der eine war zu reich. das war nicht gut, denn ein reicher mann hat ja die geldmittel, um sich nebenher noch eine freundin zu halten und vielleicht sogar seine frau, wenn sie ueber die 40 ist, in die wüste zu schicken.

der zweite war ein inder. dies heißt, er war auslaender und als solcher lebte er im ausland oder wollte zumindest dorthin zurueckkehren, eine gute chinesische tochter aber bleibt im mutterland, um sich um vater und mutter zu kümmern. also war es auch mit dem inder aus.

nun wurde es zeit, und vater bemühte sich selbst um einen schwiegersohn, den fand er im gebiet von xinjiang. es war kein eingeborener, sondern ein hanchinese, was wichtig ist. dieser junge mann wurde nun nach peking bestellt und die tochter befand ihn ok. dann suchte papa ihm eine stelle, auf der er rund 300 euro monatseinkommen hat. diese geld durfte er fuer sich behalten, denn papa hatte sich vorgenommen, fuer das glueck seiner tochter und ihrer zukünftigen familie zu sorgen.

außerdem ist es immer gut, den schwiegersohn finanziell abhängig und zu dankbarkeit verpflichtet zu halten.

jeden abend kommen die jungen leute zu den eltern zum essen.

da aber letztendlich die finanzen stimmen muessen, sprich aufwand und entschädigung sich die waage halten sollten, telefonierte unser älterer herr mit seinem herrn schwiegervater in der provinz und forderte ihn auf, doch einhunderttausend euro auf ein konto fuer die zukünftige schulausbildung des enkels einzuzahlen.

so ist das. money talks!

 

schnappschuss

19:20, 3.06.2010

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lehrer mit maßband

19:14, 3.06.2010

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Da erzählte mir gestern eine ehemalige Schülerin der deutschen Botschaftsschule PEKING, die1999 dort ihr Abitur gemacht hatte, dass es einen Lehrer gab, der den Schülern sein Chinamaßband zeigte und erklärte: Das ist meine verbleibende Zeit in China. Und jeden Tag schneide ich einen Tag ab.

Ungefähr so, wie bei es bei der Armee die EK (Entlassungskandidaten) - Bewegung gab. Auch dort schnitt man die letzten Tage vom Maßband ab, um genau zu wissen, wann es wieder in die Freiheit geht.

 

bald im fernsehen

19:21, 1.06.2010

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Carsten Weidling besuchte mich hier in Peking. Die Sendung wird am 22. Juni 2010 im MDR gesendet. Viel Spaß beim Fernsehen. Und hier ist noch ein Bild von Carsten in Peking.

Der Link zur MDR Programmvorschau der Sendung:

http://www.mdr.de/tv/programm/prog_detail+43209000292090.html

 

the step

22:56, 26.05.2010

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just a short story (copyright j.h.) that came to my mind last night...

It was a cold and rainy night. Already tired, I was sitting in my study, the tiny window open to the street. Nobody was outside, only some stray dogs looked for some food. Poor creatures! Who cared for them? The final exam was in 3 days and my head felt empty like a poor mans rice bowl. I could remember nothing and I couldn’t concentrate on the preparation I was supposed to do.

My thoughts circled away in a forbidden direction. But it felt good to taste the fruit behind the fence. What my mother would think if she knew? It is impossible I had to tell myself. Not now! Later. But when? After years of study?

Her life was not easy. She was busy in the next room. Doing the dishes. Caring for me. Worrying. Oh mother!

She knocked. I saw her body in the door. “Good night” she said. “And please finish all the prepararions you have to do today. You know, the exam!”

“Yes mum”

When she had closed the door the scroll fell off the wall. I put the nail back into the hole and hung the scroll at the old place. It was a painting from Master Zhu, grandftaher had told me. He was old when he painted it. I looked at it: The mountains of our home province, the river like a snake in between and the temple on top of the hill. And the path down to the valley. I took the first step up. The soft autumn breece gently touched my face. Leafs falling. I went up, came closer and closer to the temple.

I took a deep breath and stepped in.

 

 

