gibts schöngeister?
14:31, 17.03.2010
.. Geschrieben in chinaleben .. LinkNein.
Das hat auch einen ziemlich simplen Grund: Hier in China beschäftigt man sich ausschließlich mit NÜTZLICHEM WISSEN, also Wissen, das praktisch angewendet werden kann, sprich, mit dem man Geld verdienen kann. Es ist also auch nicht verwunderlich, wenn Ratgeber mit dem Titel "Wie werde ich Millionär" ganz vorn auf den Bestsellerlisten Chinas rangieren.
Bildung hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert in der chinesischen Gesellschaft. Ich glaube es war die Mutter von Konfuzius oder Menzius, die, nachdem sie gesehen hatte, dass ihr Sohn mit Schmuddelkindern spielte, daraufhin sofort beschloss, in eine andere Gegend zu ziehen um somit das soziale Umfeld aufzubessern und dem Kind bessere Zukunftschancen zu geben.
Chinesische Eltern sind sehr bemüht, ihr Kind auf die bestmögliche Schule zu schicken, die es in der Umgebung oder vielleicht sogar in der Provinz gibt. Um das zu ermöglichen, nimmt die Familie auch Härten auf sich. So werden die meisten Teenager von ihren Vätern oder Müttern morgens zur Schule gebracht und abends wieder abgeholt.
Die Hauptaufgabe des Kindes ist das Lernen, dazu vielleicht noch Klavier- oder Violinenunterricht oder ein Sportverein. Praktische Fähigkeiten, etwa diese, welche man im Deutschen Schulfach Werkunterricht erwerben würde, fallen total unter den Tisch. Das muss ja auch nicht sein, denn schließlich kann man sich die Handarbeit der Millionen Wanderarbeiter kaufen, wenn man irgendwann mal viel Geld mit seinem Kopf verdient.
Und es gibt noch einen Trend, mit dem chinesische Mütter versuchen, ihrem Kind bessere Karten für die Zukunft zu verschaffen: Im Freundeskreis kenne ich zwei chinesische Mütter, die sich von ihren Firmen ins Ausland (Kanada, UK) versetzen lassen oder dort ihr MBA machen, um dann ihre Söhne nachzuholen, damit sie im jeweiligen Land zur Schule gehen koennen.
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