zu lange in china

22:49, 26.05.2010

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  • Du benötigst nicht länger Taschentücher um Dich zu schneutzen.
  • Du denkst Freitag abend Karaoke zu singen macht Spass.
  • Du isst Nudelsuppe zum Frühstück.
  • Dein Körper braucht keine Milchprodukte mehr.
  • Du läufst auf der Strasse im Schlafanzug rum.
  • Du Du gehst in den Zoo und denkst "so leckere Tiere hier!" und frägst was der Affe kostet.
  • Bevor Du nach jemandens Namen frägst, will Du sein Chinesisches Tierkreiszeichen wissen.
  • Du beginnst in andere Leute Teller zu greifen, bevor Du gefragt wirst.
  • Du benimmt sich im Restaurant so, als wenn Du zuhause essen würde.
  • Du beginnst einen Streit, ob Du die 4 mao der Taxirechung aufrunden sollst oder nicht.
  • Du würdest lieber 5 Minuten länger auf der Strasse nach einem kleinen Taxi warten als die 4 Yuan (50Cent) für das Grosse zu zahlen.
  • Du hast absolut kein Gefühl für Verkehrsregeln.
  • Du lädst Freunde zum Abendessen ein und servierst Ihnen Stinky Tofu als Vorspeise.
  • Du beginnt andere Ausländer Lao Wai zu nennen.
  • Andere Ausländer scheinen fremd für Dich
  • Du glaubst MCDonalds und Pizza Hut ist was Besonderes.
  • Du frägst Leute was sie verdienen und erwartest eine Antwort.
  • Du redest lauter als notwendig.
  • Du bist inzwischen der letzte Deiner ersten ausländischen Freunde in Shanghai
  • Du bevorzugs das Essen mit Stäbchen
  • Dir gefällt die Chinesische Mode.
  • Du beginnt grosse Fahrzeuge mit Deinem Fahrrad zu schneiden
  • Beim letzten Besuch Deiner Mutter hast Du ihr als erstes Deine Business Card gegeben.
  • Du gewöhnst Dich daran eine Zigarette vor, während und nach dem Essen zu rauchen.
  • Du wunderst Dich warum Deine Freunde zuhause nicht jede Woche 10 DVDs kaufen.
  • Du schaust aus dem Fenster und denkst Dir " Wow, so viele Bäume", anstatt von "Wow so viel Beton und Staub"
  • Luftverschmutzung ... welche Luftverschmutzung?
  • Du drängelst Dich immer vor und versteht nciht, warum sich die Anderen hinen in der Schlage anstellen.
  • Sobald Du Dein Haus verlässt, in die Öffentlichkeit trittst, vergisst Du die Bedeutung des Wortes Rücksicht.

 

ein fischforz?

19:31, 25.05.2010

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neun von fünfzig

19:13, 25.05.2010

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der spiegel berichtet ueber eine flugzeugentführung im jahre 1978. es war eine maschine, die aus polen kam und in ostberlin landen sollte. ein entführer zwang die crew in westerblin zu landen.

plötzlich stand die tuer zum "goldenen westen" offen. und wieviele wollten im westen bleiben? 40? oder gar alle?

hier gehts zum artikel: einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a9141/l0/l1/F.html#Entf%C3%BChrt%20in%20die%20Freiheit

 

 

werte junger chinesen

19:18, 19.05.2010

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Ein fuer mich erstaunliches Ergebnis ergab eine spontane Umfrage zum Theme Wertehierarchie, die ich heute in meiner Klasse (bestehend aus 20 Deutschlernern im Alter von 18 bis 25) durchführte.

Jeder Teilnehmer konnte fuer seinen Top-wert 10 Punkte vergeben, dann abgestuft je 9, 8 und 7. Also durfte jeder in die Liste nur seine Top-4-werte eintragen. Und hier ist das Ergebnis:

Zielsrebigkeit      61

Optimismus          51

Liebe                    48

Lebensfreude      47

Unabhängigkeit   45

nachtrag zu tianjin

22:57, 13.05.2010

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Tianjin ist ruhiger, erholsamer und einfach relaxter als Peking. Mal einen Tag aus Peking fliehen und sich in den ruhigen Straßen von Tianjin ergehen scheint eine prima Idee.

Hinzu kommen noch die schönen erhaltenen und langsam verfallenden Villen aus der Kolonialzeit der Stadt. Die Verträge von Tianjin 1858 hatten damals die Stadt den westlichen Kolonialmächten zugänglich gemacht. Zu diesen Staaten gehörten GB, Frankreich, Japan, Deutschland, Russland, k.u.k. Habsburg, Italien und Belgien.

Interessant war auch der sogenannte "Kirchenvorfall" im Juni 1870, als französische Missionare in der Wanghailou Kirche beschuldigt wurden, die Augen chinesischer Kinder in Glaeser einzulegen. Wahrscheinlich rührte dies von einem Missverständnis her, da die Missionare kleine Glaszwiebeln in Gläser einlegten und diese als Kinderaugen angesehen wurden. Die Kirche wurde am Ende niedergebrannt, genauso wie das französische Konsulat, und die Qing-regierung musste den Franzosen Kompensation bezahlen.

Zum Glueck sind die Zeiten vorbei, in denen die Ausländer sich hier in China als Kolonialherren aufführen können. Komischerweise haben die Deutschen in Qingdao, wo sie von 1898 bis zum ersten Weltkrieg eine Kolonie hatten, immer noch ein positives Image.

Ein interessanter Link zur Geschichte Tianjins ist hier:

http://en.wikipedia.org/wiki/Tianjin

nackedeis und engel

00:46, 13.05.2010

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Heute stand wieder mal Tianjin auf dem Programm. Auf dem Nachhauseweg fiel mir dieses Detail auf. Wo würde man sowas erwarten? Kirche, Kunstmuseum, Gemäldegallerie? Ratet mal! Die Antwort steht weiter unten.




Dieses Detail findet ihr an der Decke vom Tianjiner Bahnhof in der Eingangshalle.

wei la und mehr schärfe

21:23, 11.05.2010

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Scätzungsweise gibt es hier ca. 20 Abstufungen des Wortes "scharf", so wie es der Gaumen spürt.

Und ganz richtig scharf wird bei unsrem Freund Tao Cheng gegessen. Sein Restaurant heißt Gulou Mala Xiang Guo. Wenn ihr in der Nähe seid, muesst ihrs undbedingt mal probieren. Fuer die ganz Harten gibts auch den Schärfetest. Dann bekommt man eine Urkunde an der Wand. Uns so sieht eine scharfe Schuessel aus: 

 

kein reis?

21:06, 11.05.2010

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"Wer in Peking ein Restaurant besucht, wird auf der Speisekarte keinen Reis entdecken."

Das stimmt zwar nicht, steht aber so im SPIEGEL. Und geschrieben hats eine junge Dame, die drei (!!!) Jahre in China gelebt hat.

Nach drei Jahren China sollte man allerdings auch wissen, dass Reis auf den Speisekarten steht, ganz hinten allerdings und ohne erläuterndes Bild. Das dürfte auch erklären, warum die junge Autorin den Reis nicht gefunden hat.

Dass sie keinen Reis gefunden hat und anderes mehr beschreibt sie in ihrem Buch mit dem Titel

"China, die türkise Couch und ich"

Kaufts nicht, sondern wartet lieber auf mein Buch. Ich verspreche auch, mich von derlei Oberflächlichkeiten und Plattitüden fernzuhalten.

Und hier ist der Link zu dem Artikel mit Leseprobe:       http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,679712,00.html

the mediator ...

21:06, 27.04.2010

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... between brain and muscle must be the heart.

T.vH.

wohnung und auto

20:13, 25.04.2010

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Ich habe oft gehört, dass es hier in China zum Standard gehört, dass der heiratsfähige und heiratswillige Mann sollte, wenn seine Werbung erhört werden soll, mindestens zwei Dinge bereitstellen: 

Wohnung und Auto.

Ich frag mich ernsthaft, wie das funktionieren kann, bei Quadratmeterpreisen von 1000 bis 3000 Euro.Das Durchschnittseinkommen der breiten Masse in Großstädten wie Peking und Shanghai bewegt sich zwischen 500 und 11200 Euro.

Die einzige Antwort auf diese Frage, wie sie das anstellen, bei dem Gehalt eine Wohnung zu solchen Preisen zu kaufen, ist VERWANDTSCHAFT.

Eltern oder andere Verwandte, legen zusammen. Damit erkaufen sie sich zugleich einen Platz in der zukünftigen neuen Familie. Sie haben damit einen Platz zum Übernachten in der Stadt... Und natürlich haben sie dann auch ein Wörtchen mitzureden bei zukünftigen Entscheidungen in der neuen Familie.

 

westberge

15:49, 25.04.2010

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Farben über Farben gestern in den Westbergen von Peking.

 

frisches obst und gemüse

12:45, 23.04.2010

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Sie kommen vom Land mit ihren kleinen Transportern und verkaufen frisches Obst direkt vom Laster.

the druid maxim...

12:36, 23.04.2010

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... for good health was

"cheerfulness, temperance and exercise."

staatstrauer

21:35, 21.04.2010

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Es begann heute morgen schon auf dem Weg zum Institut: In der U-bahn wurde die Nationalhymne gespielt. Auf Videoseiten wie www.youku.com kamen nach Eingabe der Suchanfrage folgendes Bild und kein Suchergebnis.



Fahnen stehen auf Halbmast. Es ist Staatstrauer fuer die Opfer des Erdbebens in Qinghai am Montag. Im Fernsehen sind etwas 95 Prozent aller Sender gleichgeschaltet und bringen ein und dasselbe Erdbebenopferprogramm.

Auffallend bei den Fernsehbildern ist, dass neben den Geröllhaufen der eingefallenen Wohngebäude und Schulen immer noch einige Häuser stehen, bei denen offenbar andere Baumaterialien oder sicherere Bautechniken genutzt wurden. Erdbebensicher zu bauen ist wohl eine wichtige Aufgabe für die Zukunft.

 

ich darf nicht in die u-bahn

02:03, 20.04.2010

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Und das kam so: Um den Geburtstagskuchen, den ich den Kollegen im Institut spendiert habe, auch ordentlich schneiden zu können, nahm ich heute morgen ein Schneidemesser von zu Hause mit. Am Morgen nahm ich ein Taxi zur Arbeit. Aber als ich heute Nachmittag in die U-bahn wollte, entdeckte die Frau am Durchleuchtungsfließband das Messer. Ich wurde darauf hingewießen, dass Messer ab einer bestimmten Länge (am Schreibtisch gab es eingeritzte Bestimmungskerben) nicht in der U-bahn erlaubt sind. Ich finds gut so. Auch wenn ich selbst davon betroffen war. Aber Sicherheit geht vor!

 

 

braut auf moped

01:01, 19.04.2010

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Sie hats scheinbar eilig.  Wenn wir in China sagen "Ich komme gleich", dann heißt das 马上 (auf dem Pferd). Aber manchmal sind die Pferde hier auch recht langsam :)

 

geburtstag

00:46, 18.04.2010

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巩俐说了生日好,祝你生日快乐

kontraste

16:58, 16.04.2010

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Straßenszene: Ein Altwarensammler vor einem Webeposter. Barbiewelt und Realität. Für einige ist Barbiewelt auch inzwischen Realität geworden, aber nur für eine kleine Minderheit eben.

abschiedsessen

16:26, 15.04.2010

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Ein Abschiedsessen. David und Liu Ting gehen nach Deutschland. Das war letzte Woche. Sie sind ehemalige Schüler von mir, die nun in Deutschland studieren wollen. Die beiden sitzen in der Mitte. Links und rechts sitzen zwei ehemalige Kursteilnemerinnen aus demselben Kurs.

Das Kuriose an diesem Restaurantbesuch zum Lunch war, dass wir sehr lange auf das Essen warten mussten und die Bedienung uns dann sagte, dass es keinen Strom in Restaurant gäbe. Also könne man die Speisen nicht dämpfen oder kochen...

Wir sind dann in ein anderes Lokal umgezogen.

abriss und neue zeit

02:11, 15.04.2010

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Nur etwa 45 Minuten westlich von Peking sieht man sich in eine andere Zeit versetzt: Die Straße führt durch einen großen Industriekomplex. Überall wird gebaut, Häuser tragen das chinesische Schriftzeichen CHAI für ABRISS. Es wirkt trostlos und doch wieder nicht, denn überall sind Arbeiter dabei, das neue China zu bauen. Momentan werden Pfeiler fuer eine Hochstraße vor Ort gegossen.

deutschlandbild in china

01:44, 15.04.2010

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Erstaunlich ist wirklich, wie viel die Chinesen über Deutschland wissen, und wie wenig die Deutschen über China. Mach mal den Test und frag dich, ob du zum Beispiel fünf chinesische Namen aus Kunst und Literatur nennen kannst.

Im Zusammenhang mit dem Deutschlandbild der Chinesen bin ich auf eine interessante Webseite gestoßen.

politesse und

00:15, 10.04.2010

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"Wie heißt eigentlich die männliche Form von Politesse?"

fragte mich eine polnische Kollegin beim Weiterbildungsseminar letzten Sommer. Keiner aus der Gruppe wusste es.

 

 

Zum Glück hatte sie die Antwort parat: POLITONE

deutsche und polnischer charme

00:02, 10.04.2010

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Gerade lief auf DW TV Asien ein Interview mit einem Deutschen, der seit einigen Jahren in Polen lebt. Er erzählte eine interessante Episode: Es ist Wochenende am Bahnhof in Warschau. Der Zug aus Berlin läuft ein und hält am Gleis.

Auf dem Bahnsteig warten polnische Männer mit großen Blumensträußen in den Händen, dann knien sie nider, um ihre Dame mit Hankduss zu empfangen.

Eine Frau steht ohne Blumen da. Ein Mann ruft ihr zu "Beeil dich, ich steh im Parkverbot." Und dieser Mann ist wahrscheinlich ein Deutscher, der beim  Goethe-Institut arbeitet. :)


Er meinte auch, dass es in Polen viel mehr Blumenläden als in Deutschland gäbe. In Deutschland dafür mehr Apotheken.


Übrigens finde ich auch, dass polnische Männer sehr charmant und höflich sind, davon können wir uns ein Scheibchen abschneiden. Und noch zwei weitere Sachen, die Polen mögen: Knoblauch und Wodka. - Beides verlängert das Leben, wenn mans als Medizin betrachtet.

 

ostern in peking

15:15, 5.04.2010

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Es war ein herrlicher Tag. Das Wetter so gar nicht aprilhaft, sondern osterlich warm. Nur ein ganz seichtes Lüftchen wehte. Am Morgen erst das Eierfärben und Plätzchenbacken. Inzwischen gibt es auf dem deutschen Markt  sogar eine Packung zum Herstellen goldener Eier (klebrige Goldfarbe aufs Ei auftragen und dann speziell beschichtetes Goldpapier auf das Ei rubbeln)!

Nach dem Osterbrunch waren wir dann in den Westbergen. Als wir gegen 5 ankamen begann schon der Rückreiseverkehr gen Peking, und wir hatten fast die ganzen Berge fuer uns.

 

vom wohlsein

00:58, 29.03.2010

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Die Menschen hier in China legen einen großen Wert darauf, gesund zu bleiben. Das hat einen ganz einfachen Grund: Krankenhausaufenthalte sind teuer und das Netz der Sozail- und Krankenversicherungen ist sehr lückenhaft.

Mir ist auch aufgefallen, dass die Apotheken in China meist sehr voll sind, während die Regale in deutschen Apotheken manchmal leerstehen.

Menschen früh morgens im Park Tai Qi übend anzutreffen ist keine Seltenheit. Man bewegt sich gern. Auch gehört die Sitte des "Rückwärtslaufens" zur Gesundherhaltung. Menschen laufen in Parks und manchmal auch auf der Straße rückwärts, um die unbenutzten Muskelgruppen zu beanspruchen und damit zu trainieren. Manchmal gibt es in Parks auch babyfaustgroße Steine, die in den Beton eingelassen sind. Auf diese tritt man dann barfuß oder in Strümpfen. Das wirkt dann wie eine Massage.

Und wer ein bisschen Geld übrig hat, der gönnt sich einmal pro Woche eine Massage für ca. 12 Euro pro Stunde. So eine hatte ich heute.

 

heizung und wetter

00:50, 29.03.2010

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Seit ca. einer Woche ist hier Schluss mit Heizung. Ich weiß nicht, wer den Termin festlegt, aber es ist definitiv zu früh, um mit dem Heizen aufzuhören. Heute war eigentlich der erste warme Tag, an dem es draußen angenehm war. Aber in der Wohnung ist immer noch eine Heizquelle von Nöten, um eine wohnbare Zimmertemperatur zu haben. Aber alles ist schließlich relativ. Außerdem habe ich festgestellt, dass es die Chinesen sowieso nicht so warm mögen.

Damals, als ich noch in Nanjing wohnte, war es ja noch extremer: Da gab es GAR KEINE offizielle Zentralheizung. Weil alle Städte, die südlich des Jangtse liegen das nicht brauchen. So zumindest der offizielle Grund. Natürlich kann man in Nanjing im Sommer schon mal Temperaturen um die 45 Grad erreichen, aber im Winter kann es eben auch bis unter den Gefrierpunkt kalt werden. Die Nanjinger helfen sich mit dem Zwiebelschalenprinzip: Fünf bis sieben Lagen Unterhemden, Hemden und Pullover halten sie warm.

büchersendung aus D

01:54, 26.03.2010

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Vom Tag der Bestellung bis zur Ankunft hier in China 12 Tage. Ich finde, dass das eine ganz gute Leistung ist. Für jede Sendung, egal wie viele Bücher man bestellt, bezahlt man 12 Euro. Die Seite heißt www.buch24.de. Ich bestelle schon seit Jahren dort und die Sendungen brauchten bisher nicht länger als 4 Wochen im schlechtesten Falle.

suchen und finden

18:30, 23.03.2010

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So siehts aus:

Bis heute war die offizielle Adresse www.google.cn. Die hat auch immer funktioniert. Tut sie auch immer noch, nur dass man ab heute beim Aufruf der Seite umgeleitet wird auf: http://www.google.com.hk.

Mehr zum Thema Umzug von Google findet ihr hier.

Und hier noch ein Screenshot, der die Verfügbarkeit der Dienste zeigt:

geld für blinde

05:34, 22.03.2010

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Gibts eigentlich auf deutschen Geldscheinen Erkennungsmerkmale für Blinde? Hier in China haben die Gedscheine rechts unten Erkennungsmarken (also kleine Erhöhungen, wenn man mit dem Finger drüberfährt). Ich weiß allerdings nicht, wie erfolgreich das ist, denn als ich darüberfuhr mit meinem Finger spürte ich nicht viel von einer Erhöhung. Oder der Schein war schon zu abgegriffen, wer weiß.

 

was läuft da eigentlich

05:32, 22.03.2010

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Wieder mal eine Meldung, bei der man als kleiner Mann nur mit dem Kopf schütteln kann. Ein Krimineller sponsort das Sommerfest von Horst Köhler. Der Text liest sich so:

"Die Firma des "Schraubenkönigs" Reinhold Würth aus Baden-Württemberg unterstützte das Sommerfest des Bundespräsidenten 2007 mit 30.000 Euro. Zuvor, im September 2006 und im März 2007, war es zu umfangreichen Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart bei Würth gekommen, die auch bundesweit in der Presse Niederschlag fanden. Die Vorgänge hielten Bundespräsident Köhler nicht davon ab, den umstrittenen Firmenpatriarchen zu beehren: Bei einem Besuch der Würth-Gruppe im Oktober 2007 würdigte er die "wunderbare Erfolgsgeschichte" des Unternehmens. Würth beklagte damals gegenüber Köhler auch die laufenden Ermittlungen. Während des Strafverfahrens drohte der Unternehmer mit der Abwanderung ins Ausland."

die augen und die villa

01:47, 22.03.2010

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Vor ein paar Jahren im Kloster Langmusi (China): Wir wanderten den staubigen Weg ums Kloster entlang, aus Unwissenheit liefen wir entgegen der Uhrzeigerrichtung, hatten aber so immer die uns entgegenkommenden Pilger im Blick. Bei einigen konnte ich ihre Gesichter sehen. Sie drehten die Gebetsmühlen, was das rezitieren der sich darauf befindlichen Sutra bedeutet, und liefen mit ihren langsamen aber steten Schritten weiter.

Da war ein Mann, vielleicht 60. Sein Gesicht dunkel von der Sonne - das Wetter und der Wind hatten Kerben hineingeschlagen. Und beim Näherkommen sah ich seine Augen! Ich glaube sie waren blau und strahlten solch eine Energie und Wärme aus, dass ich sie bis heute nicht vergessen habe.

Und dann seh ich gestern Abend einen Filmbeitrag bei DW TV Asien ueber einen deutschen Herrn Bauunternehmer mit seiner Flachbauvilla auf Mallorca (Wohnfläche von 700qm). Der Mann lief in den Räumen herum wie ein Fremder, wie ein Gast. Er schaute mal stolz, in die Kamera, dann posierte er wieder lesend in seinem Großraumwohnzimmer herum und konnte doch keine Ruhe finden.

Er hatte auch nicht die Augen des Alten aus Langmusi...

glückskeks in china

01:00, 22.03.2010

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So hieß ein Beitrag, der gerade auf Deutsche Welle TV Asien lief: Es ging um einen deutschen Schauspieler, der seit vier Jahren hier in China arbeitet. Mir war der Mann sympathisch, und das nicht nur deshalb, weil er sich dezent zurueckhielt, als er sich zum politischen System hier in China äußern sollte.

Der Beitrag war in einem relativ objektiven Ton, allerdings konnte man sich an einigen Stellen doch nicht zurückhalten und sprach (O-ton) bei einer Szene im Park, wo Senioren ihre Morgenübungen abhielten, von DISZIPLIN, GEHORSAM und ORDNUNG. Ist es wirklich so, dass die Deutschen es nicht besser wissen, oder ist es die Vorgabe der Sender?

Inzwischen mach ich mir schon immer einen Spaß draus und nenne Tage mit grauem Himmel "ARD und ZDF - Tage". Denn dann jagen sie ihre Journalisten raus auf die Pekinger Straßen, um die schlechte Luft zu filmen, denn man muss ja irgendwas Negatives berichten, oder?

Übrigens gibts die sogenannten Glückskekse hier in China nicht. Das einzige Mal, wo ich einen gegessen habe, war vor 12 Jahren, als ich Urlaub in Californien gemacht habe.

 

leichte frühlingsstürme

14:01, 20.03.2010

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Heut morgen um sieben, als ich vor die Tür trat, war der Himmel rosa bis gelb. Auf den Straßen fand man Ablagerungen von Wüstensand. Der starke Wind bringt ihn aus der Provinz Gansu rüber. Irgendwie komisches Wetter. So richtig dolle mit Sand zwischen den Zähnen und in den Augen ist es nicht, aber ich werd mir trotzdem lieber a Tippl heesn machen und drheeme bleim.

teehaus aber kein biergarten

23:15, 19.03.2010

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Wie schön wärs, wenn man nach der Arbeit ein schönes kühles Bier trinken könnte! Ich weiß auch nicht wieso, aber dieser Gedanke ging mir gestern durch den Kopf, als ich eine trockene Kehle hatte und einen Durst, der gelöscht werden wollte.

Eine Bierkultur, so wie wir sie in Deutchland kennen, existiert hier in China nicht. Man kann zwar mittlerweile viele Sorten davon kaufen, aber eben nur im Supermarkt oder in einem normalen Restaurant, wo man zum Essen hingeht, nicht zum Biertrinken.

Mein bevorzugtes Bier in China ist Qingdao, oder wie es auf den Flaschen steht: Tsingtao. Wie der Name schon sagt, befindet sich diese Brauerei in der Provinz Shandon in der Stadt Qingdao.

Das Bier gibt es seit 1910 glaube ich. Damals war Qingdao deutsche Kolonie, und die kaiserlichen Truppen wollten auch was zu trinken haben. Was lag also näher, als eine Brauerei zu gründen?

Hingegen Teehäuser gibt es noch. Am beliebtesten allerdings sind in den großen Städten Kaffehäuser, die auch Tee ausschenken. Im Gegensatz zu Starbucks, das man hier auch an fast jeder Ecke findet, kann man in den meisten chinesischen Kaffeehäusern sehr bequem sitzen und es sich gemütlich machen. Es gibt große wuchtige Sessel, oft auch kleine Separes, wo man diskret seinen Kaffee mit einer Freundin trinken kann.

Noch bevor man den Kaffee oder Tee bestellt, bekommt man ein Glas lauwarmes Wasser serviert. Auch wenn man den Kaffee schon getrunken hat, wird das Wasser immer wieder nachgeschenkt, so dass man hier wirklich Stunden hinbringen kann, ohne immer wieder neuen Kaffee bestellen zu müssen. Man nippt dannn einfach am Wasser.

 

 

nahrhafte und giftge menschen

14:28, 19.03.2010

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Irgendwo habe ich gelesen, dass man Menschen, denen man begegnet, in diese zwei Kategorien einteilen kann: die Nahrhaften und die Giftigen.

Nahrhafte Menschen sind in meiner Betrachtung nicht solche, die blöd genug sind, sich ausnutzen zu lassen, sondern solche, die uns etwas geben können und uns wachsen und gedeihen lassen. Es sind Menschen, die aufgrund Ihres Wesens Güte, Liebe und Glück ausstrahlen (ohne anzugeben), aber auch solche, die uns auf eine ermutigende Weise fordern und uns helfen, wenn wir Hilfe brauchen.

Die anderen, die Giftpilze will ich hier nicht erklären. Jeder kennt sie. Unsere Welt ist voll davon.

Zum Glück ist die Welt aber auch voll der Nahrhaften. Man muss nur ein wenig suchen und Vertrauen haben.

sonnenblumenkernzahn

23:56, 18.03.2010

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Viele Chineses essen von einem sehr jungen Alter an Sonnenblumen- oder auch Kürbiskerne. Dazu wird der Kern hochkant zwischen zwei Vorderzähne geschoben und zwei- bis dreimal draufgebissen bis der Kern in den Mundinnenraum fällt. Die Schale wird dann weggeworfen oder ausgespuckt.

Ein richtiger Sonnenblumenkernesser kann es pro Minute auf allerhand gegessene Kernen bringen. Und da er/sie die Kerne meist an derselben Stelle am selben Zahn knackt, entsteht ueber die Jahre hinweg eine kleine V-förmige Vertiefung/Kerbe im Zahn. Das nennt man dann Sonnenblumen-kern-zahn (gua zi ya).

Viel Spaß beim Knacken.

 

schwupp in die u-bahn

20:45, 17.03.2010

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Ein Lob für die Pekinger U-bahn!

Maximalwartezeit selbst zur Nicht-Rush-Hour vier Minuten im Durchschnitt. Verglichen mit München, wo ich im Februar zu einer Schulung war und sogar im Zentrum ewig auf die Bahn warten musste, ist das wirklich schnell!

Die Züge sind sauber, hell und in den meisten Linien gibt es über der Tür eine Karte der Linienführung mit roten und grünen Leuchtdioden, welche anzeigen, wo man sich gerade befindet. Für weitere Strecken, etwa quer durch die Stadt von Ost nach West braucht man ca. 30 Minuten. Es gibt keine Staus und man kann sich genau ausrechnen, wann man ankommt.

Seit letztem Sommer gibt es nun zum Glück auch eine Haltestelle fast genau vor der Tür von Goethe. Die Station heißt Renmin Daxue (Volksuniversität) und gehört zur Linie 4. Wenn man nach Süden fährt, ist man in 30 Minuten am Südbahnhof, von dort nimmt man die superschnelle Bahn nach Tianjin. Mit einer Geschwindigkeit von ca 350 km/h ist man dann wiederum in einer halben Stunde in Tianjin.  Aber da will ich gar nich jeden Tag hin.

Ich fahre nach Norden, steige nur einmal um und schon bin ich zu Hause. Ein bisschen voller kanns dann zur Rush-hour zwischen 5 und 7 werden. Aber überleben tut mans alle Male. Außerdem macht es echt Spaß und es ist SICHER! Sowas wie Betrunkene oder gewalttätige Teenager sieht man nicht. Ich weiß auch nicht, wo die sich verstecken.

 

gibts schöngeister?

14:31, 17.03.2010

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Nein.

Das hat auch einen ziemlich simplen Grund: Hier in China beschäftigt man sich ausschließlich mit NÜTZLICHEM WISSEN, also Wissen, das praktisch angewendet werden kann, sprich, mit dem man Geld verdienen kann. Es ist also auch nicht verwunderlich, wenn Ratgeber mit dem Titel "Wie werde ich Millionär" ganz vorn auf den Bestsellerlisten Chinas rangieren.

Bildung hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert in der chinesischen Gesellschaft. Ich glaube es war die Mutter von Konfuzius oder Menzius, die, nachdem sie gesehen hatte, dass ihr Sohn mit Schmuddelkindern spielte, daraufhin sofort beschloss, in eine andere Gegend zu ziehen um somit das soziale Umfeld aufzubessern und dem Kind bessere Zukunftschancen zu geben.

Chinesische Eltern sind sehr bemüht, ihr Kind auf die bestmögliche Schule zu schicken, die es in der Umgebung oder vielleicht sogar in der Provinz gibt. Um das zu ermöglichen, nimmt die Familie auch Härten auf sich. So werden die meisten Teenager von ihren Vätern oder Müttern morgens zur Schule gebracht und abends wieder abgeholt.

Die Hauptaufgabe des Kindes ist das Lernen, dazu vielleicht noch Klavier- oder Violinenunterricht oder ein Sportverein. Praktische Fähigkeiten, etwa diese, welche man im Deutschen Schulfach Werkunterricht erwerben würde, fallen total unter den Tisch. Das muss ja auch nicht sein, denn schließlich kann man sich die Handarbeit der Millionen Wanderarbeiter kaufen, wenn man irgendwann mal viel Geld mit seinem Kopf verdient.

Und es gibt noch einen Trend, mit dem chinesische Mütter versuchen, ihrem Kind bessere Karten für die Zukunft zu verschaffen: Im Freundeskreis kenne ich zwei chinesische Mütter, die sich von ihren Firmen ins Ausland (Kanada, UK) versetzen lassen oder dort ihr MBA machen, um dann ihre Söhne nachzuholen, damit sie im jeweiligen Land zur Schule gehen koennen.

 

 

von lehrenden und anderen

20:37, 16.03.2010

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Egal wie lange man hier ist, irgendwann kommt der Moment, wo einen ein Freund oder Bekannter fragt "Warum bist du eigentlich nach China gekommen?" Wenn du jetzt beginnst aufzuzählen, dass du eine neue Kultur, eine neue Sprache, neue Menschen kennenlernen willst, dann versteht der chinesische Frager nur Bahnhof.

Warum ist das so? Ins Ausland geht man grundsätzlich nur, wenn man in eigenen Land keine Chance hat. Wenn man also aus irgendwelchen Gruenden vertrieben wird oder du keine Arbeit im eigenen Lande findest, oder wenn diese Arbeit unterbezahlt ist. Dann wagt man den Sprung und geht ins Ausland. Sonst sehr selten bis nie.

Schon der Grund allein, dass du als Auslaender hier bist, mag genuegen, um dich in den Augen der Landsleute hier also loser zu sehen. Gewisse Berufsgruppen aus Wirtschaft und Bankgeschaeft, die hier nur entsandt sind, und in Deutschland weiterhin ihren Lebensmittelpunkt haben, haben dagegen andere, bessere Karten. Denn sie sind ja nur auf Zeit hier, und manchmal auch noch gegen ihren Willen, eben nur des Geldes wegen.

Und das ist nun wieder ehrsam: Viel Geld zu verdienen und Ehre fuer die Familie daheim zu sammeln. Wer hingegen als Lehrer hier in chinesischen Landen arbeitet, der hat es schwer, und dem stroemen die Vorurteile nur so entgegen.

Zum ersten verdienen Lehrer vergleichsweise wenig, mit ihnen kann man keinen Staat machen. Sie moegen gutherzige Tölpel sein, aber so richtig verstehen tut man sie nicht hier im Chinaland. Das mag auch damit zusammenhaengen, dass, vor allem aus dem englischsprachigen Raum, hier sehr viele Sprachlehrer taetig sind, die keine oder nur eine teilweise Ausbildung haben. Und wenn sie eine Ausbildung haben, dann meist nicht als Paedagoge.

Diese vermeintlichen Lehrer sind nun an chinesisichen Schulen und Universitäten tätig. Da sie meist (aus Sicherheitsgruenden :) ) dazu angehalten werden, auf dem Campus zu wohnen und spaetestens abends um 10 im Bett zu liegen, bestehen sehr geringe Chancen fuer sie, ein Maedchen oder eine Frau kennenzulernen. Flirten sie dann mit Schuelern oder ergreifen sie die erstbeste Chance, einer Einheimischen habhaft zu werden? Wer weiß das schon, man kann hier nur vermuten.

Probiers aus: Sag ihr, dass du Lehrer bist und beobachte ganz genau ihr Gesicht während du sprichst. Viel Spaß!

weiße flecken

23:08, 15.03.2010

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Noch liegt hier Schnee von gestern. Es waren große nasse Flocken gefallen am Sonntagmorgen.  Auf dem Weg zum Yoga kam ich an großen Pfützen vorbei, die die Schneeflocken reflektierten. Wenn man in diesen Spiegel sah, war es, also ob aus der unterirdischen Dunkelheit Dinge ans Licht drängten. Für Sekunden war ich versunken in diesen Anblick. Poesie des Alltags, ohne die es hier recht eintönig wäre. Denn Peking ist nicht wirklich schön. Es hat eine Schönheit, die Ausdauer braucht, sie zu erkunden und zu finden. Vielleicht ist daran auch die Jahreszeit Schuld, aber auch im Sommer habe ich hier nicht viele Orte gefunden, wo es mir richtig gut gefällt.

In knapp drei Wochen ist Ostern. Dieses Fest hat es, im Gegensatz zu Weihnachten, noch nicht hierher geschafft. Kein Wunder, denn zu Ostern schenkt man meist nur Eier oder Schokolade. Und rote Eier werden hier schon zu einer anderen Gelegenheit verschenkt: Nämlich zur Geburt eines Sohnes (oder Kindes im allgemeinen). Da braucht man den Osterhasen nicht.

 

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